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Montag, 26. Oktober 2026

Mut zum Neuanfang
Warum es sich lohnt, auf seine innere Stimme zu hören

Habt ihr in eurem Unternehmer-Alltag auch manchmal dieses leise, klopfende Gefühl im Bauch, das euch sagt: „Es ist Zeit für etwas Neues“? Uns geht das nach 18 Jahren Selbstständigkeit ganz genauso. Wir haben in all den Jahren gelernt: Das Leben und das Business stehen niemals still. Es geht immer weiter, und jede Veränderung bringt uns ein Stück näher zu uns selbst.

Neulich hatten wir genau zu diesem Thema Besuch bei uns im PERLENbüro. Eine erfolgreiche Unternehmerin saß bei uns, die aktuell noch ein etabliertes Unternehmen hier in Wittstock betreibt. Eigentlich läuft alles prima, aber sie hat gespürt, dass ihre innere Flamme für dieses aktuelle Setup immer kleiner wird. Die Freude am Job geht Stück für Stück verloren, die Unzufriedenheit wächst. Anstatt die Augen davor zu verschließen, hat sie eine mutige Entscheidung getroffen: Sie möchte den Betrieb hier vor Ort aufgeben und plant den kompletten Neuanfang in ihrer alten Heimat im Berliner Umland!

Aktuell stecken wir mitten in den ersten Gesprächen und Angeboten. Wir würden uns riesig freuen, sie auf dieser Reise begleiten zu dürfen und ihr „neues Baby“ strategisch mit auf die Beine zu stellen – angefangen bei der Namensfindung über ein neues Logo bis hin zum passenden Vermarktungskonzept für den Neustart. Dieses inspirierende Gespräch hat uns tief bewegt, sodass wir diesen Impuls heute mit euch teilen möchten.


Die Kunst, auf die eigene innere Stimme zu hören

Mal ganz ehrlich: Wie oft ignorieren wir unsere eigenen Bedürfnisse, weil wir im Alltag im Hamsterrad gefangen sind? Unsere Kundin hat bewiesen, wie tief sie mit sich selbst verbunden ist. Sie hat genau hingesehen und erkannt, wann eine Veränderung unumgänglich ist. Durch persönliche Reife und zusätzliche Weiterbildungen hat sich auch ihr Blick auf ihre Arbeit verändert. Sie wünscht sich für ihren neuen Standort einen anderen Fokus und eine ganz neue Arbeitsweise.

Genau das zeichnet eine echte Unternehmerpersönlichkeit aus: die Fähigkeit, nicht starr zu verharren, sondern Chancen zu erkennen, anpassungsfähig zu bleiben und die Eigenverantwortung für das eigene Glück zu übernehmen. Denn am Ende des Tages müssen wir uns eingestehen: Es klingelt niemand an eurer Tür, der euch ungefragt über die Straße hilft oder euer Leben für euch repariert. Wenn sich eure Bedürfnisse ändern, müsst ihr selbst aktiv werden und euer Business neu gestalten!


Ohne Angst ins Unbekannte: Vertraut auf euer Fundament

Ja, so ein Neuanfang erfordert verdammt viel Mut. Man lässt das Vertraute zurück und springt ins kalte Wasser. Aber wir haben unserer Kundin im Gespräch eines ganz fest ans Herz gelegt: „Du bist in deinem Leben bisher immer auf die Füße gefallen. Warum sollte es diesmal anders sein?“

Und genau das gilt auch für euch! All die Erfahrungen, Fähigkeiten und Erkenntnisse, die man über die Jahre gesammelt hat, verschwinden nicht einfach. Sie sind ein Fundament, auf dem sich etwas Neues aufbauen lässt. So krisenerprobt es ist daher unwahrscheinlich, dass ihr plötzlich in eine existenzbedrohende Lage rutscht.

Unsere Kundin hat in ihrer alten Heimat zudem den unschätzbaren Vorteil, dass Familie und Freunde auf sie warten. Sie kehrt zurück zu ihren Wurzeln, baut auf ein starkes privates Sicherheitsnetz und verbindet diese Heimatliebe mit ihrem unternehmerischen Geist. Wenn das keine perfekten Startbedingungen für einen Neuanfang sind!


Das magische Urvertrauen: Es geht immer weiter

Was man für so einen Schritt braucht, ist ein tiefes Urvertrauen. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die Gewissheit, dass sich immer wieder neue Türen öffnen, wenn man mutig vorangeht. Nach fast zwei Jahrzehnten in der Werbewelt können wir euch aus eigener Erfahrung versichern: Es geht immer weiter! Selbst wenn es mal hakt oder stürmisch wird, am Ende fügt sich alles.

Genau diesen Mut, diese Zuversicht und diese absolute Furchtlosigkeit möchten wir an euch – an alle Unternehmerinnen und Unternehmer da draußen – weitergeben. Wir sind super stolz darauf, euch genau in solchen Phasen der Neuorientierung die nötige Struktur und Orientierung zu schenken. Wir lieben es einfach, gemeinsam mit euch ein neues Gesicht, eine ganz neue Persönlichkeit für euer Business zu entwickeln. Damit ihr am Ende mit stolzer Brust da stehen und sagen könnt: „Ja, das bin ich, das ist mein neues Unternehmen und ich stehe zu 100 % dahinter!“


Jetzt seid ihr dran: Wie steht ihr zu Neuanfängen?

Diese Geschichte zeigt, dass Veränderung nichts ist, wovor man sich fürchten muss. Sie ist der Treibstoff für unser persönliches und berufliches Wachstum. Jetzt sind wir aber neugierig auf eure Geschichten:

  • Wann habt ihr schon einmal komplett neu angefangen?
  • Musstet ihr euch im Laufe eurer Selbstständigkeit schon einmal komplett neu orientieren und was hat euch dabei am meisten geholfen?
  • Plagen euch bei anstehenden Veränderungen oft die Ängste, oder seid ihr innerlich so gefestigt, dass ihr diesen Mut und das Vertrauen einfach aufbringen könnt?

Schreibt es uns unbedingt in die Kommentare oder schickt uns eine Mail – wir freuen uns riesig auf eure Erfahrungen!

Mit bunten und mutigen Grüßen,

eure perlenmädchen

 


Dienstag, 28. September 2021

Monarchie im Perlenbüro

Wenn der Kunde König ist, sind wir die Königinnen

Jeder Unternehmer kennt den Ausspruch „Der Kunde ist König“. Und das Schlimme ist, viele handeln auch so. Wir denken, dass das genau der falsche Ansatz ist. In einer Geschäftsbeziehung geht es nicht darum zu definieren, wer wem unterwürfig ist. Eine gewinnbringende Zusammenarbeit kann immer nur auf Augenhöhe entstehen.

Jemandem unterwürfig zu sein bedeutet, seine eigenen Bedürfnisse, Werte und Empfindungen zurückzustellen – sich quasi fremdsteuern zu lassen. Aber wem soll mit so einer Haltung in einer geschäftlichen Beziehung geholfen sein? Der Kunde kommt zu euch, weil er ein Problem hat. Ein Problem, das ihr durch Knowhow, Kompetenz, Wissen und Erfahrung für ihn lösen könnt.

Der Kunde ist also förmlich darauf angewiesen, dass ihr ihm sagt bzw. auch zeigt, wie es gemacht wird. Natürlich gibt es auch die Kunden, die alles besser wissen und nur befehlen wollen. Allerdings ist es eure eigene Entscheidung, ob ihr mit solchen Monarchen zusammenarbeiten wollt. Also wir wollen das nicht.



Im Perlenbüro nimmt niemand eine Bückhaltung an, da beide Parteien sich gegenseitig brauchen – Beide, sowohl der Kunde als auch wir, haben das Zepter in der Hand und respektieren die Grenzen und Werte des Gegenübers. Es ist immer ein gegenseitiges Geben und Nehmen von Informationen und Kompetenzen. Gutes Marketing kann nur durch Vertrauen entstehen – Offenheit und Ehrlichkeit sind die wichtigsten Säulen, auf denen eine erfolgreiche Zusammenarbeit beruht.

Wir lassen uns nicht fremd lenken und arbeiten auch nicht auf Befehl. Das sollte kein Unternehmer tun. Wenn Mitdenken verboten ist, lehnen wir den Auftrag liebend gerne ab. Wir empfehlen euch dringend, nicht jeden Kunden und jeden Auftrag anzunehmen. 

Lernt neue Kunden erst einmal kennen und denkt gründlich über Aufgabenstellungen nach. Passen eure Denkweisen zusammen? Stimmt die Sympathie? Habt ihr die Kompetenz, die Ziele eures Kunden zu erfüllen? Seid ehrlich zu euch selbst und hört bei der Beantwortung der Fragen unbedingt auch auf euren Bauch. Der winkende Profit sollte nie der ausschlaggebende Faktor sein.

Ein Kunde, der zu uns kommt, sollte offen sein. Für Beratung, für neue Ideen und Herangehensweisen und für Veränderung. Auf den alten Pfaden hat er es ja scheinbar lang genug versucht 😉

Und die Krönung einer angenehmen Zusammenarbeit ist dann eine erfolgreiche Werbekampagne, die sowohl den Kunden als auch uns furchtbar glücklich macht <3



Dienstag, 25. August 2020


Voll verplant? Voll daneben!

Wir kennen sie doch alle, die Kunden, die kurz vor 12 noch anrufen und gaaanz schnell noch irgendwelche Arbeiten brauchen. Vielleicht kann der ein oder andere von euch ja sogar zugeben, dass er manchmal selbst zu diesen Menschen gehört. Dabei hat dieses „verplant sein“ echt richtig miese Nachteile. Wie ihr die Dinge in Zukunft etwas organisierter angeht, verraten wir euch in den kommenden Zeilen.

Nerven schonen

Vorausschauendes Planen schont eure Nerven. Und seien wir mal ehrlich, dass das nächste große Firmenjubiläum ansteht, die Unternehmenswebsite überarbeitet werden muss oder eine große Messe stattfindet, auf der ihr dabei sein wollt, wisst ihr nicht erst 14 Tage vorher. Macht euch also nicht selbst das Leben schwer, indem ihr mit der Planung und Vorbereitung bis zur letzten Minute wartet. Solche Termine schreibt man sich dick in den Kalender und man sollte mindestens 6 Monate vorher mit den Vorbereitungen beginnen.


Gesundes Arbeiten

Wer so vorgeht, hat genügend Zeit, alles geordnet und sinnvoll vorzubereiten. Ohne diesen immensen Zeitdruck könnt ihr auch viel ruhiger schlafen. Das tut Körper und Geist gleichermaßen gut. Ein weiterer Vorteil: Ihr vermeidet unnötige Fehler. Die entstehen in der Regel nämlich nur, wenn ihr kopflos drauflos macht und keine Zeit zum Nachdenken habt. Doch es geht nicht nur um die Vermeidung von Fehlern. Mehr Zeit zum Nachdenken zu haben, bringt oftmals auch richtig gute und kreative Ideen zu Stande! Ade Einheitsbrei.

Faire Partnerschaft

Wer rechtzeitig plant kann auch mit ausreichend Vorlauf Angebot für benötigte Leistungen von Partnern einholen. Mit genügend Zeit in der Hinterhand habt ihr auch viel mehr Auswahl was eure Dienstleister anbelangt. Ihr müsst nämlich nicht denjenigen nehmen, der euren Auftrag noch gerade so dazwischen quetschen kann. Ihr könnt euch für das Unternehmen entscheiden, das für die Umsetzung der Aufgabe am besten geeignet ist. Schließlich haben eure Partner auch laufende Projekte. Seid also fair und gebt euren selbst fabrizierten Stress nicht an eure Dienstleister weiter.


Kein Stress, mehr Kohle

Das zu späte Anfangen wirkt sich auf alles Kommende aus. Besonders auch auf euren Geldbeutel. Denn wer Produkte, Give Aways oder Druckmittel noch rechtzeitig zur Deadline vor Ort haben will, kommt um „Over Night Express Extra Schnell und Extra Teuer Lieferung“ nicht drumherum. Diese Kohle kann man echt sinnvoller investieren, oder? Und was macht ihr eigentlich, wenn in der Hektik irgendwas schief gelaufen ist?

Social Media liebt Zeit

Besonders drastisch wirkt sich Zeitdruck auf Social Media aus. Wenn ihr für euer Vorhaben einen neuen Kanal aufsetzen wollt, solltet ihr damit mindesten 6 Monate vorher anfangen. Und vor dem Aufsetzen braucht man ein Konzept! Auch das nimmt Zeit in Anspruch. Welche Inhalte wollt ihr teilen? Wer ist überhaupt die Zielgruppe? Welche Interessen haben diese Menschen? Wir sprechen wir sie am besten an?
Bis man eine ausreichend große Community aufgebaut hat, um eine effektive Reichweite zu erhalten, braucht ihr realistisch einfach ein paar Monate.

 

Und, seid mal ehrlich. So schwer ist das doch eigentlich gar nicht mit den rechtzeitigen Planen, oder? Und die Vorteile für alle Beteiligten liegen auf der Hand. Hier mal noch ein Beispiel aus dem Perlenland:

Unser perlenmädchen Nadine hat Anfang August einen kleinen Jungen bekommen. Glücklicherweise hat die Natur es so eingerichtet, dass man 40 Wochen Zeit hat, um auch im beruflichen Umfeld für diese aufregende Zeit alles vorzubereiten.
Wir haben Kunden rechtzeitig über Nadines Ausfall informiert, haben Projekte so geplant, dass ihr Fehlen nicht weiter ins Gewicht fällt und fangen mit neuen Projekten erst nach Ende des Mutterschutzes wieder an. Nadine muss sich so keine Sorgen um die Agentur machen und kann sich entspannt auf das Kennenlernen ihres Jungen konzentrieren.

Wir hoffen, wir können euch mit unseren Worten in Zukunft etwas Stress ersparen 😉 Wir freuen uns über eure Geschichten und euer Feedback dazu!

Eure perlenmädchen


Dienstag, 28. Juni 2016

Das ist ja förmlich unförmlich!
Warum ein „Du“ vieles einfacher macht.

Kommen Sie ruhig näher!

Vor ein paar Tagen habe ich mich mit einem befreundeten Unternehmer unterhalten. Er sagte mir, dass die Kommunikation der perlenmädchen viel zu persönlich und buddylike wäre. Zu Kunden und Mitarbeitern müsse ein professioneller Abstand gewahrt werden.
Ich denke, dass genau dieser Abstand hinderlich für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist. Für gemeinsames Arbeiten und Geschäfte machen ist Vertrauen das A und O. Durch den Aufbau einer persönlichen Beziehung wird das Vertrauen ineinander gestärkt. Deshalb versuchen wir von Beginn an, unseren Kunden nahe zu sein.

Die Tonalität eurer Unternehmenskommunikation wirkt sich enorm auf eure Kunden aus. Ihr kennt sicherlich das Sprichwort: „Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch wieder hinaus“.
Sprecht ihr eure Zielgruppe offen, persönlich und sympathisch an, werdet ihr eine Response in ähnlicher Tonalität erhalten. Bleibt eure Ansprache kühl und distanziert, werden eure Kunden ebenfalls auf Abstand bleiben. Ihr habt es in der Hand, den Grad der Nähe zu euren Kunden zu bestimmen.

Nicht jeder Unternehmer fühlt sich mit so viel Nähe zu seinen Kunden wohl. Wichtig ist vor allem, dass ihr authentisch bleibt. Verstellt euch nicht. Geht aber dennoch soweit auf eure Kunden zu, wie es sich für euch richtig anfühlt.

Hand in Hand

Eine persönliche Atmosphäre im eigenen Unternehmen wirkt sich immer positiv auf die Zusammenarbeit der Mitarbeiter aus. Ein „Du“ baut Hierarchien ab. Alle Teammitglieder werden ebenbürtig. Der Umgang miteinander wird ehrlicher und lockerer. Niemand ist gezwungen eine Maske zu tragen. Die Mitarbeiter werden ehrlich äußern was sie denken. Sie teilen Ideen und Vorschläge mit dem Team, werden sich aber auch trauen, Ängste und Vorbehalte zu äußern.
Durch den Input der Mitarbeiter können Arbeitsprozessen viel effizienter gestaltet werden. Außerdem können produktivere Teams zusammengestellt werden, wenn klar ist, welche Mitarbeiter am besten harmonieren. Die Kollegen fühlen sich miteinander verbunden, unterstützen sich und stehen für einander ein.
Sympathie und Freundschaft sorgen dafür, dass wir offener für den Standpunkt des anderen sind. Wir denken weniger Ich-bezogen, weil wir die gute Beziehung zum Gegenüber aufrechterhalten möchten.

Auge in Auge

Bei der Kommunikation mit euren Kunden hat ein „Du“ ähnlich positive Nebenwirkungen. Wenn ihr offen und persönlich auf eure Kunden zugeht, werden sie euch ebenfalls aufgeschlossener gegenübertreten. So baut ihr von Beginn an Ängste und Unsicherheiten ab und stellt ein wichtiges Grundvertrauen zu eurem Gegenüber her. Beide Partner werden sich ebenbürtig und können sich auf Augenhöhe verständigen.

Die Offenheit und Ehrlichkeit, die ihr euren Kunden entgegenbringt, werdet ihr im Gegenzug auch von Ihnen erhalten. Das sorgt dafür, dass ihr die Probleme und Wünsche der Kunden schneller erfassen könnt. Schließlich vertrauen sie euch, müssen sich nicht verstellen und werden deshalb eher ihre eigentlichen Vorstellungen und Motive mit euch teilen.
Eine persönliche Beziehung verringert zudem die Gefahr betrogen zu werden. Wenn wir jemanden sympathisch finden, wollen wir die gute Beziehung zu dieser Person aufrechterhalten und ihr nicht schaden.

Das wirkt sich besonders positiv in Verhandlungen aus. Die Gesprächspartner werden nicht auf ihren Positionen verharren und nur die eigenen Vorteile durchdrücken wollen. Viel eher wird man einen Kompromiss anstreben, der für beide Seiten Vorteile bringt. Wir werden empathischer und sind eher bereit, uns in die Position des Gegenübers zu versetzen.
Wir können Situationen besser einschätzen und sinnvollere Lösungen finden, wenn wir offen und ehrlich miteinander kommunizieren; wenn wir die Motive, Vorbehalte oder Ängste des Anderen kennen. Private Probleme können sich zum Beispiel erheblich auf die Kommunikation und die Entscheidungen eines Menschen auswirken. Ohne Vertrauen und Sympathie zum Gegenüber werden wir von solchen Faktoren allerdings nichts erfahren.

Seite an Seite

Natürlich muss man neue Kunden oder Mitarbeiter nicht von Beginn an duzen. Der Zeitpunkt muss sich einfach richtig anfühlen. Bei manchen Menschen spürt man sofort eine Verbindung, bei anderen muss sich diese erst aufbauen. Und natürlich kommt es auch mal vor, dass man niemals einen Draht zueinander findet.

Ihr solltet auch nicht alle um euch herum wie selbstverständlich duzen. Beide Partner müssen sich wohl damit fühlen. Gebt den Menschen Zeit. Durch Wortwahl, Tonalität und Körpersprache, könnt ihr eurer Gegenüber zu einem Du einladen, ohne es direkt zu thematisieren.
Ich denke, dass der Aufbau einer persönlichen Beziehung zum Gegenüber immer erstrebenswert ist. Eine gute Menschenkenntnis macht natürlich vieles einfacher. Mit dieser Gabe wird es euch leicht fallen, Menschen zu finden, mit denen ihr gut zusammenarbeitet - Aber auch die Personen auszumachen, von denen ihr euch besser fernhaltet.

Eine Gefahr dürft ihr jedoch nicht unterschätzen. Bei all der Freundschaft ist es entscheidend, Unternehmer zu bleiben. Unternehmerisch zu handeln und zu denken. Ihr kennt das Sprichwort mit dem kleinen Finger und der ganzen Hand? Lasst euch nicht auf Freundschaftsdienste ein. Gute Leistung muss bezahlt werden. Zu einem angemessenen Preis. Es muss immer ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geben und Nehmen herrschen.

Welchen Vorteil soll dieser „professionelle Abstand“ also bringen, den wir durch das Siezen aufrechterhalten? Beide Partner werden sich immer vorsichtig umkreisen, abschätzend sein und entscheidende Informationen zurückhalten. Die Zusammenarbeit kann niemals so effizient und erfolgreich sein, wie zwischen zwei Menschen, die sich auch auf der Beziehungsebene miteinander verbunden fühlen. Wirkt es sich auf die Qualität meiner Arbeit oder auf meine Professionalität aus, wenn ich mein Gegenüber duze? Ich denke nicht.


Aber was denkt ihr? Wie handhabt ihr die Kommunikation in eurem Unternehmen? Wir freuen uns über euer Feedback!

Dienstag, 23. Februar 2016

Darf ich um ihre Aufmerksamkeit bitten?
Eine Anleitung für außergewöhnlich gute Vorträge.

Brennen statt Pennen

Wer brennt, kann auch andere anstecken
Wer brennt, kann auch andere anstecken
Gute Vorträge sind nicht nur informativ, sondern machen Spaß. Sowohl dem Publikum als auch dem Redner. Ihr könnt euer Publikum nämlich nur begeistern, wenn ihr selbst voller Leidenschaft über euer Thema sprecht. Die Menschen, die dort vor euch sitzen funktionieren gewissermaßen wie ein Verstärker. Eure Emotionen und Gefühle übertragen sich auf die Zuhörer. Verbreitet also positive Energie, lasst euren Charme spielen und brennt für euer Thema!
Seid ihr selbst nicht überzeugt von dem, was ihr da erzählt, könnt ihr auch das Publikum nicht für euch gewinnen. Und wer gelangweilt vor sich hin nuschelt, braucht sich nicht über Schnarchgeräusche aus dem Publikum wundern.

Sprechen statt Lesen

Ist euch schon einmal aufgefallen, dass wir ganz anders schreiben als wir sprechen? In der Schriftsprache, besonders bei fachlichen Themen, werden wahnsinnig viele Substantivierungen verwendet. Sätze bestehen aus unzähligen Nebensätzen und Zusammenhänge werden durch Einschübe immer wieder auseinandergerissen. Wir bemühen uns besonders gebildet und kompetent zu klingen. Aber eigentlich machen wir dadurch alles nur viel Unverständlicher.

Sprecht zum Publikum wie zu einem Freund
Sprecht zum Publikum wie zu einem Freund
Vorträge sind keine Lesungen. Verwendet also keine Schreibsprache. So spricht kein normaler Mensch. Die Leute sind nicht da, um ein sprechendes Buch zu erleben. Sprecht zu euren Zuhörern eher wie zu einem Freund. Erklärt ihnen euer Anliegen wie in einem Gespräch.
Voraussetzung für einen guten Vortrag ist also, dass ihr den Inhalt in und auswendig kennt. Er muss gewissermaßen aus euch selbst herauskommen.

Und lest um Himmels Willen nicht einfach eure Folien vor! Ganze Sätze haben darauf nichts zu suchen. Die Folien sind eigentlich auch gar nicht für euch, sondern für das Publikum. Die Stichworte sollten das Gesagte zusammenfassen und als Stütze für eure Zuhörer dienen.
Die Situation in einem Vortrag ist nämlich eine ganz andere, als Zuhause am Schreibtisch zu sitzen und konzentriert ein Fachbuch zu lesen.

Wir sind von unzähligen Ablenkungen umgeben. Kellner bringen Getränke, der Sitznachbar hustet, 3 Reihen weiter tuscheln ein paar Kollegen. Man ist allein situationsbedingt weniger konzentriert. Schriftsprache können wir hier auf keinen Fall gebrauchen. Zuhause liest man einen Satz einfach noch ein drittes Mal, wenn man Verständnisprobleme hat. Bei einem Vortrag hat man nur eine Chance eine Botschaft zu verstehen. Dinge, die wir nur hören und nicht parallel lesen, sind zudem schwieriger zu merken.

Erleben statt Zusehen

In Fachvorträgen ist es oft notwendig, schwierige oder komplizierte Zusammenhänge zu erklären. Wie schafft man es also, diese Dinge verständlich und lang anhaltend zu vermitteln?
Dazu müssen wir uns bewusst machen, wie unser Hirn funktioniert. Situationen, die besonders emotional waren, viele Sinne angesprochen oder starke Reize verursacht haben, hinterlassen immer eine fest verankerte Erinnerung. Der Moment, in dem man das erste Mal auf eine heiße Herdplatte fasst, brennt sich im wahrsten Sinne des Wortes ein ;)

Dieses Prinzip solltet ihr auf eure Vorträge anwenden. Sprecht in bunten Bildern zu euren Zuhörern und lasst Geschichten in ihren Köpfen entstehen. Verwendet Metaphern und anschauliche Beispiele in euren Ausführungen. Erzählt ein paar passende Anekdoten aus eurem Leben. Und macht Witze! Humor ist immer eine tolle Art, Menschen zu erreichen. Euer Vortrag sollte die Menschen unterhalten. In diesen Minuten werdet ihr zum Entertainer.

Verlasst auch gern die konventionellen Pfade und baut interaktive Elemente in euren Vortrag ein. Verwendet Requisiten, arbeiten mit Geräuschen oder Gerüchen. Versucht, so viele Sinne wie möglich anzusprechen. Überrascht euer Publikum und lasst es an der ein oder anderen Stelle aktiv mitmachen.
Bezieht die Zuhörer mit ein, stellt ihnen Fragen, lasst sie mitdenken und sprecht sie direkt an. Beachtet bei eurer Rede aber immer den Wissensstand und Hintergrund der Zuhörer. Ihr solltet sie nicht überfordern, aber auch nicht langweilen.



Üben statt Aufgeben

Übung macht den Meister
Übung macht den Meister
Ja, ja, ich weiß schon. Nicht jeder ist der geborener Entertainer und kann gut vor Publikum reden. Aber wisst ihr was? Übung macht den Meister! Stellt solche Situationen doch mal mit Freunden oder der Familie nach. Bereitet zum Beispiel einen besonderen Vortrag zur Präsentation der letzten Urlaubsfotos vor. Lasst sie auch Zwischenrufe einwerfen und Fragen stellen. So übt ihr gleich, auf Ablenkungen zu reagieren. Spontanität und Schlagfertigkeit können nämlich auch erlernt werden.

Überwindet euch und nehmt jede Chance wahr, vor Menschen zu sprechen. So werdet ihr nach und nach immer lockerer. Und das Wichtigste: Bleibt ihr selbst und sprecht in euren eigenen Worten.

So. Vortrag beendet ;D Jetzt seid ihr dran!
Wir freuen uns sehr, wenn ihr uns von euren Erfolgserlebnissen berichtet!