Donnerstag, 18. Dezember 2014

Kreative Weihnachtspost 


Alle Jahre wieder.

Jedes Jahr im Dezember stehen Unternehmen vor der gleichen Frage: Was verschicken wir dieses Jahr zu Weihnachten an unsere Kunden? Um sich von der Flut der Standard-Karten abzuheben, sind gute Ideen gefragt. Denn wer wenig Aufwand betreibt macht auch nur wenig Eindruck. Nehmt euch also etwas Zeit, um kreativ zu werden und beginnt nicht erst auf den letzten Drücker mit den Überlegungen zu eurer Weihnachtspost.

Post mit Konzept.

Wichtig ist, dass eure Idee einen Bezug zum Unternehmen, zum Angebot und zum Kunden aufweist. Stichwort: Konzept! Eure Weihnachtspost ist schließlich auch ein Werbemittel. Also überlegt euch, welche Botschaft ihr euren Kunden in Bezug auf euer Unternehmen/eure Leistung vermitteln wollt. Erst wenn euch das klar ist, könnt ihr eine Idee entwickeln, in die ihr eure Aussage verpackt.

Weihnachtspost mal anders.

Wir stellen euch einige auffällige und kreative Weihnachts-Ideen vor und nehmen diese auch aus konzeptioneller Sicht auseinander.


Beispiel 1 „NSA Skandal in Wittstock“ – Agentur perlenmädchen


Im Jahr 2013 bekamen unsere Kunden keine normale Weihnachtspost, sondern einen kleinen Schreck! In einem Umschlag ohne Absender steckte ein anonymes Anschreiben und ein ultrageheimes NSA Abhörprotokoll. Aus diesem ging hervor, dass sich der Weihnachtsmann schon viele Jahre von den perlenmädchen die Ideen für das kommende Weihnachtsfest abholt. Außerdem ist in der regionalen Presse eine redaktionelle Anzeige erschienen: „NSA hört Wittstocker Unternehmen ab“


Bei dieser Aktion ist die Botschaft klar: Die perlenmädchen sind eine kreative Werbeagentur mit außergewöhnlichen Marketing und Guerilla-Ideen.
Der anonyme und handgeschriebene Brief an unsere Kunden und Partner hat tatsächlich für einige Verwirrung und Aufregung in den Büros gesorgt. Genau deshalb erinnern sich die Mitarbeiter noch immer an diese Aktion. Der Presseartikel verursachte eine Menge Aufmerksamkeit in unserer Region. Die Zugriffszahlen unserer Website stiegen erheblich an. Wir bekamen Anrufe von unseren amüsierten Kunden, die sich für die tolle Post bedankten. Die Menschen hatten einfach großen Spaß an der Aktion, fragten bei Telefonaten ob es wieder in der Leitung knackt oder schlugen Treffpunkte für Termine vor, an denen man nicht abgehört werden konnte.  


Beispiel 2 „Brötchen-Puzzel“ und „Backmischung“ - Sport- und Bildungszentrum Lindow


Das Sport- und Bildungszentrum Lindow verschickte 2013 eine Weihnachtskarte, die eine besondere Zugabe enthielt. Ein Brötchenpuzzel! Eine wirklich außergewöhnliche Idee, die bei den Empfängern garantiert für ein Schmunzeln sorgte. Toll ist hier der interaktive Aspekt. „Senden Sie uns Ihr Ergebnis zu oder bringen Sie es bei Ihrem nächsten Besuch einfach mit.“ Der Kunden wird durch einen netten Aufmacher dazu aufgefordert wiederzukommen. Dennoch fehlt bei der Idee der konkrete Bezug zum Angebot des Zentrums. Das Konzept wurde hier nicht ganz zu Ende gedacht. Die Weihnachtspost wird dennoch in bleibender Erinnerung bleiben. Tolle Idee!

Auch in diesem Jahr wurde das Sportzentrum in Lindow wieder kreativ. Zu Weihnachten verschenkt das Unternehmen an seine Gäste kleine Gläschen mit einer Backmischung für Zimtkekse. Für den Postversand wurde die Backmischung einfach in flache Vakuumbeutel verpackt. Super ist wieder die Interaktivität! Der Empfänger verknüpft die Weihnachtspost also mit der Aktion des Plätzchenbackens. Alle 5 Sinne werden dabei angesprochen. Dadurch entsteht eine nachhaltige Erinnerung. Aber auch hier fehlt der eindeutige Rückschluss auf das Leistungsangebot des Sportzentrums. Dabei liegt die Lösung so nah: „Nehmen Sie in der Weihnachtszeit ruhig ein paar Kilo zu. Wir freuen uns auf Ihren Besuch im nächsten Jahr, um diese wieder abzutrainieren!“




Beispiel 3 „Teebeutel“ - dkd Internet Service GmbH


Die Internetagentur aus Frankfurt am Main (www.dkd.de) verschickte an ihre Kunden Anschreiben mit Teebeuteln. Die Gesichter der 3 Geschäftsführer auf den Teebeuteln werden von den Kunden sofort wiedererkannt und mit der Agentur bzw. mit Erlebnisse der gemeinsamen Arbeit verknüpft. Der selbstironische Humor macht außerdem sympathisch. Super ist wieder die Interaktivität. Jeder freut sich im Winter über eine heiße Tasse Tee. Bei der Zubereitung hat man den Teebeutel mehrfach in den Händen und dieser hängt auch sichtbar für mehrere Minuten an der Tasse. Also genügend Zeit und ausreichend Reize für das Gehirn, um die Information langfristig abzuspeichern. Inwiefern der Bezug zum Unternehmen noch schlüssiger hergestellt wurde können wir nicht beurteilen, da wir das zugehörige Schreiben nicht kennen. Dennoch eine gelungene Umsetzung!


Beispiel 4 „Lückentext“ - Agentur perlenmädchen


In diesem Jahr erhielten unsere Kunden ein Anschreiben in Form eines Lückentextes. Die fehlenden Wörter lagen in einem extra Beutelchen bei und mussten selbst zugeordnet werden. Die Empfänger müssen sich also mehrere Minuten mit dem Schreiben befassen, um den kompletten Text lesen zu können. Der Spieltrieb ist bei jedem Menschen angeboren und diese kleine Aufgabe sorgt für eine gelungene Abwechslung von Arbeitsalltag. Durch diese Weihnachtsaktion wollten wir unsere Kreativität und unser Know How im Bereich Marketing und Guerilla hervorheben. Aus diesem Grund lag dem Schreiben unsere „Erfahrungsschatzkiste“ bei. Dieser kleine Block enthält 30 Marketing-Tipps, verständlich und auf den Punkt formuliert. Wir hoffen, unseren Kunden so zu ein paar glänzenden Einfällen zu verhelfen J


Einfach auffallen.


Doch es müssen nicht immer Beigaben sein, die eure Weihnachtspost außergewöhnlich machen. Wie wäre es zum Beispiel mit Holzpost (www.holzpost.de) oder außergewöhnlichen Formen und Stanzungen? Auch besondere Veredelungen wie Duftlacke, Folienkaschierungen oder Perlmuttlacke werden von vielen Druckereien angeboten.  Wichtig ist nur, dass die Gestaltung eurer Weihnachtspost eure Botschaft unterstützt.
Eine nette Idee ist ein Jahresrückblick. Bezieht Mitarbeiter, Kooperationspartner und eure Kunden gleichermaßen in eure Rückschau mit ein. Stellt in wenigen Worten die Meilensteine und gemeinsamen Erfolge dar. Schließlich ist euer Erfolg das Ergebnis aus der gelungenen Zusammenarbeit vieler Menschen. Eine Nabelschau ist hier fehl am Platz. Ein ganz besonderes Dankeschön, das das Jahr Revue passieren lässt und gleichzeitig viele Erinnerungen auslöst.

In diesem Sinne, vielen Dank an all unsere perlenanhänger! Wir freuen uns auf ein neues Jahr mit euch und wünschen kreative Weihnachten!
Eure perlenmädchen


Donnerstag, 27. November 2014

Existenzgründung – Erfolg lässt sich planen

Bauchladen.

Viele Existenzgründer machen gleich zu Beginn einen entscheidenden Fehler: Sie wollen alles anbieten. Einen gaaanzen Bauchladen voller Angebote! Ich möchte hier niemandem zu nahe treten, aber kein Mensch hat so viele Talente. Wer ohne klare Positionierung in die Selbstständigkeit startet wird sich von Anfang an verzetteln und auf der Stelle treten.
Ihr solltet euch vorab genau mit euren Stärken und Schwächen auseinander setzen. Was könnt ihr besonders gut? Was fällt euch schwer? Findet eure Kernkompetenz! Etwas, für das ihr eine Leidenschaft habt. Etwas, in dem ihr großartig seid! Am Ende dieses Prozesses solltet ihr jedem in 30 Sekunden eure Geschäftsidee vermitteln können. Und zwar überzeugend. Wenn ihr das könnt, seid ihr auf einem guten Weg.

Ballast abwerfen.

Ihr wisst jetzt also, was ihr am besten könnt. Großartig! Aber auf selbstständige Unternehmer kommen unzählige neuen Aufgaben zu. Steuern, Buchhaltung, Versicherungen, Marketing, Akquise und so weiter und so fort. Jetzt ist es wichtig, die Dinge zu definieren, die euch nicht liegen. Was saugt euch Kraft ab? Womit quält ihr euch mehr als alles andere? Diesen Ballast müsst ihr abwerfen. Und zwar von Anfang an. Denn diese abgesaugte Energie und Zeit könnt ihr nicht in eure Hauptaufgabe stecken. Im schlimmsten Fall lässt dann sogar die Qualität eurer Arbeit nach. Und das ist schlecht fürs Geschäft.
Ihr wisst jetzt was ihr loswerden müsst? Dann solltet ihr euch daran machen Lösungen zu finden. Diese Dinge müssen ja trotzdem bewältigt werden, um eine erfolgreiche Unternehmung zu führen. Sucht euch Partner, die eure Kompetenzen ergänzen. Die in ihrem Gebiet großartig sind. Wichtig ist, dass sie so ticken wie ihr. Dass ihr Werte und Qualitätsansprüche mit ihnen teilt. Sicherlich ist es ein Prozess, diese Menschen zu finden. Aber der Aufwand lohnt sich!
Mit so einem Netzwerk an zuverlässigen Partnern hinter euch, habt ihr die Energie, die Kunden und Aufträge zu akquirieren, die ihr haben wollt. Lukrative Aufträge, die euch und euer Unternehmen voranbringen. Von Ballast befreien heißt übrigens auch, sich von unbequemen Kunden zu befreien. Arbeitet mit den Menschen zusammen, mit denen ihr euch versteht, im Einklang seid. Wenn ihr ständig gegen Windmühlen kämpfen müsst, kommt ihr nicht weiter. Ohne Ballast könnt ihr abheben!

Planen ist nicht planen lassen.

Eine Unternehmensgründung sollte gut vorbereitet werden. Ihr kennt sicherlich das Zauberwort: Businessplan! Steckt viel Zeit in die Entwicklung eures Konzeptes. Ihr müsst wissen, was auf euch zukommt. Welche Steine euch in den Weg gelegt werden und wie ihr diese umgehen könnt. Ihr müsst eurem Unternehmen ein scharfes Profil verpassen, genau definieren wer ihr seid, welche Leistungen/Produkte ihr anbieten könnt und in welchen Bereichen ihr Partner brauchen werdet.
Ich weiß, dass es anstrengend ist. Und ich weiß, dass es nervt.
Aber dieser Prozess macht euch stark und klüger! Lasst euren Businessplan nicht von dubiosen Beratern schreiben, die sich dafür nur eure Fördermittel einkrallen. Was wissen die denn schon von euch und euren Vorstellungen?
Das neue Unternehmen ist euer Baby! Ihr wollt, dass es gesund ist, wächst und von allen Gefahren abgeschirmt wird. Natürlich macht es Sinn, sich von unterschiedlichen Experten Hilfe zu holen. Aber ihr solltet am Schreiben des Businessplans in hohem Umfang beteiligt sein. Er ist wichtig für euch! Und erst an zweiter Stelle für die Bank oder das Amt.

Wer fragt, bekommt Antworten.

Setzt euch im Businessplan mit dem Markt auseinander. Analysiert ihn. Besteht Nachfrage nach meinem Produkt/ meiner Leistung? Ist sie den Menschen bekannt oder müsst ihr erst aufklären? Schaut euch auch genau die Konkurrenzunternehmen an. Wie sind sie aufgestellt? Wie werben sie? Wie sprechen sie ihre Zielgruppe an? Daraus könnt ihr ableiten was ihr vielleicht anders oder besser machen wollt, wie ihr euch abheben könnt. Am Ende dieser ganzen Analysen sollte eure Positionierung stehen. Ziel ist es, euren Platz im Markt zu kennen.
Außerdem  solltet ihr eure potenziellen Kunden genau unter die Lupe nehmen. Für wen sind meine Leistungen/Produkte interessant? Wer sind diese Menschen? Wie ticken sie? Was unterscheidet sie? Was haben sie gemeinsam? Welche Argumente/Motivationen kann ich ihnen bieten? Je genauer das Bild von eurer Zielgruppe ist, desto so besser versteht ihr sie. Umso besser könnt ihr sie erreichen.

Wissen ist Macht.

Dieser Gründung-Prozess dauert seine Zeit. Wir haben uns zum Beispiel ein Jahr auf unsere Gründung vorbereitet. Haben Weiterbildungen besucht, mit Rechtsanwälten, Steuerberatern und anderen Experten gesprochen.
Wenn ihr eure Gründung übers Knie brecht, macht ihr Fehler. Ihr werdet nicht alles bedenken. Ihr werdet es sehr viel schwerer haben. Wissen ist Macht. Sammelt also so viel davon wie möglich.
Noch ein Tipp: Seid einzigartig! Eure Leidenschaft zum Beruf, euer Anspruch an euch selbst, eure Werte, eure Ansichten, euer Charakter. Auf dieser Grundlage muss sich euer Unternehmen positionieren und auf dem Markt auftreten. Nur so könnt ihr euch von der Konkurrenz abheben. Mit Produkten und Dienstleistungen allein kann man als regionaler Unternehmer in der Regel keine Individualität erreichen. Wie mache ich mein Unternehmen also einzigartig?  - Wer das wissen möchte, liest unseren Blogartikel.


Donnerstag, 6. November 2014

Mut zur Lücke - Denken hilft erinnern

Das Phänomen.

Vor einiger Zeit habe ich von einer interessanten Studie aus den USA erfahren.
Eine Gruppe von Menschen wurde in einen Raum gesetzt, in dem sich ein Paar angeregt unterhielt. Eine zweite Gruppe saß in einem anderen Raum. Hier führte jemandem ein Telefonat. Die Menschen aus der zweiten Gruppe haben sich bei der späteren Befragung an weitaus mehr Gesprächsdetails erinnern können, als die Teilnehmer aus der ersten Gruppe. Warum ist das so?
Die Probanden aus der zweiten Gruppe mussten denken! Sie mussten einen Gesprächspartner ergänzen, überlegen was der andere wohl geantwortet oder wie er reagiert hat. Sie musste die Lücken in dem Gespräch mit ihren eigenen Überlegungen füllen.

Das gleiche Phänomen kennen wir alle aus der Schule. Zum Beispiel bei der Lösung einer mathematische Aufgabe. Eine präsentierte und heruntergebetete Lösung des Lehrers kann nicht so einfach abgespeichert werden. Das Denken funktioniert viel besser, wenn uns die Lösung vorenthalten wird und wir das Rätsel selbst knacken müssen. Erst das Erarbeiten eines eigenen Lösungsweges, sorgt dafür, dass wir uns dauerhaft erinnern. Eigene Erkenntnisse bleiben einfach besonders gut im Kopf.

Denken lassen.

Dieses Prinzip kann man sehr gut auf die Werbung anwenden. Schließlich wollen wir ja, dass unsere Botschaften, Produkte oder Markennamen im Kopf bleiben!
Die klassische Werbung funktioniert, wie der Lehrer im Matheunterricht. Sie gibt uns alles auf dem Silbertablett vor. Geht es um einen Friseur, so sehen wir haarige Anzeigen. Geht es um Sportbekleidung, so sehen wir Menschen, die Sport treiben. Und so weiter und so fort. Kein Mitdenken erforderlich.
Bei kreativer Werbung geht es oft darum, Dinge einfach wegzulassen. Und zwar genau die Dinge, die man eigentlich bewerben will. Beispiel gefällig?

Eine sehr gelungene Anzeigenreihe von McDonalds. Was fällt auf? Wir sehen keinen Burger. Nichts Essbares. Aber genau das ist es, was Mc Donalds verkaufen möchte. Was wir allerdings sehen ist eine Geste. Wir können uns denken was die junge Dame gerade im Kopf hat. Ein leckeres Frühstück bei Mc Donalds (sofern so etwas möglich ist ;).

Wir hatten vor einigen Jahren den Auftrag, eine Postkarte zur Vermarktung eines Wohngebiets zu entwickeln. Anstatt ein Foto der Anlage zu zeigen, haben wir auf eine Metapher zurückgegriffen. Der Vergleich des Wohngebiets mit einer Sahnetorte weckt bestimmte Erwartungen beim Betrachter. Außerdem steigert es die Neugier. Wie es dort wohl aussieht? Was macht dieses Wohngebiet denn so besonders? Die Wahrscheinlichkeit, dass der Betrachter seine Neugier befriedigen will und auf die Website klickt ist sehr hoch. Und die Website wurde geklickt. (An alle Interessenten: Leider nichts mehr zu holen.)



Zu guter Letzt noch eine clevere Aktion eines jüdischen Restaurants aus München. Das Lokal mit israelisch-arabischer Küche startete die "IS-freien Wochen" - und strich deshalb konsequent diese beiden Buchstaben aus allen Speisen und Getränken. Und das sowohl in den Speisekarten als auch in den Anzeigen und Plakaten dieser Aktion. Eine witzige Idee, die ein aktuelles politisches Thema aufgreift - die IS Terrormiliz. Der Betrachter muss zum einen eine Denkleistung beim „Entziffern“ der Motive vollbringen und wird dabei zum anderen permanent auf die politische Botschaft aufmerksam gemacht. Hier ist Mitdenken Pflicht! Eine brillante, simple und ausgesprochen aufmerksamkeitsstarke Kampagne, für die die Kreativen der Agentur XXXXX aus München verantwortlich sind. Chapeau!



(Mehr Infos und Bilder hier: http://goo.gl/RzQuKD)


Hürden bauen.

Wir haben gelernt: Werbung ist besonders effektiv, wenn Sie etwas verbirgt. Hürden enthält. Rätsel. Stolpersteine. Eine Botschaft sollte immer in eine kreative Idee verpackt werden. So muss der Empfänger eine Denkleistung vollbringen, um sie zu verstehen. 
Denken ist eine angeborene Fähigkeit des Menschen und darf diesen durchaus zugetraut werden – auch in der Werbung. Werbung muss also nicht langweilig und nervtötend sein, sondern kann Neugierde erzeugen, Interesse wecken und Witz enthalten! Die Menschen haben nämlich Spaß daran, Rätsel zu lösen, Pointen zu verstehen und Doppeldeutigkeit zu entziffern. Und ganz nebenbei speichern Sie diese Erkenntnisse im Gehirn ab. Erinnern sich an Botschaften, Marken und Namen. 

Dann wisst ihr jetzt alle was ihr zu tun habt! Viel Spaß beim Hürden aufstellen, Stolpersteine aufbauen, Fallen auslegen, Rätsel entwickeln…

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Die Unternehmenswebsite – Tipps und Hinweise

HTML oder CMS

Für Unternehmen ist es heute unerlässlich, mit einer Website im World Wide Web vertreten zu sein. Welcher Art die Internetpräsenz sein sollte, hängt sehr stark vom Unternehmen und dem Unternehmenskonzept ab. Für einen kleinen Einzelhändler, der nur ein einziges Geschäft in der Innenstadt betreibt, kann eine statische HTML Webvisitenkarte vollkommen ausreichend sein. Hier werden nur die Kontaktdaten und Öffnungszeiten angegeben. Der Pflegeaufwand ist also äußert gering.

Für umfangreichere Seiten können wir allerdings keine HTML programmierten Websites empfehlen. Je größer die Website wird, desto höher ist ihr Pflegeaufwand. Nur die wenigsten Unternehmer haben Programmierkenntnisse. Das heißt, dass ihr für so gut wie jede Aktualisierung auf die Hilfe Dritter angewiesen seid. Diese Hürde führt oft dazu, dass Webseiten veralten. Das wirkt sich nicht nur negativ auf das Google Ranking aus, sondern macht außerdem einen schlechten Eindruck auf den User.

Deshalb haben sich in den letzten Jahren CMS (Content Management System) basierte Websites durchgesetzt. Diese „Inhaltsverwaltungssysteme“ ermöglichen es euch, die Inhalte eurer Website selbst zu pflegen, ohne dass Programmierkenntnisse erforderlich wären. Eines der besten und verbreitetsten CMS ist “Typo3“. Wir arbeiten schon viele Jahre mit diesem System und haben bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Nach einer kurzen Schulung und Einweisung könnt ihr selbstständig neue Unterseiten erstellen oder deaktivieren, Bilder und Slideshows einfügen sowie Texte erstellen oder bearbeiten.

Typo3 macht es euch also super einfach, eure Website up to date zu halten, Kunden und Referenzen zu aktualisieren und euren Newsbereich zu pflegen. Die User haben regelmäßig einen Grund eure Website zu besuchen und euer Unternehmen wirkt aktiv und lebendig. Nebenbei freut sich auch Google über regelmäßige Aktualisierungen und belohnt euch mit einer guten Platzierung in der Ergebnisliste.

Struktur

Macht es dem User so einfach wie möglich, sich auf eurer Website zu orientieren. Arbeitet deshalb mit klaren, einheitlichen Strukturen und flachen Hierarchien. Dynamische Elemente, wie Slideshows, machen eine Website lebendig. Sie sollten allerdings reduziert eingesetzt werden, da sie sehr stark die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Verwendet viele hochwertige Bilder, Icons und Buttons, um eure Inhalte zu strukturieren. Zum einen sind diese Element optisch reizvoll, zum anderen erleichtern die großen Navigationsflächen die Navigation über mobile Endgeräte, wie Smartphones und Tablets.

Eure Startseite (Home) sollte dem User bereits einen Kurzüberblick über euer Unternehmen verschaffen. Wer seid ihr? Was bietet ihr an und für wen? Wie kann man euch erreichen? Erst für detailliertere Informationen sollte der User eine Unterseite besuchen müssen.

Inhalte

Bevor ihr eure Website mit Inhalten befüllt, denkt zu allererst an eure Zielgruppe! Ein User hat oft eine konkrete Frage im Kopf, die er beantwortet haben möchte.  Findet er die Antwort nicht innerhalb weniger Sekunden, wird er die Website schnell wieder verlassen. Eure Website sollte deshalb nur wenig Text und ausschließlich relevante Informationen enthalten. Schreibt zielgerichtet an eure User und benutzt die Sprache eurer Zielgruppe. Formuliert kurze, klare Sätze mit verdichteten Aussagen. Schreibt auffordernd und aktivierend. Verzichtet größtenteils auf Substantive und Füllwörter. Verben und Adjektive machen einen Text lebendig.

Macht es euren Besuchern so einfach wie möglich, Kontakt mit euch aufzunehmen. Egal auf welcher Unterseite der Besucher sich befindet, sollte das Kontaktformular maximal einen Klick entfernt sein.
Viele Wege führen nach Rom. Nutzt deshalb an sinnvollen Stellen interne Verlinkungen. Das erleichtert die Navigation für den User und er gelangt schneller an interessante Inhalte.

Ganz wichtig: Aktualisiert regelmäßig eure Inhalte! Pflegt eure Referenzen, schreibt einen Unternehmensblog oder verfasst regelmäßig News. Berichtet zum Beispiel über neue Kunden, Projekte oder Produkte. Verschafft euren Usern einen Einblick in euren Unternehmensalltag, stellt Mitarbeiter vor oder teilt ein paar lustige Anekdoten. Eurer Unternehmen wirkt so lebendig, sympathisch und aktiv.

SEO

SEO steht für search engine optimization, also die Suchmaschinenoptimierung einer Website. Je mehr eine Seite auf Google optimiert wurde, desto besser ist ihre Position in der Ergebnisliste. Auch hier macht es euch Typo 3 wieder leicht. Das System bietet die Möglichkeit, zu all euren Unterseiten Inhaltsbeschreibungen, relevante Keywords, Seiten-Titel oder einen URL Alias anzugeben.

Besonders in eure Keywords solltet ihr einige Zeit investieren. Über welche Worte wird eure Zielgruppe nach euch suchen? Über welche Begriffe wollt ihr gefunden werden? Doch das Eintragen langer Keywortlisten führt schon lange nicht mehr zum gewünschten Erfolg. Viel eher müsst ihr eure Keywords sinnvoll in Website-Texte und Inhalts-Beschreibungen einbringen. Für Google ist zuallererst der Domain-Name interessant. Im Weiteren werden die Startseite, die Headlines und dann die Texte nach Suchwörtern bewertet. Je weiter unten sich ein Keyword auf einer Seite befindet, desto geringer wird es von Google gewertet.


Wichtig ist auch, alle Bilder mit einem Titel und einer Beschreibungen zu versehen. Eine Suchmaschine kann ein Bild schließlich nicht erkennen, sondern lediglich die Beschreibung dazu auswerten. Auf die Notwendigkeit von Aktualisierungen bin ich in diesem Artikel schon mehrfach eingegangen. Deshalb nur nochmal der Hinweis: Pflegt eure Website!


Dienstag, 23. September 2014

Keine Macht den Ideentötern!

Mächtige Feinde.

Es war einmal, vor gar nicht allzu langer Zeit in einem deutschen Unternehmen, wie es hunderte und aberhunderte gibt. Dort gab es einen Mann, der in seinem Kopf bunte, schillernde Gebilde erschaffen konnte. Neue Ideen, die die Welt verbessern, Prozesse optimieren, Dinge erleichtern oder einfach nur Menschen glücklich machen. Doch der Visionär hatte mächtige Feinde. In den eigenen Reihen! Dunkle Ritter in schwarzen Anzügen und Führungspositionen. Ausgestattet mit Autorität und Entscheidungsgewalt. Die Ideentöter. Ihr Glas ist immer halb leer und ihre Lieblingsfarbe tiefschwarz. Ihre Aufgabe besteht darin, neue Ideen im Keim zu ersticken, nach Argumenten und Gründen zu suchen, warum sie niemals Realität werden dürfen und nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollten - Nie gibt es genug Ressourcen, Zeit oder finanzielle Mittel. Ihr Ziel ist es, keine Veränderungen zuzulassen und alles genauso zu belassen, wie es gerade ist.

Im Zentrum der dunklen Macht.

Es gibt tatsächlich Einrichtungen und Unternehmen, die nur damit beschäftigt sind, solche Ideentöter auszubilden. Wir waren vor einiger Zeit einmal in so einem Zentrum der dunklen Macht. Einer großen deutschen Institution. Ein gefährliches Pflaster für Visionäre. Der Feind lauerte hinter jeder Ecke. Dort kam ich mit einem jungen Mitarbeiter ins Gespräch. Er war sehr angetan von unserer Art zu denken, unserer Kreativität und unserem Anspruch, mit jeden Auftrag etwas Besonderes und Einzigartiges zu schaffen. Ein verdeckter Visionär! An diesem Ort! Es lebe die Hoffnung! Wir sprachen über seinen Arbeitgeber, über Chancen und Möglichkeiten und die Notwendigkeit von Veränderung. Doch plötzlich erlosch das Funkeln in seinen Augen und die Mundwinkel fanden ihren Weg zurück, in den unaufgeregten Normalzustand. Er erzählte mir von seinen größtenteils weit älteren Kollegen, ihrer Resignation, ihrer Eingefahrenheit und stoischen Ruhe. „Ich hoffe, ich schaffe den Absprung, bevor ich werde wie sie“, endete er schließlich. Das hoffe ich für ihn auch.

Zäune abreißen.

Im Netz bin ich vor kurzem auf einen Ausspruch gestoßen: „Wer Zäune um Menschen baut erhält Schafe.“ Genau das passiert, wenn den eigenen Mitarbeitern zu viele Grenzen und Regeln auferlegt werden. Wenn sie für ihr Mitdenken bestraft werden, anstatt ihnen zuzuhören und zu verstehen. Sie werden zu abgestumpften Zombies. Dabei sind die eigenen Mitarbeiter das größte Kapital und Potenzial eines Unternehmens! Keiner ist näher dran am Kunden, am Produkt, an der eigentlichen Arbeit des Unternehmens. Niemand kann Defizite und Schwächen besser erkennen und bekämpfen. Gebt euren Mitarbeitern Freiheiten, lasst sie denken! Reißt die Zäune ab! Macht sie zu Visionären. Lasst sie spüren, dass ihre Gedanken wertvoll sind und ihre Ideen etwas im Unternehmen bewegen können. Ihr werdet mit Ehrgeiz, Motivation und Leidenschaft belohnt. Visionäre machen Unternehmen stärker und bringen es voran. Ideentöter hingegen erschaffen nur Stillstand und Resignation.

Glorreiche Zeiten.

Doch wir leben in glorreichen Zeiten. Im Zeitalter der Visionäre! Das Web 2.0 hat uns unendliche  Möglichkeiten eröffnet, die Ideentöter in vielen Bereichen zu umgehen. Visionäre können in den sozialen Medien ihre Ideen mit der ganzen Welt teilen, ihre Leidenschaft und ihren Antrieb kommunizieren, Menschen überzeugen und sie zu Unterstützern machen. Das Crowdfunding zum Beispiel macht es möglich, neue Geschäftsideen und Produkte wahr werden zu lassen, unabhängig von großen Investoren und Banken. Es gibt Ideen, die sind so mächtig und strahlen so hell, dass sie alle Grenzen und Schranken einfach wegsprengen. Die sogar die dunklen Gedanken in den Köpfen der Ideentöter vertreiben und das Licht hereinlassen können. Die Wahrheit ist nämlich, dass große Visionäre viiiel mächtiger sind als alle Ideentöter dieser Welt zusammen. Wir haben diesen Menschen viel zu verdanken: das Rad, die Elektrizität, das Auto, das Internet und Smartphones!
Und wer wollt ihr sein? Es macht keinen Sinn darüber nachzudenken, warum etwas nicht geht, zu teuer oder unwirtschaftlich ist. Denkt darüber nach, wie Veränderung möglich gemacht werden kann!
Also, ihr Ideenmacher, Querdenker, Weltverbesserer und Erfinder. Lasst euch nicht zu Schafen machen. Hört nicht auf zu träumen. Findet Möglichkeiten und Wege, eure Ideen wahr werden zu lassen. Die Zukunft der Welt hängt von euch ab! Und solange wir nicht gestorben sind, kämpfen wir weiter mit unserer Kreativität gegen die Ideentöter dieser Welt. Und das ist erst der Anfang!



Donnerstag, 11. September 2014

Werbung für alle Sinne

Guerilla auf der Messe.

Am Wochenende war wieder einmal Gewerbeschau in unserer Heimatstadt Wittstock. Eine regionale Messe, auf der sich die ansässigen Unternehmer den Besuchern vorstellen. Aus diesem Anlass haben wir eine kleine Guerilla Aktion gestartet. Wir zogen mit unserem Bollerwagen über das Messegelände und verteilten kleine Give Aways, unsere Landliebe-Säckchen, an die Aussteller. Die Überraschung kam gut an! Schließlich sind es sonst immer nur die Besucher, die mit Geschenken bedacht werden.
„Aber was befindet sich denn in dem Säckchen?“ – Diese Frage hörten wir unzählige Male an diesem Tag. Tja.. Das muss schon jeder selbst herausfinden! Das perfekte Give Away – warum?



Anatomie eines Give Aways.

Das Ziel jeder Werbeaktion ist es, die Botschaft in den Köpfen der Menschen zu verankern. Je stärker der Reiz, desto eher wird Erlebtes gespeichert. Ein Werbemittel sollte also im Idealfall alle Sinne ansprechen – sehen, hören, riechen, tasten, schmecken. Auch beim schulischen Lernen wird daher empfohlen, sich den Lernstoff nicht nur aufzuschreiben, sondern auch laut vorzulesen.

Unser Landliebe-Säckchen spricht tatsächlich alle Sinne an. Außerdem ist das eigentliche Geschenk verpackt. Das weckt Interesse und Neugierde beim Empfänger - er möchte das Rätsel um den Inhalt lösen. Dazu betrachtet er das Säckchen von außen und tastet nach dem Inhalt. Das Stroh im Inneren knistert und es riecht nach Wiese und Obst. Und schließlich wurde das Geheimnis gelüftet und der saftige, rote Apfel entdeckt. Guten Appetit! Es wurde gerochen, gedrückt und geknistert und geschmeckt. 

Das Interesse der Menschen war geweckt. Jetzt möchte man mehr über den Absender des Geschenks erfahren. Unsere kleinen Flyer gestalteten wir bewusst wage: „Ideen aus 100% biologischem Anbau – Ohne Gähn-Technik“. Ziel war es, die Empfänger so neugierig zu machen, dass Sie aus eigenem Antrieb mehr über uns erfahren wollen und unsere Website oder Facebook Seite besuchen. Laut Statistik war diese Aktion die erfolgreichste in unserer Agenturgeschichte. Mission erfüllt!


Botschaften ausreizen.

Natürlich  kann nicht jedes Werbemittel alle Sinne bedienen. Print spricht in erster Linie das Auge an, Radio das Ohr, Fernsehen und Online Werbung beides. Mit etwas Kreativität kann man dennoch die Anzahl der Reize erhöhen.


Beispiel 1 „Bastelanleitung“

Mit dieser Anzeige für das Mozart Stück „Die Zauberflöte“ setzen wir bewusst auf Interaktion. Der Betrachter wird aufgefordert, ein Thaumatrop zu basteln und somit selbst zu Papageno, dem Vogelfänger aus der Oper zu werden. Dieses „Spielzeug“ erzeugt die optische Illusion, der Vogel wäre im Käfig gefangen. Auch die Neugierde („Funktioniert das wirklich?“) ist hier ein starker Anreiz. Beim tatsächlichen Basteln wird der Tast-, Seh- und Geruchssinn (Bastelkleber) angesprochen. Außerdem muss eine Denkleistung vollbracht werden. Die Anzeige löst also eine Vielzahl an Reizen aus.

Beispiel 2 „Duftlack“

Es gibt einige (Online) Druckereien, die eine Lackierung von Printmitteln mit diversen Duftlacken anbieten. Reibt der Empfänger über die Lackschicht, werden Duftstoffe freigesetzt. Es gibt unzählige Geruchs-Varianten, wie Hölzer, Blumen, Gewürze, Früchte oder auch ganz abgefahrene Gerüche, wie Aschenbecher oder Meeresbrise. Der angesprochen Reiz sollte dabei aber immer sinnvoll die Werbebotschaft unterstreichen.

Beispiel 3 „Knallfolie“

Dieses Großplakat an einer Bushaltestelle ist komplett mit einer Luftpolsterfolie überzogen. Wer „eine Prise Höhenluft“ schnuppern möchte, muss eine Luftkammer zerdrücken. Der Betrachter wird zur Interaktion aufgefordert und der innere Spieltrieb angeregt. Tast-, Seh- und Geruchssinn werden gleichermaßen angesprochen - Eine tolle Aktion von der Braunwald Tourism in der Schweiz, die garantiert im Kopf bleibt. Die Idee ist ohne Probleme auch auf kleinere Printmittel, wie Postkarten, übertragbar.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Entwickeln von reizvollen Werbemitteln! Wir freuen uns auf eure Ergebnisse!

Eure perlenmädchen

Dienstag, 19. August 2014

Erfolgsfaktor Karma: Reines Gewissen statt reine Profitgier

Haha! Reingelegt.

Meine Großmutter hatte vor ein paar Tagen einen unabhängigen Versicherungsmakler bei sich zu Hause. Sie war unzufrieden mit ihren laufenden Verträgen und wollte Kosten reduzieren. Er ließ sich die Policen zeigen, und kalkulierte dann nur minimal günstigere Verträge. Der Makler nutzte die Unwissenheit und Leichtgläubigkeit der alten Dame aus und machte so viel Druck, dass sie schließlich alle Verträge unterschrieb. Da meine Oma ein ungutes Gefühl bei der Sache hatte, informierte sie mich schließlich. Alle Verträge waren vollkommen überdimensioniert. Es waren Risiken versichert, die gar nicht zur Lebenssituation meiner Großmutter passten. Der Nutzen des Kunden stand nicht im Mittelpunkt. Von Beratung keine Spur. Der Makler hatte nur ein Ziel: sich selbst zu bereichern.
Leider handeln viele Unternehmer nach diesem Prinzip. Nur die eigene Bereicherung steht im Mittelpunkt und das auch gern auf Kosten von anderen. Keine zukunftsorientierte Strategie und ganz schlecht fürs Karma..

Denn sie wissen nicht, was sie wollen.

Statt des eigenen Vorteils, sollte immer der Nutzen des Kunden im Fokus der Arbeit stehen.
In der Werbebranche ist das leider auch oft nicht der Fall. Hier auf dem Land wird der Unternehmer von den sogenannten „Werbeagenturen“ gezwungen, sich selbst mit dem Thema Marketing auseinanderzusetzen. Die Werber sind eigentlich nie in Entscheidungsprozesse involviert, sondern führen nur noch aus, setzen um. Und zwar genau das, was der Kunde verlangt. Wenn der Unternehmer keine genauen Vorstellungen hat, wird er aufgefordert, welche zu entwickeln.
Wir haben es uns zur Pflicht gemacht, unsere Kunden so zu beraten, dass ihre Ziele erreicht und ihre Erwartungen erfüllt werden. Dazu gehört, dass wir nicht zu allem ja und Amen sagen. Wenn mich ein Unternehmer anruft mit der Aussage: „Ich brauche einen Flyer“, ist meine Reaktion darauf immer: „Das werden wir erst noch sehen, ob Sie einen Flyer benötigen.“ Dafür haben wir schon oft den ein oder anderen skeptischen Blick geerntet. Schließlich sind sie es nicht gewohnt, beraten zu werden. Sie sind es nicht gewohnt, dass jemand kritisch hinterfragt, dass jemand anderes für sie konzeptionell denkt.
Doch was nutzt ein Werbemittel, das keinen Effekt hat? Das an die falsche Zielgruppe gerichtet ist? Das niemanden erreicht? Ganz einfach. Nichts. Der Unternehmer ist kein Marketingprofi. Ohne fachkompetente Beratung kann er oft gar nicht erkennen, welche Maßnahme zielführend ist und welche nicht. Der Unternehmer ist Experte in seiner Branche. Wir sind es in unserer. Nur durch eine intensive Zusammenarbeit kann eine erfolgreiche Marketingstrategie entwickelt werden. Wir recherchieren, analysieren, sammeln Wissen und Fakten, definieren Ziele und Zielgruppen.
Daraus erarbeiten wir gemeinsam eine Strategie, die zur Verwirklichung der Ziele führt. Und dazu gehört auch die Auswahl der Werbemittel und –kanäle. Unser primäres Ziel ist immer der Erfolg und die Zufriedenheit des Kunden. Es macht keinen Sinn, dem Kunden eine überdimensionierte Website zu verkaufen, wenn er diese nicht benötigt. Es macht keinen Sinn, für einen Kunden eine 50-seitige Broschüre zu entwickeln, wenn diese dann jahrelang auf dem Schreibtisch liegt und die Empfänger niemals erreicht. Kurzfristig würden wir mit solchen Aufträgen tatsächlich mehr Umsatz generieren, aber wir würden den Kunden mit hoher Wahrscheinlichkeit verlieren. Wer gibt schon gerne viel Geld für Maßnahmen aus, die dann keine Wirkung erzielen? Wer würde erneut eine Werbeagentur beauftragen, die dem Unternehmen viel Geld gekostet aber keinen Nutzen gebracht hat?

Überzeugen statt verkaufen.

Ihr solltet euren Kunden keine Dinge verkaufen, die sie nicht benötigen. Haut sie nicht übers Ohr, zieht sie nicht über den Tisch, bindet ihnen keinen Bären auf! Auf lange Sicht werden ihr sonst keinen Erfolg haben. Ihr werdet euch nur immer wieder im Kreis drehen, ohne wachsen zu können. Überzeugt eure Kunden durch Kompetenz, statt sie zu einem Auftrag zu überreden. Betreibt Networking, besucht relevante Veranstaltungen, bringt euch ein, sprecht mit! Nutzt soziale Medien, um euer Wissen und eure Erfahrungen zu kommunizieren. Dann wird es nämlich gar nicht mehr notwendig sein, einen hohen Werbedruck auszuüben. Stattdessen werdet ihr nach und nach eine erhöhte Nachfrage bemerken. Macht ihr eure Kunden glücklich und zufrieden, werden sie euch weiterempfehlen. Und sie werden euch treu bleiben!
Erarbeitet euch Qualitätskriterien, Werte und feste Prinzipien nach denen ihr vorgeht. Stellt immer den Kundennutzen in den Mittelpunkt eures unternehmerischen Handelns und geht offen, ehrlich und transparent mit euren Kunden um. Mit dieser Strategie werdet ihr langfristig viel erfolgreicher sein als durch eine kurzfristige Profitsteigerung. Außerdem macht es glücklich, Menschen glücklich zu machen! Denkt an euer Karma ;)

Donnerstag, 31. Juli 2014


Der einfachste Weg, Geld zu verbrennen

Keine Zeit für Konzepte.

Wie oft haben wir das schon gehört: „Wir brauchen schnell eine Umsetzung! Wir haben keine Zeit für irgendwelche Konzepte!“ oder „Wir zäumen das Pferd immer von hinten auf. Das Konzept findet sich schon im Laufe der Zeit!“
Wisst ihr was passiert, wenn ihr so denkt? Ihr verschwendet euer Geld. Ihr verbrennt es. Werft es zum Fenster hinaus. Werbeaktionen, die ohne ein vorheriges Konzept umgesetzt werden, sind im besten Fall wirkungslos. Im schlimmsten Fall entsteht sogar ein Imageschaden. Lässt sich der Kunde partout nicht belehren, lehnen wir solche Aufträge konsequent ab. Wie sollen wir auch eine zielgerichtete Werbemaßnahme entwickeln, ohne das Ziel zu kennen? Oder die Zielgruppe? Oder die derzeitige Situation des Unternehmens? Kopfloses Handeln führt nie zum Erfolg.

Für den Arsch.


Mit jeder Werbemaßnahme kommuniziert ihr mit der Öffentlichkeit. Daher sollte man sich genau überlegen, wie man auf die Menschen wirken möchte und welche Reaktion man erreichen will.
Dieser Brillenhersteller hat sicherlich keinen Wert auf ein Konzept gelegt. Wahrscheinlich bekam die Agentur die Aufgabe, dass die Motive um jeden Preis auffallen müssen. Nun, das haben die Werber ohne Zweifel erreicht. Ganz nebenbei wirken die Motive lächerlich und peinlich. Aber war das das eigentliche Ziel des Herstellers? Sicherlich nicht.
Eine Sonnenbrille ist ein Modeaccessoire. Sie sollte idealer Weise hip und cool sein und von der Zielgruppe als unverzichtbares Lifestyle-Produkt anerkannt werden.
Herunter gebrochen geht es dabei immer um den Absatz. Verkaufen. Geld verdienen.
Doch wer kauft so ein Produkt? Eine Brille, die von einem Arschgesicht getragen wird.. Damit kann man sich doch nicht sehen lassen.
Klarer Fall: Diese Kampagne war für den Arsch. Das Geld ist futsch und das Produkt hat einen enormen Imageschaden erlitten. (Quelle: http://www.gutewerbung-schlechtewerbung.de/kiss-my-glass/)

Die eigene Identität.

Bevor man für ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung wirbt, ist es wichtig, eine genaue Vorstellung vom eigenen Unternehmen zu haben. Wer bin ich eigentlich und was habe ich zu bieten? Welche Werte verfolge ich in meinem Unternehmen? Was macht mich einzigartig? Wie möchte ich auf die Öffentlichkeit wirken? Welche Ziele verfolge ich?
Ein Unternehmensleitbild klärt all diese Fragen und ist ein idealer Kompass, um in der Spur zu bleiben. Das Leitbild ist allerdings kein starres Gebilde. Es muss immer wieder neu angepasst werden. Die Bedingungen auf dem Markt verändern sich, ihr selbst verändert euch und auch eure Kunden.
Im Idealfall schafft ihr aus eurem Leitbild (Corporate Identity) ein Corporate Design, also die grafische Umsetzung  eurer Firmenidentität. Dazu gehören das Logo, Farben, Schriften, grafische Elemente, Proportionen und Verhältnisse. Alle firmeninternen Kommunikationsmittel sollten diesem einheitlichen Design folgen. So könnt ihr ganz gezielt beeinflussen, wie euer Unternehmen wahrgenommen wird und erreicht einen Wiedererkennungswert. Das Leitbild und das Corporate Design sind die Grundlage für jede Kommunikation. Alle veröffentlichten Werbemittel müssen zu eurem Unternehmen und euren Wertevorstellungen passen. Gibt es zu große Unterschiede in Ansprache und Tonalität, wirkt ein Unternehmen schnell unglaubwürdig und unseriös.

Die Strategie zum Erfolg.

Jetzt wisst ihr also genau, wer ihr seid. Trotzdem steht vor jeder neuen Werbeaktion immer ein Konzept. Neben den Zielen müssen auch die Zielgruppen genau definiert werden. Was ist das gewünschte Ergebnis? Welche Botschaft soll kommuniziert werden? Je klarer ihr die Botschaft definiert, desto einfacher wird es später eine kreative Leitidee zu entwickeln. Versucht also nicht, all eure Produkte und Dienstleistungen in einer Aktion zu bewerben. 
Überlegt euch auch genau wen ihr erreichen wollt. Wer ist die Zielgruppe? Wo und wie erreichen wir sie? Welche Erwartungen hat die Zielgruppe an mein Produkt/meine Dienstleistung? Denkt euch in eure Zielgruppe hinein. Umso zielgerichteter die Kommunikation erfolgt, desto erfolgreicher wird eure Aktion. Bleibt die Ansprache zu allgemein und undifferenziert, geht sie an allen Empfängern vorbei.
Erst wenn all diese Fragen geklärt sind beginnt die kreative Arbeit. Jetzt geht es darum, eine Leitidee und konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Es werden Werbemittel und Aktionen festgelegt, mit denen wir unsere Botschaft am besten zu unseren Zielgruppen transportieren können. Investiert viel Zeit in die Entwicklung der kreativen Leitidee. Je kreativer und außergewöhnlich eine Werbeaktion ist, desto eher wird sie sich eigendynamisch verbreiten.
Nach genauer Planung erfolgt dann die Umsetzung. Ermöglicht es so vielen Menschen wie möglich, an eurer Idee teilzuhaben. Wichtig ist daher eine detaillierte Dokumentation. Macht Fotos und Videos, sammelt Kommentare, Reaktionen und Geschichten. Nutzt Verstärker für die Verbreitung eurer Botschaft, wie die Presse, die sozialen Medien oder eure eigne Website. Entwickelt eure Werbung mit Spaß und Leidenschaft! Berührt die Menschen und bringt sie zum Lachen! Es zahlt sich aus :) 

Dienstag, 15. Juli 2014

6 Jahre perlenmädchen – ein Rückblick

Die Idee.

Meine Güte, wie die Zeit vergeht.. 6 Jahre ist es nun schon her, dass wir unsere Unterschriften unter die Gewerbeanmeldung gesetzt haben. 24 Jahre alt, keinerlei Berufserfahrung und voller naiver Vorstellungen vom Status der Selbstständigkeit…

Beide perlenmädchen stammen aus Wittstock, haben gemeinsam das Gymnasium besucht und sind über die Jahre Freunde geworden. Auch nach dem Abitur haben wir uns nie aus den Augen verloren. Ich, Nadine, ging nach Berlin, um Kommunikationswissenschaften zu studieren. Gitte zog es in die Hansestadt Hamburg, wo sie ein Studium zur Kommunikations-Grafik Designerin absolvierte.
Als frisch gebackene Kommunikationswirtin versuchte ich 2007 mein Glück auf dem Berliner Arbeitsmarkt und schlitterte von einem Praktikum ins nächste. Immer mit dem Versprechen auf eine Festanstellung geködert.. Um während der niederen Arbeit geistig fit zu bleiben, begann ich zusätzlich ein Fernstudium und ließ mich zur Werbetexterin ausbilden. So konnte es nicht weitergehen..
Bei einem Termin im Arbeitsamt stieß ich auf einen Flyer der Gründerwerkstatt iq consult enterprise. Eine Idee begann in meinem Kopf zu wachsen. Ich wollte endlich loslegen, wollte für reale Kunden arbeiten, mein hart erarbeitetes Wissen anwenden! Und wenn ich keine Stelle finde, die meiner Qualifikation entspricht, mache ich mich eben selbstständig! Ha!
Gitte war zu diesem Zeitpunkt kurz vor ihrem Abschluss. Ich erzählte ihr bei einem Treffen von meiner Idee. Ich wollte mich in Wittstock selbstständig machen, da ich mit der Großstadt nie richtig warm geworden bin. Ohne das ich es erwartet hätte, sagte Gitte plötzlich: „Klingt gut, ich glaube ich bin dabei.“

Die Gründung.

„Ihr wollt euch in Wittstock selbstständig machen? Seid ihr verrückt?!“, so oder so ähnlich reagierten die Menschen vorab fast alle. Viele schüttelten mit dem Kopf und erwarteten, dass wir nach spätestens einem Jahr wieder aufgeben würden. Tja, daraus wurde dann nichts ;)
Gemeinsam wandten wir uns an die Gründerberatung enterprise und nahmen jedes Seminar mit, was wir finden konnten. Buchhaltung, Rechtsberatung, Büroorganisation – wir wollten top vorbereitet sein. Unseren Firmennamen, damals noch pearl communications, und das zugehörige Corporate Design entwickelten wir an einem sonnigen Frühjahrtag im Hamburger Stadtpark.
Auszeichnung auf der PRIMA Messe
Wir schrieben unseren Geschäftsplan und nahmen im Mai 2008 am Businessplan Wettbewerb der PRIMA Messe teil. Auf der Messe präsentierten wir uns das erste Mal der Öffentlichkeit.
Am 15. Juli 2008 haben wir unsere Agentur für Kommunikation und Design offiziell gegründet. Nach unserer Teilnahme an der Wittstocker Gewerbeschau im September folgten die ersten großen Aufträge. Darunter die Entwicklung einer knapp 40-seitigen Broschüre für den größten Wittstocker Vermieter, die Gebäude- und Wohnungsverwaltung GmbH.
Noch bevor wir es bemerkten war ein Jahr rum und unser erster Geburtstag stand vor der Tür. Es war klar, dass wir uns etwas Besonderes einfallen lassen mussten. Wir hatten von Anfang an den Anspruch, kreativ zu arbeiten und besondere Ideen zu entwickeln. Es gab nur ein Problem: Keine Kohle. Null. Nada.  So kamen wir auf die Idee, Fahndungsplakate von uns anzufertigen und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion wild zu plakatieren. Gesamtkosten: 300€.
Fahndungs-Aktion 2009
Am nächsten Morgen waren die Wittstocker Stadtverordneten in heller Aufregung und beriefen, laut einer unserer Quellen, eine außerordentliche Versammlung ein. Man wollte diskutieren, wie man mit der neuen unbekannten Bedrohnung umgehen könne ;D Und Zack, kannte uns über Nacht so ziemlich jeder „wichtige“ Mensch in unserer Heimatstadt. Wir praktizierten damals schon Guerilla Marketing, bevor wir davon wussten.

Die Marke.
2010 beschlossen wir unseren Namen zu ändern. Wir merkten, dass sehr viele Menschen Probleme mit der Aussprache der englischen Bezeichnung und daher auch Berührungsängste hatten. Von unseren Kunden wurden wir sowieso nur „die perlenmädchen“ gerufen. Daher
fiel die Entscheidung nicht schwer und wir haben sie nie bereut. Denn plötzlich kamen die Menschen offener auf uns zu und der Name wurde schnell zu einer Marke in der Region.
Kreativität hinterlässt Spuren
Unseren dritten Geburtstag 2011 wollten wir nicht ohne eine Aktion verstreichen lassen. Unter dem Motto „Kreativität hinterlässt Spuren“ zogen wir bewaffnet mit Sprühkreide durch Wittstock und hinterließen unsere Botschaften auf den Gehwegen und Parkplätzen der Stadt.
Bei der Wittstocker Gewerbeschau wurden wir zu einer festen Größe. Wir ließen uns in jedem Jahr besondere Aktionen und Gewinnspiele einfallen. Die Menschen kamen gerne an unseren Stand, kamen mit uns ins Gespräch und informierten sich über unsere neuesten Arbeiten.
Landliebe Postkarte
Unser Ruf als kreatives Werbeunternehmen eilte uns voraus. So konnten wir mit der Zeit viele große regionale Unternehmen und Kommunen unsere Kunden nennen, darunter die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, die INKOM Neuruppin GmbH sowie die Städte Wittstock und Neuruppin.
Unsere Landliebe Postkarten, die sich immer noch größter Beliebtheit erfreuen, stammen bereits aus dem Jahr 2012. Zu der Zeit wurden wir sehr oft mit dem Vorurteil konfrontiert, dass kreative und innovative Unternehmen doch nicht auf dem Land sitzen können. „Sie sitzen in Wittstock?! Aber Sie klingen doch so professionell!“ Sowas konnten wir natürlich nicht auf uns sitzen lassen ;)

perlenmädchen 2.0

2013 war ein sehr ereignisreiches Jahr für uns. Unseren fünften Geburtstag feierten wir mit einer blumigen Guerilla Aktion. Wir ließen in der ganzen Stadt Ideen wachsen und stießen bei der Wittstocker Bevölkerung auf ein großes positives Echo.
Außerdem merkten wir, dass wir uns mit den Jahren verändert hatten. Wir waren erwachsener geworden, hatten mehr Erfahrungen gesammelt und wollten regionale Unternehmer an unserem Wissen über kreatives Marketing und Guerilla Methoden teilhaben lassen. Um diese Wandlung auch nach außen hin zu kommunizieren,  gaben wir unserer Website einen völlig neuen Look.
Wir lassen Ideen wachsen
Im Oktober lernten wir auf einem Seminar Vertreter der IHK Potsdam kennen und verhandelten bald über eine gemeinsame Vortragsreihe. Anfang 2014 war es dann soweit. Die perlenmädchen waren von Januar bis April in vielen Brandenburgischen Städten zu Gast, um über erfolgreiches Guerilla Marketing im ländlichen Raum zu referieren. Die Reaktion war überwältigend! Man konnte die kreativen Schwingungen nach unseren Vorträgen förmlich spüren. Die Unternehmer waren infiziert!
Auf Vortragstour durch Brandenburg
Der direkte Austausch mit den Unternehmern war für uns eine intensive und wichtige Erfahrung. Wir wollten diesen Dialog dauerhaft erreichen und widmeten uns deshalb verstärkt den sozialen Medien. Wir erarbeiteten ein umfangreiches Social Media Konzept für unsere Agentur. Unser Facebook-Profil bauten wir aus, stiegen aktiv ins Xing Netzwerk ein, begannen zu tweeten und schließlich auch damit, diesen Blog zu schreiben. Wir freuen uns jeden Tag über die vielen positiven Reaktionen, die wir von Unternehmern, Werbetreibenden und Privatpersonen aus ganz Deutschland erhalten.
Wir danken all unseren Kunden und Unterstützern! Wegen euch können wir heute, mit 6 Jahren auf dem Buckel, unsere Einschulung feiern :)
Alle, die heute nicht dabei sein können, dürfen sich auf eine ausführliche Berichterstattung, viele Fotos und ein schickes Video freuen!

Vielen Dank für Alles,
eure perlenmädchen

Dienstag, 8. Juli 2014

Wecke das Kreativbiest in dir

Ich bin nicht kreativ.

Als Kinder träumten wir uns in phantastische Welten, führten angeregte Unterhaltungen mit unseren Spielzeugen und erlebten im elterlichen Wohnzimmer die aufregendsten Abenteuer. Wir sprudelten nur so über vor Kreativität. Alle Menschen werden mit dieser Fähigkeit geboren. Bei einigen ist die Begabung nur ausgeprägter als bei anderen. Doch wie jede andere Fähigkeit, kann auch das kreative Denken trainiert werden.  Und wenn ihr den perlenmädchen nicht glaubt, dann aber sicher einem amerikanischen Psychologen! Stephen Baker sagte nämlich: „Jeder, der denken kann, ist auch fähig, Ideen zu haben.“ Da habt ihr’s.

Was ist Kreativität.

Kreativität ist die Fähigkeit eines Individuums oder einer Gruppe, in phantasievoller und gestaltender Weise zu denken und zu handeln. Soweit die Definition.
Als kreativ empfinden wir alles, was in der realen Welt so nicht vorkommt. Etwas neu Erschaffenes. Dazu zählen auch neue Zusammenhänge, ungewöhnliche Kombinationen und veränderte Perspektiven. Genau diese Methoden verwendet man auch in der Werbung, um kreative Werbemittel und Kampagnen zu entwickeln. Zum Beispiel wird auf diesem Plakat für ein vegetarisches Restaurant ein Tiger mit Hasenzähnen gezeigt. Die Aussage ist klar: Das Essen hier ist so gut, dass sogar Fleischfresser zu Vegetariern werden. 

Kreativtechniken.

Wie schaffe ich es aber, selbst auf solche Ideen zu kommen? Die Antwort lautet Alkohol. Sehr viel Alkohol. Kleiner Spaß! ;D 

Zur Ideenfindung kann man sich einfacher Kreativtechniken bedienen. Der wichtigste Grundsatz ist jedoch: Zeigt nie genau das, was ihr verkaufen wollt. Denkt nicht das offensichtliche, sondern genau das Gegenteil. Durch diese Technik entstehen oft schon unzählige witzige Ideen.
Hier ein Bespiel: Statt Handball XXO. Unser Anzeigenmotiv zum Thema Handballsponsoring für die Sparkasse OPR.







Sucht nach außergewöhnliche Kombinationen und Vergleichen. In dieser Anzeige vergleichen wir die Sparkasse mit Gegenständen des täglichen Lebens. Das Geldinstitut gehört einfach fest zum Alltag dazu. Ursprünglich waren übrigens eine Tasse Kaffee und eine Rolle Toilettenpapier als Motive geplant. Mit der abgeschwächten Variante können wir aber gut leben ;)

Überlegt auch, wie ihr eurem Produkt eine andere Bedeutung oder einen anderen Nutzen geben könnt. Unser Bespiel zeigt eine kreative Verpackung für ein T-Shirt. (Quelle: http://www.dezeen.com)
Wer mutig ist, darf auch gern schamlos übertreiben oder parodieren! Wer sich zum Beispiel von der enormen Saugleitung eines Dirt Devil Saugers überzeugen will, sollte sich unbedingt mal diesen genialen Clip ansehen: http://www.youtube.com/watch?v=aGb8pMIeY6w&feature=kp



Hilfsmittel.

Es kann nicht schaden, das ein oder andere Hilfsmittel im Haus zu haben, das der Kreativität auf die Sprünge hilft. Es gibt zahlreiche Bücher und Spiele, die den Kreativ-Prozess anregen wollen. Sogar die perlenmädchen greifen ab und an mal darauf zurück. Das bleibt aber unter uns! *psst
Allein vor einem leeren Bildschirm zu sitzen, ist oft nicht der richtige Weg. In Gesellschaft geht vieles leichter, auch das kreative Denken. Setzt euch mit Freunden, Arbeitskollegen oder der Familie zusammen. Und dann spinnt einfach alle drauf los! Umso lockerer und witziger, desto besser :) Geht mit offenen Augen durch die Welt. Die Inspiration lauert hinter jeder Ecke. Ihr müsst nur richtig hinsehen!

Donnerstag, 3. Juli 2014

Köpfchen schlägt Kohle

David gegen Goliath.

Große Unternehmen und Marken können beim Marketing so richtig aus dem Vollen schöpfen. Sie schalten ganzseitige Anzeigen in großen Tageszeitungen, produzieren Fernseh- und Radiospots und sind deutschlandweit auf riesigen Plakatwänden zu sehen. Der Werbedruck ist enorm. Die öffentliche Wahrnehmung ebenso.
Kleine und mittelständische Unternehmen können da natürlich nicht mithalten. Die Kosten für klassische Werbekanäle sind einfach extrem hoch. Schließlich muss man eine Anzeige 3-5 mal schalten, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Muss man das wirklich? Wir sagen nein! Eine Anzeige muss nur ein einziges Mal geschaltet werden. Wie das funktionieren soll?

Kreativität ist ansteckend.

Ganz einfach. Wer nicht viel Kohle hat muss einfach clever sein. Entwickeln Sie Werbeaktionen die überraschend, außergewöhnlich und unkonventionell sind. Werbung muss Spaß machen und Emotionen auslösen! Sie darf nicht störend oder penetrant sein. Der Verbraucher sollte sich vielmehr gut unterhalten fühlen. Die beste Werbung wird nicht als solche wahrgenommen.
Wenn Sie kreativ werben, wird es gar nicht mehr notwendig sein, einen hohen Werbedruck aufzubauen. Wissen Sie warum? Weil Kreativität höchst ansteckend ist! Wenn ein Motiv die Menschen berührt, amüsiert oder gut unterhält, teilen sie es. Mit Freunden, der Familie, Arbeitskollegen. Umso skurriler, kontroverser oder beeindruckender eine Aktion ist, je häufiger wird sie diskutiert. Die Botschaft verbreitet sich eigendynamisch, mit ihren Kunden als Botschafter. Gegen diesen Virus gibt es keine Impfung!

Richtig verpacken.

Aber wann empfinden wir etwas überhaupt als kreativ? Kreativität entsteht dann, wenn wir etwas erschaffen, das in der realen Welt nicht existiert. Wenn wir ungewöhnliche Zusammenhänge herstellen, Grenzen überschreiten und Perspektiven wechseln.

Es geht also darum, dem Konsumenten die Werbebotschaft nicht eins zu eins auf dem Silbertablett zu servieren, sondern in eine kreative Idee zu verpacken. Wie ein schönes Geschenk am Weihnachtsabend! Diese kleine Hürde, diese Denkleistung, die wir zum Auflösen von kreativen Ideen aufbringen müssen, macht den entscheidenden Unterschied. Eine Erkenntnis, die wir uns selbst erarbeitet haben, bleibt viel eher im Kopf. Gute Werbung ermöglicht es den Menschen zu denken. Denken Sie mal drüber nach..

Dienstag, 24. Juni 2014

Von Einem, der auszog uns Guerilla zu lehren

Der fremde Planet.

Grüne Männchen in der Stadt
Vor ein paar Monaten bekam ich eine Einladung zu einem IHK Workshop. Thema: Guerilla Marketing. Ein Dozent aus Berlin! Das weckte natürlich meine Aufmerksamkeit. Vielleicht lernt man ja was neues, schließlich kommt der Dozent aus Berlin! Und wer aus unserer schönen Hauptstadt kommt, kann ja nur ein Profi sein. Ich hatte allerdings so eine Vorahnung..
Der Vortrag fand in Kyritz statt. Eine brandenburgische Kleinstadt. Ziemlich weit ab vom Schuss. Kaum noch wirtschaftliche Kraft. Kein Wunder also, dass der Dozent aus der Großstadt von Beginn an merkwürdig fehl am Platz wirkte… 
Im Laufe der Veranstaltung bestätigte sich meine Vorahnung. Der Mann hatte Ahnung von seinem Fach, aber davon, wie es auf dem Land abläuft, hatte er keinen Schimmer.
Als Beispiele für Guerilla Aktionen wurden große Installationen an Hochhäusern gezeigt. (Toll, aber was hat das mit mir hier in Kyritz zu tun??) Es wurde über Addidas und Nike gesprochen und über Werbebudgets um die 500.000 Euro. (Wenn ich soviel Geld hätte, würde ich hier nicht sitzen..) Bis hierhin große Augen und skeptische Blicke vom Publikum. Und dann stellte er die entscheidende Frage: „Wo habt ihr hier denn eure nächste Mall?“ Komplette Verwirrung von Seiten des Publikums. Eine bitte was?! Spätestens an diesem Punkt fühlte sich der arme Dozent wie auf einem fremden Planeten.
„Also hier um die Ecke haben wir einen größeren Baumarkt“, bot sich einer der Anwesenden an, die unangenehme Stille zu füllen. Tja, das ging dann mal nach hinten los, mit dem Experten aus der Großstadt.

Die Lösung.

Guerilla-Blumenaktion der perlenmädchen
Die Unternehmer aus Kyritz konnten mit dem Vortrag wenig anfangen. Die gezeigte Welt ist einfach zu weit weg von ihrer eigenen. Die Beispiele wären hier niemals umsetzbar. Wer hat schon so ein Werbebudget? Kurz bevor die Menschen die Idee des Guerilla Marketings verteufelten und den Berliner Experten mit brennenden Fackeln und Mistgabeln aus der Stadt jagten, schritt ich ein.


„Wartet mal! Guerilla auf dem Land ist tatsächlich machbar! Und zwar kostengünstig und effektiv.“ Ich berichtete von unserer 300 Euro teuren Fahndungsaktion, durch die wir über Nacht bekannt wurden. Über die Vorteile von Sprühkreide auf Gehwegen. Über grüne Männchen, die über Marktplätzen sprangen und die Presse nur so anlockten. Ich zeigte, wie wir mit unserer Aktion „Wir lassen Ideen wachsen“ Plätze und Wiesen in Wittstock in bunte Blütenpracht tauchten. 
Fazit: Der Dozent kam sicher nach Hause, das Guerilla Marketing Image war wieder hergestellt und die IHK bot uns an, auf gemeinsame Vortragstour durch Brandenburg zu gehen.



Mit Kompetenz gehen Vorurteile.

Warum wurde einer aus der Großstadt überhaupt auf die allgemeine Landbevölkerung losgelassen? Ganz einfach: Weil der was kann. Was können muss! Er ist schließlich aus Berlin. Während unserer 6 Jahre als perlenmädchen stolperten wir immer wieder über diese Vorurteile. Unternehmer auf dem Land sind weniger erfahren, sind nicht besonders kompetent, arbeiten mit veralteten Methoden, sind nicht up to date. Besser jemanden aus der Großstadt einkaufen. Oft herrschte ungläubiges Stauen am Telefon, wenn ich auf unseren Firmensitz zu sprechen kam. „Sie sitzen in Wittstock? Aber Sie klingen doch so professionell!“

Unsere Postkarten gegen Vorurteile
Diese Vorurteile sind leider auch in den eigenen Reihen vertreten. Die Stadt Neuruppin lies zum Beispiel ihr Standortmarketingkonzept von Marketingprofis aus der Großstadt anfertigen. Der Prophet ist im eigenen Land eben nichts wert. Doch die ansässigen Unternehmer sind eigentlich die wahren Experten! Sie kennen die hier herrschenden Bedingungen, kennen die Möglichkeiten und die ungeschriebenen Regeln der Region. Sie kennen die Menschen und wissen wie sie ticken. Um wirtschaftsschwache Regionen zu fördern,  ist es wichtig, dass alle gemeinsam ein einem Strang ziehen. Das Geld sollte in der Region bleiben, statt teure Experten aus der Fremde zu finanzieren. Also ihr Brandenburger Unternehmer, haltet zusammen, steht auf und zeigt stolz eure Kompetenzen! Wir wissen was ihr drauf habt und dass ihr euch hinter der Konkurrenz aus Berlin nicht verstecken müsst! Jetzt wird es Zeit, dass ihr es auch allen anderen zeigt!

Dienstag, 17. Juni 2014

Die Bedeutung von Kooperationen auf dem Land

Co-Working was?!

Vor einer Weile nahm ein junger Mann mit mir Kontakt auf. Er sagte, er ist ein Unternehmer aus Berlin und mit seiner kleinen Familie gerade in die Nähe von Kyritz gezogen. Für alle, die nicht wissen wo das ist: Tiefstes Brandenburger Hinterland. Jedenfalls hat er diiiie Geschäftsidee, mit der er in seiner neuen Heimat Fuß fassen will.  Achtung: Ein Co-Working-Space! Eine Hand voll Kreativer, Freelancer oder Künstler schließen sich zusammen und mieten gemeinsam eine große Bürofläche. Man teilt sich die Kosten und profitiert außerdem beruflich voneinander. In Berlin gerade totaaal angesagt. So so.
Meine Antwort war eine skeptisch in die Höhe gezogene Augenbraue. Mit Kooperation hat hier nämlich niemand groß was am Hut. Nächstes Hindernis: Der englische Begriff. Der typische Brandenburger Eingeborene reagiert mit 99,9%ig Wahrscheinlichkeit so: „Hää?! Wasn ditte?“
In Berlin ist diese Art des Zusammenarbeitens sicherlich perfekt! Auf dem Land funktioniert das in der Form aber leider nicht. Zum einen gibt es hier kaum oder nur sehr wenig Kreative und Künstler, die so ein Angebot ansprechen würde. Zum anderen sind das Auftragsvolumen und Kunden sehr begrenzt. Und wer will sich schon mit der Konkurrenz an einen Tisch setzen? Die wollen einem ja nur hinter dem Rücken die Kunden wegschnappen! Dabei sind Kooperationen gerade in ländlichen Regionen eine sehr wichtige Säule. Warum ich das sage?

Von Nischen und Massen.

In der Großstadt ist die Bevölkerungsdichte sehr hoch. Hier tummelt sich alles, was es auf der großen schönen Welt so gibt. Eine Nischenstrategie, bei der nur eine sehr spezielle Zielgruppe angesprochen wird, kann hier die richtige Entscheidung sein. Wenn Sie zum Beispiel nur grün-karierte Hemden in allen Variationen verkaufen wollen, können Sie sich in Berlin garantiert einen treuen Kundenstamm aufbauen. Auf dem Land wird diese Strategie nach hinten losgehen. Die Bevölkerungsdichte ist hier sehr viel geringer und damit auch die Anzahl der „Grün-karierten-Hemden-Liebhaber“.  Hier muss die Produktpalette bzw. die Dienstleistung breiter ausgelegt sein, um für eine größere Zielgruppe interessant zu sein. Unternehmer müssen mit ihrem Angebot eine breite Masse abdecken, um existieren zu können. Leichter gesagt als getan. Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen. Oft fehlen nämlich ergänzende Kompetenzen, um dem Kunden den vollen Service bieten zu können. Es fehlt Platz, um neue Anlagen aufzustellen oder die finanziellen Mittel, um die Anlage und die neue Halle zu finanzieren. Es macht keinen Sinn sich zu übernehmen, einen Kredit nach dem anderen aufzunehmen oder sich als Experte für Leistungen auszugeben, von denen man eigentlich keine Ahnung hat. Was Sinn macht sind Kooperationen!

Ellenbogen rein. Hand raus.

Anstatt die Ellenbogen auszufahren, sollten Sie eher die Kontaktaufnahme mit der ausgestreckten Hand versuchen. Suchen Sie sich Kooperationspartner, die ihre Kompetenzen ergänzen und vervollständigen. Die perlenmädchen arbeiten zum Beispiel seit vielen Jahren erfolgreich mit einem Neuruppiner IT Unternehmen zusammen. Von einer Werbeagentur wird erwartet, dass diese auch Websiten entwickeln kann. Templates erstellen, Inhalte nutzer- und suchmaschinenfreundlich aufbereiten und strukturieren – alles kein Problem. Technische Umsetzung, Programmierung – keinen Schimmer. Und da kommt die edv plan GmbH ins Spiel. perlenmädchen: Werbeexperten. edv plan: Technikexperten. Der Kunde bekommt ein perfektes Produkt aus einer Hand. Alle sind glücklich. Die ideale Symbiose!
Aber so eine Kooperation hat noch viiiel mehr Vorteile! Man kann sich Aufwand und Kosten teilen. Zum Beispiel bei gemeinsamen Werbeaktionen. Außerdem knüpft man sich mit seinen Partnern ein Sicherheitsnetz und fängt sich gegenseitig auf. Läuft es im eigenen Unternehmen gerade nicht gut, bedeutet die Anfrage eines Kooperationspartners bezüglich eines gemeinsamen Auftrags oft die herbeigesehnte Erlösung. Es ist einfach ein gutes Gefühl zu wissen, dass man nicht alleine kämpfen muss. Dass es Menschen gibt, die einem wieder auf die Beine helfen, wenn man fällt.
Also los, ihr Brandenburger Unternehmer! Ellenbogen rein! Hand raus!

Dienstag, 10. Juni 2014

Was dein Unternehmen einzigartig macht

Weltweite Konkurrenz.

Heutzutage gibt es alles. Und das überall. Das Internet hat dafür gesorgt, dass sich der regionale Händler plötzlich mit dem nationalen und internationalen Wettbewerb messen muss. Was die Preisgestaltung und die Angebotsbreite angeht, kann man als kleines oder mittelständisches Unternehmen mit den Großen einfach nicht mithalten. Wie soll man dagegen ankommen?
Ein Alleinstellungsmerkmal muss her!

Die Antwort bist du.

Mit Produkten und Dienstleistungen allein kann man als regionaler Unternehmer in der Regel keine Individualität erreichen. Wie kann ich mich aber von der riesigen Konkurrenz abheben? Wie schaffe ich es, meine Zielgruppe dazu zu bringen, bei mir zu kaufen? Wie mache ich mein Unternehmen also einzigartig?  Die Antwort ist ganz einfach. Du bist es, der dein Unternehmen einzigartig macht! Deine Leidenschaft zu deinem Beruf, dein Anspruch an dich selbst, deine Werte, deine Ansichten, dein Charakter. Auf dieser Grundlage muss sich dein Unternehmen positionieren und auf dem Markt auftreten. Nur so wirst du von der Öffentlichkeit als glaubwürdig und authentisch wahrgenommen. Unaufrichtigkeit oder Aufgesetztheit wird dir früher oder später auf die Füße fallen.

Alles aus einem Guss.

Wenn du die „inneren Werte“ deines Unternehmens ermittelt hast, ist bereits ein großer Schritt geschafft. Wenn du viele Mitarbeiter beschäftigst ist es sinnvoll, ein Leitbild zu erstellen.  Deine Angestellten können sich daran orientieren und die Werte des Unternehmens in der Öffentlichkeit vertreten. So erreichst du eine einheitliche und glaubwürdige Kommunikation.
Aber auch das Äußere muss zu Firmenidentität passen. Ein Logo, Farben, Formen und Schriften unterstützen zusätzlich den Charakter des Unternehmens.  Erst so entsteht ein runder, in sich stimmiger Auftritt. Das Corporate Design muss dabei nicht total steif sein. Jedes Unternehmen sollte einfach einen eigenen Stil haben, der Wiedererkennungswert besitzt und den Charakter unterstreicht.

Zuhören. Mitreden. Zum Freund werden.

Die Zeit von „Geiz ist Geil“ ist vorbei. Heutzutage entscheiden die Konsumenten nicht mehr nur nach dem Geldbeutel. Die Menschen wollen Ideale unterstützen, dazu gehören, sich selbst über Produkte oder Marken definieren. Sie kaufen nicht mehr nur das eigentliche Produkt oder die Dienstleistung. Der heutigen Verbrauchergeneration geht es um Identitätskonsum.
Die wichtigste Regel lautet daher: Sein du selbst! Spreche nicht von oben herab. Werde zu einem Freund. Kommuniziere auf Augenhöhe mit deinen Kunden. Am besten eignen sich hierfür die sozialen Medien. Finde heraus, welche Plattformen für deine Zielgruppe relevant sind und rede mit! Vertrete offen deine Werte und vermitteln die Motivation hinter deiner Arbeit. Was treibt dich an? Warum tust du was du tust? Auf diese Art erreichst du Menschen, die sich mit dir, deinem Unternehmen und deiner Art der Arbeit identifizieren können.

Keine Angst vor Kritik.

Deshalb: Orientiere dich immer an deinen Kunden. Frage bewusst nach Feedback und beziehe deine Kunden bei Entscheidungsprozessen mit ein. Berichte auch von deinem Arbeitsalltag. Gehe offen damit um, wenn mal etwas schief gelaufen ist oder du einen Fehler gemacht hast. Das macht dich menschlich und sympathisch. Mit der Zeit werden aus deinen Kunden so loyale Fans. Sie werden zu positiven Multiplikatoren, verbreiten deine Botschaft und stehen voll hinter deinem Unternehmen. Pflege deine Fans und investiere viel Zeit in den Austausch mit diesen Menschen. Vor allem: Sei dankbar für Kritik! Habe keine Angst vor direkten Kommentaren und Meinungen. Hör genau zu, was deine Kunden sich von dir wünschen und lasse diese Informationen in deine Arbeit einfließen. So wirst du in Zukunft noch erfolgreicher werden.