kreativagentur perlenmädchen

Dienstag, 23. August 2016

Erfolg durch Urlaub

Burnout statt Sonnenbrand

Burnout statt Sonnenbrand (Quelle: Pixabay)
Burnout statt Sonnenbrand
Wir sind noch mitten in der Urlaubszeit. Habt ihr euch schon die jährliche Auszeit gegönnt oder könnt ihr euch als Unternehmer sowas wie Urlaub gar nicht erlauben?
Während unserer Arbeit lernen wir immer wieder engagierte Chefs und Chefinnen kennen, die in ihrem kleinen Betrieb Mädchen für alles sind. Ohne die die Mühlen still stehen.
Solche Menschen sind chronisch überarbeitet und kennen Urlaub nur vom Hörensagen. Aber wie lange geht so etwas gut?

Die enorme körperliche Belastung und der Stress sind nicht dauerhaft auszuhalten. Ihr werdet immer häufiger gereizt sein und euch überfordert fühlen. Das führt zu einem angespannten Verhältnis im Team und zu euren Mitarbeitern. Im schlimmsten Fall droht der Burnout. Eines ist klar: So könnt und solltet ihr nicht weitermachen.

Zwischen Hingabe und Abgabe

Loslassen (Quelle: pexels)
Loslassen (Quelle: pexels)
Als Selbstständiger liebt man sein Unternehmen. Man legt viel Wert auf Details und Qualität, bei allem was man tut. Das Unternehmen ist wie das eigene Baby. Kann man so viel Hingabe auch von einem Angestellten erwarten? Viele Gründer beantworten diese Frage mit nein und würden am liebsten jeden Arbeitsschritt selbst erledigen.

Grundsätzlich können wir natürlich verstehen, dass man sich voll und ganz auf das Unternehmen konzentriert, dass man mit viel Liebe und Mühe aufgebaut hat. Aber voran kommt man auf diese Art und Weise nicht.

Es hilft alles nichts. Ihr müsst lernen Verantwortung abzugeben und Aufgaben nach und nach an eure Mitarbeiter zu delegieren. Ab einem gewissen Punkt könnt ihr einfach nicht mehr alles selbst erledigen. Ihr seid der Chef und nicht Mädchen für alles. Ihr habt nämlich die wichtigste Aufgabe von allen: Führen!

Wissen ist Macht

Den Markt im Blick (Quelle: Pixabay)
Den Markt im Blick (Quelle: Pixabay)
Als Geschäftsführer seid ihr der Steuermann. Wenn ihr nicht den Kopf hoch haltet und den Horizont im Auge habt, kann es für die ganze Unternehmung böse enden. Wenn ihr nur damit beschäftigt seid, die alltägliche Arbeit zu erledigen, habt ihr keine Zeit zu denken, zu planen, zu kreieren.

Die Welt steht nicht still. Und ihr solltet es auch nicht tun. Nichts ist geschäftsschädigender als Routine. Wer sich erst einmal festgefahren hat, bleibt schnell hinter der Konkurrenz zurück. Begebt euch ständig auf neue Wege. Hört euren Kunden aufmerksam zu, beobachtet die Konkurrenz und informiert euch über neue Entwicklungen in eurer Branche.  Nur wer weitsichtig ist und sich weiterbildet, bleibt dauerhaft auf Erfolgskurs.

Ihr braucht einen freien Kopf, um euch auf die Entwicklung eures Unternehmens zu konzentrieren. Wo soll es in den nächsten Jahren hingehen? Setzt euch Ziele, auf deren Erreichung ihr hinarbeitet. Ohne das Wissen über Markt und Branche, könnt ihr nur schwerlich sinnvolle geschäftliche Entscheidungen treffen oder euch realistische Unternehmensziele setzen.

Motivation durch Verantwortung

Mittlerweile sollte euch eins klar sein: Ihr braucht Hilfe. Und zwar in Form von zuverlässigen und motivierten Mitarbeitern.

Ich höre es schon förmlich: „Das sagt sich so leicht! Dabei ist es so gut wie unmöglich, geeignetes Personal zu finden.“ Sicherlich ist das nicht einfach. Andererseits haben viele von euch bestimmt schon die richtigen Leute im Team, ohne es bisher bemerkt zu haben.

Motivation (Quelle: pexels)
Motivation (Quelle: pexels)
Haltet euch einmal vor Augen, wie ihr mit euren Mitarbeitern umgeht. Wenn ihr eure Angestellten nur als kopflose Arbeitsbienen benutzt, die Routine-Aufgaben erledigen, könnt ihr von ihnen kaum ein überdurchschnittliches Maß an Einsatz, Motivation und Kreativität erwarten.

Traut euren Mitarbeitern etwas zu! Ermutigt sie dazu mitzudenken und sich einzubringen. Stellt sie vor neue Herausforderungen und übertragt ihnen nach und nach neue Aufgaben und Verantwortung. Diese Art von Wertschätzung fördert die Motivation eurer Leute.
Achtet bei der Übertragung von Aufgaben auf persönliche Vorlieben und Talente eurer Mitarbeiter und fördert diese. So arbeitet das ganze Team effektiver.

Gebt auch Aufgaben und Dinge an Mitarbeiter ab, die euch selbst schwer fallen. Erfolgreiche Unternehmer kennen ihre Stärken und Schwächen. Befreit euch von Ballast. Steckt eure volle Kraft und Leidenschaft in eure Kernkompetenz. Macht die Arbeit, in der ihr großartig seid!

Urlaub in Sicht

Rettung durch Urlaub (Quelle: Pixabay)
Rettung durch Urlaub (Quelle: Pixabay)
Werdet euch eurer Position bewusst und konzentriert euch auf das Führen. Hört damit auf, euch immer nur im Kreis zu drehen. Arbeitet stattdessen an und mit euren Leuten.

Baut ein starkes und zuverlässiges Team auf. So könnt ihr euch auch mal ein paar Wochen aus dem Geschäft zurückziehen, ohne dass alles liegen bleibt oder die Geschäfte still stehen.
Jeder Mensch braucht diese Art von Auszeit. Wir sind nun mal keine Maschinen. Denkt also trotz all der Arbeit auch an eure Gesundheit. Euer Körper wird es euch danken.

Urlaub hat zudem einen sehr positiven Effekt auf eure Kreativität. Nach 2 Wochen Auszeit könnt ihr wieder voller Energie und mit frischem Kopf ins Geschäft einsteigen. Mit etwas Abstand sieht man Probleme plötzlich in einem ganz anderen Licht. Ihr findet Lösungen für Situationen, die vorher aussichtslos erschienen.
Also: Legt ab und an mal eine Pause ein und erhaltet euch den Spaß an der Arbeit!

Eure perlenmädchen

Dienstag, 19. Juli 2016

Meine Erlebnisse als PraktikantenPerle

Zwei Wochen bei den perlenmädchen in Wittstock


Basteln für die Guerillaaktion  

Ich mit dem perlenmädchen Nadine
Zwei Wochen voller Spannung erlebte ich, Soraya, in meinem Praktikum bei der Werbeagentur perlenmädchen aus Wittstock. In diesen zwei Wochen war Nadine immer für mich da. Am vierten Juli war mein erster Arbeitstag und der fing schon echt interessant an.

Wir haben darüber geredet was die Woche so ansteht und gemacht wird. Dazu gehören die Perlenbrillen, die wir für den achten Geburtstag brauchen. Nadine hat mich gebeten, regelmäßig einen Eintrag auf Facebook über meine Erlebnisse zu posten. Wir haben auch über unseren Termin im Rathaus geredet und ich habe mir dazu das Konzept und die Dokumente durchgelesen.

Der erste Tag bestand daraus Brillen für die Guerilla Marketing Aktion zum Perlengeburtstag zu basteln. Dazu musste ich neonpinke Spektralbrillen entlang der Kerben falten und danach mit einem Perlenland-Stempel verschönern. Der Tag war echt ziemlich entspannt und locker. So beginnt man die erste Arbeitswoche doch gerne ;)

Kekse und eingelegte Tiere


Am Dienstag sind wir nach Wusterhausen in das Wegemuseum gefahren. Dort führten wir ein Gespräch mit Frau Zimmermann, um zu erfahren, was wir für sie tun sollten. Sie zeigte uns auch die Ausstellung, die echt faszinierend war - erst recht diese coolen eingelegten Tiere.
Danach sind wir nach Neuruppin zur edv plan GmbH gefahren, wo ich deren Praktikantin kennengelernt habe. 

Der Tag war aber noch nicht vorbei. Wir hatten noch einen Termin mit Frau Gorisch, die Autoschonbezüge herstellt und direkt neben mir wohnt. Frau Gorisch bekam von Nadine eine Schulung zu ihrer neuen Internetseite, die die perlenmädchen für sie gemacht haben. Ich habe mir nebenbei ein paar Kekse gegönnt.

Katze und Kirschen 


Agenturkatze Mina
Am dritten Tag ging alles erst einmal recht locker los. Ich habe Motive für die Briefumschläge designt, die zum Perlengeburtstag an die Kunden geschickt werden. 

Ein bisschen später sind wir dann in das Wittstocker Rathaus gefahren. Die Stadtvertreter aus Wittstock und Pritzwalk waren sehr gut auf unsere Ideen gestimmt. Während Nadines Präsentation aß ich gemütlich Kirschen, die Herr Herm persönlich in seinem Garten gepflückt hat. Es war richtig interessant zu sehen, wie die Leute auf das reagierten was von Nadine vorgeschlagen wurde. Es wurde viel gelächelt und genickt. Die Ideen kamen anscheinend an!

Die zwei darauf folgenden Tage war Büroarbeit angesagt. Wir hatten uns inzwischen auf ein Design für die Briefe geeinigt. Jetzt hieß es, die Zeichnung auf über 80 Umschläge zu übertragen. Mit Musik in den Ohren war das aber nur halb so schlimm. Und Agenturkatze Mina sorgte mit ihren Ablenkungsaktionen dafür, dass ich mir immer mal wieder eine Pause gönnte.

Briefe, Biber und Aftershave 

Pinke Blumenketten für die Guerilla Marketing Aktion
Am Montag der nächsten Woche ging es im Büro weiter. Es trudelten auch die Flyer und Kärtchen zur Perlenland-Aktion im Büro ein. Ich war ganz begeistert von der Umsetzung und möchte auch das tolle Perlmuttpapier, dass die Bilder richtig zum Strahlen brachte. Mit dem Bemalen der Briefumschläge war ich fast fertig. Jetzt musste ich noch die kleinen Kärtchen an die leuchtend pinken Blumenketten anbinden. Die Ketten waren auch ein Teil der Guerillaaktion zum Perlengeburtstag.

Der Biber in Dreetz
Der Dienstag gestaltete sich extrem interessant. Wir sind nach Dreetz zu einem Kunden gefahren, dieser stellt eine eigene Kosmetikreihe her, die wir vermarkten sollen. Es gab Geschenke und Gratisproben! Yay! Ein Aftershave für Frauen. Ist das nicht der Hammer? Ich wusste nicht einmal, dass es so etwas gibt.  Nach den ersten Testversuchen kann ich bestätigen, dass es super funktioniert. Als wir durch das Dorf fuhren mussten wir unbedingt einen Stopp am Dreetzer Wappentier einlegen. Ein riesiger Biber als Holz steht dort mitten auf dem Dorfplatz. Der ist so niedlich! Nadine und ich musste erstmal ein Foto mit ihm machen.

Mittwoch war dann Briefe packen angesagt: Flyer, Brille, Blumenkette und zukleben. Donnerstag früh brachte Nadine alle Briefe zur Post. Ich war schon ganz gespannt, wie die Aktion bei den Kunden ankommen würde.

Konfetti und Blumenketten


Guerilla Aktion zum 8. Perlengeburtstag
Am Freitag war es endlich soweit! Es wurde der 8. Perlengeburtstag gefeiert. Ich durfte Gitte und Nadine bei ihrer Guerillaaktion durch Wittstock und Neuruppin begleiten. Wir haben Flyer verteilt, Fußgängern die pinken Blumenketten um den Hals gehängt (darunter sogar jemand vom Ordnungsamt!!) und den Passanten die Brillen auf die Nase gesetzt. 




Die Kunden der perlenmädchen feiern mit
Außerdem haben wir einige Kunden und Partner der Perlenmädchen besucht. 
Nadine und Gitte sind einfach in die Büros und haben Konfetti geworfen und Blumenketten verteilt. Die Gesichter der Leute waren einmalig! Alle haben sich sehr über unseren Besuch gefreut. Als wir unterwegs waren stellte ich wieder mal fest, wie fantastisch diese Frau (Nadine) Auto fährt. Es war extrem witzig, als sie um die Kurve raste.



Urlaub im Perlenland
Ich habe diese zwei Wochen voll genossen und ich bin froh darüber, das Praktikum hier gemacht zu haben. Ich würde jederzeit wieder hierherkommen.

http://www.perlen-agentur.de/urlaub

Dienstag, 28. Juni 2016

Das ist ja förmlich unförmlich!
Warum ein „Du“ vieles einfacher macht.

Kommen Sie ruhig näher!

Vor ein paar Tagen habe ich mich mit einem befreundeten Unternehmer unterhalten. Er sagte mir, dass die Kommunikation der perlenmädchen viel zu persönlich und buddylike wäre. Zu Kunden und Mitarbeitern müsse ein professioneller Abstand gewahrt werden.
Ich denke, dass genau dieser Abstand hinderlich für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist. Für gemeinsames Arbeiten und Geschäfte machen ist Vertrauen das A und O. Durch den Aufbau einer persönlichen Beziehung wird das Vertrauen ineinander gestärkt. Deshalb versuchen wir von Beginn an, unseren Kunden nahe zu sein.

Die Tonalität eurer Unternehmenskommunikation wirkt sich enorm auf eure Kunden aus. Ihr kennt sicherlich das Sprichwort: „Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch wieder hinaus“.
Sprecht ihr eure Zielgruppe offen, persönlich und sympathisch an, werdet ihr eine Response in ähnlicher Tonalität erhalten. Bleibt eure Ansprache kühl und distanziert, werden eure Kunden ebenfalls auf Abstand bleiben. Ihr habt es in der Hand, den Grad der Nähe zu euren Kunden zu bestimmen.

Nicht jeder Unternehmer fühlt sich mit so viel Nähe zu seinen Kunden wohl. Wichtig ist vor allem, dass ihr authentisch bleibt. Verstellt euch nicht. Geht aber dennoch soweit auf eure Kunden zu, wie es sich für euch richtig anfühlt.

Hand in Hand

Eine persönliche Atmosphäre im eigenen Unternehmen wirkt sich immer positiv auf die Zusammenarbeit der Mitarbeiter aus. Ein „Du“ baut Hierarchien ab. Alle Teammitglieder werden ebenbürtig. Der Umgang miteinander wird ehrlicher und lockerer. Niemand ist gezwungen eine Maske zu tragen. Die Mitarbeiter werden ehrlich äußern was sie denken. Sie teilen Ideen und Vorschläge mit dem Team, werden sich aber auch trauen, Ängste und Vorbehalte zu äußern.
Durch den Input der Mitarbeiter können Arbeitsprozessen viel effizienter gestaltet werden. Außerdem können produktivere Teams zusammengestellt werden, wenn klar ist, welche Mitarbeiter am besten harmonieren. Die Kollegen fühlen sich miteinander verbunden, unterstützen sich und stehen für einander ein.
Sympathie und Freundschaft sorgen dafür, dass wir offener für den Standpunkt des anderen sind. Wir denken weniger Ich-bezogen, weil wir die gute Beziehung zum Gegenüber aufrechterhalten möchten.

Auge in Auge

Bei der Kommunikation mit euren Kunden hat ein „Du“ ähnlich positive Nebenwirkungen. Wenn ihr offen und persönlich auf eure Kunden zugeht, werden sie euch ebenfalls aufgeschlossener gegenübertreten. So baut ihr von Beginn an Ängste und Unsicherheiten ab und stellt ein wichtiges Grundvertrauen zu eurem Gegenüber her. Beide Partner werden sich ebenbürtig und können sich auf Augenhöhe verständigen.

Die Offenheit und Ehrlichkeit, die ihr euren Kunden entgegenbringt, werdet ihr im Gegenzug auch von Ihnen erhalten. Das sorgt dafür, dass ihr die Probleme und Wünsche der Kunden schneller erfassen könnt. Schließlich vertrauen sie euch, müssen sich nicht verstellen und werden deshalb eher ihre eigentlichen Vorstellungen und Motive mit euch teilen.
Eine persönliche Beziehung verringert zudem die Gefahr betrogen zu werden. Wenn wir jemanden sympathisch finden, wollen wir die gute Beziehung zu dieser Person aufrechterhalten und ihr nicht schaden.

Das wirkt sich besonders positiv in Verhandlungen aus. Die Gesprächspartner werden nicht auf ihren Positionen verharren und nur die eigenen Vorteile durchdrücken wollen. Viel eher wird man einen Kompromiss anstreben, der für beide Seiten Vorteile bringt. Wir werden empathischer und sind eher bereit, uns in die Position des Gegenübers zu versetzen.
Wir können Situationen besser einschätzen und sinnvollere Lösungen finden, wenn wir offen und ehrlich miteinander kommunizieren; wenn wir die Motive, Vorbehalte oder Ängste des Anderen kennen. Private Probleme können sich zum Beispiel erheblich auf die Kommunikation und die Entscheidungen eines Menschen auswirken. Ohne Vertrauen und Sympathie zum Gegenüber werden wir von solchen Faktoren allerdings nichts erfahren.

Seite an Seite

Natürlich muss man neue Kunden oder Mitarbeiter nicht von Beginn an duzen. Der Zeitpunkt muss sich einfach richtig anfühlen. Bei manchen Menschen spürt man sofort eine Verbindung, bei anderen muss sich diese erst aufbauen. Und natürlich kommt es auch mal vor, dass man niemals einen Draht zueinander findet.

Ihr solltet auch nicht alle um euch herum wie selbstverständlich duzen. Beide Partner müssen sich wohl damit fühlen. Gebt den Menschen Zeit. Durch Wortwahl, Tonalität und Körpersprache, könnt ihr eurer Gegenüber zu einem Du einladen, ohne es direkt zu thematisieren.
Ich denke, dass der Aufbau einer persönlichen Beziehung zum Gegenüber immer erstrebenswert ist. Eine gute Menschenkenntnis macht natürlich vieles einfacher. Mit dieser Gabe wird es euch leicht fallen, Menschen zu finden, mit denen ihr gut zusammenarbeitet - Aber auch die Personen auszumachen, von denen ihr euch besser fernhaltet.

Eine Gefahr dürft ihr jedoch nicht unterschätzen. Bei all der Freundschaft ist es entscheidend, Unternehmer zu bleiben. Unternehmerisch zu handeln und zu denken. Ihr kennt das Sprichwort mit dem kleinen Finger und der ganzen Hand? Lasst euch nicht auf Freundschaftsdienste ein. Gute Leistung muss bezahlt werden. Zu einem angemessenen Preis. Es muss immer ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geben und Nehmen herrschen.

Welchen Vorteil soll dieser „professionelle Abstand“ also bringen, den wir durch das Siezen aufrechterhalten? Beide Partner werden sich immer vorsichtig umkreisen, abschätzend sein und entscheidende Informationen zurückhalten. Die Zusammenarbeit kann niemals so effizient und erfolgreich sein, wie zwischen zwei Menschen, die sich auch auf der Beziehungsebene miteinander verbunden fühlen. Wirkt es sich auf die Qualität meiner Arbeit oder auf meine Professionalität aus, wenn ich mein Gegenüber duze? Ich denke nicht.


Aber was denkt ihr? Wie handhabt ihr die Kommunikation in eurem Unternehmen? Wir freuen uns über euer Feedback!

Dienstag, 24. Mai 2016

Arbeitet euch glücklich!

Richtung Zukunft

Im Juli wird Soraya ein Praktikum bei den perlenmädchen machen. Wir freuen uns schon auf unser neues Teammitglied! Soraya ist in der neunten Klasse und somit gerade dabei, den Weg für ihr zukünftiges Leben zu finden.

Bei diesem Gedanken habe ich realisiert, wie glücklich wir uns schätzen können, das zu tun, was wir lieben. Wir haben Spaß an unserer Arbeit, unsere Leistung wird wertgeschätzt und wir führen ein erfülltes Leben. Dieses Glück sollte jeder erfahren.

Auf der Suche nach Glück

Den Großteil unseres Lebens verbringen wir mit arbeiten. Umso wichtiger ist es also, etwas zu tun, an dem man Spaß hat. Gerade junge Menschen haben oft noch keine Vorstellungen von dem, was sie später einmal machen wollen. Der beste Weg das herauszufinden ist leben! Probiert euch aus.

Schnuppert in verschiedene Branchen hinein und arbeitet euch so Schritt für Schritt zu dem vor, was ihr liebt. Das Ziel muss es sein, einen Beruf zu finden, den ihr mit Leidenschaft ausüben könnt.

Viele Eltern bläuen ihren Kindern ein, erst einmal eine Ausbildung abzuschließen – ob der Job nun das Richtige ist oder nicht. Ich bin da anderer Ansicht. Wenn ihr merkt, dass ihr in diesem Beruf nicht glücklich werden könnt, brecht die Ausbildung ab und sucht weiter. Das Leben ist zu kurz, um unglücklich zu sein. Also liebe Eltern – Setzt eure Kinder nicht unter Druck, sondern unterstützt sie dabei ihre Berufung zu finden.

Kreislauf

Es gibt Menschen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, die sich jeden Montag zur Arbeit schleppen. Die immer nur Negatives von ihrer Woche berichten und über den Chef oder die Kollegen schimpfen. Man sieht ihnen ihre Unzufriedenheit förmlich an. Ich frage mich dann immer, wie man dauerhaft so leben kann. Solche Menschen sind in einem Kreislauf gefangen. Lustlosigkeit führt zu schlechten Arbeitsergebnissen, Misserfolg und somit zu weiterer Demotivation. Diese Situation ist eine Belastung. Für die eigene Psyche, das Umfeld und die Lebensqualität.

Menschen, die ihren Job lieben, sind motiviert und gehen mit Leidenschaft an ihre Aufgaben. Die gute Arbeit, die sie leisten, verschafft ihnen Erfolge. Diese Belohnungen bedeuten Glück und somit ein ausgefülltes Leben.

Solche Menschen sind wertvolle Mitarbeiter für jedes Unternehmen. Sie machen nicht nur Dienst nach Vorschrift, sondern denken mit und setzen sich für den Betrieb ein. Sie sind kreativ und wahre Problemlöser. Außerdem haben sie einen sicheren Arbeitsplatz. Welcher Chef würde schließlich so einen wertvollen Mitarbeiter entlassen?

Alles was wir tun, sollten wir aus Überzeugung und Leidenschaft tun. Die Menschen in eurer Nähe spüren, ob ihr Herzblut in eine Sache gesteckt habt oder nicht. Wenn ihr glücklich seid, übertragt ihr diese positive Energie auf andere Menschen. Ihr werdet mehr Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit erfahren. Mehr Dankbarkeit und Anerkennung.

Umgekehrt gebt ihr allerdings auch negative Energie weiter. Eure Unzufriedenheit im Job zieht sich dann wie ein roter Faden durch euer Leben.

Besser spät als nie

Es ist nie zu spät für Veränderung. Gebt die Suche nach eurem Traumjob niemals auf. Glück ist leider kein Dauerzustand. Man muss sich diese Momente erarbeiten. Geht Risiken ein, überwindet Hürden und stellt euch euren Ängsten. Immer wenn ihr das tut, wartet ein Hochgefühl als Belohnung auf euch. Glück!

Geht mit wachen Augen durch die Welt, seid neugierig und nehmt alle Chancen wahr, die sich euch bieten. Haltet nicht an Dingen fest, die verloren sind, keine Zukunft haben oder euch runterziehen.
Macht euch bewusst, dass Veränderung immer nur bei euch selbst beginnen kann. Wartet nicht darauf, dass sich die Welt in eine andere Richtung dreht. Ihr müsst das Steuer schon selbst in die Hand nehmen. Gesteht euch ein, was in eurem Leben schief läuft. Diese Selbsterkenntnis hilft euch dabei, Wege in die Veränderung zu finden.
Worauf wartet ihr noch? Arbeitet euch glücklich!




Dienstag, 26. April 2016

Ausgesprochen gut verständlich - Kommunikation im Arbeitsleben

Hello pling klingeling

Quelle PixabayUnser Leben ist bestimmt von Kommunikation. Telefonate, E-Mails und persönliche Gespräche machen den Großteil unserer Arbeit aus.
Erfolgreiches Arbeiten setzt immer gegenseitiges Verständnis voraus. Innerhalb des Teams, aber natürlich auch nach außen mit den Kunden.

Umso wichtiger ist es, dass wir die Grundregeln der Kommunikation beherrschen. Das erleichtert nicht nur das Arbeiten, sondern verhindert auch unnötige Missverständnisse.
Kennt ihr das? Ihr habt zu einer Veranstaltung eingeladen, erhaltet aber kaum Rückmeldungen. Oder: Ihr bekommt aus heiterem Himmel einen Anruf von einem verärgerten Kunden. Es gibt noch unzählige weitere Beispiele. Alles Missverständnisse, die auf Fehlern in der Kommunikation beruhen.

Stereo Sound

Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder hinaus. Ein ziemlich alter Spruch, der aber immer noch Bestand hat. Wer etwas will, muss freundlich sein! Und er muss es ernst meinen. Wenn wir mit jemandem kommunizieren, senden wir auf unterschiedlichen Kanälen. 

Quelle PixabayZum einen gibt es die reine sachliche Information. Durch Tonfall, Wortwahl, Mimik, Gestik und der Formulierung eures Anliegens sendet ihr außerdem Informationen auf der Metaebene. Sozusagen zwischen den Zeilen. Euch sollte dieser zweite Kanal bewusst sein, um ihn richtig nutzen zu können.
Die Informationen beider Kanäle müssen zueinander passen und sich ergänzen. Sind sie widersprüchlich, wird das vom Empfänger wahrgenommen. Die Kommunikation wird gestört.

Wenn ihr gerade sehr wütend seid, werdet ihr keinen ehrlich freundlichen Text schreiben oder ein fröhliches Telefonat führen können. Eure Stimmung bzw. euer Gefühlsleben kommuniziert ihr immer mit. Ob ihr wollt oder nicht ;)
Dazu ist es wichtig, dass ihr mit eurem Gegenüber offen und ehrlich umgeht. Klärt frühzeitig Missverständnisse und besprecht direkt, wo euch der Schuh drückt. So wissen beide Gesprächspartner woran sie sind. Wer auf Klartext verzichtet schafft sich nur Probleme.

Wenn ich sage "Spring!"

Quelle Pixabay
Wenn ich möchte, dass mein Gegenüber etwas Bestimmtes tut, ist eine individuelle Kommunikation das A und O. Am besten sucht ihr das persönliche Gespräch oder greift zum Hörer. Falls die Kommunikation doch schriftlich läuft, sprecht euer Gegenüber direkt an. Wer E-Mails oder Anhänge einfach nur kommentarlos weiterleitet, braucht sich nicht wundern, dass eine Reaktion des Empfängers ausbleibt.

Formuliert in kurzen, klaren Sätzen euer Anliegen. Macht keine vorsichtigen Andeutungen, sondern sagt direkt was ihr möchtet. Lasst so wenig Raum für Interpretation wie möglich.
Vermeidet so gut es geht irgendwelche Standardfloskeln. Schließlich soll der Empfänger spüren, dass er mit einem echten Menschen kommuniziert und kein generiertes Schreiben vor sich hat. Kennt ihr euer Gegenüber gut, solltet ihr zudem persönliche Informationen einstreuen und eure Beziehung zueinander deutlich machen.

Der Empfänger sollte außerdem euer Engagement spüren. Warum ist es euch so wichtig, dass er dieses oder jenes tut? Stellt eure Motivation immer klar heraus. Je oberflächlicher die Information vermittelt wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Empfänger das tut, was ihr möchtet.

Versetzt euch in die Lage eures Gesprächspatners. Bezieht dazu die Situation und den Wissensstand des Anderen ein. Welche Informationen benötigt mein Gegenüber? Wie wirkt sich meine Anfrage auf ihn aus? Entsteht für ihn dadurch eine unangenehme Situation? Wie kann ich sie für ihn angenehmer gestalten oder Probleme vorab lösen?

Alle Menschen empfinden unbekannte Situationen als unangenehm. Erklärt eurem Gegenüber also einfach, was ihn erwartet und was genau ihr von ihm möchtet. So kann er sich besser vorbereiten und ihr nehmt ihm unnötige Ängste.
Denkt bei Veranstaltungen zum Beispiel daran, Anfahrtsskizzen oder Wegbeschreibungen mitzuschicken, sodass sich der Gast bei der Anreise schnell zurecht findet. Außerdem muss es für euer Gegenüber so einfach wie möglich sein, auf eure Anfrage zu reagieren. Gebt also immer eure vollständigen Kontaktdaten an.

Selbst wenn ihr euch allergrößte Mühe gebt, an alles zu denken, kann es sein, dass ihr etwas vergesst. Bietet dem Empfänger also immer Hilfe an und macht deutlich, dass Fragen ausdrücklich erwünscht sind.

Scheiben putzen

Bild: © Brian A Jackson – shutterstock.com
Missverständnisse im Laufe von Projekten entstehen oft nur, weil im Vorfeld unzureichend kommuniziert wurde. Vermeidet falsche Erwartungen auf beiden Seiten. Beschreibt glasklar eure Arbeits- bzw. Herangehensweise und erläutert den Ablauf des Projektes anhand von Meilensteinen. Macht eurem Kunden deutlich, was er für sein Geld bekommt und was nicht. Euer Kunde sollte nicht die Katze im Sack kaufen müssen. Auch Preisverhandlungen werden deutlich leichter, wenn der Kunde versteht, welcher Arbeitsaufwand hinter welcher Leistung steckt.

Gerade bei langwierigen Projekten kann es passieren, dass nicht alles so läuft wie geplant. Eine regelmäßige Kommunikation während der Auftragsabwicklung ist deshalb äußerst wichtig. Haltet euren Kunden immer auf dem Laufenden und gebt Bescheid, wenn wichtige Meilensteine erreicht sind. Informiert ihn rechtzeitig, wenn Informationen oder Zuarbeiten fehlen. So bleibt das Projekt im Fluss und ihr vermeidet unnötige Verzögerungen.

Und falls doch mal alles länger dauert als gedacht, seid einfach ehrlich und erklärt eurem Kunden, was zu den Verschiebungen im Zeitplan geführt hat. Oft ist der Kunde nur verärgert, weil er nicht informiert worden ist und sich vernachlässigt fühlt. Der Kunde sollte im besten Fall nie selbst nachfragen müssen.

Der Ton macht die Musik

Quelle Pixabay
Wenn ihr keinen Spaß an eurer Arbeit habt, könnt ihr eurem Kunden auch kein gutes Gefühl vermitteln. Er wird eure Anspannung und Unzufriedenheit immer spüren. Wenn ihr aber liebt was ihr tut, könnt ihr diese Leidenschaft und Freude auch auf eure Kunden übertragen. Gute Laune ist eben ansteckend ;) Wer freundlich ist, serviceorientiert denkt und immer ein offenes Ohr für seine Kunden hat, darf sich auch mal Patzer oder Verzögerungen erlauben. Die Kunden sind nachsichtiger und haben mehr Verständnis für eure Arbeit. Die innere Einstellung zu eurem Job wirkt sich also stark auf eure Kommunikation aus.

So, noch irgendwelche Unklarheiten? Immer her mit euren Fragen! Ansonsten hoffe ich, ich konnte euch ein paar wertvolle Tipps für den Umgang mit euren Kunden geben und ihr habt zukünftig noch mehr Freude an der Kommunikation. Ich freue mich sehr über euer Feedback und Erfahrungsberichte!


Dienstag, 29. März 2016

Erzieht eure Kunden!

Unerzogen

Kundenerziehung? Wie bitte? Ja, ihr habt richtig gehört! Ihr müsst euch eure Kunden erziehen. Im Prinzip läuft das ähnlich wie die Erziehung eines Hundes. Gebt ihr ihm zu viele Freiheiten, tanzt er euch auf der Nase rum. Zeigt ihr Schwäche, nutzt er diese aus.

Quelle Pixabay

Die großen Unternehmen haben uns die Kunden ziemlich verzogen. Man erwartet heutzutage einen kostenlosen Versand, ein Rückgaberecht, das die gesetzlich vorgeschriebene Frist übersteigt, eine kostenfreie Stornierung des Hotelzimmers bis 24h vor der Anreise und viele andere kostenlose Leistungen. Der Kunde ist nicht mehr König, sondern regelrecht ein Gewaltherrscher geworden. Er übt Druck auf uns aus und fordert diese Leistungen ein.
Kleine Unternehmen oder Einzelkämpfer können sich solche Konditionen aber gar nicht erlauben, wenn sie von ihrer Arbeit leben wollen. Unterwerft euch diesen Regeln nicht kampflos!

Rangordung

Quelle Pixabay
Ihr solltet nicht vor euren Kunden auf den Knien rutschen, sondern ihnen ebenbürtig in die Augen schauen. Die wichtigste Grundlage ist gegenseitiger Respekt. Wer euch respektlos gegenüber tritt, sollte von euch nicht wie ein König behandelt werden.

Ihr als Unternehmer kennt eure Situation am besten. Was könnt ihr euren Kunden bieten? Was nicht? Stellt eure eigenen Regeln auf. Legt Konditionen fest, die fair sind. Gegenüber dem Kunden, aber auch euch gegenüber.
Wichtig ist, Verständnis bei euren Kunden zu erreichen. Erklärt ihnen warum ihr diese Konditionen aufgestellt habt. Zeigt ihnen transparent, warum ihr bestimmte Leistungen nicht völlig kostenfrei anbieten könnt. 

Ihr wollt euch durch diese Regeln schließlich nicht bereichern, ihr wollt überleben! Und das müssen eure Kunden wissen. Ehrlichkeit ist auf lange Sicht immer der richtige Weg.

Bei Fuß

Natürlich werdet ihr durch diese Strategie nicht alle Kunden halten können. Aber diejenigen, die bleiben, sind die Menschen, mit denen ihr auch dauerhaft harmonisch zusammenarbeiten könnt. Ihr filtert also eure Kunden. Die Problemkunden verschwinden. Die A-Kunden bleiben.
Habt Vertrauen in eure Kunden. Nicht alle sind nur auf den eigenen Vorteil bedacht – ohne Rücksicht auf Verluste. Die Gesellschaft verändert sich. Werte wie Regionalität, faires Handeln, Nachhaltigkeit werden zunehmend geschätzt. Die Menschen werden verstehen, dass es für ein kleines Unternehmen nicht möglich ist, wie ein Konzern zu agieren.

An die Leine legen

Quelle Pixabay
Die Unerzogenheit der Kunden wird auch bei alltäglichen Dingen sichtbar. Von kleinen Unternehmern oder Einzelkämpfern wird oft erwartet, dass sie am Wochenende arbeiten und rund um die Uhr erreichbar sind. Selbst wenn ihr das so macht, brauchen eure Kunden das nicht zu wissen!
Kommuniziert klare Geschäftszeiten, zu denen ihr erreichbar seid. Klingelt das Telefon außerhalb dieser Zeiten, geht einfach nicht ans Telefon. Punkt.
Schickt auch keine E-Mails außerhalb der Geschäftszeiten. Wenn ihr am Wochenende eure Mails abarbeitet, speichert sie ab und schickt sie Montagmorgen zu Geschäftsbeginn raus.
Auch ihr als Unternehmer habt ein Recht auf Feierabend! Auch ihr habt ein Recht auf Urlaub. Auch ihr braucht Freizeit. Nehmt ihr euch diese Auszeiten nicht, werdet ihr scheitern. Ihr seid keine Maschinen, sondern Menschen. Wenn ihr nicht ab und an euren Akku aufladen lasst, werdet ihr früher oder später nicht mehr in der Lage sein gute Arbeit zu leisten. So verliert ihr nach und nach eure Kunden. Und zwar alle. Die Problemkunden genauso wie die A-Kunden.
Demonstriert den Menschen also, dass auch ihr klare Grenzen habt. Anderenfalls fordert ihr das unerzogene Verhalten eurer Kunden geradezu heraus.

Nein! Aus!

Ich möchte hier noch ein Beispiel aus unserer Branche beschreiben. Wir werden immer wieder damit konfrontiert, dass man von Kreativen erwartet, dass sie mit ihren Ideen hausieren gehen.
In Ausschreibungen wird oft erwartet, dass man sich mit einer fertigen Idee bewirbt. Möge der Bessere gewinnen. Für den Kunden ist das natürlich toll! Auf einen Schlag hat er 5- 10 neue Ideen auf dem Tisch. Einem Anbieter gibt man dann den Zuschlag. Er darf das Projekt realisieren. Und für die kommenden Projekte hat der Kunde jetzt ein großes Portfolio, aus dem er sich bedienen kann.

Quelle Pixabay
Überträgt man diese Forderung mal auf andere Branchen wird jedem sofort klar, dass diese Herangehensweise vollkommen unfair ist. Fragt mal ein paar Architekten ob sie euch kostenlos ein Haus entwerfen. Ihr bezahlt allerdings nur den, mit den besten Ideen. Völlig undenkbar! Oder bittet mal ein paar Bäcker darum eine Hochzeitstorte zu backen. Ihr bezahlt dann aber nur die, die euch am besten schmeckt. Ha!

Die kreative Leitidee ist das Fundament eines jeden Projektes. Sie ist der rote Faden, an den sich alles Weitere knüpft. Die Entwicklung dieser Idee ist die wichtigste Leistung innerhalb des gesamten Auftrags. Taugt die Idee nichts, geht auch das Projekt in die Hose.
Wie also kann es sein, dass man genau diese Leistung, quasi kostenlos vor der Auftragsbestätigung erbringen soll? Der Kreativprozess ist langwierig. Man steckt viel Zeit und Gedankenschmalz in die Entwicklung einer Idee. Wir lassen uns diese Arbeitszeit bezahlen. Viele sogenannte Kollegen tun das allerdings nicht. Sie verziehen die Kunden.

Aber davon lassen wir uns nicht abschrecken. Wir klären unsere Kunden auf. Sie verhalten sich nämlich nicht aus Böswilligkeit so, sondern weil sie es einfach nicht besser wissen. Viele Werbeleute, Grafiker und Kreative demonstrieren ihnen ja quasi, dass Ideen umsonst sind! Sie kennen sich mit unserer Arbeit nicht aus, wissen nicht wieviel Aufwand sich hinter den Prozessen verbirgt. Unsere Aufgabe ist es also sie aufzuklären und transparent zu kommunizieren, warum das bei uns anders läuft. Natürlich verlieren wir dadurch Ausschreibungen. Aber wir bekommen Aufträge von den Unternehmen, die uns verstehen und unsere Arbeit zu schätzen wissen. Und das ist ein viel größerer Erfolg.

Alphatier

Quelle Pixabay
Erziehung ist also für Unternehmer ein wichtiges Thema. Ihr könnt das Verhalten eurer Kunden beeinflussen. Unterwerft euch nicht den Regeln anderer, sondern bleibt euch selbst und euren Prinzipien treu. Vertretet eure eigenen Überzeugungen und stellt euch den Kunden selbstbewusst gegenüber. Handelt fair und ehrlich. Kommuniziert transparent. Nur so könnt ihr dauerhaft Erfolg haben, ohne den Spaß an der Arbeit zu verlieren.
Berichtet uns gern von euren Erfahrungen! Wir freuen uns immer von euch zu hören J


Dienstag, 23. Februar 2016

Darf ich um ihre Aufmerksamkeit bitten?
Eine Anleitung für außergewöhnlich gute Vorträge.

Brennen statt Pennen

Wer brennt, kann auch andere anstecken
Wer brennt, kann auch andere anstecken
Gute Vorträge sind nicht nur informativ, sondern machen Spaß. Sowohl dem Publikum als auch dem Redner. Ihr könnt euer Publikum nämlich nur begeistern, wenn ihr selbst voller Leidenschaft über euer Thema sprecht. Die Menschen, die dort vor euch sitzen funktionieren gewissermaßen wie ein Verstärker. Eure Emotionen und Gefühle übertragen sich auf die Zuhörer. Verbreitet also positive Energie, lasst euren Charme spielen und brennt für euer Thema!
Seid ihr selbst nicht überzeugt von dem, was ihr da erzählt, könnt ihr auch das Publikum nicht für euch gewinnen. Und wer gelangweilt vor sich hin nuschelt, braucht sich nicht über Schnarchgeräusche aus dem Publikum wundern.

Sprechen statt Lesen

Ist euch schon einmal aufgefallen, dass wir ganz anders schreiben als wir sprechen? In der Schriftsprache, besonders bei fachlichen Themen, werden wahnsinnig viele Substantivierungen verwendet. Sätze bestehen aus unzähligen Nebensätzen und Zusammenhänge werden durch Einschübe immer wieder auseinandergerissen. Wir bemühen uns besonders gebildet und kompetent zu klingen. Aber eigentlich machen wir dadurch alles nur viel Unverständlicher.

Sprecht zum Publikum wie zu einem Freund
Sprecht zum Publikum wie zu einem Freund
Vorträge sind keine Lesungen. Verwendet also keine Schreibsprache. So spricht kein normaler Mensch. Die Leute sind nicht da, um ein sprechendes Buch zu erleben. Sprecht zu euren Zuhörern eher wie zu einem Freund. Erklärt ihnen euer Anliegen wie in einem Gespräch.
Voraussetzung für einen guten Vortrag ist also, dass ihr den Inhalt in und auswendig kennt. Er muss gewissermaßen aus euch selbst herauskommen.

Und lest um Himmels Willen nicht einfach eure Folien vor! Ganze Sätze haben darauf nichts zu suchen. Die Folien sind eigentlich auch gar nicht für euch, sondern für das Publikum. Die Stichworte sollten das Gesagte zusammenfassen und als Stütze für eure Zuhörer dienen.
Die Situation in einem Vortrag ist nämlich eine ganz andere, als Zuhause am Schreibtisch zu sitzen und konzentriert ein Fachbuch zu lesen.

Wir sind von unzähligen Ablenkungen umgeben. Kellner bringen Getränke, der Sitznachbar hustet, 3 Reihen weiter tuscheln ein paar Kollegen. Man ist allein situationsbedingt weniger konzentriert. Schriftsprache können wir hier auf keinen Fall gebrauchen. Zuhause liest man einen Satz einfach noch ein drittes Mal, wenn man Verständnisprobleme hat. Bei einem Vortrag hat man nur eine Chance eine Botschaft zu verstehen. Dinge, die wir nur hören und nicht parallel lesen, sind zudem schwieriger zu merken.

Erleben statt Zusehen

In Fachvorträgen ist es oft notwendig, schwierige oder komplizierte Zusammenhänge zu erklären. Wie schafft man es also, diese Dinge verständlich und lang anhaltend zu vermitteln?
Dazu müssen wir uns bewusst machen, wie unser Hirn funktioniert. Situationen, die besonders emotional waren, viele Sinne angesprochen oder starke Reize verursacht haben, hinterlassen immer eine fest verankerte Erinnerung. Der Moment, in dem man das erste Mal auf eine heiße Herdplatte fasst, brennt sich im wahrsten Sinne des Wortes ein ;)

Dieses Prinzip solltet ihr auf eure Vorträge anwenden. Sprecht in bunten Bildern zu euren Zuhörern und lasst Geschichten in ihren Köpfen entstehen. Verwendet Metaphern und anschauliche Beispiele in euren Ausführungen. Erzählt ein paar passende Anekdoten aus eurem Leben. Und macht Witze! Humor ist immer eine tolle Art, Menschen zu erreichen. Euer Vortrag sollte die Menschen unterhalten. In diesen Minuten werdet ihr zum Entertainer.

Verlasst auch gern die konventionellen Pfade und baut interaktive Elemente in euren Vortrag ein. Verwendet Requisiten, arbeiten mit Geräuschen oder Gerüchen. Versucht, so viele Sinne wie möglich anzusprechen. Überrascht euer Publikum und lasst es an der ein oder anderen Stelle aktiv mitmachen.
Bezieht die Zuhörer mit ein, stellt ihnen Fragen, lasst sie mitdenken und sprecht sie direkt an. Beachtet bei eurer Rede aber immer den Wissensstand und Hintergrund der Zuhörer. Ihr solltet sie nicht überfordern, aber auch nicht langweilen.



Üben statt Aufgeben

Übung macht den Meister
Übung macht den Meister
Ja, ja, ich weiß schon. Nicht jeder ist der geborener Entertainer und kann gut vor Publikum reden. Aber wisst ihr was? Übung macht den Meister! Stellt solche Situationen doch mal mit Freunden oder der Familie nach. Bereitet zum Beispiel einen besonderen Vortrag zur Präsentation der letzten Urlaubsfotos vor. Lasst sie auch Zwischenrufe einwerfen und Fragen stellen. So übt ihr gleich, auf Ablenkungen zu reagieren. Spontanität und Schlagfertigkeit können nämlich auch erlernt werden.

Überwindet euch und nehmt jede Chance wahr, vor Menschen zu sprechen. So werdet ihr nach und nach immer lockerer. Und das Wichtigste: Bleibt ihr selbst und sprecht in euren eigenen Worten.

So. Vortrag beendet ;D Jetzt seid ihr dran!
Wir freuen uns sehr, wenn ihr uns von euren Erfolgserlebnissen berichtet!