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Montag, 24. Februar 2025

Keine Chefsache

Veränderung ist ein Teamprojekt

 

Aktuell arbeiten wir gerade für zwei Unternehmen an einer Vermarktungsstrategie, weil sich die Unternehmensausrichtung beider Firmen verändert hat. Grundsätzlich ist es schon einmal super, dass beide Kunden erkannt haben, dass sich etwas verändern muss. Über diese Schwelle geht auch nicht jeder. Wir sind sehr glücklich darüber, den Veränderungsprozess moderieren zu dürfen und mit unseren Impulsen und Ideen anschieben zu können.

Worüber wir auch sehr glücklich sind: Den Führungsebenen beider Unternehmen war klar, dass diese Strategiearbeit gemeinsam mit dem Team erfolgen muss. Denn Veränderung ist immer ein Teamprojekt! Wir sind stolz auf unsere Kunden. Denn auch diese Erkenntnis ist nicht selbstverständlich. In unseren fast 17 Jahren Agentur haben wir da schon ganz andere Geschäftsführungen erlebt..

Veränderung ist anstrengend und klappt nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Deshalb reicht es nicht aus, wenn sich die Unternehmensführung einen tollen Plan überlegt. Die Geschäftsführung ist schließlich nicht die treibende Kraft. Das sind die Mitarbeiter! Das Team muss sich gehört und mitgenommen fühlen und von Beginn an in den Prozess einbezogen werden. Nur so können nach und nach Motivation und Tatendrang bei allen Beteiligten wachsen. So etwas passiert nicht auf Knopfdruck.

Engagement entsteht, wenn sich Mitarbeiter gehört und ernstgenommen fühlen. Außerdem muss außer Frage stehen, dass die Führungsebene ihren Leuten vertraut und andersherum. Auch ein gutes Klima im Team ist die Voraussetzung dafür, dass sich alle auf das große Ganze konzentrieren können. Wenn innerhalb des Teams zwischenmenschliche Kleinkriege stattfinden, sollte man gar nicht erst in die Strategiearbeit starten. In diesem Fall muss man erst einmal für Harmonie innerhalb der Belegschaft sorgen.

Ein WIR ist immer die Voraussetzung für alles weitere. Das heißt nicht, dass sich immer alle einig sein müssen. Ganz im Gegenteil! Strategiearbeit lebt vom Diskurs, vom Austausch der Argumente, von der offenen Äußerung von Kritik oder Problemen. Wie soll man schließlich Dinge verbessern, wenn man sich nicht klar über die vorhandenen Defizite ist?

Der Plan für die Zukunft des Unternehmens sollte gemeinsam geschmiedet werden. Und dazu sind ein paar harte Hammerschläge auf glühendes Metall notwendig 😉Jedes Teammitglied sollte die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen und Bedenken zu äußern.

Ziel sollte es am Ende sein, ein klares Konzept zu haben, das alle Fragen beantwortet  und alle Zweifel zerstreut. Allen muss klar sein, wo es hingeht und dass jeder einzelne seinen Teil dazu beitragen muss. Jeder sollte seine Aufgabe kennen und sich mit dieser wohl fühlen. Es sind viele Stellschrauben nötig, um Veränderung zu erreichen.

Natürlich gehört zur Veränderung immer auch ein gewisses Risiko. Aber wie sagt man so schön: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt? Und Stillstand ist niemals eine gute Alternative.

 

Mit motivierenden Grüßen,

eure perlenmädchen

Montag, 27. Januar 2025

 Meine kleine feine Welt

Aus der Angst in die Zuversicht

 

Die Welt ist aktuell ein gruseliger Ort. Gewalt, Bedrohung und Angst wabern durch die Luft. Man ist unsicher, was die Zukunft bringen mag. Und wenn man sich zu sehr auf den Blick nach außen konzentriert, läuft man Gefahr in eine Art Schockstarre zu geraten. Ohnmacht ist ein lähmendes Gefühl und für einen Unternehmer absolut tödlich.

Also was tun? Wir sind natürlich keine Experten und wir können auch nicht für jeden sprechen. Aber wir haben für uns einen Weg gefunden, mit der aktuellen Situation umzugehen. Eine Strategie, die uns spürbar gut tut und klar denken lässt. Wir möchten diese Methode gern mit euch teilen, in der Hoffnung, dass sie auch euch in dieser unsicheren Zeit etwas mehr Kontrolle zurück gibt.

 

Fokus

Konzentriert euch auf die Dinge, die ihr beeinflussen könnt. Dinge in eurem inneren Kreis. Arbeitet daran, das eure kleine feine Welt stabil ist und gut funktioniert. Macht euch das Leben schön. Fokussiert euch darauf, eure alltäglichen Aufgaben gewissenhaft zu erledigen, eure Kunden weiterhin glücklich zu machen und Spaß an der Arbeit zu haben.


Haltet eure Wohnung sauber, gießt eure Blumen, zieht euch etwas Schönes an, geht zum Friseur, sorgt dafür, dass ihr euch in eurem Körper wohlfühlt. Unternehmt Ausflüge mit eurer Familie, euren Kindern, guten Freunden oder Partnern. Und dann tragt ihr diese positive Energie nach außen. Macht Menschen ein Kompliment, lächelt einander an und helft euch gegenseitig bei den Herausforderungen des Alltags.

Lebt euer Leben so, wie ihr euch die Welt im Allgemeinen wünscht. Friedlich, liebevoll, harmonisch, sicher. Das mag manchen von euch wie eine „Vogel-Strauß“ Methode vorkommen. Aber Angst ist nie ein guter Berater. Wenn ihr entspannt, ruhig und gelassen seid, könnt ihr mit einem kühlen Kopf viel besser Lösungen für eventuell auf euch zukommende Probleme finden.

 

Energie

Die von uns sehr geschätzte Profilerin Suzanne Grieger-Langer sagte einmal: Keine Energie in Idiotie. Lenkt eure Energie also nicht auf die Menschen, die Hetze, Hass und Lügen verbreiten. Es bringt nichts. Ihr könnt sie nicht bekehren. Sie saugen euch nur eure Energie ab und machen euch damit schwach. Man kann Menschen ohne Schamgefühl nicht beschämen 😉

Lenkt eure Energie auf die Menschen und die Dinge, die euch gut tun. Ignoriert die Idioten und lebt euer Leben. Und zwar so, wie ihr es euch vorstellt. Lebt den Idioten vor, wie man glücklich und erfüllt lebt. Versucht sie nicht mit Worten zu bekehren, lebt es ihnen einfach nur vor. Rumschreien, Stänkern und Pöbeln macht nur dann Spaß, wenn das Gegenüber so schön mitmacht und sich aufregt und echauffiert.

Bleibt ruhig. Fokussiert euch auf eure kleine feine Welt.

Wir freuen uns auf eure Gedanken zu unserem Artikel und hoffen, dass wir dem ein oder anderen damit helfen konnten.

Eure perlenmädchen

Dienstag, 28. Mai 2024

Mit Durchblick zum Erfolg

Von klaren Gedanken und unklaren Designs

 

Letzte Woche hatten wir wieder einen spannenden Networking-Termin. Dabei haben wir uns mit einer Unternehmerin unterhalten, die einen Grafiker mit der Entwicklung eines Etiketts für ein eigenes Produkt beauftragt hat. Ein spannendes Thema, bei dem wir sofort hellhörig geworden sind. Es ist wirklich faszinierend, wie stark man eine Kaufentscheidung durch ein Design beeinflussen kann. Durch die Wahl der Schriften, Farben, Formen sowie durch gezielte Worte und Formulierungen.

Ich fragte die Unternehmerin, aus welchem Grund sie ihr bestehendes Produkt neu gestalten lassen möchte. Erstaunlicher Weise konnte sie uns darauf keine klare Antwort geben. Und genau in diesem Moment war uns klar, dass der Grafiker kein passendes Design entwickeln wird.

Und wisst ihr warum? Weil er nur im Dunkeln herumstochert. Es gibt keine klare Linie, kein Ziel, keinen gemeinsamen Fahrplan mit dem Kunden. Wie soll der Kunde ein Design bewerten, wenn er selbst gar nicht weiß, was er will? So kann niemals ein Produkt entstehen, dass den Kunden überzeugt.

Bei uns steht die konzeptionelle Vorarbeit deshalb immer an erster Stelle. Wir müssen einen Unternehmer und seine Ziele zu 100% verstanden haben, bevor wir mit der Gestaltung irgendwelcher Werbemittel anfangen. Und wenn der Kunde, wie in unserem Fall, selbst nicht genau weiß, wohin er will, unterstützen wir ihn dabei, seine Gedanken zu ordnen.

Dieser Schritt ist aus unserer Sicht entscheidend für den Erfolg jeder Werbemaßnahme. Nicht ohne Grund stecken wir bei jedem neuen Auftrag so viel Zeit in die Konzeption.

Kunde und Agentur müssen auf einer Seite stehen. Es müssen klare Ziele und Erwartungshaltungen abgesteckt werden. Das hilft nicht nur dem Designer, eine passende Gestaltung zu entwickeln. Diese Klarheit hilft auch dem Kunden enorm beim Entscheidungsprozess. Mit einem klaren Konzept und definierten Zielen kann er die erarbeiteten Designs besser bewerten und eine für sich zufriedenstellende Entscheidung treffen.

In der Regel müssen wir unsere Kunden dabei unterstützen, die benötigte Klarheit in ihre Gedanken zu bringen. Aber es gibt auch Menschen, die von sich aus diese Verbindung zu sich selbst und zum eigenen Unternehmen mitbringen. Das führt uns zu einer weiteren Unternehmerin, die wir auf dem anfangs erwähnten Netzwerk-Event kennengelernt haben.

Wir hatten uns im Vorfeld schon kurz mit ihrem Unternehmen beschäftigt, da wir von ihr über eine gemeinsame Kooperationspartnerin erfahren haben. Wir erzählten ihr also, dass wir bereits auf ihrer Website gestöbert hatten. Sie sagte:“Ohje, ich hoffe, mit meiner selbst gestalteten Website habe ich jetzt bei euch keinen schlechten Eindruck hinterlassen!“ Genau das Gegenteil war der Fall!

Wir waren erstaunt, mit welcher Klarheit und emotionalen Stimmigkeit sie ihre Seite aufgebaut hat. Ihre Werte und Qualitätsstandards, ihre Zielgruppen, ihre Themen und Botschaften - alles passt zusammen. Und genau deshalb erkannten wir sie beim ersten persönlichen Kennenlernen auch direkt. Wir versicherten ihr, dass ihr ihre Website wunderbar gelungen ist und dass sie sich auf dem richtigen Weg befindet. Eine sehr beeindruckende junge Frau. Wir freuen uns sehr, dass sich unsere Wege gekreuzt haben!

Falls ihr also einmal unsere Hilfe benötigt, um Klarheit in eure Gedanken und eure unternehmerischen Ziele zu bringen – wir sind nur einen Anruf entfernt 😊

Eure perlenmädchen

 

 

Dienstag, 23. Oktober 2018


I will survive! 

Überleben im Wirtschaftsdschungel


Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und in einer Welt des Überflusses. Kein Angebot ist mehr einzigartig. Der Markt ist voll von Produkten und Dienstleistungen aus aller Welt. Nie war es so schwer, sich als Unternehmer einen Platz am Markt zu erkämpfen.

In der Wirtschaft ist es wie in der Biologie. Die Starken überleben, die Schwachen gehen unter. Als Unternehmer strebt man natürlich danach einen starken Betrieb aufzubauen und langanhaltend erfolgreich zu sein. Am besten sogar aus der Masse herauszustechen! Denn anders geht es nicht.  Als Mittelmaß geht man über kurz oder lang im Einheitsbrei unter. Doch wie schafft man das?

Eine Überlebensstrategie in 6 Perlenweisheiten

1. Selbsterkenntnis
Seid ehrlich zu sich selbst! Schaut ganz tief in euch hinein und erkennt eure eigenen Stärken und Schwächen. Welche Dinge fallen euch leicht, welche schwer? Welche Dinge braucht ihr, um im Arbeits- und Privatleben glücklich zu sein?

Selbsterkenntnis ist mitunter leichter gesagt als getan. Denn niemanden kann man so schlecht einschätzen, wie die eigene Person. Deshalb belasst es nicht bei der Selbstsicht auf eure Persönlichkeit. Holt euch zusätzlich Hilfe von außen. Gute Vertraute, Freunde, lange Bekannte und die Familie können euch oft viel besser einschätzen und sind wertvolle Berater.


2. Stärken stärken
Ihr kennt das Phänomen schon aus der Schule. Es gab Fächer, die fielen euch super leicht, gute Noten waren gar kein Problem. Und es gab Fächer, in die ihr euch richtig reinknien musstet. Ohne permanentes Üben und Wiederholen ging nichts. Und trotzdem ward ihr hier immer nur Durchschnitt. Wenn überhaupt. Wir raten euch: Lasst das mit dem Üben. Verschwendet eure kostbare Zeit und Energie nicht, um in Schwächen zu investieren.


Baut eher eure Talente und Neigungen aus! Wenn euch etwas liegt und ihr Spaß dran habt, könnt ihr in dieser Sache großartig werden. Besser als der Durchschnitt. Und das muss man heutzutage sein, um erfolgreich zu werden: Besser als der Durchschnitt!

Bietet deshalb nur Leistungen an, die ihr mit Brillanz beherrscht und lehnt bewusst Aufträge ab, die nicht euren Kompetenzen entsprechen.
Eure Kunden werden dadurch nicht von euch enttäuscht sein, ganz im Gegenteil! Ihr stellt das Wohl des Kunden in den Vordergrund, indem ihr zugebt, dass ihr nicht der beste Partner für den Job seid. Das schafft Vertrauen und eure Kunden werden euch treu bleiben. 

3. Netzwerk
Nun zu euren Schwächen. Steht zu ihnen. Keine falsche Scham. Niemand kann alles. In Bereichen, die euch schwer fallen, könnt ihr durch Üben zwar besser werden, aber ihr werdet nie Brillanz erreichen. Akzeptiert das und klammert euch nicht an unrealistische Träume. 

Um fehlende Kompetenzen aufzuheben, solltet ihr euch geeignete Partner suchen, die in Qualität, sowie Denk- und Arbeitsweise zu euch passen. Leute, die ihren Job aus Leidenschaft machen, so wie ihr! Gebt Aufgaben ab. So werft ihr euren Ballast ab und holt euch einen kräftigen Aufwind ins Unternehmen. Also los, raus mit euch! Geht offen auf die Menschen zu. Reicht ihnen die Hände und haltet sie nicht mit Ellenbogen auf Abstand. Ohne ein stabiles Netzwerk seid ihr den Gefahren da draußen schutzlos ausgeliefert. Als Alleinkämpfer stehen die Überlebenschancen eher schlecht.



4. Spezialisierung

Kommt unbedingt weg von der Denkweise, alles anbieten zu müssen. Findet eure Nische in der ihr großartig seid. Bleibt in eurem Kompetenzkreis, akzeptiert wer ihr seid und investiert in eure Stärken. Das ist der Weg zum Erfolg. Mit einer Spezialisierung habt ihr ganz automatisch weniger Konkurrenz und könnt euch somit auch besser am Markt behaupten.


Spezialisierung bedeutet allerdings oft, dass ihr euren Kunden-Einzugskreis größer ziehen musst. Wer fit ist, kann das Internet als Sprachrohr zur eigenen Vermarktung nutzen. Die sozialen Medien sind der Zugang zur ganzen Welt, über alle Grenzen hinweg. Statt mit Geld bezahlt ihr hier mit Zeit und euren Daten ;) Oftmals aber eine lohnenswerte Investition.


5. Persönlichkeit
Wisst ihr was euch einzigartig macht? Eure Persönlichkeit! Jeder von uns ist ein Individuum. Also versteckt euch nicht, sondern steckt eure Werte, Normen, Prinzipen, Denkweisen und Ansichten in die Außenkommunikation eures Unternehmens.

Die Zeiten von „Geiz ist geil“ sind vorbei. Der Identitätskonsum tritt immer mehr in den Vordergrund. Kunden wollen Unternehmen unterstützen, die ihre Ansichten teilen. Produkte werden dazu benutzt, die eigene Persönlichkeit zu definieren. Zeigt also wer ihr seid und bezieht dabei klar Stellung. Das macht euch unverwechselbar.


Außerdem macht ihr so Menschen auf euch aufmerksam, die so denken wie ihr. Und Sympathie verkauft! Verabschiedet euch von dem Anspruch, jedem zu gefallen und es allen recht zu machen. Spart euch die Energie, Problemkunden glücklich zu machen und steckt all eure Kraft in die Betreuung der A-Kunden. Glückliche Kunden sind der beste Treibstoff für eure Motivation.



6. Erneuerung


Stillstand ist der Tod. Die Welt dreht sich immer schneller und schneller. Wer zu lange stehen bleibt wird von der Konkurrenz einfach umgerannt. Aufholen ist dann so gut wie nicht mehr möglich. Und eure Kunden erwarten natürlich eine zeitgemäße Leistung. Wenn ihr die nicht erbringen könnt, seid ihr raus.

Umso wichtiger ist es, sich ab und an vom Alltagsstress frei zu machen. Wer immer nur mit dem Kopf nach unten vor sich hin arbeitet, verpasst was da draußen alles so abgeht.  Deshalb: Plant bewusst Auszeiten ein und geht mit offenen Augen durch die Welt. Investiert in Fortschritt! Seid neugierig und mutig, probiert Dinge aus und habt keine Angst vor Niederlagen. Einfach aufstehen und weitergehen. Das Lernen hört eben nie auf ;) Nur anders als in der Schule, dürft ihr selbst entscheiden, was ihr lernen wollt.


Fazit: Ausbrennen oder Gas geben?


Wer sich zur Arbeit zwingt, muss täglich Energie darauf verwenden, sich zu motivieren, weiterzumachen und nicht stehen zu bleiben. Das Ergebnis bleibt dennoch immer nur Durchschnitt. Also nix mit Anerkennung und Bestätigung. Irgendwann seid ihr völlig ausgebrannt.

Wer seinen Job nur des Geldes wegen macht, kann niemals großartige Leistungen vollbringen. Wer hingegen seine Tätigkeit mit Leidenschaft ausübt, wird immer aus der grauen Masse herausstechen. Diese Menschen sind kreativ, hungrig und wissbegierig. Sie handeln aus einem inneren Antrieb heraus. Arbeit ist für sie nichts Belastendes, sondern eine Passion. Und das merken die Menschen da draußen. Von ihren Kunden werden sie dafür mit Wertachtung und Bestätigung belohnt. So entsteht ein selbstlaufender Motor. Die Energie kommt von außen und innen.

Wir freuen uns auf eure Gedanken und eurer Feedback zu diesem Thema.

Eure perlenmädchen


Dienstag, 28. August 2018

Freiheit macht schlau


Die selbsterfüllende Prophezeiung


Wer kennt sie nicht? Diese chronisch überarbeiteten Chefs, die ihrem Gegenüber nie wirklich zuhören. Sobald das Telefon klingelt oder der PC eine neue Mail ankündigt, sind sie mit den Gedanken schon wieder woanders. Die Augen immer ruhelos, nie fokussiert. Sie sind die Erfinder des „Burnout“.

Diese Menschen leiden fast immer an einem hausgemachten Problem: Kontrollwahn. Sie trauen ihren Mitarbeitern nichts zu, wollen zu jedem Detail gefragt werden und müssen immer alles selbst entscheiden. Da haben wir sie dann wieder, die selbsterfüllende Prophezeiung. Genauso erzieht man seine Mitarbeiter zu Marionetten. Zu kopflosen Holzsoldaten. Wer seine Mitarbeiter für unfähig hält und sie fürs Mitdenken bestraft, braucht sich nicht zu wundern, wenn das Team nur unselbstständig und unmotiviert arbeitet.

Nicht selten ist es auch die eigene Unsicherheit, die Chefs solch ein Verhaltensmuster zeigen lässt. Wenn man befürchtet, seinen Status oder seine Machtposition zu verlieren, hält man seine Angestellten besser an der kurzen Leine. Ein weiterer Auslöser kann der Perfektionismus sein. Aus Angst, Fehlern zu machen, legt man lieber nichts in fremde Hände, sondern erledigt einfach alles selbst.
Was auch immer der Grund ist: Mit einem solchen Verhalten legt ihr nicht nur euch selbst in Ketten, sondern auch euer Team.

Alles eine Frage der Erziehung


Die oberen Etagen bilden sich oft ein, alles besser zu wissen. Aber niemand kennt die Abläufe, Stolpersteine und die individuellen Gegebenheiten zu einer Aufgabe besser, als der Mitarbeiter, der mit genau dieser betraut ist. In den Arbeitsprozessen der Angestellten stecken die Vorgesetzten einfach nicht tief genug drin. Warum denken Sie dann oft, alles besser zu wissen?

Wer selbstständig denkende und eigenverantwortlich handelnde Mitarbeiter möchte, sollte seinen Leuten einfach mehr freie Hand lassen. Eure Aufgabe ist es zu lenken und zu leiten, das große Ganze im Auge zu behalten. Während ihr oben auf dem Ausguck sitzt und den Kurs für euer Unternehmen plant, halten euch eure Leute den Rücken frei.
Wer noch unsicher ist, startet erstmal einen Testballon. Übertragt eurem Team eine Aufgabe und nehmt euch vor, euch mal nicht einzumischen. Ihr werdet vom Ergebnis ganz sicher überrascht sein!

Also übertragt ihnen Verantwortung, lasst sie selbst Entscheidungen treffen und nach ihren eigenen Methoden arbeiten. Ihr müsst nur die Zielstellung vorgeben. Belohnt es, wenn eure Leute Mitdenken anstatt sie dafür zu maßregeln. Eigene Erfolge und Anerkennung führen nämlich automatisch zu mehr Motivation. Schließlich sind die Zeiten nicht immer rosig. Da ist es gut zu wissen, wenn man zufriedene und treue Angestellte hat, die hinter dem Unternehmen stehen und nicht bei jedem stärkeren Wellengang wie Ratten das sinkende Schiff verlassen.

Ernten was man sät


Wenn der Chef von seinem hohen Ross gestiegen ist und die Mitarbeiter frei und selbstbestimmt arbeiten, ist es Zeit für das Feintuning. Als Führungskraft hat man eine regulierende Funktion. Wenn man an den richtigen Stellschrauben dreht, kann man oftmals noch viel mehr aus seinen Leuten herausholen. Über Arbeitsmoral, Effizienz und Stimmung im Team entscheidet oft schon die Zusammensetzung der Arbeitsgruppen.

Die Mitarbeiter müssen zu einander passen. Kompetenzen sollten sich bestenfalls ergänzen. Aber Vorsicht: Zu viel Kuschelkurs lässt uns träge und eingefahren werden. Setzt statt Kuschelkurs also eher auf ein gewisses Maß an Reibung. Querdenker sorgen für frischen Wind, andere Sichtweisen führen zu neuen Ideen.



Anziehungskraft und Bindung


Das höchste Gut eines Unternehmens sind seine Mitarbeiter. Deshalb solltet ihr sie hegen und pflegen, ihnen zuhören, auf sie eingehen und dafür sorgen, dass es ihnen gut geht. Hier spielt das Thema Freiheit wieder eine entscheidende Rolle. Wenn ihr euren Mitarbeitern mehr Verantwortung übertragt, übertragt ihr ihnen auch Entscheidungsgewalt. Baut überflüssige Strukturen ab. Flache Hierarchien sorgen für kurze Arbeitswege und somit ein agileres Handeln.

Lasst eure Mitarbeiter nach Möglichkeit selbst über die Einteilung ihrer Arbeitszeit entscheiden. Die alte Stechuhr hat in so gut wie allen Branchen ausgedient und ist weit überholt. Statt eure Leute nach reiner Anwesenheit zu bewerten, solltet ihr sie an ihren Erfolgen messen. Wenn interessiert es schon, in welcher Zeit die Ergebnisse erarbeitet worden sind, solange sie bis zur vorgegebenen Deadline vorliegen? Eben.

Vergesst nicht, dass eure Angestellten Menschen sind. Mit eigenen Bedürfnissen, Problemen, Wünschen. Nehmt auf diese Dinge Rücksicht! Bei einer freien Arbeitszeit-Einteilung lassen sich Beruf und Familie zudem viel besser unter einen Hut bringen.

Ergebnis: Eure Attraktivität als Arbeitgeber steigt. Die Mitarbeiter-Zufriedenheit steigt. Die Produktivität euer Mitarbeiter steigt.

In einer Zeit von chronischem Fachkräftemangel werdet ihr so auch gute Leute halten können. Wer sich wohlfühlt, will den Job nicht wechseln. Ein guter Ruf als Arbeitgeber führt zudem zu mehr Bewerbungen.

Um jetzt noch mal auf den Anfang zurück zu kommen: Diese Art der Unternehmensführung hat einen nicht ganz unwichtige Nebeneffekt: Ihr führt ein stressfreieres und glücklicheres Leben. Also, liebe Chefs, was meint ihr dazu?


Wir freuen uns über einen Erfahrungsaustausch mit euch und über euer Feedback!

Eure Perlenmädchen

Dienstag, 27. März 2018


Eilig, dringend und am besten sofort –
So erteilt ihr dem Stress eine Absage

Absage.

Vor ein paar Tagen haben wir eine Ausschreibung zugeschickt bekommen. Die geforderten Leistungen entsprachen voll unseren Kompetenzen, das Budget stimmte und auch der Kunde passte. Da wir bereits einen Auftrag zusammen abgewickelt hatten, wussten wir, dass die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert. Es gab nur einen Haken: der Zeitplan. Das gesamte Projekt sollte innerhalb von 6 Wochen über die Bühne sein.  Komplett unrealistisch, selbst wenn wir nicht in laufenden Projekten gesteckt hätten.
Was haben wir getan? Wir haben uns nicht beworben. So einfach.


Nebenwirkungen.

Kennt ihr das Sprichwort „Gut Ding will Weile haben“? Wer auch immer das gesagt hat, war ein sehr weiser Mensch. Durch Zeitdruck entstehen Fehler. Uns fehlt dann nämlich einfach die Zeit zum Planen und Denken. Wichtige Informationen werden vergessen, Fakten nicht bedacht, notwendige Funktionen nicht eingeplant. Die Umsetzung wird unstimmig, unübersichtlich und unstrukturiert – das Ergebnis mangelhaft. Wollt ihr so eine Arbeit abliefern? Also wir nicht. Deshalb sagen wir nein zu solchen Aufträgen. Wir spielen da nicht mit. Wir bürden uns diesen Druck nicht auf. Wir wollen dem Kunden ein Ergebnis präsentieren, auf das wir stolz sind und zu 100% vertreten können.

Zeitdruck ist auch der natürliche Feind von Kreativität. Für Ideen braucht man Raum zum Spinnen und Fantasieren. Und das klappt nicht, wenn einem die Deadline im Nacken sitzt. Selbst wenn man so gut organisiert ist, ein Projekt innerhalb kürzester Zeit fehlerfrei abzuwickeln, das Ergebnis wird so nie außergewöhnlich sein.

Stress hat weitere negative Nebenwirkungen: Er macht uns gereizt und so entstehen schnell Spannungen. Arbeiten die Partner das erste Mal zusammen, machen sie es nach einem angespannten Projekt im schlimmsten Fall nie wieder. Kennen sich die Partner, wird eine gute Kundenbeziehung ziemlich auf die Probe gestellt. Auch dann besteht das Risiko, den Kunden zu verlieren.

Zeitdruck.

Zeitdruck entsteht oft von oben nach unten. Die Entscheider in den Firmen informieren ihre Mitarbeiter zu spät darüber, dass bestimmte Dienstleistungen benötigt werden. Die Mitarbeiter wenden sich erst kurz vor knapp beim Dienstleister und der soll es dann ausbaden. Aus „Wir haben dafür ja noch mehrere Monate Zeit!“ wird so schnell „Wir brauchen in zwei Wochen Ergebnisse!“.
Für alle Beteiligten bedeutet das dann Überstunden, Übermüdung und Überarbeitung. Bei manchen gipfelt diese Akkordarbeit dann im Burn Out. Ein ziemlich unsinniger Teufelskreis, oder? Und eigentlich kann er ganz einfach unterbrochen werden.

Teufelskreis.

Für Unternehmer ist es unabdingbar vorausschauend zu planen. Welche Aufgaben kommen auf uns zu? Für welche Leistung benötigen wir Hilfe? Wie wollen wir kommende Herausforderungen lösen? In welche Dinge müssen wir investieren, um mit der Branche Schritt zu halten?

Weihnachten, zum Beispiel, ist jedes Jahr zur gleichen Zeit. Trotzdem scheinen sehr viele Menschen davon überrascht zu werden. Firmenjubiläen sind auch schon viele Jahre im Vorfeld bekannt. Genaugenommen sind sie mit dem Tag der Unternehmensgründung vorhersagbar ;) Auch Messen und andere große Veranstaltungen finden oft an wiederkehrenden Terminen statt.
Warum fangen wir also nicht rechtzeitig an zu planen, Lösungen zu erdenken und Strategien umzusetzen? Warum fangen wir nicht rechtzeitig an zu kommunizieren? Stress ist in den meisten Fällen ein hausgemachtes Problem.

In gewisser Weise ist es respektlos, sich erst wenige Tage vor der Deadline an einen Dienstleister zu wenden. Wir alle arbeiten lieber geordnet, ruhig und in einem Maß, dass wir bewältigen können. Also liebe Unternehmer, geht fair mit euren Dienstleistern um, setzt euch rechtzeitig mit Ihnen in Verbindung und behandelt sie so, wie ihr auch selbst behandelt werden wollt. So könnt ihr diesen Teufelskreis unterbrechen. Und ihr werdet merken, dass auch ihr stressfreier arbeiten werdet.

Zeitmanagement.

Ein sehr wichtiger Faktor innerhalb einer Projektplanung ist ein sinnvolles Zeitmanagement. In der Regel fangen wir hier bereits an, uns Dinge schön zu reden, den Kunden beeindrucken zu wollen oder der Geschäftsführung entgegen zu kommen. Aber was bringt es, einen Zeitplan aufs Papier zu bringen, der von Beginn an vollkommen unrealistisch ist? Mit so einer Planung legt ihr dann schon den Grundstein für ein stressiges Projekt.

Versteht uns nicht falsch. Ein gutes Projekt braucht einen straffen Plan. Zeitdruck ist natürlich ein wichtiger Motivator. Er spornt uns an. Wenn aber von Anfang an absehbar ist, dass die Frist nicht eingehalten werden kann, wirkt er demotivierend. Wenn wir kein Licht am Ende des Tunnels sehen, fühlen wir uns hilflos und erschöpft.

Prinzipien.

Erarbeitet euch Regeln und Prinzipien für die Zusammenarbeit mit Kunden. Welche Bedingungen müssen einfach vorhanden sein, um dem Kunden eine Arbeit mit hoher Qualität liefern zu können? Haltet an diesen Prinzipien fest und lehnt zu enge Projekte ab.

In gewisser Weise ist dieses Vorgehen auch eine Erziehungsmaßnahme für eure Kunden. Kommunikation ist das A und O. Sprecht mit euren Kunden und erklärt Ihnen, welche Bedingungen für eine gute Arbeit erforderlich sind. Klärt Sie auch darüber auf, welche Folgen es hätte, das Projekt übers Knie zu brechen und warum ihr den Auftrag unter diesen Umständen nicht annehmen könnt. Und macht Ihnen auch klar, welche Vorteile es hat, die Qualität über die Quantität zu stellen. Ehrlichkeit zahlt sich über kurz oder lang immer aus. Die Kunden merken so, dass Sie euch vertrauen können, dass ihr das Wohl des Kunden im Auge habt und nicht den kurzfristigen finanziellen Gewinn. So legt ihr den Grundstein für eine gesunde und langfristige Kundenbeziehung.

Wir wissen, zu dieser Haltung gehört Stärke und Selbstvertrauen. Aber sie zahlt sich wirklich aus! Wir haben oft die Erfahrung gemacht, dass Kunden von ihren unrealistischen Forderungen zurücktreten und Verständnis zeigen, wenn man klar zu verstehen gibt, dass man unter den gegebenen (zeitlichen) Bedingungen, nicht zu einer Zusammenarbeit bereit ist. Geht also nicht einfach davon aus, dass die Vorgaben des Kunden in Stein gemeißelt sind. Ihr seid die Experten in eurem Job. Also klärt den Kunden auf und verhandelt Bedingungen, die für beide Seiten ein Gewinn sind.
Oft wird der hohe Druck auch nur künstlich erzeugt. In unserer Leistungsgesellschaft gehört das irgendwie zum guten Ton. Ihr habt allerdings die Wahl: Spielt ihr das Spiel mit oder macht ihr eure eigenen Regeln.

Es ist immer besser, etwas mehr Zeit für ein Projekt zu investieren und das bestmögliche Ergebnis zu erhalten, als alles schnell über die Bühne zu bringen und sich dann über Fehler und Mängel zu ärgern. Im Nachhinein ist man sonst ewig mit Nachbesserungen beschäftigt und das Projekt zieht sich viel länger, als es mit einer realistischen Planung der Fall gewesen wäre. Natürlich entstehen dann auch höhere Kosten, als die, die vorab kalkuliert waren. Zeit und Geld können sinnvoller eingesetzt werden. Unser Rat: Zieht Qualität immer der Schnelligkeit vor.

Wir haben oft erlebt, dass der Kunde aus diversen Gründen einen sehr hohen Termindruck aufbaut. Wenn es aber um die nötigen Zuarbeiten geht, wird sich plötzlich sehr viel Zeit gelassen. Sooo eilig hat man es dann doch nicht. Zu einer zügigen Projektrealisierung gehören nämlich immer zwei. Also liebe Dienstleister, bürdet euch diesen Druck nicht auf. Erfahrungsgemäß stellt eine Projektrealisierung zu einem späteren Zeitpunkt kein wirkliches Problem dar. Die Welt dreht sich weiter. Und die Dinge brauchen eben ihre Zeit.

Tipps.

Trotz fester Prinzipien und Kundenerziehung - Das Arbeiten unter Termindruck ist an der Tagesordnung. Wenn ihr euch ein paar Tipps zu Herzen nehmt, verliert ihr trotzdem nicht den Spaß an der Arbeit J

-        Regelmäßige Kommunikation

Die Partner sollten sich gegenseitig über den Stand der Arbeiten, fehlende Informationen und Zuarbeiten oder Veränderungen im Zeitplan informieren.

-        Meilensteine setzen

Teilt große Aufgaben in Teilschritte. Eure Zwischenerfolge machen Mut und verdeutlichen euch und dem Kunden das Vorankommen.

-        Klare Verantwortungen

Legt von Beginn an fest, wer für welche Aufgaben zuständig ist. Benennt auch feste Ansprechpartner, um die Kommunikation zwischen beiden Partnern effektiver zu gestalten.

-        To-Do Listen

Schreibt euch täglich To-Do Listen, um strukturiert arbeiten zu können. Setzt dabei auch Prioritäten. Wenn ihr wisst, was zu tun ist, könnt ihr jeden Tag direkt loslegen und spart Zeit.

-        Pausen einplanen

Bei all der Arbeit dürft ihr euch selbst nicht vergessen! Plant regelmäßige Pausen ein, um wieder neue Energie zu tanken. So vermeidet ihr Fehler, die durch fehlende Konzentration entstehen. Dazu gehört auch regelmäßiges essen und ausreichend Schlaf.


Wir hoffen, wir können euch durch unsere Worte etwas Last von den Schultern nehmen. Denkt immer daran: Arbeit ist das halbe Leben. Nicht das Ganze. Also achtet auf euch, hört auf euren Körper und tut hin und wieder etwas für die Seele.

Eure perlenmädchen

Dienstag, 29. März 2016

Erzieht eure Kunden!

Unerzogen

Kundenerziehung? Wie bitte? Ja, ihr habt richtig gehört! Ihr müsst euch eure Kunden erziehen. Im Prinzip läuft das ähnlich wie die Erziehung eines Hundes. Gebt ihr ihm zu viele Freiheiten, tanzt er euch auf der Nase rum. Zeigt ihr Schwäche, nutzt er diese aus.

Quelle Pixabay

Die großen Unternehmen haben uns die Kunden ziemlich verzogen. Man erwartet heutzutage einen kostenlosen Versand, ein Rückgaberecht, das die gesetzlich vorgeschriebene Frist übersteigt, eine kostenfreie Stornierung des Hotelzimmers bis 24h vor der Anreise und viele andere kostenlose Leistungen. Der Kunde ist nicht mehr König, sondern regelrecht ein Gewaltherrscher geworden. Er übt Druck auf uns aus und fordert diese Leistungen ein.
Kleine Unternehmen oder Einzelkämpfer können sich solche Konditionen aber gar nicht erlauben, wenn sie von ihrer Arbeit leben wollen. Unterwerft euch diesen Regeln nicht kampflos!

Rangordung

Quelle Pixabay
Ihr solltet nicht vor euren Kunden auf den Knien rutschen, sondern ihnen ebenbürtig in die Augen schauen. Die wichtigste Grundlage ist gegenseitiger Respekt. Wer euch respektlos gegenüber tritt, sollte von euch nicht wie ein König behandelt werden.

Ihr als Unternehmer kennt eure Situation am besten. Was könnt ihr euren Kunden bieten? Was nicht? Stellt eure eigenen Regeln auf. Legt Konditionen fest, die fair sind. Gegenüber dem Kunden, aber auch euch gegenüber.
Wichtig ist, Verständnis bei euren Kunden zu erreichen. Erklärt ihnen warum ihr diese Konditionen aufgestellt habt. Zeigt ihnen transparent, warum ihr bestimmte Leistungen nicht völlig kostenfrei anbieten könnt. 

Ihr wollt euch durch diese Regeln schließlich nicht bereichern, ihr wollt überleben! Und das müssen eure Kunden wissen. Ehrlichkeit ist auf lange Sicht immer der richtige Weg.

Bei Fuß

Natürlich werdet ihr durch diese Strategie nicht alle Kunden halten können. Aber diejenigen, die bleiben, sind die Menschen, mit denen ihr auch dauerhaft harmonisch zusammenarbeiten könnt. Ihr filtert also eure Kunden. Die Problemkunden verschwinden. Die A-Kunden bleiben.
Habt Vertrauen in eure Kunden. Nicht alle sind nur auf den eigenen Vorteil bedacht – ohne Rücksicht auf Verluste. Die Gesellschaft verändert sich. Werte wie Regionalität, faires Handeln, Nachhaltigkeit werden zunehmend geschätzt. Die Menschen werden verstehen, dass es für ein kleines Unternehmen nicht möglich ist, wie ein Konzern zu agieren.

An die Leine legen

Quelle Pixabay
Die Unerzogenheit der Kunden wird auch bei alltäglichen Dingen sichtbar. Von kleinen Unternehmern oder Einzelkämpfern wird oft erwartet, dass sie am Wochenende arbeiten und rund um die Uhr erreichbar sind. Selbst wenn ihr das so macht, brauchen eure Kunden das nicht zu wissen!
Kommuniziert klare Geschäftszeiten, zu denen ihr erreichbar seid. Klingelt das Telefon außerhalb dieser Zeiten, geht einfach nicht ans Telefon. Punkt.
Schickt auch keine E-Mails außerhalb der Geschäftszeiten. Wenn ihr am Wochenende eure Mails abarbeitet, speichert sie ab und schickt sie Montagmorgen zu Geschäftsbeginn raus.
Auch ihr als Unternehmer habt ein Recht auf Feierabend! Auch ihr habt ein Recht auf Urlaub. Auch ihr braucht Freizeit. Nehmt ihr euch diese Auszeiten nicht, werdet ihr scheitern. Ihr seid keine Maschinen, sondern Menschen. Wenn ihr nicht ab und an euren Akku aufladen lasst, werdet ihr früher oder später nicht mehr in der Lage sein gute Arbeit zu leisten. So verliert ihr nach und nach eure Kunden. Und zwar alle. Die Problemkunden genauso wie die A-Kunden.
Demonstriert den Menschen also, dass auch ihr klare Grenzen habt. Anderenfalls fordert ihr das unerzogene Verhalten eurer Kunden geradezu heraus.

Nein! Aus!

Ich möchte hier noch ein Beispiel aus unserer Branche beschreiben. Wir werden immer wieder damit konfrontiert, dass man von Kreativen erwartet, dass sie mit ihren Ideen hausieren gehen.
In Ausschreibungen wird oft erwartet, dass man sich mit einer fertigen Idee bewirbt. Möge der Bessere gewinnen. Für den Kunden ist das natürlich toll! Auf einen Schlag hat er 5- 10 neue Ideen auf dem Tisch. Einem Anbieter gibt man dann den Zuschlag. Er darf das Projekt realisieren. Und für die kommenden Projekte hat der Kunde jetzt ein großes Portfolio, aus dem er sich bedienen kann.

Quelle Pixabay
Überträgt man diese Forderung mal auf andere Branchen wird jedem sofort klar, dass diese Herangehensweise vollkommen unfair ist. Fragt mal ein paar Architekten ob sie euch kostenlos ein Haus entwerfen. Ihr bezahlt allerdings nur den, mit den besten Ideen. Völlig undenkbar! Oder bittet mal ein paar Bäcker darum eine Hochzeitstorte zu backen. Ihr bezahlt dann aber nur die, die euch am besten schmeckt. Ha!

Die kreative Leitidee ist das Fundament eines jeden Projektes. Sie ist der rote Faden, an den sich alles Weitere knüpft. Die Entwicklung dieser Idee ist die wichtigste Leistung innerhalb des gesamten Auftrags. Taugt die Idee nichts, geht auch das Projekt in die Hose.
Wie also kann es sein, dass man genau diese Leistung, quasi kostenlos vor der Auftragsbestätigung erbringen soll? Der Kreativprozess ist langwierig. Man steckt viel Zeit und Gedankenschmalz in die Entwicklung einer Idee. Wir lassen uns diese Arbeitszeit bezahlen. Viele sogenannte Kollegen tun das allerdings nicht. Sie verziehen die Kunden.

Aber davon lassen wir uns nicht abschrecken. Wir klären unsere Kunden auf. Sie verhalten sich nämlich nicht aus Böswilligkeit so, sondern weil sie es einfach nicht besser wissen. Viele Werbeleute, Grafiker und Kreative demonstrieren ihnen ja quasi, dass Ideen umsonst sind! Sie kennen sich mit unserer Arbeit nicht aus, wissen nicht wieviel Aufwand sich hinter den Prozessen verbirgt. Unsere Aufgabe ist es also sie aufzuklären und transparent zu kommunizieren, warum das bei uns anders läuft. Natürlich verlieren wir dadurch Ausschreibungen. Aber wir bekommen Aufträge von den Unternehmen, die uns verstehen und unsere Arbeit zu schätzen wissen. Und das ist ein viel größerer Erfolg.

Alphatier

Quelle Pixabay
Erziehung ist also für Unternehmer ein wichtiges Thema. Ihr könnt das Verhalten eurer Kunden beeinflussen. Unterwerft euch nicht den Regeln anderer, sondern bleibt euch selbst und euren Prinzipien treu. Vertretet eure eigenen Überzeugungen und stellt euch den Kunden selbstbewusst gegenüber. Handelt fair und ehrlich. Kommuniziert transparent. Nur so könnt ihr dauerhaft Erfolg haben, ohne den Spaß an der Arbeit zu verlieren.
Berichtet uns gern von euren Erfahrungen! Wir freuen uns immer von euch zu hören J


Dienstag, 12. Mai 2015

Ooops.. Da haben wir wohl was falsch gemacht

Fehler sind menschlich.

Menschen leiten Unternehmen und Menschen sind fehlbar. Dagegen ist niemand gefeit. Fehler können auf lange Sicht immer passieren, kleinen Einzelunternehmern genauso wie riesigen Konzernen.
Egal ob man nur versehentlich jemandem auf die Füße getreten hat, merkwürdige Gerüchte im Umlauf sind oder es zu einem tatsächlichem Fehlverhalten kam. Irgendwann muss sich jedes Unternehmen einmal mit Kritik auseinandersetzen.
Wie jedoch verhält man sich in diesem Fall am besten? Die Reaktion und der Umgang mit Kritik wirken sich enorm auf das Image eines Unternehmens aus.

Die richtige Strategie.

Der Mensch (und somit auch der Firmenchef) neigt zu unterschiedlichen Strategien:

  • Abstreiten

Leugnen ist nichts anderes als lügen. Und die Wahrheit kommt ja bekanntlich immer ans Licht. Diese Weisheit haben wir schon als Kinder von unseren Eltern gelernt. Außerdem macht Lügen extrem unsympathisch. Man verliert jedes Vertrauen. Die Journalisten werden bei einem begründeten Verdacht so lange graben, bis sie etwas gefunden haben. Im schlimmsten Fall, werden auch Steine umgedreht, die noch ganz andere Dinge ans Licht bringen. Den Skandal zusätzlich ausweiten. Leichen im Keller hat schließlich jeder.

Denken wir nur mal an den Clinton-Lewinsky Skandal zurück. Der Präsident beteuerte in unzähligen Statements, dass an den ganzen Vorwürfen nichts dran sein. Bis man schließlich mit dem befleckten Kleid um die Ecke kam und der arme Mann gar nicht anders konnte als reuevoll seine Untreue einzugestehen. Dabei ist Untreue ein vollkommen menschliches Verhalten. Nahezu jeder hat damit schon seine Erfahrungen gemacht. Der Präsident der Vereinigten Staaten  ist eben auch nur ein Mann ;)
Hätte er seinen Fehler von Beginn an eingestanden, sich entschuldigt und Reue gezeigt, hätte er den Journalisten sofort den Wind aus den Segeln genommen. Natürlich wäre es dennoch zu einem medialen Aufschrei gekommen, aber die ganze Sache hätte niemals diese großen Wellen geschlagen.


  • Schweigen

Oder auch bekannt als die Vogel Strauß Strategie. Ich stecke einfach meinen Kopf in den Sand und hoffe, dass mich niemand mehr sieht. Klappt nicht ;) Schweigen macht die ganze Situation noch viel schlimmer. Wer sich nicht zu den Vorwürfen äußert, lässt sich einfach die Zügel aus der Hand nehmen und verliert jeglichen Einfluss auf die Situation. Was zu fatalen Folgen führen kann.

Nehmen wir zum Beispiel den Bauunternehmer Thomas Neger, der mit dem Skandal rund um sein rassistisches Firmenlogo schon seit Monaten immer wieder in der Presse auftaucht. Der Unternehmer nahm die Situation von Anfang an nicht ernst und tat die Kritik an seinem Logo ab mit Äußerungen, wie „Das Logo hat bei uns Tradition“. Kein Anzeichen von Verständnis oder Entgegenkommen. Herr Neger war zunehmend genervt, dass um die Sache so viel Wind gemacht wird und äußerte sich zum Schluss einfach gar nicht mehr zu den Vorwürfen. Der Widerstand wurde aber nicht schwächer, sondern immer stärker. Jetzt ist es sogar so weit gekommen,dass Flugblätter sein Gesicht zeigen und Herr Neger persönlich als Rassist bezeichnet wird. Was ggf. ja gar nicht der Fall sein muss.
Diese Situation hat 100%  das Image der Thomas Neger GmbH beeinflusst und wird sich auch die Auftragslage auswirken. Schließlich möchte nicht jeder mit einem potenziell rassistischen Unternehmen zusammenarbeiten.

dpa
Er hätte die negative Berichterstattung durch eine clevere und schnelle Reaktion wunderbar zu positiver PR für sein Unternehmen verändern können. Stellen wir uns Folgendes vor: Herr Neger äußert öffentlich Verständnis für die Kritiker und entschuldigt sich, da er niemals beabsichtigt hat, andere Menschen mit seinem Logo persönlich zu beleidigen. Er lädt die Studenten vielleicht sogar auf einen Kaffee zu ihm ein, um mit ihnen zu sprechen und sich ihre Sicht der Dinge erklären zu lassen. Zu guter Letzt kündigt er an, ein neues Firmenlogo entwerfen zu lassen und lädt Studenten, Presse und alle Interessierten zur Präsentation des neuen Corporate Designs ein. Die nationale Presse hätte wahrscheinlich live von der Enthüllung des Firmenschildes am Hauptsitz berichtet! Und Zack: die Thomas Neger GmbH und ihr Geschäftsführer hätten unzählige Sympathiepunkte gewonnen und die ganze Sache wäre längst gegessen. Verpasste Chance Herr Neger. Schade. Jetzt nimmt ihnen ihre Reue auch niemand mehr ab.

  •  Ehrlichkeit
Unseres Erachtens gibt es nur eine richtige Reaktion auf Kritik: Menschlich sein und seine Fehler eingestehen! Dazu gehört, zu seinen Taten zu stehen und sich zu entschuldigen. Das Ziel jedes Unternehmens ist es, glaubwürdig und vertrauensvoll zu sein. Unternehmen wollen verkaufen und Menschen kaufen nur von vertrauenswürdigen Unternehmen. Oder macht ihr gern Geschäfte mit Lügnern und Betrügern?

Im April 2014 deckte eine Undercover Reportage gravierende Hygienemängel und unzumutbare Arbeitsbedingungen bei der Fast Food Kette Burger King auf. Bereits einen Tag nach der Ausstrahlung der Sendung war die Story in allen großen Tagesblättern. Der Skandal war perfekt. Genauso perfekt war die Reaktion und Krisen PR des Fast Food Riesen. Hier wurde nicht geleugnet oder vertuscht. Hier wurde blitzschnell, offen und transparent kommuniziert. Einen Tag nach der Veröffentlichung des Berichts entschuldigte Burger King sich auf seiner Facebook Seite bei den Kunden. Burger King äußerte nicht nur leere Worte, sondern ließ Taten folgen. Eine Woche nach der öffentlichen Anschuldigung wurde der zuständige Franchisenehmer entlassen. Es folgten Interviews mit allen großen Tageszeitungen, Printanzeigen und Imagespots. 

Deutschland-Chef Andreas Bork stand allen Rede und Antwort, entschuldigte sich ehrlich und offen. Die Kritik wurde von Beginn an sehr ernst genommen und nicht heruntergespielt. Es wurde nicht mit dem Finger gezeigt, um weitere Schuldige zu präsentieren. Burger King reagierte nicht aggressiv und anklagend auf die Reportage. Man hatte viel eher das Gefühl, dass das Unternehmen dankbar war! Dankbar für die Aufdeckung der Missstände, sodass man diese jetzt beseitigen und in Zukunft noch professioneller und besser werden kann.

Das Unternehmen stellte sich den Fragen und der Kritik ihrer Kunden bei einer Bürgersprechstunde auf dem eigenen Facebook Kanal. Man forderte die Kunden sogar öffentlich auf, sich selbst einen Eindruck von den verbesserten Hygienebedingungen in den Filialen zu machen und einen Blick in die Küche zu werfen. Absolute Transparenz.

Alles in allem wurde die Krise perfekt gemeistert. Das Vertrauen in den Fast Food Konzern wurde innerhalb weniger Wochen wieder hergestellt. Hätte man bei Burger King nicht so schnell und professionell auf den Skandal reagiert, wären Imageverlust, ausbleibende Besucher, Umsatzeinbrüche und anhaltende Kritik in den Medien und den sozialen Netzwerken der Fall gewesen. Und von so einem Worst Case Szenario kann sich selbst ein Mega-Konzern nicht mehr so schnell erholen..

Mücke bleibt Mücke.

Es kann sehr schnell geschehen. Oftmals ohne böswillige Absicht. Wir treten jemandem auf den Schlips. Das passiert uns allen. Privat als auch geschäftlich. Wichtig ist eine angemessene Reaktion auf die Situation. Macht aus einer Mücke niemals einen Elefanten. Nicht auf alle Vorfälle sollte man mit einer reuevollen Entschuldigung reagieren.

pic.twitter.com/lpQCHgEX9e
Anfang dieses Jahres geriet Ryan Air in Kritik. Die Bodencrew malte einen riesigen Penis in die Schneedecke des Flugfeldes. Ein Passagier machte ein Foto von dem Kunstwerk und twitterte es. Naserümpfen und Kritik waren die Folge. Sogar die Daily Mail berichtete von dem Vorfall. Statt sich auf die Knie zu werfen und um Vergebung zu bitten, twitterte die Fluglinie: „Die Bodencrew hat wohl vergessen, die Flügel an das Flugzeug zu malen.“ Und schon war die Luft raus, die Situation entschärft und der Tweet entwickelte sich sogar zu einem viralen Hit.

Ähnlich selbstironisch und humorvoll reagierte Lieferheld auf die heftige Kritik zur Uli Hoeneß Anzeige. Der Fast Food Lieferant titelte mit der Headline „Uli, wir liefern auch nach Landsberg“ und spielte damit auf den Gefängnisaufenthalt des Bayernchefs an. In den sozialen Medien entwickelte sich ein richtiger Shitstorm. Herr Hoeneß hat anscheinend sehr viele Sympathisanten.
Lieferheld reagierte unglaublich cool und selbstbewusst auf die Kritik. Das Unternehmen veröffentlichte in seinem Blog die Top 10, der besten Beleidigungen und bedankte sich für die vielen kreativen Posts. Tolle und witzige Reaktion, die auch im Netz großen Anklang fand. Ein weiteres schönes Beispiel dafür, wie man durch Humor eine Situation entschärfen kann.

Im Keim ersticken.

Als Unternehmer steht ihr im Licht der Öffentlichkeit. Ob euch das gefällt oder nicht. Die Menschen um euch herum beobachten euch, empfangen eure Botschaften und interessieren sich aus dem ein oder anderen Grund für eure Handlungen.

Größere Veränderungen und wegweisende Entscheidungen eures Unternehmens solltet ihr daher offen kommunizieren und erklären. Informiert eure Kunden und natürlich auch die Presse. So habt ihr die Möglichkeit in euren eigenen Worten, die Fakten und eure Beweggründe darzulegen. Handelt ihr ohne jegliche Erklärung an die Öffentlichkeit, riskiert ihr die Entstehung von Spekulationen und Gerüchten. Außerdem kann es sehr gut sein, dass sich eure Kunden vor den Kopf gestoßen fühlen und das Vertrauen in euch verlieren.

Im letzten Jahr kam es bei einem Kunden von uns zu einem größeren Umbruch. Eine neue Gesellschaft sollte gegründet werden. In der Presse kursierten schon Monate vor der Gründung Gerüchte und Vermutungen zu dem Vorhaben. Undichte Stellen gibt es schließlich immer. Unser Kunde äußerte sich allerdings nicht zu diesen Gerüchten. Vogel Strauß Strategie.
Mit der Gründung der neuen Gesellschaft wurde schließlich zu einer öffentlichen Pressekonferenz geladen. Bis heute ist jedoch auf der eigenen Website des Kunden nichts über die Entstehung der neuen Gesellschaft zu lesen und welche Beweggründe hinter dieser Entscheidung steckten. Der Übergang hat einfach stillschweigend stattgefunden. Alle die es interessiert, konnten die Entwicklungen ja der Presse entnehmen. Ein absolut unangemessenes Verhalten, dass in diesem Fall glücklicherweise keine allzu negativen Folgen nach sich zog. Das hätte auch anders ausgehen können.

Anleitung.

Jede Krise lässt sich bewältigen. Entscheidend ist einfach, wie ihr mit der Situation umgeht. Verliert nicht den Kopf, sondern reagiert immer bedacht auf Kritik. Wir haben für euch hier nochmal die wichtigsten Regeln zusammengefasst:

  • Schnelle und angemessene Reaktion
  • Berechtigte Kritik immer ernst nehmen
  • Offene, ehrliche und transparente Kommunikation
  • Den Worten Taten folgen lassen


Zum Schluss noch ein kleiner Tipp. Social Media ist ein ideales Werkzeug, um schnell auf Kritik zu reagieren und anhaltend das Unternehmensimage zu steuern. Wie wichtig eine sofortige Stellungnahme sein kann, hat das Burger King Beispiel gezeigt. Presseinterviews müssen erst vereinbart werden, Anzeigen und Spots müssen erst produziert werden. Ein Facebook Post kann in wenigen Minuten veröffentlicht werden. Kein anderes Medium ermöglicht eine so direkte Reaktion und Kommunikation.

Also, keine Angst vor Kritik. Seht sie eher als Chance euch zu verbessern. Und verbessern können wir uns alle.





Donnerstag, 19. März 2015

Mit Content fängt man Kunden

Inhalt. Inhalt. Inhalt.

Content Marketing. Ein Begriff, der in den letzten Jahren immer häufiger durch das Netz geistert. Content kommt aus dem Englischen und bedeutet Inhalt. Bei dieser Marketingform geht es also darum, Inhalte zu erzeugen, Wissen zu teilen und Kompetenzen zu zeigen. Und das hauptsächlich in der digitalen Welt. Ihr könnt zum Beispiel Blogartikel schreiben oder regelmäßige Newsletter veröffentlichen. Aber auch Beiträge, Info-Grafiken und Fotos in Social Media Kanälen wie Facebook, Google+ oder Xing zählen zum Content Marketing. Durch eure Inhalte vermittelt ihr die Ansichten und Arbeitsweisen eures Unternehmens und stellt euch selbst als Experte dar.
Content Marketing kann man nicht direkt als Werbung  bezeichnen und wird auch nicht als solche wahrgenommen. Anders als bei klassischen Werbemitteln, verzichtet man auf aufmerksamkeitsheischende Gestaltungen. Es geht um den Inhalt. Um Fakten. Die Botschaften sind nicht so oberflächlich und plakativ, sondern besitzen sehr viel mehr Substanz.

Angel auswerfen.

Mit Content Marketing Kunden fangen
Klassische Werbemittel, wie Plakate und Anzeigen nutzen die sogenannte Push-Strategie. Das heißt, die Werbe-Botschaften werden dem Empfänger aufgedrängt (push= drücken, stoßen). Ob er nun Interesse an dieser Botschaft hat oder nicht. 
Im Internet herrschen andere Regeln. Hier sind die User direkt auf der Suche nach Wissen und fragen gezielt nach Inhalten. Durch geschicktes Content Marketing seid ihr genau dann zur Stelle! Ihr gebt den Menschen das, was sie gerade in diesem Moment haben wollen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein User mit euch Kontakt aufnimmt und es dann zu einer Zusammenarbeit kommt, ist also sehr viel größer, als über den Weg der klassischen Werbemittel. Statt Botschaften Aufzudrängen, werft ihr durch Content Marketing eher eine Angel aus und wartet darauf, dass jemand anbeißt. Das bezeichnet man als Pull-Strategie, also das Heranziehen von potenziellen Kunden.
Voraussetzung ist, dass ihr eure Zielgruppe genau kennt. Ihr müsst wissen, wie diese Menschen ticken. Wie und mit welchen Begriffen (Keywords) sie nach euch und eurer Leistung fragen werden. Außerdem müsst ihr euch selbst gut kennen. Eure Stärken und eure Schwächen. Jede Art von Kommunikation mit eurer Zielgruppe wirkt sich auf euer Image, also die öffentliche Wahrnehmung eures Unternehmens aus. Macht euch also vorher Gedanken, wie ihr eure Zielgruppe ansprechen und wie ihr wirken wollt.
Verzichtet auf falsche Versprechungen. Die werden sehr schnell enttarnt und fallen euch dann auf die Füße. Konzentriert euch auf eure Stärken. Worin seid ihr wirklich gut? Wobei kann euch niemand etwas vormachen? Zu diesen Themen solltet ihr Inhalte erstellen.

Vorteile. Nachteile.

Ihr habt jetzt schon einiges über Content Marketing erfahren. Um euch eine Entscheidungshilfe zu geben, werde ich im Folgenden auf die Vor- und Nachteile dieser Marketing-Strategie eingehen.

Vorteile:
  • Content Marketing ist ein wichtiger Teil eurer Unternehmenskommunikation. Mit euren Artikeln und Inhalten sorgt ihr dafür, dass die Menschen euch besser kennenlernen. Als Resultat daraus melden sich nur Kunden, die mit eurer Denk- und Arbeitsweise etwas anfangen können, denen ihr sympathisch seid. Und das ist eine gute Voraussetzung für eine angenehme Zusammenarbeit!
  • Content Marketing und Google sind die allerbesten Freunde. Viel Content bedeutet gleichzeitig viele Keywords. Viele verschiedene Quellen im Netz verweisen auf eure Inhalte und euer Unternehmen. Euer  Googleranking verbessert sich und damit erhöht sich auch der Traffic auf eurer Website. Das heißt, eure Seite wird häufiger besucht.
  •  Mit Content Marketing erzeugt ihr einen Mehrwert für eure Fans und Follower. Ihr gebt ihnen einen Grund, regelmäßig eure Website/euren Blog zu besuchen und eure Social Media Kanäle zu abonnieren. Eure Inhalte regen zur Interaktion und Diskussion an. Es entsteht ein aktiver Austausch mit euren Usern. Ihr erhaltet so direktes Feedback zu euch und euren Leistungen.
  • Content Marketing ist ein super Mittel zur Steigerung der Selbstdisziplin ;p Ihr seid gezwungen, euch mit eurer Branche, der Konkurrenz und den aktuellen Entwicklungen am Markt zu beschäftigen. Von den Informationen profitieren nicht nur eure Follower, sondern ihr selbst. Der Blick über den Tellerrand hält euch fit und kreativ. So vermeidet ihr, zu lange an alten Mustern festzuhalten und betretet eher mal neue Wege.
  • Content Marketing ist kostenlos. Wer gutes Content Marketing betreibt, kann sich teure adwords Kampagnen sparen.

Nachteile:
  • Content Marketing ist ziemlich zeit- und personalintensiv. Themen müssen recherchiert werden. Texte müssen geschrieben werden. Social Media Kanäle müssen gepflegt werden. So schnell mal nebenbei erledigen ist da nicht. Ihr solltet im besten Fall regelmäßig Content veröffentlichen. Ein Blog will mit ein bis zwei Artikeln im Monat gefüttert werden. Facebook, Google+, Xing und Co. verlangen nach mindestens zwei bis drei Beiträgen in der Woche.


Mehr Nachteile fallen mir nicht ein. Sorry.

Kopierfehler.

Ein Kunde fragte mich neulich, ob wir durch Content Marketing nicht zu viel Wissen preisgeben. Zu viele Zutaten unseres Erfolgsrezeptes verraten. Das denke ich nicht. Jeder kann selbst entscheiden, wieviel Wissen er veröffentlicht. Wie viel Know-how er zu Verfügung stellt. Wir machen kein Geheimnis um unsere Arbeitsweise, sondern kommunizieren diese ganz klar und offen.
Jedes Projekt ist einzigartig, jeder Kunde ist individuell. Selbst wenn wir noch so viele Beispiele nennen, muss für jeden Auftrag ein neues Konzept erstellt, neue Details bedacht werden. Nichts kann einfach eins zu eins kopiert werden.

Denkt auch daran, dass ihr die Experten auf eurem Gebiet seid. Eure Kunden fragen schließlich bewusst nach eurer Leistung und euren Produkten, weil sie nicht in der Lage sind, diese selbst zu erstellen oder zu beschaffen. Zum Beispiel, weil Personal, Technik oder Wissen fehlen.
Jedes Unternehmen besitzt eine einzigartige Persönlichkeit, die von der Konkurrenz nicht einfach kopiert werden kann. Wer nicht ist, wie er zu sein vorgibt, wirkt künstlich und aufgesetzt. Das merken die Menschen sehr schnell. Versucht also nicht, wie Jemand anders zu sein. Seid ihr selbst.
Zum Thema Content Marketing können wir nur abschließend sagen: Der Aufwand lohnt sich. Ihr könnt dabei nur gewinnen.