kreativagentur perlenmädchen

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Montag, 24. Februar 2025

Keine Chefsache

Veränderung ist ein Teamprojekt

 

Aktuell arbeiten wir gerade für zwei Unternehmen an einer Vermarktungsstrategie, weil sich die Unternehmensausrichtung beider Firmen verändert hat. Grundsätzlich ist es schon einmal super, dass beide Kunden erkannt haben, dass sich etwas verändern muss. Über diese Schwelle geht auch nicht jeder. Wir sind sehr glücklich darüber, den Veränderungsprozess moderieren zu dürfen und mit unseren Impulsen und Ideen anschieben zu können.

Worüber wir auch sehr glücklich sind: Den Führungsebenen beider Unternehmen war klar, dass diese Strategiearbeit gemeinsam mit dem Team erfolgen muss. Denn Veränderung ist immer ein Teamprojekt! Wir sind stolz auf unsere Kunden. Denn auch diese Erkenntnis ist nicht selbstverständlich. In unseren fast 17 Jahren Agentur haben wir da schon ganz andere Geschäftsführungen erlebt..

Veränderung ist anstrengend und klappt nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Deshalb reicht es nicht aus, wenn sich die Unternehmensführung einen tollen Plan überlegt. Die Geschäftsführung ist schließlich nicht die treibende Kraft. Das sind die Mitarbeiter! Das Team muss sich gehört und mitgenommen fühlen und von Beginn an in den Prozess einbezogen werden. Nur so können nach und nach Motivation und Tatendrang bei allen Beteiligten wachsen. So etwas passiert nicht auf Knopfdruck.

Engagement entsteht, wenn sich Mitarbeiter gehört und ernstgenommen fühlen. Außerdem muss außer Frage stehen, dass die Führungsebene ihren Leuten vertraut und andersherum. Auch ein gutes Klima im Team ist die Voraussetzung dafür, dass sich alle auf das große Ganze konzentrieren können. Wenn innerhalb des Teams zwischenmenschliche Kleinkriege stattfinden, sollte man gar nicht erst in die Strategiearbeit starten. In diesem Fall muss man erst einmal für Harmonie innerhalb der Belegschaft sorgen.

Ein WIR ist immer die Voraussetzung für alles weitere. Das heißt nicht, dass sich immer alle einig sein müssen. Ganz im Gegenteil! Strategiearbeit lebt vom Diskurs, vom Austausch der Argumente, von der offenen Äußerung von Kritik oder Problemen. Wie soll man schließlich Dinge verbessern, wenn man sich nicht klar über die vorhandenen Defizite ist?

Der Plan für die Zukunft des Unternehmens sollte gemeinsam geschmiedet werden. Und dazu sind ein paar harte Hammerschläge auf glühendes Metall notwendig 😉Jedes Teammitglied sollte die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen und Bedenken zu äußern.

Ziel sollte es am Ende sein, ein klares Konzept zu haben, das alle Fragen beantwortet  und alle Zweifel zerstreut. Allen muss klar sein, wo es hingeht und dass jeder einzelne seinen Teil dazu beitragen muss. Jeder sollte seine Aufgabe kennen und sich mit dieser wohl fühlen. Es sind viele Stellschrauben nötig, um Veränderung zu erreichen.

Natürlich gehört zur Veränderung immer auch ein gewisses Risiko. Aber wie sagt man so schön: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt? Und Stillstand ist niemals eine gute Alternative.

 

Mit motivierenden Grüßen,

eure perlenmädchen

Dienstag, 26. Oktober 2021

 Schöner Arbeiten

Warum Wohlfühlen im Büro so wichtig ist

 

WOW-Effekt



Im letzten Monat hat sich eine neue Kundin bei uns gemeldet, die uns für die Gestaltung einiger Wandelemente in ihrem Büro engagiert hat. Vorab haben wir uns die Räume natürlich angesehen. Und wir müssen sagen: WOW! So eine edle Büroeinrichtung mit Stil und einem stimmigen Farbkonzept haben wir bisher nur selten gesehen. Unsere Kundin sagte, dass für sie die schöne Bürogestaltung eine Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern ist. Da können wir nur kräftig Nicken und Zustimmen! Bei unserem Besuch sah man dem Team förmlich an, wie stolz sie auf ihren Arbeitsplatz sind und dass sie jeden Tag gern ins Büro kommen.


Nicht nur praktisch, sondern schön individuell



Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Deshalb sind schöne Büros vor allem eins: individuell! Die Gestaltung der Räume sollte zu euch und eurem Unternehmen passen und im besten Fall euer Corporate Design aufgreifen. Achtet bei den Büromöbeln darauf, dass sie nicht nur praktisch, sondern auch ästhetisch ansprechend sind. 

Teuer muss das gar nicht sein. Man kann auch mit einem kleinen Budget, guten Ideen und ein wenig Do-it-Yourself tolle und vor allem einzigartige Einrichtungen erschaffen. Über ein stimmiges Farbkonzept zaubert ihr ganz einfach ein harmonisches Gesamtbild. Farben wirken sich ganz stark auf unsere Psyche aus. Entscheidet euch daher für warme und angenehme Farben. Niemand sitzt gern 8h vor einer Neonwand.

Den individuellen Arbeitsplatz sollte sich jeder Mitarbeiter so einrichten dürfen, wie es für ihn am besten ist. Dabei dürfen persönliche Elemente natürlich nicht fehlen. Fotos von den Liebsten, Postkarten mit den schönsten Urlaubserinnerungen, ein oder zwei Grünpflanzen und die allerliebste Kaffeetasse. Eben alles, was man zum Wohlfühlen braucht!


Basics


Zum Wohlfühlen gehören außerdem ein paar grundlegende Sachen. Der Mensch braucht viel Tageslicht. Das macht wach und erhöht die Konzentrationsfähigkeit. Achtet also darauf, dass euer Büro schön hell ist und auch an dunklen Tagen über eine angenehme Beleuchtung verfügt. Auch die Raumtemperatur ist wichtig! Es sollte weder zu kalt noch zu warm im Büro sein. Regelmäßiges Lüften ist ebenfalls entscheidend, denn verbrauchte Raumluft macht schnell müde.

Und was macht ihr die meiste Zeit im Büro? Sitzen- ganz genau. Deshalb ist auch der Bürostuhl ganz wichtig. Er muss bequem sein, zu eurer Körpergröße und Schreibtischhöhe passen und darf keine unschönen Verspannungen verursachen. Auch ein höhenverstellbarer Tisch kann eine Investition wert sein, wenn man gern mal im Stehen arbeitet.

Auch wenn jeder das Wort Ordnung anders auslegt, sie gehört zum Wohlfühlen am Arbeitsplatz ebenfalls dazu. An eurem Schreibtisch solltet ihr euch gut zurechtfinden und Unterlagen oder Büromaterial nicht lange suchen müssen. Jeder hat da sein eigenes System, was völlig ok ist. Wenn allerdings nur Chaos auf dem Schreibtisch herrscht, hat man schon keine Lust sich davor zu setzen. An effektives Arbeiten ist dann gar nicht zu denken.

Und zu guter letzt: Harmonie im Team! Schon klar, man kann sich seine Kollegen nicht aussuchen. Mit dem einen kann man mehr, mit dem anderen weniger. Die innere Einstellung spielt hier aber eine entscheidende Rolle. Entscheidet euch dafür ein Team zu sein. Für eine Wohlfühlatmosphäre ist es wichtig, nett zueinander zu sein. Seid euren Kollegen gegenüber aufmerksam und nett, seid verständnisvoll und nachsichtig. Außerdem hat jeder mal einen schlechten Tag. Statt auf Konfrontation, kann man sich dann einfach aus dem Weg gehen. So herrscht im Büro auch keine dicke Luft.


Der Lohn für all die Mühe



Sich so viele Gedanken über die Büroeinrichtung zu machen, ist ganz schön zeitaufwändig, schon klar. Aber es lohnt sich! Wenn man sich wohlfühlt, ist man entspannter und auch produktiver. Die Arbeit geht dann viel leichter von der Hand.

Wer morgens in ein schönes Büro kommt und sich an einen aufgeräumten Schreibtisch setzen kann, startet mit viel mehr Motivation und Power in den Tag. So macht die Arbeit auch gleich viel mehr Spaß. Und wenn man mit einem Lächeln im Gesicht ins Büro kommt, überträgt das die positive Stimmung auch gleich an die Kollegen. Ihr merkt, es lohnt sich!

 

Bunte Grüße aus zwei ganz zauberhaften Perlenbüros,

eure perlenmädchen

 

Dienstag, 23. Juni 2020

Tierisch gute Kollegen

Mit dem Vierbeiner im Büro

 

Schreibtisch mit Körbchen

Mittlerweile sieht man es immer mehr. Katzenkörbe oder Hundebetten stehen wie selbstverständlich neben Schreibtischen in Büroräumen. Die Vierbeiner halten Einzug in die Arbeitswelt. Die perlenmädchen arbeiten bereits seit 12 Jahren im Homeoffice mit tierischen Kollegen. Sowohl in Wittstock als auch in Schleswig-Holstein. Immer mit dabei sind perlenmännchen Boris und die Agenturkatzen Mina und Mulle. Im Laufe der Zeit haben wir bemerkt, dass Tiere im Büro so einige Vorteile mit sich bringen.

perlenmännchen Boris
perlenmännchen Boris

Streicheleinheiten für Körper und Seele

Tiere wirken nachweislich stressreduzierend und beruhigend. Mittlerweile gibt es in Deutschland immer mehr Pflegeeinrichtungen, die auf tierische Hilfe bei der Betreuung der Patienten setzen. Warum diese tierischen Vorteile also nicht in die Arbeitswelt übertragen? Gerade im stressigen Büroalltag ist es oft eine Wohltat, wenn von rechts plötzlich eine feuchte Hundenase kommt und um Aufmerksamkeit bittet.

Gelegentliches Streicheln und Kuscheln mit den Fellnasen senkt unseren Stresslevel. Wir verlassen den „Arbeitstunnel“ und sind plötzlich wieder im Hier und Jetzt. Auf einmal merkt man, wie durstig oder hungrig man ist oder dass es höchste Zeit für eine Pause ist. Wir arbeiten alle sehr viel effizienter und auch fehlerfreier, wenn wir regelmäßig eine Auszeit einlegen.

Der Bürohund möchte zudem auch mal Gassigehen und sorgt so auf eine charmante Art dafür, dass wir weniger sitzen und genug Bewegung haben. An der frischen Luft tanken wir zudem neue Energie für die nächsten Aufgaben und kommen gut erholt an den Schreibtisch zurück.

Tiere im Büro


Tierische Eisbrecher

Gerade das Kennenlernen neuer Kunden kann manchmal etwas steif sein. Auch hier helfen uns unsere Freunde auf vier Pfoten. Hunde und Katzen sorgen meist problemlos für eine lockere Stimmung im Büro und bieten uns oft einen Grund zu Lachen. So wird das Eis direkt gebrochen. Man hat sofort ein nettes Smalltalk-Thema und entdeckt vielleicht sogar private Gemeinsamkeiten. Mit diesem Sympathiebonus auf eurer Seite, öffnen sich Kunden viel schneller und verlieren unnötige Vorbehalte.

Allerdings solltet ihr dennoch Rücksicht auf Allergien nehmen. Für Allergiker ist es natürlich super unangenehm, wenn ihnen im Gespräch ständig die Nase läuft. Es gibt auch Menschen die Angst vor Hunden oder Katzen haben. Dann kann es euch passieren, dass sich der Kunde nicht ent- sondern verspannt.  Am besten ihr fragt vor dem Kennenlernen des neuen Kunden direkt, ob es ok ist, dass euer vierbeiniger Kollege dabei ist. Dann könnt ihr von Anfang an allen Problemen aus dem Weg gehen 😊

 

Tierisch gute Kollegen

Was sind eure Erfahrungen mit Tieren im Büro? Habt ihr selbst einen tierisch netten Kollegen? Schickt uns gern eure Geschichten und Fotos!

Tierisch liebe Grüße,

eure perlenmädchen

Agenturkatzen Mina (grau) und Mulle (rot)

Dienstag, 26. Februar 2019


Ode an die alten Hasen
Revolution im Karnickelstall!


Nach über 10 Jahren im Agenturgeschäft sind wir schon in so einigen Unternehmen ein und aus gegangen. Und fast überall hatten die alten Hasen das Sagen. Und wisst ihr was wir nach all den Jahren auch in fast allen Karnickelställen bemerken? Die Alten legen den jungen Hüpfern Steine in den Weg. Deswegen ist es an der Zeit, ihnen mal die Löffel lang zu ziehen ;)



Liebe alte Hasen, liebe Chef-Karnickel, liebe Vorstands-Rammler,

bitte raubt den jungen Hüpfern nicht all ihre Freude, ihre Hoffnung und ihren Tatendrang.  Eure Aufgabe ist es nicht zu blockieren, sondern zu leiten.
Haut ihnen nicht auf die Pfoten, wenn sie mal wieder mit neuen Ideen und Idealen um die Ecke hüpfen, sondern lasst euch von ihnen anstecken!



Streicht den Satz „Das haben wir immer so gemacht“ aus eurem Vokabular. So eine Haltung bricht jedem auf lange Sicht das Genick. Die Welt verändert sich rasant. Man muss sich entwickeln, sich ständig neu erfinden, um Schritt zu halten.
Schaut dabei nicht nach links und rechts. Es bringt keine Vorteile, sich nur nach der Konkurrenz zu orientieren. Wer große Sprünge machen möchte, muss neue Wege gehen. Dazu braucht es junge Köpfe, die noch keine Zäune im Kopf haben. Dazu braucht es junge Hüpfer! Eure jungen Hüpfer!


Leitet Sie an, unterrichtet sie aber lernt im Gegenzug auch von ihnen. Denn sie brauchen euch genauso, wie ihr sie braucht. Weist sie auf Stolpersteine hin, aber weist sie nicht ab. Junge Köpfe sind voller Ideen. Voller Kreativität, Innovation und Revolution. Sie sind das größte Kapital eines Unternehmens.

Also ihr alten Hasen - lasst neue Wege und neue Entwicklungen zu. Lasst euch auf Experimente ein und geht auch mal das Risiko ein, euch das Fell zu verbrennen. Stellt alte, eingefahrene Strukturen in Frage.



Und das Wichtigste überhaupt: Belohnt eure Mitarbeiter fürs Mitdenken! Schreibt ihnen nicht vor wie sie ihre Arbeit zu machen haben. Sagt ihnen nur, welche Ergebnisse ihr erwartet, welche Ziele ihr mit ihrer Hilfe erreichen wollt. Lasst ihnen für alles andere freie Hand.
Wer hingegen von seinem Team verlangt, nur Dienst nach Vorschrift zu machen und nicht über den Tellerrand hinauszuschauen, braucht sich nicht über eine schlechte Arbeitsmoral zu wundern. Durch so eine Unternehmenspolitik stumpfen eure Mitarbeiter ab. Wie sollen sie ohne eigene Erfolge, Errungenschaften und Glanzleistungen Anerkennung erfahren? Wie sollen sie sich motivieren? Wie sollen sie lernen, Vertrauen in sich selbst und in die eigenen Fähigkeiten zu haben? Die jungen Hüpfer verlieren jeglichen Elan und sitzen irgendwann nur noch träge in der Ecke.



Stellt den Nachwuchs stattdessen vor Herausforderungen, an denen sie zu knabbern haben. Traut ihnen etwas zu und schenkt ihnen euer Vertrauen. Ihr werdet überrascht sein, mit welchen Lösungen die jungen Hüpfer angesprungen kommen!


Und jetzt spitzen wir unsere Hasenöhrchen und freuen uns über eure Gedanken und euer Feedback zum Thema!

Eure perlenmädchen

Dienstag, 28. August 2018

Freiheit macht schlau


Die selbsterfüllende Prophezeiung


Wer kennt sie nicht? Diese chronisch überarbeiteten Chefs, die ihrem Gegenüber nie wirklich zuhören. Sobald das Telefon klingelt oder der PC eine neue Mail ankündigt, sind sie mit den Gedanken schon wieder woanders. Die Augen immer ruhelos, nie fokussiert. Sie sind die Erfinder des „Burnout“.

Diese Menschen leiden fast immer an einem hausgemachten Problem: Kontrollwahn. Sie trauen ihren Mitarbeitern nichts zu, wollen zu jedem Detail gefragt werden und müssen immer alles selbst entscheiden. Da haben wir sie dann wieder, die selbsterfüllende Prophezeiung. Genauso erzieht man seine Mitarbeiter zu Marionetten. Zu kopflosen Holzsoldaten. Wer seine Mitarbeiter für unfähig hält und sie fürs Mitdenken bestraft, braucht sich nicht zu wundern, wenn das Team nur unselbstständig und unmotiviert arbeitet.

Nicht selten ist es auch die eigene Unsicherheit, die Chefs solch ein Verhaltensmuster zeigen lässt. Wenn man befürchtet, seinen Status oder seine Machtposition zu verlieren, hält man seine Angestellten besser an der kurzen Leine. Ein weiterer Auslöser kann der Perfektionismus sein. Aus Angst, Fehlern zu machen, legt man lieber nichts in fremde Hände, sondern erledigt einfach alles selbst.
Was auch immer der Grund ist: Mit einem solchen Verhalten legt ihr nicht nur euch selbst in Ketten, sondern auch euer Team.

Alles eine Frage der Erziehung


Die oberen Etagen bilden sich oft ein, alles besser zu wissen. Aber niemand kennt die Abläufe, Stolpersteine und die individuellen Gegebenheiten zu einer Aufgabe besser, als der Mitarbeiter, der mit genau dieser betraut ist. In den Arbeitsprozessen der Angestellten stecken die Vorgesetzten einfach nicht tief genug drin. Warum denken Sie dann oft, alles besser zu wissen?

Wer selbstständig denkende und eigenverantwortlich handelnde Mitarbeiter möchte, sollte seinen Leuten einfach mehr freie Hand lassen. Eure Aufgabe ist es zu lenken und zu leiten, das große Ganze im Auge zu behalten. Während ihr oben auf dem Ausguck sitzt und den Kurs für euer Unternehmen plant, halten euch eure Leute den Rücken frei.
Wer noch unsicher ist, startet erstmal einen Testballon. Übertragt eurem Team eine Aufgabe und nehmt euch vor, euch mal nicht einzumischen. Ihr werdet vom Ergebnis ganz sicher überrascht sein!

Also übertragt ihnen Verantwortung, lasst sie selbst Entscheidungen treffen und nach ihren eigenen Methoden arbeiten. Ihr müsst nur die Zielstellung vorgeben. Belohnt es, wenn eure Leute Mitdenken anstatt sie dafür zu maßregeln. Eigene Erfolge und Anerkennung führen nämlich automatisch zu mehr Motivation. Schließlich sind die Zeiten nicht immer rosig. Da ist es gut zu wissen, wenn man zufriedene und treue Angestellte hat, die hinter dem Unternehmen stehen und nicht bei jedem stärkeren Wellengang wie Ratten das sinkende Schiff verlassen.

Ernten was man sät


Wenn der Chef von seinem hohen Ross gestiegen ist und die Mitarbeiter frei und selbstbestimmt arbeiten, ist es Zeit für das Feintuning. Als Führungskraft hat man eine regulierende Funktion. Wenn man an den richtigen Stellschrauben dreht, kann man oftmals noch viel mehr aus seinen Leuten herausholen. Über Arbeitsmoral, Effizienz und Stimmung im Team entscheidet oft schon die Zusammensetzung der Arbeitsgruppen.

Die Mitarbeiter müssen zu einander passen. Kompetenzen sollten sich bestenfalls ergänzen. Aber Vorsicht: Zu viel Kuschelkurs lässt uns träge und eingefahren werden. Setzt statt Kuschelkurs also eher auf ein gewisses Maß an Reibung. Querdenker sorgen für frischen Wind, andere Sichtweisen führen zu neuen Ideen.



Anziehungskraft und Bindung


Das höchste Gut eines Unternehmens sind seine Mitarbeiter. Deshalb solltet ihr sie hegen und pflegen, ihnen zuhören, auf sie eingehen und dafür sorgen, dass es ihnen gut geht. Hier spielt das Thema Freiheit wieder eine entscheidende Rolle. Wenn ihr euren Mitarbeitern mehr Verantwortung übertragt, übertragt ihr ihnen auch Entscheidungsgewalt. Baut überflüssige Strukturen ab. Flache Hierarchien sorgen für kurze Arbeitswege und somit ein agileres Handeln.

Lasst eure Mitarbeiter nach Möglichkeit selbst über die Einteilung ihrer Arbeitszeit entscheiden. Die alte Stechuhr hat in so gut wie allen Branchen ausgedient und ist weit überholt. Statt eure Leute nach reiner Anwesenheit zu bewerten, solltet ihr sie an ihren Erfolgen messen. Wenn interessiert es schon, in welcher Zeit die Ergebnisse erarbeitet worden sind, solange sie bis zur vorgegebenen Deadline vorliegen? Eben.

Vergesst nicht, dass eure Angestellten Menschen sind. Mit eigenen Bedürfnissen, Problemen, Wünschen. Nehmt auf diese Dinge Rücksicht! Bei einer freien Arbeitszeit-Einteilung lassen sich Beruf und Familie zudem viel besser unter einen Hut bringen.

Ergebnis: Eure Attraktivität als Arbeitgeber steigt. Die Mitarbeiter-Zufriedenheit steigt. Die Produktivität euer Mitarbeiter steigt.

In einer Zeit von chronischem Fachkräftemangel werdet ihr so auch gute Leute halten können. Wer sich wohlfühlt, will den Job nicht wechseln. Ein guter Ruf als Arbeitgeber führt zudem zu mehr Bewerbungen.

Um jetzt noch mal auf den Anfang zurück zu kommen: Diese Art der Unternehmensführung hat einen nicht ganz unwichtige Nebeneffekt: Ihr führt ein stressfreieres und glücklicheres Leben. Also, liebe Chefs, was meint ihr dazu?


Wir freuen uns über einen Erfahrungsaustausch mit euch und über euer Feedback!

Eure Perlenmädchen

Dienstag, 28. November 2017

Auf der Suche nach Frischfleisch
Tipps für erfolgreiches Azubi-Marketing

Der Griff an die eigene Nase

„Wir würden ja gern junge Menschen ausbilden, aber wir finden einfach keine geeigneten Bewerber!“ Solche Sätze hört man sehr oft aus den Mündern der Unternehmer. In unserer leistungsorientierten Gesellschaft werden die Schüler heute tatsächlich eher in Richtung höhere Bildung (sprich Studium) getrimmt.

Die IHK wirbt für das Thema Ausbildung
Trotzdem liegt es nicht nur am fehlenden Nachwuchs, dass die Bewerber ausbleiben. Greift euch also zuallererst an die eigene Nase, liebe Unternehmer, und überlegt euch, warum euch die Bewerber fehlen. Mangelhafte Ausbildungsbedingungen, Fehler in der Kommunikation oder ein einfallsloses Azubi-Marketing sind ebenfalls nicht zu unterschätzende Faktoren.

Die IHK Potsdam hat das Problem seiner Unternehmer erkannt und zum Thema Azubi-Marketing ein außergewöhnliches Projekt entwickelt. In diesem fungieren die „Schüler als Unternehmensberater“. Sie besuchen Brandenburger Firmen, analysieren die dortigen Gegebenheiten und übergeben den Firmenchefs als Ergebnis ein Konzept mit wichtigen Denkanstößen, um das eigene Azubi-Marketing zu verbessern.

Und genau da kamen wir ins Spiel. In Form von Workshops und Vorträgen haben wir die Schüler im Vorfeld fit für ihre Aufgabe als Unternehmensberater gemacht und ihnen das richtige Rüstzeug mit auf den Weg gegeben. Wir sind jetzt schon sehr gespannt auf die Ergebnisse!
In den folgenden Absätzen haben wir für euch, liebe Unternehmer, die wichtigsten Tipps für ein erfolgreiches Azubi-Marketing zusammengefasst.

Warum Azubi-Marketing?

Richtig gute Azubis sind Mangelware. Das habt ihr sicherlich alle schon bemerkt. Viele Absolventen beginnen nach der Schule direkt ein Studium. Momentan gibt es mehr offene Azubistellen als Bewerber. Als Folge hat sich ein richtiger Kampf um die besten Bewerber entwickelt.

Denn der fehlende Nachwuchs zieht einen ganzen Rattenschwanz an Problemen nach sich. Wenn sich keine jungen Menschen mehr ausbilden lassen, nimmt der Fachkräftemangel weiter zu. Unternehmen haben immer größere Probleme offene Stellen zu besetzen. Der Altersdurchschnitt nimmt zu. Bei den Firmenchefs genauso wie bei den Arbeitnehmern. Auch das Thema Unternehmensnachfolge ist davon betroffen.

Ihr seht also: Unternehmen müssen in Azubi-Marketing investieren, um in Zukunft am Markt bleiben zu können. Wer sich nicht jetzt um guten Nachwuchs bemüht, muss sich bald mit existenzbedrohenden Problemen auseinandersetzen.

Unternehmen mit Kultur

Der Spieß hat sich also umgedreht. Das Zurücklehen und Warten auf die zahlreichen Bewerbungen ist vorbei. Jetzt sind die Azubis in der angenehmen Position, sich den besten Arbeitgeber herauszupicken. Die nackten Fakten, wie Gehalt, Urlaubstage und Arbeitszeiten sind schon längst nicht mehr die einzigen Entscheidungsfaktoren.

Neue Mitarbeiter und Azubis wollen ein Unternehmen, das zu Ihren Wertvorstellungen passt und für die gleichen Ideale steht. Es geht darum, auf gleicher Wellenlänge mit dem Arbeitgeber zu sein und sich durch ihn vielleicht sogar zu profilieren.

In der Unternehmenskommunikation sollte also die Persönlichkeit, die Kultur oder das Leitbild immer eine zentrale Rolle spielen. So entsteht außerdem eine Alleinstellung und Abgrenzung zum Wettbewerb. Sprecht also öffentlich über eure Leidenschaften, Ansprüche, Werte und Ansichten. Wichtig ist aber, dass eure Kommunikation glaubwürdig und authentisch ist. Schönmalerei fällt euch ganz schnell wieder auf die Füße.

Ein toller Nebeneffekt: Es werden sich nur Leute bei euch bewerben, die sich von euren Ansichten angesprochen fühlen. Unpassende Bewerber sortieren sich so wie von selbst aus.
Entwickelt also ein Leitbild, eine Unternehmenskultur. Die eigenen Mitarbeiter können sich so viel eher mit eurem Unternehmen identifizieren. Im besten Fall entsteht dadurch auch ein Gemeinschaftsgefühl unter euren Leuten. Der Zusammenhalt wächst.

Zufriedene Mitarbeiter sprechen außerdem gern positiv über ihren Arbeitgeber und werden somit zu perfekten Botschaftern, die die Werte eures Unternehmens auch in der Öffentlichkeit vertreten.

Ein guter Ruf muss her

Als Unternehmer seid ihr Teil der öffentlichen Wahrnehmung. Ob ihr wollt oder nicht. Das sollte euch bewusst sein. Achtet also unbedingt darauf, was die Medien oder die Bevölkerung so über euch sagt. Ein schlechter Ruf wirkt sich nicht nur schlecht auf die Kundengewinnung, sondern auch auf die Gewinnung neuer Mitarbeiter aus.

Wer möchte schon gern für ein Unternehmen arbeiten, bei dessen Erwähnung alle Anwesenden plötzlich die Nase rümpfen?
Bei einem schlechten Image solltet ihr zuallererst auf Ursachenforschung gehen. Findet den Ursprung des Problems, dann könnt ihr es auch bekämpfen.

Zeigt öffentliche Präsenz, sucht den Kontakt zur Presse und engagiert euch für Themen, Vereine oder Einrichtungen, die euch am Herzen liegen. Außerdem solltet ihr Transparenz demonstrieren und es den Menschen ermöglichen, in eurer Unternehmen zu schauen. So schafft ihr es nach und nach eine positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu erreichen. Die perfekte Basis, um auf die Suche nach neuem Personal zu gehen.

Das wertvollste Gut

Mitarbeiter sind das wichtigste Gut eines Unternehmens und sollten auch so behandelt werden. Die Wertachtung der eigenen Leute sollte gelebt und kommuniziert werden. Das Thema Mitarbeiterförderung spielt dabei eine wichtige Rolle. Eure Angestellten sollten die Möglichkeit haben, sich zu entwickeln und weiter zu qualifizieren. Das hat zwei Vorteile. Ein Unternehmen muss sich stetig entwickeln, um mit dem Marktgeschehen Schritt halten zu können. Denkt dabei zum Beispiel an das aktuelle Thema Digitalisierung. Durch Weiterbildungen für Mitarbeiter holt ihr frisches Knowhow ins Unternehmen.

Der zweite positive Effekt ist, dass eure Leute durch die Aufstiegsmöglichkeiten motivierter sind. Sie merken, dass es voran geht und ihre Leistung gebraucht wird. Sowas spornt unheimlich an.
Und was hat das jetzt alles mit den Azubis zu tun? Junge Menschen wünschen sich eine zeitgemäße und zukunftsfähige Ausbildung. Als modernes Unternehmen, das viel für seine Angestellten tut, macht ihr dann einen super Eindruck auf die Bewerber.

Die Wertschätzung der Mitarbeiter sollte sich natürlich auch auf eure Azubis beziehen. Leitet sie zu eigenverantwortlichem Arbeiten an, schenkt ihnen Vertrauen und gebt ihnen eigene Aufgaben und Arbeitsbereiche. Ihr solltet das Mitdenken eurer Angestellten belohnen und nicht bestrafen. Ansonsten formt ihr eure Leute zu kopflosen Robotern, die nur Dienst nach Vorschrift machen.

Die Auszubildenden müssen sich als Teil des Teams empfinden und nicht als Außenstehende. Gerade der Start kann da etwas holperig sein. Für die jungen Menschen beginnt mit der Ausbildung ein völlig neuer Lebensabschnitt. Oft sind sie das erste Mal weit weg von zu Hause und müssen ihr Leben plötzlich ganz allein bewältigen.

Als aufmerksamer Arbeitgeber solltet ihr die Eingliederung eurer Azubis so reibungslos  wie möglich gestalten. Bietet ihnen zum Beispiel Unterstützung bei der Unterbringung an oder erleichtert ihnen durch die Bildung von Fahrgemeinschaften den Weg zur Arbeit. Vielleicht zahlt ihr auch nur das ÖPNV Ticket. Möglichkeiten gibt es viele. Bietet euren Auszubildenden einfach an, dass sie sich gern an euch wenden können, wenn sie Fragen oder Probleme haben. Das schafft von Anfang an ein wichtiges Vertrauensverhältnis.

Kreativ, authentisch und verständlich

Bisher haben wir uns nur mit den Bedingungen in euren Unternehmen auseinandergesetzt. Jetzt wollen wir uns endlich auf das Thema Marketing konzentrieren.
Bei eurer Werbung um neue Auszubildende solltet ihr euch immer in die jungen Menschen hineinversetzen. Habt ihr bereits Auszubildende? Dann bezieht sie in eure Überlegungen mit ein und fragt sie nach ihrer Meinung!

Die wichtigste Zielgruppe überhaupt sind die jungen Menschen. Macht euch das bewusst. Natürlich haben die Eltern auch einen starken Einfluss auf die Berufswahl des Kindes. Begeht dennoch nicht den Fehler, euch nur auf sie zu konzentrieren. Die Eltern sind nur eine Mittlerzielgruppe.
Wählt eine Tonalität, die zu eurer Firmenphilosophie aber eben auch zur jungen Zielgruppe passt. Wollt ihr eher auf Seriosität und Vernunft setzen und mit einer zukunftssicheren Ausbildung werben? Oder wollt ihr eher jung und unkompliziert wirken und wählt eine Kommunikation die mehr spaßorientiert ist? Beide Wege können zum Erfolg führen. Wichtig ist nur, dass eure Kommunikation authentisch ist und zu eurem Unternehmen passt. Der Einsatz einer falschen Tonalität kann Imageschäden und Unglaubwürdigkeit verursachen.

Wählt auch eure Texte und Formulierungen mit Bedacht. Wählt eine Sprache die die Jugendlichen verstehen und erschlagt sie nicht sofort mit eurem Fachchinesisch. Macht eher deutlich, dass ihr euch in sie hineinversetzen könnt.

Wir empfehlen euch bei der Entwicklung eurer Werbemotive auf Kreativität zu setzen. Emotionen und Interaktion sorgen für eine nachhaltige Erinnerung beim Empfänger. Außerdem ist Kreativität hoch ansteckend. Wer ungewöhnlich wirbt, muss keinen hohen Werbedruck ausüben. Die Menschen, die ihr durch eure Werbung berührt, werden selbst zu Werbeträgern. Sie teilen ihre Erlebnisse mit Freunden, Bekannten und der Familie. Besonders kleine Unternehmen ohne großes Werbebudget, sollten kreative Werbung nutzen.

Bezieht in eure Überlegungen zum Azubimarketing auch die allgemeine Beliebtheit oder Unbeliebtheit von Berufsbildern mit ein. „Irgendwas mit Medien“ wollen alle machen. Aber wie schafft ihr es Berufe attraktiv zu machen, die weniger in den Köpfen der jungen Menschen sind?
Habt ihr eure Leitidee gefunden, geht es jetzt darum die richtigen Werbemittel zu wählen und diese sinnvoll zu platzieren. Denkt auch hier wieder an eure Zielgruppe. Welche Medien konsumieren junge Menschen? An welchen Orten kommen Sie zusammen? Wer nur klassische Anzeigen in der Tageszeitung schaltet, muss sich nicht wundern, kaum Beachtung zu finden. Welcher Jugendliche liest schon noch die Zeitung? Auf diesem Weg erreicht ihr höchstens die Eltern und Großeltern eurer Zielgruppe.

Eure Werbung sollte breit gestreut sein. Setzt auf einen Mix an Werbemitteln und –kanälen, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Achtet aber auf den richtigen Einsatz der Werbemittel. Jedes Werbemittel erfüllt einen eigenen Zweck und hat spezielle Talente. Nutzt sie entsprechend ihrer Begabungen und versucht nicht, sie zu etwas zu machen, das sie nicht sind. Umso effektiver ist ihre Wirkung. Mehr dazu erfahrt ihr hier.
Und ein letzter Tipp: Alle relevanten Informationen zur Ausbildung müssen für die Azubis leicht zugänglich sein. Am besten auf eurer Website. (Beispiel: Stadtwerke Neuruppin)
 Aber bietet auch zeitgemäße Kommunikationswege an, wie Messenger.

Wir freuen uns, wenn wir den ein oder anderen von euch zum Umdenken anregen konnten. Sprecht uns gern an, falls ihr Fragen zu diesem Thema habt.

Eure perlenmädchen

Dienstag, 23. August 2016

Erfolg durch Urlaub

Burnout statt Sonnenbrand

Burnout statt Sonnenbrand (Quelle: Pixabay)
Burnout statt Sonnenbrand
Wir sind noch mitten in der Urlaubszeit. Habt ihr euch schon die jährliche Auszeit gegönnt oder könnt ihr euch als Unternehmer sowas wie Urlaub gar nicht erlauben?
Während unserer Arbeit lernen wir immer wieder engagierte Chefs und Chefinnen kennen, die in ihrem kleinen Betrieb Mädchen für alles sind. Ohne die die Mühlen still stehen.
Solche Menschen sind chronisch überarbeitet und kennen Urlaub nur vom Hörensagen. Aber wie lange geht so etwas gut?

Die enorme körperliche Belastung und der Stress sind nicht dauerhaft auszuhalten. Ihr werdet immer häufiger gereizt sein und euch überfordert fühlen. Das führt zu einem angespannten Verhältnis im Team und zu euren Mitarbeitern. Im schlimmsten Fall droht der Burnout. Eines ist klar: So könnt und solltet ihr nicht weitermachen.

Zwischen Hingabe und Abgabe

Loslassen (Quelle: pexels)
Loslassen (Quelle: pexels)
Als Selbstständiger liebt man sein Unternehmen. Man legt viel Wert auf Details und Qualität, bei allem was man tut. Das Unternehmen ist wie das eigene Baby. Kann man so viel Hingabe auch von einem Angestellten erwarten? Viele Gründer beantworten diese Frage mit nein und würden am liebsten jeden Arbeitsschritt selbst erledigen.

Grundsätzlich können wir natürlich verstehen, dass man sich voll und ganz auf das Unternehmen konzentriert, dass man mit viel Liebe und Mühe aufgebaut hat. Aber voran kommt man auf diese Art und Weise nicht.

Es hilft alles nichts. Ihr müsst lernen Verantwortung abzugeben und Aufgaben nach und nach an eure Mitarbeiter zu delegieren. Ab einem gewissen Punkt könnt ihr einfach nicht mehr alles selbst erledigen. Ihr seid der Chef und nicht Mädchen für alles. Ihr habt nämlich die wichtigste Aufgabe von allen: Führen!

Wissen ist Macht

Den Markt im Blick (Quelle: Pixabay)
Den Markt im Blick (Quelle: Pixabay)
Als Geschäftsführer seid ihr der Steuermann. Wenn ihr nicht den Kopf hoch haltet und den Horizont im Auge habt, kann es für die ganze Unternehmung böse enden. Wenn ihr nur damit beschäftigt seid, die alltägliche Arbeit zu erledigen, habt ihr keine Zeit zu denken, zu planen, zu kreieren.

Die Welt steht nicht still. Und ihr solltet es auch nicht tun. Nichts ist geschäftsschädigender als Routine. Wer sich erst einmal festgefahren hat, bleibt schnell hinter der Konkurrenz zurück. Begebt euch ständig auf neue Wege. Hört euren Kunden aufmerksam zu, beobachtet die Konkurrenz und informiert euch über neue Entwicklungen in eurer Branche.  Nur wer weitsichtig ist und sich weiterbildet, bleibt dauerhaft auf Erfolgskurs.

Ihr braucht einen freien Kopf, um euch auf die Entwicklung eures Unternehmens zu konzentrieren. Wo soll es in den nächsten Jahren hingehen? Setzt euch Ziele, auf deren Erreichung ihr hinarbeitet. Ohne das Wissen über Markt und Branche, könnt ihr nur schwerlich sinnvolle geschäftliche Entscheidungen treffen oder euch realistische Unternehmensziele setzen.

Motivation durch Verantwortung

Mittlerweile sollte euch eins klar sein: Ihr braucht Hilfe. Und zwar in Form von zuverlässigen und motivierten Mitarbeitern.

Ich höre es schon förmlich: „Das sagt sich so leicht! Dabei ist es so gut wie unmöglich, geeignetes Personal zu finden.“ Sicherlich ist das nicht einfach. Andererseits haben viele von euch bestimmt schon die richtigen Leute im Team, ohne es bisher bemerkt zu haben.

Motivation (Quelle: pexels)
Motivation (Quelle: pexels)
Haltet euch einmal vor Augen, wie ihr mit euren Mitarbeitern umgeht. Wenn ihr eure Angestellten nur als kopflose Arbeitsbienen benutzt, die Routine-Aufgaben erledigen, könnt ihr von ihnen kaum ein überdurchschnittliches Maß an Einsatz, Motivation und Kreativität erwarten.

Traut euren Mitarbeitern etwas zu! Ermutigt sie dazu mitzudenken und sich einzubringen. Stellt sie vor neue Herausforderungen und übertragt ihnen nach und nach neue Aufgaben und Verantwortung. Diese Art von Wertschätzung fördert die Motivation eurer Leute.
Achtet bei der Übertragung von Aufgaben auf persönliche Vorlieben und Talente eurer Mitarbeiter und fördert diese. So arbeitet das ganze Team effektiver.

Gebt auch Aufgaben und Dinge an Mitarbeiter ab, die euch selbst schwer fallen. Erfolgreiche Unternehmer kennen ihre Stärken und Schwächen. Befreit euch von Ballast. Steckt eure volle Kraft und Leidenschaft in eure Kernkompetenz. Macht die Arbeit, in der ihr großartig seid!

Urlaub in Sicht

Rettung durch Urlaub (Quelle: Pixabay)
Rettung durch Urlaub (Quelle: Pixabay)
Werdet euch eurer Position bewusst und konzentriert euch auf das Führen. Hört damit auf, euch immer nur im Kreis zu drehen. Arbeitet stattdessen an und mit euren Leuten.

Baut ein starkes und zuverlässiges Team auf. So könnt ihr euch auch mal ein paar Wochen aus dem Geschäft zurückziehen, ohne dass alles liegen bleibt oder die Geschäfte still stehen.
Jeder Mensch braucht diese Art von Auszeit. Wir sind nun mal keine Maschinen. Denkt also trotz all der Arbeit auch an eure Gesundheit. Euer Körper wird es euch danken.

Urlaub hat zudem einen sehr positiven Effekt auf eure Kreativität. Nach 2 Wochen Auszeit könnt ihr wieder voller Energie und mit frischem Kopf ins Geschäft einsteigen. Mit etwas Abstand sieht man Probleme plötzlich in einem ganz anderen Licht. Ihr findet Lösungen für Situationen, die vorher aussichtslos erschienen.
Also: Legt ab und an mal eine Pause ein und erhaltet euch den Spaß an der Arbeit!

Eure perlenmädchen

Dienstag, 28. Juni 2016

Das ist ja förmlich unförmlich!
Warum ein „Du“ vieles einfacher macht.

Kommen Sie ruhig näher!

Vor ein paar Tagen habe ich mich mit einem befreundeten Unternehmer unterhalten. Er sagte mir, dass die Kommunikation der perlenmädchen viel zu persönlich und buddylike wäre. Zu Kunden und Mitarbeitern müsse ein professioneller Abstand gewahrt werden.
Ich denke, dass genau dieser Abstand hinderlich für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist. Für gemeinsames Arbeiten und Geschäfte machen ist Vertrauen das A und O. Durch den Aufbau einer persönlichen Beziehung wird das Vertrauen ineinander gestärkt. Deshalb versuchen wir von Beginn an, unseren Kunden nahe zu sein.

Die Tonalität eurer Unternehmenskommunikation wirkt sich enorm auf eure Kunden aus. Ihr kennt sicherlich das Sprichwort: „Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch wieder hinaus“.
Sprecht ihr eure Zielgruppe offen, persönlich und sympathisch an, werdet ihr eine Response in ähnlicher Tonalität erhalten. Bleibt eure Ansprache kühl und distanziert, werden eure Kunden ebenfalls auf Abstand bleiben. Ihr habt es in der Hand, den Grad der Nähe zu euren Kunden zu bestimmen.

Nicht jeder Unternehmer fühlt sich mit so viel Nähe zu seinen Kunden wohl. Wichtig ist vor allem, dass ihr authentisch bleibt. Verstellt euch nicht. Geht aber dennoch soweit auf eure Kunden zu, wie es sich für euch richtig anfühlt.

Hand in Hand

Eine persönliche Atmosphäre im eigenen Unternehmen wirkt sich immer positiv auf die Zusammenarbeit der Mitarbeiter aus. Ein „Du“ baut Hierarchien ab. Alle Teammitglieder werden ebenbürtig. Der Umgang miteinander wird ehrlicher und lockerer. Niemand ist gezwungen eine Maske zu tragen. Die Mitarbeiter werden ehrlich äußern was sie denken. Sie teilen Ideen und Vorschläge mit dem Team, werden sich aber auch trauen, Ängste und Vorbehalte zu äußern.
Durch den Input der Mitarbeiter können Arbeitsprozessen viel effizienter gestaltet werden. Außerdem können produktivere Teams zusammengestellt werden, wenn klar ist, welche Mitarbeiter am besten harmonieren. Die Kollegen fühlen sich miteinander verbunden, unterstützen sich und stehen für einander ein.
Sympathie und Freundschaft sorgen dafür, dass wir offener für den Standpunkt des anderen sind. Wir denken weniger Ich-bezogen, weil wir die gute Beziehung zum Gegenüber aufrechterhalten möchten.

Auge in Auge

Bei der Kommunikation mit euren Kunden hat ein „Du“ ähnlich positive Nebenwirkungen. Wenn ihr offen und persönlich auf eure Kunden zugeht, werden sie euch ebenfalls aufgeschlossener gegenübertreten. So baut ihr von Beginn an Ängste und Unsicherheiten ab und stellt ein wichtiges Grundvertrauen zu eurem Gegenüber her. Beide Partner werden sich ebenbürtig und können sich auf Augenhöhe verständigen.

Die Offenheit und Ehrlichkeit, die ihr euren Kunden entgegenbringt, werdet ihr im Gegenzug auch von Ihnen erhalten. Das sorgt dafür, dass ihr die Probleme und Wünsche der Kunden schneller erfassen könnt. Schließlich vertrauen sie euch, müssen sich nicht verstellen und werden deshalb eher ihre eigentlichen Vorstellungen und Motive mit euch teilen.
Eine persönliche Beziehung verringert zudem die Gefahr betrogen zu werden. Wenn wir jemanden sympathisch finden, wollen wir die gute Beziehung zu dieser Person aufrechterhalten und ihr nicht schaden.

Das wirkt sich besonders positiv in Verhandlungen aus. Die Gesprächspartner werden nicht auf ihren Positionen verharren und nur die eigenen Vorteile durchdrücken wollen. Viel eher wird man einen Kompromiss anstreben, der für beide Seiten Vorteile bringt. Wir werden empathischer und sind eher bereit, uns in die Position des Gegenübers zu versetzen.
Wir können Situationen besser einschätzen und sinnvollere Lösungen finden, wenn wir offen und ehrlich miteinander kommunizieren; wenn wir die Motive, Vorbehalte oder Ängste des Anderen kennen. Private Probleme können sich zum Beispiel erheblich auf die Kommunikation und die Entscheidungen eines Menschen auswirken. Ohne Vertrauen und Sympathie zum Gegenüber werden wir von solchen Faktoren allerdings nichts erfahren.

Seite an Seite

Natürlich muss man neue Kunden oder Mitarbeiter nicht von Beginn an duzen. Der Zeitpunkt muss sich einfach richtig anfühlen. Bei manchen Menschen spürt man sofort eine Verbindung, bei anderen muss sich diese erst aufbauen. Und natürlich kommt es auch mal vor, dass man niemals einen Draht zueinander findet.

Ihr solltet auch nicht alle um euch herum wie selbstverständlich duzen. Beide Partner müssen sich wohl damit fühlen. Gebt den Menschen Zeit. Durch Wortwahl, Tonalität und Körpersprache, könnt ihr eurer Gegenüber zu einem Du einladen, ohne es direkt zu thematisieren.
Ich denke, dass der Aufbau einer persönlichen Beziehung zum Gegenüber immer erstrebenswert ist. Eine gute Menschenkenntnis macht natürlich vieles einfacher. Mit dieser Gabe wird es euch leicht fallen, Menschen zu finden, mit denen ihr gut zusammenarbeitet - Aber auch die Personen auszumachen, von denen ihr euch besser fernhaltet.

Eine Gefahr dürft ihr jedoch nicht unterschätzen. Bei all der Freundschaft ist es entscheidend, Unternehmer zu bleiben. Unternehmerisch zu handeln und zu denken. Ihr kennt das Sprichwort mit dem kleinen Finger und der ganzen Hand? Lasst euch nicht auf Freundschaftsdienste ein. Gute Leistung muss bezahlt werden. Zu einem angemessenen Preis. Es muss immer ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geben und Nehmen herrschen.

Welchen Vorteil soll dieser „professionelle Abstand“ also bringen, den wir durch das Siezen aufrechterhalten? Beide Partner werden sich immer vorsichtig umkreisen, abschätzend sein und entscheidende Informationen zurückhalten. Die Zusammenarbeit kann niemals so effizient und erfolgreich sein, wie zwischen zwei Menschen, die sich auch auf der Beziehungsebene miteinander verbunden fühlen. Wirkt es sich auf die Qualität meiner Arbeit oder auf meine Professionalität aus, wenn ich mein Gegenüber duze? Ich denke nicht.


Aber was denkt ihr? Wie handhabt ihr die Kommunikation in eurem Unternehmen? Wir freuen uns über euer Feedback!