kreativagentur perlenmädchen

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Dienstag, 21. April 2026

Heißer Scheiß: der KI Einheitsbrei

Wer zu unüberlegt löffelt verbrennt sich schnell den Mund

 

Schnell, einfach, kostenlos – Die KI ist ein spannendes Tool, das viele Vorteile mit sich bringt. Deshalb wird sie mittlerweile auch von immer mehr Unternehmern genutzt. Eine feine Sache, an der nichts verwerflich ist. Auch wir nutzen die KI für bestimmten Aufgaben, um effektiver und zeitsparender zu arbeiten.

Die KI ist allerdings immer nur so gut, wie der Prompt, also die präzise Handlungsanweisung, die vorab durch einen Menschen erfolgt. Sie ist ein Werkzeug, das richtig bedient werden muss, um gute Ergebnisse zu liefern. Zudem ist auch wichtig zu verstehen, woher die KI „ihr Wissen“ hat. Die kostenfreien Chatbots nutzen alle Informationen, die sie im Netz finden können. Und wie wir alle wissen, steht ziemlich viel Blödsinn im Netz, weil wirklich jeder ungefiltert seinen Senf dazu geben kann. Man sollte die Ergebnisse der KI also mit Vorsicht genießen und immer noch einmal gegenprüfen, ob die Informationen auch fundiert und nicht nur zusammenfantasiert sind.

Aktuell bemerken wir, dass die Unternehmen in unserem Umkreis vermehrt auf KI-generierte Bilder und Grafiken setzten, um z.B. auf Veranstaltungen oder spezielle Angebote hinzuwiesen. Social Media ist voll davon.

Was wir in diesem Fall auch bemerken: diese Bilder sind null authentisch, voller Fehler und oftmals sogar irreführend. Gezeigt werden wildfremde Personen an stark verfremdeten Orten. Ganz konkret setzt ein regionales Autohaus vermehrt auf KI-Grafiken. Es gibt keinen Social Media Post mehr, der nicht durch die KI erstellt worden ist. Jeder, der dieses Unternehmen kennt, bemerkt sofort, dass da etwas nicht stimmt. Die Darstellungen sind irreführend und entsprechen absolut nicht der Realität. Das hinterlässt einen negativen Beigeschmack. Will man so in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden?

Und plötzlich ist KI nicht nur schnell, einfach und kostenlos, sondern auch irreführend, unauthentisch und verwechselbarer Einheitsbrei.

Anders als KI-generierte Fotos sehen die KI Grafiken nämlich alle „gleich“ aus. Zu bunt, viel viel, zu wenig durchdacht. Als aufmerksamer Betrachter erkennt man sie sofort. Und sie hinlassen beim diesem keinen bleibenden Eindruck – ganz anders als es ein authentischer, mit Bedacht gestalteter Inhalt tun würde. Schließlich haben wir alle bereits unsere Erfahrung mit der KI gemacht und erkennen ein schnell und lieblos produziertes KI Bild sofort. 

KI-generierte Fotos sind weitaus schwerer zu erkennen. Das ist auch das gefährliche an ihnen. Menschen können die Realität und die Fantasie dadurch nicht mehr unterscheiden. Wir haben alle noch gelernt, dass ein Foto das Abbild der Umwelt ist. KI-Fotos können jedoch nie die Seele eures Unternehmens abbilden. Weil sie eine Fantasiewelt vorgaukeln, die es so nicht gibt. Und sie sind nicht nur seelenlos, sondern auch beliebig. Bei erfolgreichem Marketing geht es darum, eine Unverwechselbarkeit zu erreichen. Eine eigene Marke, die zu den Unternehmenswerten passt und sich positiv beim Betrachter einprägt. Also genau das Gegenteil von diesem lieblosen Einheitsbrei.

Ohne solides Marketing- und Kommunikationswissen kann man auch keine brauchbare Ergebnisse von der KI erwarten. Sie ist echten Profis nicht gewachsen. KI ist für bestimmte Bereiche ein hilfreiches Werkzeug, aber kein Ersatz für Texter, Grafiker oder Fotografen. Der Betrachter wird den Unterschied immer sofort erkennen. KI ist kein Ersatz für durchdachtes Marketing.

Auch einige unserer letzten Kunden haben das erkannt. Wir hatten diesen Fall jetzt bereits zwei oder drei Mal. Der Kunde kam mit einem durch ChatGPT genierten Logo zu uns und wünschte sich auf dieser Grundlage die Entwicklung eines Corporate Designs oder weiterer Werbemittel. In einer Beratung haben wir die Nachteile der Vorlage aufgezeigt, in Bezug auf Positionierung, Farbwirkung, Barrierefreiheit, Wiedererkennung, Nutzbarkeit für diverse Kommunikationskanäle und so weiter und so fort. Die KI baut einfach irgendwas zusammen. Ohne Sinn und Verstand. Schließlich haben wir für unsere Kunden immer ein neues Logo entwickelt, das eben nicht dem KI-Einheitsbrei entsprach, sondern dem Kunden einen unverwechselbaren Auftritt verschafft hat. Und alle waren am Ende happy, nicht mit der ChatGPT Vorlage leben zu müssen.

Es steht jedem von euch frei, die KI zu nutzen. Bitte bedenkt jedoch die negativen Aspekte und wägt genau ab, wann ihr mit KI arbeiten wollt und wann ihr euch doch besser an einen Profi wendet.

Eure perlenmädchen

Montag, 24. November 2025

Mehrgleisig statt eingleisig

So wirft euch Marketing nicht aus der Bahn 

Aktuell warten wir auf eine Rückmeldung von einem großen, regionalen Unternehmen, dem wir mehrere Angebote gemacht haben. Es geht um eine umfangreiche Azubi Recruiting Kampagne, für die wir digitale als auch analoge Werbemittel angeboten haben. Die Geschäftsführung besteht aus mehreren Personen und man ist sich momentan nicht einig, was die Strategie betrifft. Aktuell wird darüber diskutiert, ob man nicht nur auf Video-Content und den Kanal TikTok setzen möchte…


Marketing funktioniert nie eingleisig


An dieser Stelle möchten wir sofort zur Trillerpfeife greifen und unsere Schaffnerkelle schwingen: Marketing funktioniert nie eingleisig! Über jeden Kanal und jedes Werbemittel erreicht man bestimmte Personen. Natürlich überschneiden sich die Personenkreise auch immer wieder. Mal mehr, mal weniger. Dennoch ist es viel sinnvoller, nicht nur einen Zug mit seinen Botschaften zu beladen und auf die Reise zu schicken, sondern viele Züge! In jedem Bahnhof warten andere Personen darauf, eure Botschaften in Empfang zu nehmen.

In unserem Fall geht es um Azubi-Gewinnung. Na klar, liegt da TikTok nah. Der Kanal wird von der Jugend gerade besonders konsumiert. TikTok ist allerdings ein Hochgeschwindigkeitszug. Der gesendete Content rast einmal vorbei und ist ganz schnell wieder weg. Man muss also einiges an Content produzieren, um über ein paar Wochen oder Monate präsent zu sein. Außerdem ist TikTok ein Spaßmedium. Die Konsumenten swipen sich durch die Videos, um Spaß zu haben. Sie wollen leichte Unterhaltung.

Jugendliche mit einem ernsten Thema, wie der beruflichen Zukunft zu konfrontieren, wird mit Standard-Content schwierig. Die Videos passen sich im besten Fall dem Stil der leichten Unterhaltung an, um Beachtung zu finden. Allerdings muss die Tonalität auch zum Unternehmen passen. Man will ja schließlich nicht seine Seriosität einbüßen. Ein schwieriger Grad, der viel Fingerspitzengefühl erfordert.

Regionalzüge und die gute alte Dampflok

Bei der TikTok Strategie lassen wir allerdings viele Personen außen vor, die im realen Leben Einfluss auf die Jugendlichen haben: Eltern, Großeltern oder andere erwachsene Vertrauenspersonen.

Wir empfehlen deshalb unbedingt, auch Botschaften in die Regionalzüge der Umgebung zu verladen und über diverse Gleise zu schicken. Job- und Azubimessen haben in unserer Region noch eine große Bedeutung. Wer sich auf den Messen nicht präsentiert, den hat die Bevölkerung auch nicht als Ausbilder auf dem Schirm.

Die gute alte Printwerbung hat als Dampflok ebenfalls noch ihre Berechtigung. Flyer oder Postkarten sind präsent in der wirklichen Welt. Sie können ausgelegt und mitgenommen werden, in Fahrschulen, bei den angesprochenen Ausbildungsmessen, in der Gastronomie oder im Kino. Sie können angefasst und erneut in die Hand genommen werden, um sich zu erinnern, dass da ja noch das Thema Berufsausbildung war…

Dementsprechend werden auch Fotos benötigt, die man für die Printmedien, die eigene Unternehmenswebsite oder weiteren Social Media Kanälen verwenden kann. Eine gute Kampagne hat einen Wiedererkennungswert, der sich über alle Kanälen erstreckt. Wer nur auf Videocontent setzt, kommt da nicht weit. Bewegtbild ist nicht für jedes Werbemittel das richtige.

Social Media ICEs

Facebook und Instagram sind eher die ICEs. In Facebook geht es nicht ganz so schnelllebig zu, wie auf Instagram, aber dennoch sind eure Botschaften schnell bei den Empfängern. Allerdings ist der Content auch hier nur maximal ein paar Tage präsent.

Facebook und Instagram sind beides erwachsenere Kanäle, auf denen der Content „Berufsausbildung“ weniger fehl am Platz wirkt. Aber auch hier gilt: Wer auffallen möchte, benötigt hochwertige und aussagekräftige Bilder und eine spannende Kampagne. Auf Facebook wird man natürlich nicht die Zielgruppe der Jugendlichen erreichen. Allerdings die Vertrauenspersonen der Zielgruppe, Mamas und Papas, Omas und Opas, Tanten, Onkel, Lehrer usw. Instagram hat ein jüngeres Publikum, sodass man hier direkt einen Teil der eigentlichen Zielgruppe ansprechen wird.

Und jetzt überlegen wir mal kurz, wie wir die Sozialen Medien nutzen: Seid ihr nur auf einer Plattform angemeldet? Sicherlich nicht.. Die meisten von uns springen zwischen Facebook, Instagram und TikTok hin und her. Es macht also einen viel größeren Effekt, mit seinen Botschaften überall präsent zu sein. Immer angepasst an das jeweilige Medium. Wenn eure Botschaften überall sind, kommt einfach keiner mehr dran vorbei!

Und jetzt zurücktreten bitte! Die Schaffnermütze sitzt und die Trillerpfeife ist bereit. Wer Interesse hat eine Runde mit dem PERLENexpress zu drehen, meldet sich gern bei uns.

Gute Reise,

eure perlenmädchen

Dienstag, 29. Juli 2025

 Über Fernweh (Der etwas anderen Art)

Warum man beim Marketing besser nicht in die Ferne schweift

 

Letzte Woche erreichte uns eine SOS E-Mail von einem regionalen Unternehmen. „Hilfe! Unsere Agentur ist abgesprungen. Und wir sind mitten in der Kampagnenplanung. Außerdem sind wir erstmal im Urlaub. Könnt ihr helfen?“

Oh man! Wir können total verstehen, dass man da Muffensausen bekommt. Wir machen uns jetzt erst einmal an die Bestandsaufnahme. Was ist schon erarbeitet worden? Worauf kann man aufbauen? Im Gespräch mit dem Kunden hat sich noch ein interessantes Detail ergeben. Die bisherige Agentur ist aus der Großstadt und hat bisher alle Arbeiten aus der Ferne erledigt. Alles klar. Ohne einen persönlich Bezug, fällt es natürlich leicht, ein Unternehmen so kurzfristig im Stich zu lassen. Man kennt die Menschen ja nicht, die hinter dem Firmennamen stecken. Hat nie der Geschäftsführung die Hände geschüttelt oder in die Gesichter der Angestellten geschaut.


Passend zur Urlaubszeit hat das Unternehmen also plötzlich Fernweh – der etwas anderen Art. Wir halten nichts von Marketing aus der Ferne. Gute Kommunikation setzt Wissen und Kenntnis zum Unternehmen voraus. Wir müssen die Menschen kennenlernen, die hinter dem Unternehmen stecken, um ein Gefühl dazu zu bekommen. Wie arbeitet der Kunde, wie ist die Stimmung im Unternehmen, wie ist es bisher aufgetreten, liegt gerade Veränderung in der Luft? Wir müssen, sehen, atmen, schmecken, damit sich nachher für den Kunden alles richtig anfühlt. Niemand braucht eine von außen aufgestülpte Kampagne, die an allen Ende zwickt und zwackt. Marketing muss maßgeschneidert sein. Und ohne persönlichen Kontakt, kann das nicht funktionieren.

Unser Rat an euch Unternehmer lautet: Sucht euch jemanden aus eurer Region! Der vorbeikommt, euch in die Augen sieht und euch versteht. Den Markt versteht, die Region, in der ihr tätig seid. Regionales Wissen ist der Schlüssel für gute und passgenaue Kommunikation.

Menschen aus der Großstadt befinden sich in einer anderen Lebensrealität. Auf dem Land tickt man anderes, funktioniert das Leben und das Zusammenleben anders. Also warum in die Ferne schweifen, wenn die Agentur liegt so nah?

Das spart euch viel Ärger und in der Regel sogar Geld. Durch die räumliche Nähe spinnt sich zudem ein Band der Vertrautheit. Wir könnten es gar nicht übers Herz bringen, einen Kunden von uns derart hängen zu lassen. Schließlich müssen wir auch immer davon ausgehen, dass man sich früher oder später wieder über den Weg läuft. Auf einem Event, einem Netzwerktreffen oder einfach beim Einkaufen im Supermarkt.

Zuhause bleiben hat also durchaus seine Vorteile 😉

 

Regionale Grüße aus dem Perlenland,

eure perlenmädchen

Dienstag, 18. März 2025

Handbuch: How-to Dritter Ort

Herausgeber ImPuls Brandenburg e.V. 

 

Im letzten Jahr wurde perlenmädchen Nadine von ImPuls Brandenburg e.V. – dem Landesverband für Soziokultur-, Popularmusik- und Festivals als Gastautorin für eine Veröffentlichung zum Thema "Dritte Orte" angefragt. Dritte Orte sind Begegnungsstätten und Räume für Gemeinschaft, abseits von Arbeit und Familie. Unser Fachbeitrag konzentriert sich auf die Themen Kommunikation und Marketing.

ImPuls Brandenburg schreibt über seine Veröffentlichung: „Das Kompendium richtet sich an alle, die sich für die Schaffung von „Dritten Orten“ interessieren – insbesondere an Initiativen mit kulturellem Fokus in ländlichen Regionen Brandenburgs und darüber hinaus. Es bietet praxisnahe Expertisen und theoretische Perspektiven von Brandenburger Autor*innen zu nachhaltigen Entwicklungskonzepten für Orte der gesellschaftlichen Teilhabe und Zukunftsgestaltung.

Von Finanzierung und Personalmanagement bis hin zu infrastrukturellen Anforderungen und Nachhaltigkeit – ein klar strukturierter Leitfaden unterstützt bei der Entwicklung von neuen Begegnungsräumen. Ein unverzichtbares Werkzeug für Kulturakteur*innen, nicht nur in Brandenburg.“

Bestellen und und Downloaden könnt ihr das Handbuch hier: ImPuls Brandenburg e.V.

Allen Interessierten möchten wir die Gelegenheit geben, unseren Input für das Handbuch hier zu lesen.

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Kommunikation und Marketing für Dritte Orte

Gastbeitrag von Nadine Jürgen – Kreativagentur perlenmädchen aus Wittstock/Dosse


Die Macht der Kreativität

Betreiber von Dritten Orten können in der Regel nicht auf riesige Ressourcen zurückgreifen. Weder auf personelle noch finanzielle. Dafür besitzt ihr etwas viel Wertvolleres: Kreativität! Wer nicht viel Kohle hat muss einfach clever sein.

Überraschend, außergewöhnlich und unkonventionell - genauso solltet ihr an eure Werbung und Öffentlichkeitsarbeit herangehen. Werbung muss Spaß machen und Emotionen auslösen. Sie darf nicht als störend oder penetrant wahrgenommen werden. Die Empfänger eurer Botschaften sollten sich vielmehr gut unterhalten fühlen.

Wenn ihr kreativ werbt, wird es gar nicht mehr notwendig sein, einen hohen Werbedruck aufzubauen und somit viel Geld für euer Marketing zu investieren. Warum? Weil Kreativität höchst ansteckend ist! Wenn eine Botschaft die Menschen berührt, amüsiert oder gut unterhält, teilen sie diese. Völlig freiwillig. Mit Freunden, der Familie und Arbeitskollegen. Umso skurriler, kontroverser oder beeindruckender eine Aktion ist, je häufiger wird sie diskutiert. Die Botschaft verbreitet sich eigendynamisch, mit eurer Zielgruppe als Überträger. Gegen das Kreativ-Virus ist niemand immun!

Kreativität entsteht dann, wenn wir etwas erschaffen, das in der realen Welt nicht existiert. Wenn wir ungewöhnliche Zusammenhänge herstellen, Grenzen überschreiten und Perspektiven wechseln. Ihr solltet eure Zielgruppe überraschen, aus ihrem Alltagstrott herausholen und im besten Fall zum Lachen bringen.

Es geht also darum, der Zielgruppe die Werbebotschaft nicht eins zu eins auf dem Silbertablett zu servieren, sondern in eine kreative Idee zu verpacken. Wie ein schönes Geschenk am Weihnachtsabend! Diese kleine Hürde, diese Denkleistung, die wir zum Auflösen von kreativen Ideen aufbringen müssen, macht den entscheidenden Unterschied. Eine Erkenntnis, die wir uns selbst erarbeitet haben, bleibt viel länger im Kopf. Gute Werbung ermöglicht es den Menschen zu denken, eine Pointe zu verstehen und über die Erkenntnis zu Lachen.

Wer Emotionen und Herzblut in seine Kommunikation steckt, wird immer von der Umwelt wahrgenommen werden. Johann Wolfgang von Goethe wusste schon: „Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll.“ Und ich ergänze noch: Nur wer selbst für etwas brennt, kann auch andere anstecken. Na dann – Feuer frei!


Kooperation: Hand in Hand übers Land

Ein Mensch allein kann niemals soviel bewirken wie viele Menschen zusammen. Das gilt überall, aber vor allem im ländlichen Raum. Auf den Punkt gebracht: Ihr braucht Hilfe, um euren kulturellen Ort erfolgreich zu betreiben und zu vermarkten.

Anstatt die Ellenbogen auszufahren, sollten ihr die Kontaktaufnahme mit der ausgestreckten Hand versuchen. Sucht euch Kooperationspartner, die eure Kompetenzen ergänzen und vervollständigen. Hört euch in eurer Hood um, klopft auf den Busch und sprecht mit den Menschen. Macht die Schlüsselpersonen in eurer Region ausfindig und geht auf sie zu. Setzt euch das Ziel, Partner zu finden, die mit euch auf einer Wellenlänge sind.

Eure Partner sind Kraftgeber und Stütze. Man kann sich Aufwände und Kosten teilen. Zum Beispiel bei gemeinsamen Werbeaktionen oder Events. Gemeinsam könnt ihr Ressourcen bündeln und eure Kompetenzen kombinieren. Davon profitiert nicht nur ihr selbst, sondern auch eure Zielgruppe.

Außerdem knüpft man sich mit seinen Partnern ein Sicherheitsnetz und fängt sich gegenseitig auf. Läuft es bei euch gerade nicht gut, bedeutet die Anfrage eines Kooperationspartners bezüglich eines gemeinsamen Projektes oft die herbeigesehnte Erlösung. Es ist einfach ein gutes Gefühl zu wissen, dass man nicht alleine kämpfen muss. Dass es Menschen gibt, die einem wieder auf die Beine helfen, wenn man fällt.
Also los, ihr Brandenburger Betreiber von Dritten Orten! Ellenbogen rein! Hand raus!


Es lebe der Buschfunk: Wissen ist Macht

Um erfolgreich und sinnvoll für euch zu werben, müsst ihr die Strukturen eurer Region kennen. Welche kulturellen Angebote gibt es? Wer geht gern wohin? Wie haben sich die verschiedenen Kultur-Anbieter positioniert? Wie könnt ihr euch davon abheben und eindeutig „euer Ding“ machen?

Ihr solltet also eure „Konkurrenz“ kennen und analysieren, um für euch und euer Angebot Schlussfolgerungen ableiten zu können. Wenn ihr euch, euren kulturellen Ort und euer Angebot klar definiert habt, könnt ihr auch mit klaren Botschaften für euch werben. Und damit macht ihr es auch eurer Zielgruppe leichter, euren Ort zu verstehen.

Auch über eure Zielgruppe – also das von euch angestrebte Publikum solltet ihr im Klaren sein und gezielt Wissen zu dieser Personengruppe sammeln. Durch eure Marketingstrategie und die Art der Kommunikation könnt ihr durchaus steuern, wer sich bei euch versammeln soll. Welche Medien konsumieren sie? Welche Themen bewegen sie? Wie vernetzen sie sich? An welchen Orten müsst ihr mit euren Botschaften zur Stelle sein? Welche Kompetenzen bringt eure Zielgruppe mit – auch in Hinblick auf den Umgang mit den unterschiedlichen Kommunikationsmedien?

Richtet euer Marketing nach diesem Wissen aus. So könnt ihr zielgerichtet und effizient für euren kulturellen Ort werben.


Die Klassiker: Ganz ohne geht’s nicht

Klassische Printmittel, wie Flyer und Plakate haben noch immer ihre Berechtigung. Botschaften auf Papier werden nahezu barrierefrei transportiert, Papier ist langlebig und hat Bestand.

Öffentliche Orte, wie Restaurants, Kinos, Arztpraxen, Innenstadtgeschäfte mit Schaufensterflächen oder Bürgerhäuser sind ideale Orte, um Handzettel auszulegen oder Plakate aufzuhängen. Es versteht sich hoffentlich von selbst, dass ihr vorab um Erlaubnis bitten müsst.

Ihr habt keine Ahnung von Grafik und wisst nicht, wie ihr einen Handzettel für euer nächstes Event gestalten sollt? Kein Problem. Mittlerweile gibt es viele Apps, die euch das leicht machen (z.B. Canvas). Es werden viele kostenfreie oder kostenpflichtige Vorlagen angeboten, die ihr dann nur noch bearbeiten und mit euren Daten füllen müsst. Die richtig guten Sachen muss man oft für ein paar Euro erwerben und auch die Nutzung der Dateien in Druckqualität ist oft mit einem kleinen Aufpreis verbunden. Insgesamt kommt ihr dadurch aber immer sehr viel günstiger, als wenn ihr einen Grafiker beauftragt.

Ich empfehle euch dennoch auf jeden Fall ein individuelles Erscheinungsbild für euren kulturellen Ort entwickeln zu lassen. Ein Design, das eindeutig euch und eurem Ort zuzuordnen ist und immer zweifelsfrei wiedererkennt werden kann. Das ist das Fundament für all eure Werbemaßnahmen. Mit dem so genannten Corporate Design werden Farben, Schriften, Abstände und Symbole definiert, die sich in einem Logo verschmelzen. Die Entwicklung eines solchen Designs solltet ihr zusammen mit einem Profi in Angriff nehmen. Wenn ihr ein „CD“ habt, ist die Gestaltung der weiteren Werbemittel kein Hexenwerk mehr. Der rote Faden steht und von da an bekommt ihr viele Sache auch alleine hin.

Wer sich die Zusammenarbeit mit einem Grafiker regelmäßig leisten kann und möchte, sollte diese Lösung immer bevorzugen. Die Zusammenarbeit mit einem Profi hat natürliche einige Vorteile.

Die Designs einer Werbeagentur sind immer individuell und perfekt auf euch und euer Corporate Design zugeschnitten. Die Grafiker und Texter haben viel Knowhow, wenn es um zielgerichtete Kommunikation geht. Außerdem benötigt grafische Arbeit einiges an Zeit. Wenn ein Grafiker eure Werbemittel entwickelt, könnt ihr eure Zeit für andere wichtige Aufgaben einsetzen. Ihr selbst wisst am besten, welche Herangehensweise für euch am sinnvollsten ist.

Wenn die Gestaltung eurer Werbemittel geschafft ist – ob nun mit einem Grafiker oder in Eigenleistung – geht es um die Wahl der Materialen und den Druck.

Beantwortet euch dabei immer ein paar Fragen: Wird das Werbemittel nur für einen kurzfristigen Anlass benötigt oder soll es für viele Monate oder länger genutzt werden? Im ersten Fall solltet ihr auf dünneres Papier setzen und eher auf Veredlungen, wie Lackierungen verzichten. Zum einen ist das günstiger und zum anderen auch nachhaltiger.

Plant ihr jedoch euer Jahresprogramm in einem Flyer zu öffentlichen oder eine Broschüre zu einem zeitlosen Thema zu machen, solltet ihr auf Materialien setzten, die robuster sind und dafür sorgen, dass eure Werbemittel länger genutzt werden können. Gegen das Abreiben von Farbe kann eine Versieglung mit Dispersionslack helfen. Wenn Werbemittel länger gut aussehen und lange Zeit genutzt werden können, ist auch das eine nachhaltige Lösung.

Einfache Handzettel könnt ihr sehr günstig in einem lokalen Copyshop drucken lassen. Für Werbemittel, die etwas länger im Einsatz sein sollen, empfehle ich euch günstige Online Druckereien, wie Flyeralarm und Co. Hier könnt ihr aus vielen Materialen, Falzarten und Veredlungen wählen. Die meisten Druckereien schicken euch auf Wunsch auch kostenfreie Mustermappen zu, sodass ihr das Papier oder die Art des Flyers vor dem Bestellen selbst in der Hand halten könnt. Wenn ihr mit einem Grafiker zusammenarbeitet, könnt ihr euch auf den Rat des Profis verlassen.

 

Kreativer Guerilla-Krieg

Durch Printwerbung allein schafft ihr es nicht, dauerhaft öffentliches Interesse auf euch zu lenken. Wer mutig genug ist, sollte sein Marketing mit einer Prise Guerilla würzen! Guerilla Aktionen sind in der Regel sehr kostengünstig und sorgen für sehr viel Aufmerksamkeit. Außerdem machen sie eine Menge Spaß.

Plant zu besonderen Anlässen einfach mal witzige Aktionen ein. Lauft kostümiert durch die Straßen, verteilt ein paar Süßigkeiten an wartende Autofahrer an der Ampel oder hinterlasst mit Sprühkreide rätselhafte Botschaften auf den Bürgersteigen. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Die Aktion sollte aber immer Sinn machen und zu eurem Anlass passen.

Wer auf Nummer sicher gehen will, beantragt im Vorfeld eine Genehmigung bei der Stadt. In dem Fall müsst ihr immer mit einer Ablehnung rechnen. Ich rate euch, einfach loszulegen! Natürlich müsst ihr euch an die üblichen Regeln halten. Fremdes Eigentum darf nicht zerstört werden und öffentliche Straßen und Plätze müssen sauber verlassen werden.

Je nachdem wie genau es euer Ordnungsamt nimmt, müsst ihr immer mal mit einer Ermahnung oder Geldbuße rechnen. Wenn die Aktion Spaß macht und die Menschen zum Lachen bringt drücken aber meistens auch die ganz korrekten Beamten beide Augen zu.

Guerilla Werbung erzeugt immer Emotionen, bringt Menschen zum Staunen und nutzt den Überraschungsmoment. Eure Aktionen sollten zudem die Passanten zur Interaktion anregen. Umso mehr Sinne angesprochen werden, desto nachhaltiger sind die Erinnerungen, die Guerilla Werbung erzeugt – eure „Marke“ könnt ihr so langfristig positiv aufladen. Aber Vorsicht – Geht die Aktion schief und wurde eher negativ wahrgenommen, wird das niemand so schnell wieder vergessen.


Presse: Was ist denn hier los?!

In eurem Marketingmix solltet ihr auch die regionale Presse nicht vergessen. Die Nachrichtendichte auf dem Land ist eher gering. Dementsprechend hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr es mit eurer News in die Zeitung schafft.

Die Voraussetzung ist also immer eine Neuigkeit, ein spannendes Thema, ein Anlass. Wer regelmäßig in die Zeitung kommen will, muss sich also etwas einfallen lassen. Und auch euer Publikum wird nicht böse sein, wenn bei euch immer etwas los ist 😉

Auch beim Thema Presse hilft Vitamin B ungemein. Legt es also gezielt darauf an, die regionalen Pressevertreter persönlich kennenzulernen. Direkte Kommunikation führt fast immer zum Erfolg. Eine emotionslose Pressemitteilung interessiert niemanden.


Keine Website? Keine Panik! Google liebt euch

Natürlich müssen euer kultureller Ort und eure Botschaften auch in der digitalen Welt zu finden sein. Schließlich trägt jeder ein Smartphone in der Tasche und erwartet es, jede Information zu jeder Zeit abrufen zu können.

Eine eigene Website wäre natürlich eine super Sache! Wenn ihr das Geld dafür investieren wollt, arbeitet bitte mit einem Profi zusammen, der auch die aktuellen Datenschutzbestimmungen und rechtlichen Pflichtangaben kennt. Auch die Suchmaschinenoptimierung bekommt man als Laie in der Regel nicht wirklich gut alleine hin. Und was nützt eine Website, die nicht gefunden wird?

Wer sich zutraut, mit Hilfe von Templates eine eigene Website zu basteln, sollte die Seite aber zumindest nochmal von einem Webdesigner auf Herz und Nieren überprüfen lassen. Im schlimmsten Fall droht sonst eine Abmahnung mit Geldstrafe.  

Die simpelste und kostengünstigste Lösung ist es, auf eine eigene Website zu verzichten und einfach nur auf ein gepflegtes Google Business Profil zu setzen. Der Googledienst ist kostenlos. Eure Daten sind für Google viel wertvoller als eure Euros.

Google liebt seine eigene Dienste natürlich besonders. Eine hohe Reichweite und Suchmaschinenoptimierung habt ihr hier quasi inklusive. Und eigentlich bietet das Businessprofil auch alles was man braucht. Ihr könnt euer Logo und Fotos hinterlegen, sowie Kontaktdaten und Öffnungszeiten. User können sich mit einem Klick direkt vor eure Haustür navigieren lassen. Ihr könnt Events und Neuigkeiten veröffentlichen und eure User können euch durch Rezensionen Feedback geben.


Social Media: Direkter Draht zum Publikum

Ich weiß, ich weiß. Die sozialen Medien sind nicht jedermanns Sache. Aber auch sie können ein sehr sinnvoller und effektiver Werbe- und Kommunikationskanal für euch sein. Die Voraussetzung ist jedoch, ihr habt Bock drauf und wollt auch selbst Teil es Netzwerks sein. Ist das nicht der Fall: Lasst es. Dann schadet euch die Sache mehr als sie euch nutzt.

Der erste Step ist die Wahl der passenden Plattform/en. Wählt die Dienste, mit denen ihr euch wohlfühlt. Ob Instagram, Facebook, TikTok oder WhatsApp entscheidet also ihr. Am besten zusammen mit eurer Zielgruppe. Da wo die ist, solltet ihr idealerweise auch sein.

Social Media kann ganz viel, was andere Werbekanäle nicht können. Ihr geht hier in den direkten Austausch mit der Zielgruppe. Also keine einseitige Kommunikation, wie mit einem klassischen Flyer. Sondern hier geht’s um Dialog. Bezieht eure Zielgruppe deshalb immer in eure Posts mit ein, bittet um Feedback, schenkt ihnen Gehör und nehmt (angemessene) Kritik dankbar an.  Nutzt die direkte Rückmeldung eurer Follower zum eigenen Vorteil und zeigt ihnen, das ihre Meinung für euch von Wert ist.

Bei Social Media geht es um authentische Kommunikation. Rückt eure Individualität in den Fokus – Was macht euch besonders? Warum muss man unbedingt euren Ort besuchen? Nach und nach werden eure Follower zu echt Fans und werben freiwillig und selbstständig neues Publikum an.

Um die vielen Vorteile des Netzwerkes zu nutzen, müsst ihr auch selbst aktiv Teil des Netzwerks sein. Das bedeutet für euch: teilen, liken, markieren, folgen!

Noch ein praktischer Tipp: Nutzt die Meta Business Suite, um Inhalte auf Facebook und Instagram zu planen und plattformübergreifend zu veröffentlichen. Das spart viel Zeit und Mühe. In der Business Suite könnt ihr auch übersichtlich alle eingegangen Nachrichten und Kommentare sehen und diese direkt beantworten.

Wer neu auf Social Media ist, noch keine großen Followerzahlen hat oder ein besonderes Thema vermarkten will, kann zusätzlich zur organischen auf bezahlte Reichweite setzen, um neues Publikum zu erreichen. Social Media Anzeigen sind, verglichen mit klassischen Zeitungsanzeigen, sogar eher kostengünstig. Für erfolgreiche Anzeigen benötigt man aber auch ein wenig Vorwissen. Ihr habt hier die Möglichkeit sehr genau zu bestimmen, wer eure Anzeige zu Gesicht bekommen soll. Umso besser ihr eure Zielgruppe kennt, desto effektiver könnt ihr eure Anzeigen schalten.

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Allen Kulturakteur*innen in Brandenburg und darüber hinaus wünschen wir viel Erfolg und hoffen, mit unserem Fachbeitrag daran einen Anteil zu haben. Falls ihr Fragen habt, euch mit uns austauschen oder uns kennenlernen wollt, sprecht uns sehr gern an!

Eure perlenmädchen

Montag, 26. Februar 2024

 Meine bunte Zeit als PraktikantenPerle:

Halllihallo, mein Name ist Emely. Ich bin 14 Jahre alt und habe bei den Perlenmädchen mein Schülerpraktikum vom 22.01-01.02.2024 absolviert. Ich habe mir im Jahr davor bereits ausgiebig Gedanken über mein Praktikum gemacht, war mir aber lange Zeit unsicher. Natürlich gab es Jobs, welche ich ziemlich schnell ausgeschlossen habe und welche, die in der engeren Auswahl waren. Lange Zeit war mein Problem aber einfach die Unentschlossenheit zur späteren Berufswahl. Ich kenne meine Stärken und Schwächen, weiß aber nicht genau, in welchem Beruf ich sie mir am besten zunutze machen kann. Doch nach ein paar Gesprächen mit den Menschen, die mich am besten kennen, meiner eigenen Einschätzung und Präferenzen war klar, dass die Kreativagentur Perlenmädchen am besten zu mir passt (es war sowieso mein Favorit 😊).

Im Juni 2023 schickte ich meine kleine Bewerbung und Anfrage per Instagram ab und hoffte auf eine positive Antwort. Diese bekam ich wenig später auch. Ich wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wo ich mich vorstellte und ich Nadine kennenlernen konnte. Wir besprachen meine Aufgaben und den allgemeinen Ablauf des Praktikums. Ich fühlte mich sofort angesprochen und war vorfreudig, hier im Januar anfangen zu können.

 Meine erste Woche im PerlenBüro:

Nachdem ich beim Eintreten in das Büro mehr oder weniger ins Gespräch mit Perlenmädchen Gitte platzte, wurde ich aber ganz lieb von Nadine empfangen und mir somit meine kleine Angst vorm ersten Tag genommen. Denn sind wir mal ehrlich, jeder ist am ersten Tag ängstlich und aufgeregt.

Daraufhin bekam ich erstmals eine Einweisung in all die Programme, welche für mich zum Arbeiten wichtig sind. Außerdem wurde ich in die aktuellen Aufträge mit eingeweiht. Später veröffentlichte ich meinen ersten Post auf Instagram und Facebook. Ich las mich in die aktuellen Konzepte ein und recherchierte anschließend nach passenden Firmenstempeln für Dr. med. Stephanie Hellwig, einer unserer aktuellen Kunden. Damit war der erste Tag auch schon vorbei.

Am Dienstag setzte ich mich an die Veröffentlichung des neuen PERLENblogs. Ich überarbeitete ihn nochmal und suchte passende Fotos raus. Zur Mittagspause besuchte ich dann noch die Agenturkatzen Mina und Mulle. Und zum Abschluss des Tages begann ich mit dem Verfassen meines Blogartikels, welchen ihr genau in diesem Moment lest! 

Am dritten Tag versuchte ich mich an neue Slogans für Social Media Titelbilder, die die perlenmädchen regelmäßig veröffentlichen. Ich erarbeitete neue Headlines und Ideen für neue Motive.

Mein Highlight des Tages war ein darauffolgendes Kundengespräch mit drei super lieben Hebammen aus Wittstock. In diesem Gespräch wurden die Logos, welche von den Perlenmädchen entworfen wurden, diskutiert und sich schlussendlich für ein sehr schönes Design entschieden. Der Name der neuen Hebammenpraxis wurde ebenfalls von den perlenmädchen entwickelt: ,,WunderRund- dein Hebammenteam“.

Während des Gespräches führte ich Protokoll über ihre Entscheidungen und darüber, was als nächstes gebraucht wird. Am Ende des Gespräches erinnerte ich Nadine daran, dass wir noch ein Foto für Social Media machen wollten. Die drei Damen waren glücklicherweise damit einverstanden und nun könnt ihr euch das Foto auf Instagram und Facebook anschauen!

In den letzten beiden Tagen werkelte ich an Kampagnentexten für das Reisebüro Globus. Das Unternehmen sucht neue Mitarbeiter und hat die perlenmädchen mit der Entwicklung und Umsetzung einer Social Media Kampagne beauftragt. Für unseren Termin mit der Volkssolidarität am Dienstag, den 30.01.24, arbeitete ich das aktuelle Konzept zum Projekt Zeitbank nochmal durch und notierte offene Fragen, die wir am nächsten Tag klären wollten.

 Meine zweite Woche im PerlenBüro:

Wir starteten in die letzte Januar-Woche und gleichzeitig in meine letzte Praktikumswoche mit einem Social Media Beitrag. Ich berichtete von den anstehenden Aufgaben der Woche, aktuellen Projekten und Kunden. Danach besprachen ich und Nadine das Konzept des "Zeitbankplus" Projektes der Volkssolidarität für den morgigen Termin. Zwar mussten wir uns anfangs gegenseitig motivieren das ganze Konzept noch einmal durchzugehen, aber schlussendlich ging es doch schneller als gedacht. Dabei kamen noch weitere Fragen und Ergänzungen auf, welche Morgen besprochen werden mussten. 

Und die kleine Mittagspause mit dem Agenturkater Mulle darf auch nicht fehlen! Auch wenn man danach mehr Haare am Körper hat als die Katze selbst 😹.

Am folgenden Tag überraschte mich die kurzfristige Nachricht, dass unser Termin mit der Volkssolidarität auf eine Videokonferenz beschränkt worden war. Demnach führten Nadine und ich am Nachmittag ein dreistündiges Gespräch zum Zeitbank Projekt, das auch viele wichtige Erkenntnisse brachte. Auch wenn so ein langer Termin anstrengend ist, hat es mir sehr viel Freude bereitet und ich bin auf das Endprodukt sehr gespannt.

Auch wenn man denkt nach so einem Termin hat man es geschafft, nein hat man leider noch nicht. Ich werkelte an meinem leider schon vorletztem Tag im PERLENbüro an dem Gesprächsprotokoll, wobei ich die wichtigsten Details und Entscheidungen des Gespräches zusammenfasste. 

Am Mittwoch bekamen wir kurzen Besuch im PERLENbüro. Wie es sich für ein Schülerpraktikum gehört, kam meine Klassenlehrerin zu uns, um zu schauen, wie es mir so geht und natürlich was Nadine zu meiner erbrachten Leistung zu sagen hat. Ich war überglücklich und auch sehr erleichtert zu hören, wie gut Nadine meine Ergebnisse fand. Ich traue mich gar nicht dran zu denken, dass morgen mein letzter Tag ist!

Auch wenn dies leider mein letzter Tag bei den Perlenmädchen war, starteten wir den Donnerstag mit ganz viel Freude und auch Tränen! So überraschte ich Nadine am frühen Morgen mit einem selbstgemachten Kuchen 😊. So eine starke und bewundernswerte Frau verdient definitiv auch mal eine Kuchenpause!


Mein Fazit zum Praktikum:

Ich kann nicht in Worte fassen, wie dankbar ich für diese zwei Wochen bin. Ich habe viel gelernt, gelacht und wichtige Sachen mitgenommen. Diese Wochen haben mir gezeigt, dass ich im späteren Leben gerne in diesem Beruf arbeiten würde. Ich möchte an dieser Stelle auch nochmal erwähnen was für eine großartige Frau Nadine ist. Sie hat mir in dieser kurzen Zeit so viel beigebracht und ich habe schon wieder Tränen in den Augen, während ich das hier schreibe! Ich wünsche jeder späteren Praktikantin nur das Beste. Hier könnt ihr eine Menge lernen und ich weiß, dass ihr hier ganz viel Spaß haben werdet!!

Küsschen

PraktikanenPerle Emely :*

 

 

Dienstag, 29. August 2023

Wer sucht, der findet

Warum ein Perspektivwechsel mutig macht

In letzter Zeit waren wir ziemlich viel damit beschäftigt, uns auf Ausschreibungen zu bewerben. Die der Stadtwerke Neuruppin war dabei besonders herausfordernd. Das Projekt ist sehr komplex und erfordert das Zusammenspiel vieler verschiedener Kompetenzen. Insgesamt haben wir ein Team aus vier Unternehmen zusammengestellt, um die Anforderungen erfüllen zu können.

Eigentlich waren wir bereits an dem Punkt, aufzugeben. Fast jeder hatte in irgendeiner Form Bedenken und schließlich wollten sich drei der vier Parteien von der Bewerbung zurückziehen. Doch das Projekt reizte uns alle sehr. Also machten wir uns die Mühe, nach einem Weg zu suchen, der für uns alle passte. Dazu war es notwendig, die Vorgaben in der Ausschreibung nicht als fest gezogene Grenze zu sehen. Wir lasen die Texte also nochmal, diesmal lasen wir auch zwischen den Zeilen. Wir suchten nach Lücken, die einen anderen Weg möglich machten.

Nach und nach kristallisierte sich eine Lösung heraus. Eine Lösung, mit der alle vier Unternehmen leben konnten. Und sogar besser noch! Eine Lösung, die sogar neue Möglichkeiten in der Realisierung für uns alle bedeutete. Auf dieser Grundlage könnten wir unsere Bewerbung also doch noch fristgerecht abgeben. Und jetzt sind wir gespannt, ob auch der Auftraggeber unseren Weg einschlagen möchte.

Diese Situation hat uns wieder einmal gezeigt, dass man mit Kommunikation und Kreativität vieles ermöglichen kann. Wer nur die Wände und Zäune sieht, fühlt sich schnell eingeengt. Es lohnt sich, die Situation von oben zu betrachten. Von dort, wo es keine Grenzen gibt. So ein Perspektivwechsel lässt einen viele Möglichkeiten erkennen, die von unten verborgen bleiben.

Der Mensch sieht in der Regel zu allererst die Probleme. Die sind nämlich am einfachsten zu erkennen. Neue Lösungen und Methoden machen es immer nötig, die Routine hinter sich zu lassen, die eingetretenen Wege zu verlassen. Davor haben die Menschen meistens Angst. Das Unbekannte kann schließlich gut oder böse sein.

Wenn also etwas Neues vorgeschlagen wird, ein neuer Weg, gleichen wir es mit unserer bekannten Routine ab. Und wir merken: Nein, das ist so nicht machbar! Geht nicht! Völlig unvorstellbar!

Das Lösungsdenken müssen wir trainieren. Dazu ist es erforderlich, die alten Denkmuster zu erkennen und diese bewusst zu verlassen. Wer nach Lösungen statt nach Problemen sucht, findet neue Wege, neue Möglichkeiten, die Dinge anzupacken. Wenn ein Licht am Ende des Tunneln auftaucht, sich ein neuer Weg auftut, wird man plötzlich mutig. Es kribbelt in den Fingern! Die Angst vor dem Unbekannten weicht der Abenteuerlust. Man will entdecken, erforschen, Neues sehen.

Und genau diese Energie brauchen wir als Unternehmer, um nicht stehen zu bleiben. Um innovativ zu sein. Wettbewerbsfähig zu bleiben. Um über uns hinauszuwachsen und vielleicht sogar neu zu erfinden. Wenn ihr das nächste Mal vor einer Mauer steht, wechselt doch einfach mal die Perspektive. Von oben sieht alles völlig anders aus 😉

Kreative Grüße,

eure perlenmädchen

Dienstag, 21. Februar 2023

Es war einmal…

Warum jede Marke eine gute Story braucht

 

Seit jeher erzählen sich die Menschen gerne Geschichte. Unsere Vorfahren saßen dazu gemeinsam am Feuer. Später wurden Geschichten in Büchern erzählt, in Filmen oder Videospielen. Heute gehört es zu unserem Mama-Alltag, dem Kind vor dem Schlafen noch eine Geschichte im Bett vorzulesen. Genauso, wie Mama das auch gemacht hat, als wir klein waren.

Geschichten werden sehr gern weitererzählt, weil man sich ziemlich gut an sie erinnern kann. Das liegt daran, dass Personen, Orte, Gegenstände und Gefühle miteinander verknüpft werden. In einen Kontext gesetzt, können wir uns Dinge viel besser merken.

Und genau dieses Prinzip macht man sich auch im Marketing zunutze. Eine Marke oder ein Unternehmen profitiert immer davon, wenn es eine gute Geschichte transportiert. Über Leistungen oder Produkte allein, können sich Unternehmen heute kaum noch von einander abgrenzen. Die Alleinstellung kann hingegen über die Markenstory erreicht werden.

Eine gute Markenstory setzt eine klare Positionierung des Unternehmens voraus. Es muss wissen, wofür es steht, wen es erreichen will und seine Qualitätsansprüche, Werte und Normen kennen. Diese Faktoren sind ausschlaggebend dafür, ob der Kunde das Unternehmen sympathisch findet oder nicht.

Verbindet man diese Marken-Informationen jetzt zu einer stimmigen Geschichte, können die Kunden sie besser verstehen, erinnern und auch weitergeben.

In fast 15 Jahren Selbstständigkeit konnten wir schon einigen Existenzgründern und Unternehmen bei der Positionierung und Entwicklung ihrer Markenstory unterstützen. Heute öffnen wir für euch unsere Schatzkiste und stellen euch ein paar Markenstorys aus der Feder der perlenmädchen vor:


Die HofDame –  Weggefährtin für Pferdebetriebe

diehofdame.de

„Mein Name ist Julia Steinhäußer. Ich bin Werbekauffrau, Expertin für Tourismus und Pferdemädchen. Als langjährige passionierte Reiterin und Pferdebesitzerin hat mich das majestätische Wesen der Pferde schon immer fasziniert. Und so sind Pferdehöfe für mich auch besondere Orte. Als HofDame möchte ich meine Wertschätzung gegenüber den Betrieben ausdrücken. Ich bin Ihre Weggefährtin und unterstütze Sie bei der Entfaltung Ihres Angebotspotentials, bei der Umsetzung Ihrer Ideen und bei der Positionierung Ihres Betriebes. Perfekt abgestimmt auf Sie als Person, Ihren Hof und Ihre Pferde.“

 

Lebensrauschen GmbH – Pflege erleben
Website im Aufbau

„Das Lebensrauschen ist wie eine Naturgewalt. Wir können es nicht aufhalten, sondern uns nur mittreiben lassen und gespannt sein, wo es uns als nächstes hinführt. Früher oder später werden wir jedoch alle auf Unterstützung angewiesen sein. Durch einen Unfall, eine Erkrankung oder einfach das voranschreitende Alter. Die Lebensrauschen GmbH ermöglicht es pflegebedürftigen Menschen, sich die Leichtigkeit des Lebens zu erhalten.“

Apfel & Eva – Ernährungsberatung
apfelundeva.de

„Ich bin Linda Otto, eure Eva der Küche. Mit meiner Ernährungsberatung möchte ich euch helfen, im Paradies der Lebensmittel ein gesundes Gleichgewicht zu finden. Ich zeige euch, dass eine gute Ernährung nicht kompliziert sein muss.

Bei mir gibt es keinen erhobenen Zeigefinger und keine verbotenen Früchte. Alles ist erlaubt! Die individuelle Beratung ist das A und O in meiner Arbeit. Gemeinsam finden wir die Ernährung, die am besten zu euch und eurer Lebensweise passt! Ich mache euch fit für ein gesundes und glückliches Leben.“


Pflegeagentur Sterntaler – Wir erfüllen Wünsche
sterntaler-neuruppin.com (Neuer Webauftritt by perlenmädchen ab Mitte März 2023)

„Die Pflegeagentur Sterntaler aus Neuruppin macht Wünsche wahr.
Wir gehen auf unsere Klienten in besonderem Maß ein, es werden gemeinsame Entscheidungen getroffen und persönliche Wünsche respektiert. Eine Pflege wie aus dem Märchen!
Wir erfüllen Wünsche. Was ist Ihrer?“

 

Habt ihr Fragen zum Thema Markenstory oder möchtet euch dazu von uns beraten lassen? Wir freuen uns sehr über eure Anfrage!

Eure perlenmädchen

 

 

Dienstag, 24. September 2019


Unerhört! So spricht das ganze Netz über euch

Guerilla in Social Media
Ihr bezahlt in Daten und mit eurer Zeit

Wer nicht viel Kohle hat, aber möglichst viele Menschen mit seinen Werbebotschaften erreichen will, sollte mal über eine Guerilla Kampagne in den Sozialen Netzwerken nachdenken. Die Verwendung der Netzwerke ist „kostenlos“. Ihr bezahlt nicht mit Euro – das stimmt -, aber mit euren Daten. Also mit den Informationen die die Netzwerke über euch sammeln. Achtet also darauf, welche Daten ihr veröffentlicht. Außerdem erfordert eine erfolgreiche Social Media Arbeit ein nicht unerhebliches Kontingent an Zeit. Das sollte euch vorab bewusst sein.

Wenn ihr euch für eine Social Media Kampagne entschieden habt, gibt es ebenfalls einiges zu beachten. Wir haben euch hier mal ein paar entscheidende Informationen zusammengestellt.

Content
Besser scharf als geschmacklos

Eine Guerilla Kampagne in den Sozialen Medien ist immer zeitbegrenzt und verfolgt ein konkretes Ziel. Sie eignet sich immer dann, wenn man ein spezielles Thema oder Angebot hat, dass man aktuell stark verbreiten möchte und kann auch in Kombination mit anderen Werbemitteln und – kanälen verwendet werden.

Startet mit der Erstellung eines Konzeptes, in dem ihr die Botschaften, Ziele und Zielgruppen der Kampagne definiert. Mit dieser Grundlage könnt ihr dann an die Ideenentwicklung gehen.
Eure Beiträge sollten einen hohen Reiz aufweisen und gern auch etwas kontrovers daherkommen. Brecht mit Erwartungen und erfüllt zum Beispiel bewusst nicht die gängigen Rollenbilder. Euer Anspruch muss es sein, dass eure Botschaften in der Vielzahl der Meldungen auffallen und zu Diskussionen anregen. Ihr wisst sicherlich, dass die wichtigste Größe in den Sozialen Medien die Interaktionsrate ist. Deshalb sollten eure Beiträge frech, humorvoll, unerwartet und überraschend sein. Denn so lassen die Menschen viel eher mal ein Like oder einen Kommentar da.
Achtet aber darauf, die Regeln der Netzwerke einzuhalten und keine Persönlichkeitsrechte zu verletzen oder Menschen zu diskriminieren.

Bilder spielen bei euren Beiträgen eine wichtige Rolle. Sie sollten immer eine gute Qualität haben und das Motiv muss klar erkennbar sein. Wir können euch nicht empfehlen reine Textbotschaften zu posten. Bei diesen Beiträgen geht die Reichweite stark nach unten. Das wird in Statistiken immer wieder deutlich. Eure Texte dürft ihr dennoch nicht vernachlässigen. Sie müssen verständlich und klar definiert sein, damit eure Botschaft auch ins Schwarze trifft.

Reichweite
Vitamin B macht den Unterschied

Um die Reichweite eurer Beiträge zusätzlich nach oben zu treiben solltet ihr euch nach möglichen Multiplikatoren umschauen. Wer könnte Interesse an euren Botschaften haben und hat selbst eine breite Fanbase? Nehmt Kontakt mit solchen Personen oder Seiten auf, werdet Teil ihrer Community und bringt euch ein. Wer vom Netzwerk profitieren will, muss Teil des Netzwerks sein. In der Social 
Media Welt muss man mitspielen. Nur die Rosinen rauszupicken funktioniert hier nicht.

Wenn ihr solche Multiplikatoren gefunden habt und für euch gewinnen konntet, solltet ihr diese bei relevanten Posts verlinken bzw. taggen. Dann werden sie über euren Beitrag informiert und reagieren im besten Fall mit einem Kommentar oder teilen euren Beitrag auf ihrer Seite. Das vergrößert die Reichweite eurer Beiträge enorm.

Interaktion
Live ist Live, na na na na na

Die Interaktion vor Ort ist genauso entscheidend wie die im Netz.  Wenn ihr eure Inhalte schnell, also noch vor Ort oder Live bei Entstehung der Bilder postet, entstehen oft auch Interaktionen mit Usern im Hier und Jetzt. Auch das kann den Erfolg eurer Kampagne positiv beeinflussen und die Reichweite eurer Posts schnell steigern. Versucht zudem zeitnah, am besten sofort auf Userreaktionen zu reagieren, um diese Effekte weiter zu steigern.

Wir wünschen euch jetzt viel Spaß in den unendlichen Weiten der Sozialen Netzwerke und hoffen, dass euch unsere Tipps etwas weiterhelfen konnten 😊

Teilt gern eure Erfahrungen mit uns!

Eure perlenmädchen

Dienstag, 25. September 2018


Kunden fischen – Werbung braucht einen Haken

Der Köder kann nicht jedem schmecken

Quelle pixabay.comKennt ihr eigentlich eure Zielgruppe, liebe Unternehmer? Wie oft hören wir: „ Ich biete meine Leistungen für alle an und weise niemanden ab!“ Dieser Satz ist fatal. Denn, ob ihr wollt oder nicht, ihr könnt es einfach nicht allen recht machen. Und das solltet ihr auch nicht!
Wer sich nur nach seinen Kunden richtet, hat keinen Fokus. Ihr schwimmt im Kreis herum. Ohne eigene Ziele, Ansprüche und Werte  - also ohne Orientierung - kann kein Fisch im großen Teich der freien Markwirtschaft überleben.

Der Kunde ist nicht euer König. Richtet euch nicht starr nach den Regeln von anderen. Wer sich nur bückt, um anderen die Füße zu küssen, verliert sich selbst. Betrügt sich selbst! Und das ist keine gesunde Haltung. Außerdem macht die Arbeit so auch keinen Spaß. Ihr verliert die Motivation, die Qualität eurer Arbeit sinkt, ihr verliert Aufträge. Und am Schluss schwimmt ihr mit dem Bauch nach oben. Tod.

Quelle pixabay.comSeht euch und eure Kunden eher als gleichberechtigte Partner an. Nicht nur der Kunde entscheidet, ob ihm der Köder schmeckt. Auch euch muss der Fisch munden! Nichts raubt einem mehr Energie als sogenannte „Problemkunden“. Die nur nörgeln, meckern, mit nichts zufrieden sind und euch zu Dingen drängen, die ihr eigentlich gar nicht tun wollt. Unter diesen Energieräubern haben auch eure A-Kunden zu leiden. Schließlich seid ihr mit so viel Ballast am Bein nicht mehr so konzentriert und motiviert wie vorher.

Ihr wollt stattdessen Fische, die euch schmecken! Kunden, die mit euch auf einer Welle schwimmen, die euch motivieren und inspirieren. Die dankbar sind für eure Arbeit und ihren Wert erkennen. Dann schwimmt ihr auf der Welle des Erfolgs!

Nur an Haken bleibt man hängen

Quelle pixabay.com
Wie angelt man also jetzt diese A-Kunden? Wie wir gerade gelernt haben, wollt ihr nicht jeden Fisch an der Angel haben. Manche sind euch zu groß, manche zu klein und manche schmecken euch einfach nicht. Es ist deshalb enorm wichtig, seine Zielgruppe in und auswendig zu kennen.

Wer sind diese Menschen? Welche Probleme haben sie, bei denen ihr helfen könnt? Welche Gemeinsamkeiten verbinden sie, welche Unterschiede gibt es zwischen ihnen? Gibt es Orte an denen sie zusammen kommen? Welche Medien konsumieren sie? Je genauer ihr eure liebsten Fische kennt, desto besser wisst ihr, welche Leckerbissen ihnen schmecken.

Eure Werbung darf nicht zu glatt und nett sein. Wenig Reiz bedeutet wenig Wahrnehmung. Diese Art von Werbung könnt ihr euch sparen. Sie ist rausgeworfenes Geld. Wer nur Einheitsbrei ins Wasser wirft, braucht sich nicht zu wundern, dass keiner anbeißt. Und die, die vielleicht doch mal anbeißen, sind mit Sicherheit nicht eure Lieblingsfische.

Quelle pixabay.comNeben einem schmackhaften Köder ist deshalb auch ein Haken entscheidend. Eure Werbung braucht Ecken und Kanten, an denen die Menschen hängen bleiben. Eure Außenkommunikation muss polarisierend sein, sollte zu Diskussionen anregen und muss nicht allen gefallen. Eben nur eurer Zielgruppe. (Und euch selbst natürlich.)

Ein wichtiger Aufhänger seid ihr selbst. Schließlich seid ihr Individuen, mit eigenen Vorstellungen, Ansichten und Arbeitsweisen. Bleibt euch selbst treu und steckt so viel wie möglich von eurer Persönlichkeit in die Werbung.

Eigene Ansichten, Werte, Regeln, Arbeitsweisen, Qualitätskriterien – das alles sollte gläsern und für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Wisst ihr, was dann passiert? Ihr siebt die Problemkunden von Anfang an aus. Die melden sich dann gar nicht erst bei euch. Weil ihnen nicht schmeckt, was sie da über euch lesen. So einfach. Und die anderen, bekommen schon beim Lesen einen wässrigen Mund.

So wird der Köder richtig lecker

Quelle pexels.com
Nur mit eurer Persönlichkeit als Filter ist euer Haken aber noch etwas stumpf. Gute Werbung braucht eine gute Prise Kreativität, um zum Anbeißen lecker zu sein. Während andere Haken stumpf im Wasser treiben, könnt ihr euren durch gute Ideen so richtig aufpolieren und zum Glänzen bringen.

Seid frech, beweist Humor, setzt auf Emotionen! Ihr dürft auch mal etwas übertreiben oder provozieren. Regt die Menschen zum Diskutieren an. Und traut euch aufzufallen. Der Mensch ist nämlich genetisch darauf programmiert, auf Veränderungen in seinem Lebensumfeld zu reagieren. Da kann sich niemand gegen wehren. Dieses Verhalten stammt noch aus der Steinzeit, als hinter jeder Auffälligkeit noch eine tödliche Gefahr lauern konnte.

Durch kreative Werbung könnt ihr euch zudem einen hohen Werbedruck sparen. Kreativität ist hoch ansteckend! Hat uns eine Werbebotschaft berührt, zum Lachen gebracht oder überrascht, wollen wir diese Gefühle mit anderen teilen. Habt ihr eure Fische einmal infiziert, schwimmen sie zu Freunden, der Familie und Verwandten und geben eure Botschaft an sie weiter.


Quelle pixabay.comIhr dürft eure Köder allerdings nicht überwürzen. Die richtige Menge Salz hebt den Geschmack, wird es zu viel, ist das gesamte Essen verdorben. Verwendet ihr gar kein Salz, bleibt alles ziemlich geschmacklos. Es geht deshalb nicht darum, um jeden Preis aufzufallen, sondern um die richtige Dosierung. Ihr müsst eure Werbebotschaft zu 100% nach außen vertreten können. Wählt daher immer eine Tonalität, die zu eurer Botschaft passt. Tastet euch am besten immer Schritt für Schritt heran und beobachtet, wie eure Lieblingsfische auf den Köder reagieren.

Wir wünschen „Petri heil“ und freuen uns wie immer über eure Fragen und Erfahrungen!

Eure perlenmädchen