Donnerstag, 31. Juli 2014


Der einfachste Weg, Geld zu verbrennen

Keine Zeit für Konzepte.

Wie oft haben wir das schon gehört: „Wir brauchen schnell eine Umsetzung! Wir haben keine Zeit für irgendwelche Konzepte!“ oder „Wir zäumen das Pferd immer von hinten auf. Das Konzept findet sich schon im Laufe der Zeit!“
Wisst ihr was passiert, wenn ihr so denkt? Ihr verschwendet euer Geld. Ihr verbrennt es. Werft es zum Fenster hinaus. Werbeaktionen, die ohne ein vorheriges Konzept umgesetzt werden, sind im besten Fall wirkungslos. Im schlimmsten Fall entsteht sogar ein Imageschaden. Lässt sich der Kunde partout nicht belehren, lehnen wir solche Aufträge konsequent ab. Wie sollen wir auch eine zielgerichtete Werbemaßnahme entwickeln, ohne das Ziel zu kennen? Oder die Zielgruppe? Oder die derzeitige Situation des Unternehmens? Kopfloses Handeln führt nie zum Erfolg.

Für den Arsch.


Mit jeder Werbemaßnahme kommuniziert ihr mit der Öffentlichkeit. Daher sollte man sich genau überlegen, wie man auf die Menschen wirken möchte und welche Reaktion man erreichen will.
Dieser Brillenhersteller hat sicherlich keinen Wert auf ein Konzept gelegt. Wahrscheinlich bekam die Agentur die Aufgabe, dass die Motive um jeden Preis auffallen müssen. Nun, das haben die Werber ohne Zweifel erreicht. Ganz nebenbei wirken die Motive lächerlich und peinlich. Aber war das das eigentliche Ziel des Herstellers? Sicherlich nicht.
Eine Sonnenbrille ist ein Modeaccessoire. Sie sollte idealer Weise hip und cool sein und von der Zielgruppe als unverzichtbares Lifestyle-Produkt anerkannt werden.
Herunter gebrochen geht es dabei immer um den Absatz. Verkaufen. Geld verdienen.
Doch wer kauft so ein Produkt? Eine Brille, die von einem Arschgesicht getragen wird.. Damit kann man sich doch nicht sehen lassen.
Klarer Fall: Diese Kampagne war für den Arsch. Das Geld ist futsch und das Produkt hat einen enormen Imageschaden erlitten. (Quelle: http://www.gutewerbung-schlechtewerbung.de/kiss-my-glass/)

Die eigene Identität.

Bevor man für ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung wirbt, ist es wichtig, eine genaue Vorstellung vom eigenen Unternehmen zu haben. Wer bin ich eigentlich und was habe ich zu bieten? Welche Werte verfolge ich in meinem Unternehmen? Was macht mich einzigartig? Wie möchte ich auf die Öffentlichkeit wirken? Welche Ziele verfolge ich?
Ein Unternehmensleitbild klärt all diese Fragen und ist ein idealer Kompass, um in der Spur zu bleiben. Das Leitbild ist allerdings kein starres Gebilde. Es muss immer wieder neu angepasst werden. Die Bedingungen auf dem Markt verändern sich, ihr selbst verändert euch und auch eure Kunden.
Im Idealfall schafft ihr aus eurem Leitbild (Corporate Identity) ein Corporate Design, also die grafische Umsetzung  eurer Firmenidentität. Dazu gehören das Logo, Farben, Schriften, grafische Elemente, Proportionen und Verhältnisse. Alle firmeninternen Kommunikationsmittel sollten diesem einheitlichen Design folgen. So könnt ihr ganz gezielt beeinflussen, wie euer Unternehmen wahrgenommen wird und erreicht einen Wiedererkennungswert. Das Leitbild und das Corporate Design sind die Grundlage für jede Kommunikation. Alle veröffentlichten Werbemittel müssen zu eurem Unternehmen und euren Wertevorstellungen passen. Gibt es zu große Unterschiede in Ansprache und Tonalität, wirkt ein Unternehmen schnell unglaubwürdig und unseriös.

Die Strategie zum Erfolg.

Jetzt wisst ihr also genau, wer ihr seid. Trotzdem steht vor jeder neuen Werbeaktion immer ein Konzept. Neben den Zielen müssen auch die Zielgruppen genau definiert werden. Was ist das gewünschte Ergebnis? Welche Botschaft soll kommuniziert werden? Je klarer ihr die Botschaft definiert, desto einfacher wird es später eine kreative Leitidee zu entwickeln. Versucht also nicht, all eure Produkte und Dienstleistungen in einer Aktion zu bewerben. 
Überlegt euch auch genau wen ihr erreichen wollt. Wer ist die Zielgruppe? Wo und wie erreichen wir sie? Welche Erwartungen hat die Zielgruppe an mein Produkt/meine Dienstleistung? Denkt euch in eure Zielgruppe hinein. Umso zielgerichteter die Kommunikation erfolgt, desto erfolgreicher wird eure Aktion. Bleibt die Ansprache zu allgemein und undifferenziert, geht sie an allen Empfängern vorbei.
Erst wenn all diese Fragen geklärt sind beginnt die kreative Arbeit. Jetzt geht es darum, eine Leitidee und konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Es werden Werbemittel und Aktionen festgelegt, mit denen wir unsere Botschaft am besten zu unseren Zielgruppen transportieren können. Investiert viel Zeit in die Entwicklung der kreativen Leitidee. Je kreativer und außergewöhnlich eine Werbeaktion ist, desto eher wird sie sich eigendynamisch verbreiten.
Nach genauer Planung erfolgt dann die Umsetzung. Ermöglicht es so vielen Menschen wie möglich, an eurer Idee teilzuhaben. Wichtig ist daher eine detaillierte Dokumentation. Macht Fotos und Videos, sammelt Kommentare, Reaktionen und Geschichten. Nutzt Verstärker für die Verbreitung eurer Botschaft, wie die Presse, die sozialen Medien oder eure eigne Website. Entwickelt eure Werbung mit Spaß und Leidenschaft! Berührt die Menschen und bringt sie zum Lachen! Es zahlt sich aus :) 

Dienstag, 15. Juli 2014

6 Jahre perlenmädchen – ein Rückblick

Die Idee.

Meine Güte, wie die Zeit vergeht.. 6 Jahre ist es nun schon her, dass wir unsere Unterschriften unter die Gewerbeanmeldung gesetzt haben. 24 Jahre alt, keinerlei Berufserfahrung und voller naiver Vorstellungen vom Status der Selbstständigkeit…

Beide perlenmädchen stammen aus Wittstock, haben gemeinsam das Gymnasium besucht und sind über die Jahre Freunde geworden. Auch nach dem Abitur haben wir uns nie aus den Augen verloren. Ich, Nadine, ging nach Berlin, um Kommunikationswissenschaften zu studieren. Gitte zog es in die Hansestadt Hamburg, wo sie ein Studium zur Kommunikations-Grafik Designerin absolvierte.
Als frisch gebackene Kommunikationswirtin versuchte ich 2007 mein Glück auf dem Berliner Arbeitsmarkt und schlitterte von einem Praktikum ins nächste. Immer mit dem Versprechen auf eine Festanstellung geködert.. Um während der niederen Arbeit geistig fit zu bleiben, begann ich zusätzlich ein Fernstudium und ließ mich zur Werbetexterin ausbilden. So konnte es nicht weitergehen..
Bei einem Termin im Arbeitsamt stieß ich auf einen Flyer der Gründerwerkstatt iq consult enterprise. Eine Idee begann in meinem Kopf zu wachsen. Ich wollte endlich loslegen, wollte für reale Kunden arbeiten, mein hart erarbeitetes Wissen anwenden! Und wenn ich keine Stelle finde, die meiner Qualifikation entspricht, mache ich mich eben selbstständig! Ha!
Gitte war zu diesem Zeitpunkt kurz vor ihrem Abschluss. Ich erzählte ihr bei einem Treffen von meiner Idee. Ich wollte mich in Wittstock selbstständig machen, da ich mit der Großstadt nie richtig warm geworden bin. Ohne das ich es erwartet hätte, sagte Gitte plötzlich: „Klingt gut, ich glaube ich bin dabei.“

Die Gründung.

„Ihr wollt euch in Wittstock selbstständig machen? Seid ihr verrückt?!“, so oder so ähnlich reagierten die Menschen vorab fast alle. Viele schüttelten mit dem Kopf und erwarteten, dass wir nach spätestens einem Jahr wieder aufgeben würden. Tja, daraus wurde dann nichts ;)
Gemeinsam wandten wir uns an die Gründerberatung enterprise und nahmen jedes Seminar mit, was wir finden konnten. Buchhaltung, Rechtsberatung, Büroorganisation – wir wollten top vorbereitet sein. Unseren Firmennamen, damals noch pearl communications, und das zugehörige Corporate Design entwickelten wir an einem sonnigen Frühjahrtag im Hamburger Stadtpark.
Auszeichnung auf der PRIMA Messe
Wir schrieben unseren Geschäftsplan und nahmen im Mai 2008 am Businessplan Wettbewerb der PRIMA Messe teil. Auf der Messe präsentierten wir uns das erste Mal der Öffentlichkeit.
Am 15. Juli 2008 haben wir unsere Agentur für Kommunikation und Design offiziell gegründet. Nach unserer Teilnahme an der Wittstocker Gewerbeschau im September folgten die ersten großen Aufträge. Darunter die Entwicklung einer knapp 40-seitigen Broschüre für den größten Wittstocker Vermieter, die Gebäude- und Wohnungsverwaltung GmbH.
Noch bevor wir es bemerkten war ein Jahr rum und unser erster Geburtstag stand vor der Tür. Es war klar, dass wir uns etwas Besonderes einfallen lassen mussten. Wir hatten von Anfang an den Anspruch, kreativ zu arbeiten und besondere Ideen zu entwickeln. Es gab nur ein Problem: Keine Kohle. Null. Nada.  So kamen wir auf die Idee, Fahndungsplakate von uns anzufertigen und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion wild zu plakatieren. Gesamtkosten: 300€.
Fahndungs-Aktion 2009
Am nächsten Morgen waren die Wittstocker Stadtverordneten in heller Aufregung und beriefen, laut einer unserer Quellen, eine außerordentliche Versammlung ein. Man wollte diskutieren, wie man mit der neuen unbekannten Bedrohnung umgehen könne ;D Und Zack, kannte uns über Nacht so ziemlich jeder „wichtige“ Mensch in unserer Heimatstadt. Wir praktizierten damals schon Guerilla Marketing, bevor wir davon wussten.

Die Marke.
2010 beschlossen wir unseren Namen zu ändern. Wir merkten, dass sehr viele Menschen Probleme mit der Aussprache der englischen Bezeichnung und daher auch Berührungsängste hatten. Von unseren Kunden wurden wir sowieso nur „die perlenmädchen“ gerufen. Daher
fiel die Entscheidung nicht schwer und wir haben sie nie bereut. Denn plötzlich kamen die Menschen offener auf uns zu und der Name wurde schnell zu einer Marke in der Region.
Kreativität hinterlässt Spuren
Unseren dritten Geburtstag 2011 wollten wir nicht ohne eine Aktion verstreichen lassen. Unter dem Motto „Kreativität hinterlässt Spuren“ zogen wir bewaffnet mit Sprühkreide durch Wittstock und hinterließen unsere Botschaften auf den Gehwegen und Parkplätzen der Stadt.
Bei der Wittstocker Gewerbeschau wurden wir zu einer festen Größe. Wir ließen uns in jedem Jahr besondere Aktionen und Gewinnspiele einfallen. Die Menschen kamen gerne an unseren Stand, kamen mit uns ins Gespräch und informierten sich über unsere neuesten Arbeiten.
Landliebe Postkarte
Unser Ruf als kreatives Werbeunternehmen eilte uns voraus. So konnten wir mit der Zeit viele große regionale Unternehmen und Kommunen unsere Kunden nennen, darunter die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, die INKOM Neuruppin GmbH sowie die Städte Wittstock und Neuruppin.
Unsere Landliebe Postkarten, die sich immer noch größter Beliebtheit erfreuen, stammen bereits aus dem Jahr 2012. Zu der Zeit wurden wir sehr oft mit dem Vorurteil konfrontiert, dass kreative und innovative Unternehmen doch nicht auf dem Land sitzen können. „Sie sitzen in Wittstock?! Aber Sie klingen doch so professionell!“ Sowas konnten wir natürlich nicht auf uns sitzen lassen ;)

perlenmädchen 2.0

2013 war ein sehr ereignisreiches Jahr für uns. Unseren fünften Geburtstag feierten wir mit einer blumigen Guerilla Aktion. Wir ließen in der ganzen Stadt Ideen wachsen und stießen bei der Wittstocker Bevölkerung auf ein großes positives Echo.
Außerdem merkten wir, dass wir uns mit den Jahren verändert hatten. Wir waren erwachsener geworden, hatten mehr Erfahrungen gesammelt und wollten regionale Unternehmer an unserem Wissen über kreatives Marketing und Guerilla Methoden teilhaben lassen. Um diese Wandlung auch nach außen hin zu kommunizieren,  gaben wir unserer Website einen völlig neuen Look.
Wir lassen Ideen wachsen
Im Oktober lernten wir auf einem Seminar Vertreter der IHK Potsdam kennen und verhandelten bald über eine gemeinsame Vortragsreihe. Anfang 2014 war es dann soweit. Die perlenmädchen waren von Januar bis April in vielen Brandenburgischen Städten zu Gast, um über erfolgreiches Guerilla Marketing im ländlichen Raum zu referieren. Die Reaktion war überwältigend! Man konnte die kreativen Schwingungen nach unseren Vorträgen förmlich spüren. Die Unternehmer waren infiziert!
Auf Vortragstour durch Brandenburg
Der direkte Austausch mit den Unternehmern war für uns eine intensive und wichtige Erfahrung. Wir wollten diesen Dialog dauerhaft erreichen und widmeten uns deshalb verstärkt den sozialen Medien. Wir erarbeiteten ein umfangreiches Social Media Konzept für unsere Agentur. Unser Facebook-Profil bauten wir aus, stiegen aktiv ins Xing Netzwerk ein, begannen zu tweeten und schließlich auch damit, diesen Blog zu schreiben. Wir freuen uns jeden Tag über die vielen positiven Reaktionen, die wir von Unternehmern, Werbetreibenden und Privatpersonen aus ganz Deutschland erhalten.
Wir danken all unseren Kunden und Unterstützern! Wegen euch können wir heute, mit 6 Jahren auf dem Buckel, unsere Einschulung feiern :)
Alle, die heute nicht dabei sein können, dürfen sich auf eine ausführliche Berichterstattung, viele Fotos und ein schickes Video freuen!

Vielen Dank für Alles,
eure perlenmädchen

Dienstag, 8. Juli 2014

Wecke das Kreativbiest in dir

Ich bin nicht kreativ.

Als Kinder träumten wir uns in phantastische Welten, führten angeregte Unterhaltungen mit unseren Spielzeugen und erlebten im elterlichen Wohnzimmer die aufregendsten Abenteuer. Wir sprudelten nur so über vor Kreativität. Alle Menschen werden mit dieser Fähigkeit geboren. Bei einigen ist die Begabung nur ausgeprägter als bei anderen. Doch wie jede andere Fähigkeit, kann auch das kreative Denken trainiert werden.  Und wenn ihr den perlenmädchen nicht glaubt, dann aber sicher einem amerikanischen Psychologen! Stephen Baker sagte nämlich: „Jeder, der denken kann, ist auch fähig, Ideen zu haben.“ Da habt ihr’s.

Was ist Kreativität.

Kreativität ist die Fähigkeit eines Individuums oder einer Gruppe, in phantasievoller und gestaltender Weise zu denken und zu handeln. Soweit die Definition.
Als kreativ empfinden wir alles, was in der realen Welt so nicht vorkommt. Etwas neu Erschaffenes. Dazu zählen auch neue Zusammenhänge, ungewöhnliche Kombinationen und veränderte Perspektiven. Genau diese Methoden verwendet man auch in der Werbung, um kreative Werbemittel und Kampagnen zu entwickeln. Zum Beispiel wird auf diesem Plakat für ein vegetarisches Restaurant ein Tiger mit Hasenzähnen gezeigt. Die Aussage ist klar: Das Essen hier ist so gut, dass sogar Fleischfresser zu Vegetariern werden. 

Kreativtechniken.

Wie schaffe ich es aber, selbst auf solche Ideen zu kommen? Die Antwort lautet Alkohol. Sehr viel Alkohol. Kleiner Spaß! ;D 

Zur Ideenfindung kann man sich einfacher Kreativtechniken bedienen. Der wichtigste Grundsatz ist jedoch: Zeigt nie genau das, was ihr verkaufen wollt. Denkt nicht das offensichtliche, sondern genau das Gegenteil. Durch diese Technik entstehen oft schon unzählige witzige Ideen.
Hier ein Bespiel: Statt Handball XXO. Unser Anzeigenmotiv zum Thema Handballsponsoring für die Sparkasse OPR.







Sucht nach außergewöhnliche Kombinationen und Vergleichen. In dieser Anzeige vergleichen wir die Sparkasse mit Gegenständen des täglichen Lebens. Das Geldinstitut gehört einfach fest zum Alltag dazu. Ursprünglich waren übrigens eine Tasse Kaffee und eine Rolle Toilettenpapier als Motive geplant. Mit der abgeschwächten Variante können wir aber gut leben ;)

Überlegt auch, wie ihr eurem Produkt eine andere Bedeutung oder einen anderen Nutzen geben könnt. Unser Bespiel zeigt eine kreative Verpackung für ein T-Shirt. (Quelle: http://www.dezeen.com)
Wer mutig ist, darf auch gern schamlos übertreiben oder parodieren! Wer sich zum Beispiel von der enormen Saugleitung eines Dirt Devil Saugers überzeugen will, sollte sich unbedingt mal diesen genialen Clip ansehen: http://www.youtube.com/watch?v=aGb8pMIeY6w&feature=kp



Hilfsmittel.

Es kann nicht schaden, das ein oder andere Hilfsmittel im Haus zu haben, das der Kreativität auf die Sprünge hilft. Es gibt zahlreiche Bücher und Spiele, die den Kreativ-Prozess anregen wollen. Sogar die perlenmädchen greifen ab und an mal darauf zurück. Das bleibt aber unter uns! *psst
Allein vor einem leeren Bildschirm zu sitzen, ist oft nicht der richtige Weg. In Gesellschaft geht vieles leichter, auch das kreative Denken. Setzt euch mit Freunden, Arbeitskollegen oder der Familie zusammen. Und dann spinnt einfach alle drauf los! Umso lockerer und witziger, desto besser :) Geht mit offenen Augen durch die Welt. Die Inspiration lauert hinter jeder Ecke. Ihr müsst nur richtig hinsehen!

Donnerstag, 3. Juli 2014

Köpfchen schlägt Kohle

David gegen Goliath.

Große Unternehmen und Marken können beim Marketing so richtig aus dem Vollen schöpfen. Sie schalten ganzseitige Anzeigen in großen Tageszeitungen, produzieren Fernseh- und Radiospots und sind deutschlandweit auf riesigen Plakatwänden zu sehen. Der Werbedruck ist enorm. Die öffentliche Wahrnehmung ebenso.
Kleine und mittelständische Unternehmen können da natürlich nicht mithalten. Die Kosten für klassische Werbekanäle sind einfach extrem hoch. Schließlich muss man eine Anzeige 3-5 mal schalten, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Muss man das wirklich? Wir sagen nein! Eine Anzeige muss nur ein einziges Mal geschaltet werden. Wie das funktionieren soll?

Kreativität ist ansteckend.

Ganz einfach. Wer nicht viel Kohle hat muss einfach clever sein. Entwickeln Sie Werbeaktionen die überraschend, außergewöhnlich und unkonventionell sind. Werbung muss Spaß machen und Emotionen auslösen! Sie darf nicht störend oder penetrant sein. Der Verbraucher sollte sich vielmehr gut unterhalten fühlen. Die beste Werbung wird nicht als solche wahrgenommen.
Wenn Sie kreativ werben, wird es gar nicht mehr notwendig sein, einen hohen Werbedruck aufzubauen. Wissen Sie warum? Weil Kreativität höchst ansteckend ist! Wenn ein Motiv die Menschen berührt, amüsiert oder gut unterhält, teilen sie es. Mit Freunden, der Familie, Arbeitskollegen. Umso skurriler, kontroverser oder beeindruckender eine Aktion ist, je häufiger wird sie diskutiert. Die Botschaft verbreitet sich eigendynamisch, mit ihren Kunden als Botschafter. Gegen diesen Virus gibt es keine Impfung!

Richtig verpacken.

Aber wann empfinden wir etwas überhaupt als kreativ? Kreativität entsteht dann, wenn wir etwas erschaffen, das in der realen Welt nicht existiert. Wenn wir ungewöhnliche Zusammenhänge herstellen, Grenzen überschreiten und Perspektiven wechseln.

Es geht also darum, dem Konsumenten die Werbebotschaft nicht eins zu eins auf dem Silbertablett zu servieren, sondern in eine kreative Idee zu verpacken. Wie ein schönes Geschenk am Weihnachtsabend! Diese kleine Hürde, diese Denkleistung, die wir zum Auflösen von kreativen Ideen aufbringen müssen, macht den entscheidenden Unterschied. Eine Erkenntnis, die wir uns selbst erarbeitet haben, bleibt viel eher im Kopf. Gute Werbung ermöglicht es den Menschen zu denken. Denken Sie mal drüber nach..