kreativagentur perlenmädchen

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Montag, 24. November 2025

Mehrgleisig statt eingleisig

So wirft euch Marketing nicht aus der Bahn 

Aktuell warten wir auf eine Rückmeldung von einem großen, regionalen Unternehmen, dem wir mehrere Angebote gemacht haben. Es geht um eine umfangreiche Azubi Recruiting Kampagne, für die wir digitale als auch analoge Werbemittel angeboten haben. Die Geschäftsführung besteht aus mehreren Personen und man ist sich momentan nicht einig, was die Strategie betrifft. Aktuell wird darüber diskutiert, ob man nicht nur auf Video-Content und den Kanal TikTok setzen möchte…


Marketing funktioniert nie eingleisig


An dieser Stelle möchten wir sofort zur Trillerpfeife greifen und unsere Schaffnerkelle schwingen: Marketing funktioniert nie eingleisig! Über jeden Kanal und jedes Werbemittel erreicht man bestimmte Personen. Natürlich überschneiden sich die Personenkreise auch immer wieder. Mal mehr, mal weniger. Dennoch ist es viel sinnvoller, nicht nur einen Zug mit seinen Botschaften zu beladen und auf die Reise zu schicken, sondern viele Züge! In jedem Bahnhof warten andere Personen darauf, eure Botschaften in Empfang zu nehmen.

In unserem Fall geht es um Azubi-Gewinnung. Na klar, liegt da TikTok nah. Der Kanal wird von der Jugend gerade besonders konsumiert. TikTok ist allerdings ein Hochgeschwindigkeitszug. Der gesendete Content rast einmal vorbei und ist ganz schnell wieder weg. Man muss also einiges an Content produzieren, um über ein paar Wochen oder Monate präsent zu sein. Außerdem ist TikTok ein Spaßmedium. Die Konsumenten swipen sich durch die Videos, um Spaß zu haben. Sie wollen leichte Unterhaltung.

Jugendliche mit einem ernsten Thema, wie der beruflichen Zukunft zu konfrontieren, wird mit Standard-Content schwierig. Die Videos passen sich im besten Fall dem Stil der leichten Unterhaltung an, um Beachtung zu finden. Allerdings muss die Tonalität auch zum Unternehmen passen. Man will ja schließlich nicht seine Seriosität einbüßen. Ein schwieriger Grad, der viel Fingerspitzengefühl erfordert.

Regionalzüge und die gute alte Dampflok

Bei der TikTok Strategie lassen wir allerdings viele Personen außen vor, die im realen Leben Einfluss auf die Jugendlichen haben: Eltern, Großeltern oder andere erwachsene Vertrauenspersonen.

Wir empfehlen deshalb unbedingt, auch Botschaften in die Regionalzüge der Umgebung zu verladen und über diverse Gleise zu schicken. Job- und Azubimessen haben in unserer Region noch eine große Bedeutung. Wer sich auf den Messen nicht präsentiert, den hat die Bevölkerung auch nicht als Ausbilder auf dem Schirm.

Die gute alte Printwerbung hat als Dampflok ebenfalls noch ihre Berechtigung. Flyer oder Postkarten sind präsent in der wirklichen Welt. Sie können ausgelegt und mitgenommen werden, in Fahrschulen, bei den angesprochenen Ausbildungsmessen, in der Gastronomie oder im Kino. Sie können angefasst und erneut in die Hand genommen werden, um sich zu erinnern, dass da ja noch das Thema Berufsausbildung war…

Dementsprechend werden auch Fotos benötigt, die man für die Printmedien, die eigene Unternehmenswebsite oder weiteren Social Media Kanälen verwenden kann. Eine gute Kampagne hat einen Wiedererkennungswert, der sich über alle Kanälen erstreckt. Wer nur auf Videocontent setzt, kommt da nicht weit. Bewegtbild ist nicht für jedes Werbemittel das richtige.

Social Media ICEs

Facebook und Instagram sind eher die ICEs. In Facebook geht es nicht ganz so schnelllebig zu, wie auf Instagram, aber dennoch sind eure Botschaften schnell bei den Empfängern. Allerdings ist der Content auch hier nur maximal ein paar Tage präsent.

Facebook und Instagram sind beides erwachsenere Kanäle, auf denen der Content „Berufsausbildung“ weniger fehl am Platz wirkt. Aber auch hier gilt: Wer auffallen möchte, benötigt hochwertige und aussagekräftige Bilder und eine spannende Kampagne. Auf Facebook wird man natürlich nicht die Zielgruppe der Jugendlichen erreichen. Allerdings die Vertrauenspersonen der Zielgruppe, Mamas und Papas, Omas und Opas, Tanten, Onkel, Lehrer usw. Instagram hat ein jüngeres Publikum, sodass man hier direkt einen Teil der eigentlichen Zielgruppe ansprechen wird.

Und jetzt überlegen wir mal kurz, wie wir die Sozialen Medien nutzen: Seid ihr nur auf einer Plattform angemeldet? Sicherlich nicht.. Die meisten von uns springen zwischen Facebook, Instagram und TikTok hin und her. Es macht also einen viel größeren Effekt, mit seinen Botschaften überall präsent zu sein. Immer angepasst an das jeweilige Medium. Wenn eure Botschaften überall sind, kommt einfach keiner mehr dran vorbei!

Und jetzt zurücktreten bitte! Die Schaffnermütze sitzt und die Trillerpfeife ist bereit. Wer Interesse hat eine Runde mit dem PERLENexpress zu drehen, meldet sich gern bei uns.

Gute Reise,

eure perlenmädchen

Dienstag, 18. März 2025

Handbuch: How-to Dritter Ort

Herausgeber ImPuls Brandenburg e.V. 

 

Im letzten Jahr wurde perlenmädchen Nadine von ImPuls Brandenburg e.V. – dem Landesverband für Soziokultur-, Popularmusik- und Festivals als Gastautorin für eine Veröffentlichung zum Thema "Dritte Orte" angefragt. Dritte Orte sind Begegnungsstätten und Räume für Gemeinschaft, abseits von Arbeit und Familie. Unser Fachbeitrag konzentriert sich auf die Themen Kommunikation und Marketing.

ImPuls Brandenburg schreibt über seine Veröffentlichung: „Das Kompendium richtet sich an alle, die sich für die Schaffung von „Dritten Orten“ interessieren – insbesondere an Initiativen mit kulturellem Fokus in ländlichen Regionen Brandenburgs und darüber hinaus. Es bietet praxisnahe Expertisen und theoretische Perspektiven von Brandenburger Autor*innen zu nachhaltigen Entwicklungskonzepten für Orte der gesellschaftlichen Teilhabe und Zukunftsgestaltung.

Von Finanzierung und Personalmanagement bis hin zu infrastrukturellen Anforderungen und Nachhaltigkeit – ein klar strukturierter Leitfaden unterstützt bei der Entwicklung von neuen Begegnungsräumen. Ein unverzichtbares Werkzeug für Kulturakteur*innen, nicht nur in Brandenburg.“

Bestellen und und Downloaden könnt ihr das Handbuch hier: ImPuls Brandenburg e.V.

Allen Interessierten möchten wir die Gelegenheit geben, unseren Input für das Handbuch hier zu lesen.

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Kommunikation und Marketing für Dritte Orte

Gastbeitrag von Nadine Jürgen – Kreativagentur perlenmädchen aus Wittstock/Dosse


Die Macht der Kreativität

Betreiber von Dritten Orten können in der Regel nicht auf riesige Ressourcen zurückgreifen. Weder auf personelle noch finanzielle. Dafür besitzt ihr etwas viel Wertvolleres: Kreativität! Wer nicht viel Kohle hat muss einfach clever sein.

Überraschend, außergewöhnlich und unkonventionell - genauso solltet ihr an eure Werbung und Öffentlichkeitsarbeit herangehen. Werbung muss Spaß machen und Emotionen auslösen. Sie darf nicht als störend oder penetrant wahrgenommen werden. Die Empfänger eurer Botschaften sollten sich vielmehr gut unterhalten fühlen.

Wenn ihr kreativ werbt, wird es gar nicht mehr notwendig sein, einen hohen Werbedruck aufzubauen und somit viel Geld für euer Marketing zu investieren. Warum? Weil Kreativität höchst ansteckend ist! Wenn eine Botschaft die Menschen berührt, amüsiert oder gut unterhält, teilen sie diese. Völlig freiwillig. Mit Freunden, der Familie und Arbeitskollegen. Umso skurriler, kontroverser oder beeindruckender eine Aktion ist, je häufiger wird sie diskutiert. Die Botschaft verbreitet sich eigendynamisch, mit eurer Zielgruppe als Überträger. Gegen das Kreativ-Virus ist niemand immun!

Kreativität entsteht dann, wenn wir etwas erschaffen, das in der realen Welt nicht existiert. Wenn wir ungewöhnliche Zusammenhänge herstellen, Grenzen überschreiten und Perspektiven wechseln. Ihr solltet eure Zielgruppe überraschen, aus ihrem Alltagstrott herausholen und im besten Fall zum Lachen bringen.

Es geht also darum, der Zielgruppe die Werbebotschaft nicht eins zu eins auf dem Silbertablett zu servieren, sondern in eine kreative Idee zu verpacken. Wie ein schönes Geschenk am Weihnachtsabend! Diese kleine Hürde, diese Denkleistung, die wir zum Auflösen von kreativen Ideen aufbringen müssen, macht den entscheidenden Unterschied. Eine Erkenntnis, die wir uns selbst erarbeitet haben, bleibt viel länger im Kopf. Gute Werbung ermöglicht es den Menschen zu denken, eine Pointe zu verstehen und über die Erkenntnis zu Lachen.

Wer Emotionen und Herzblut in seine Kommunikation steckt, wird immer von der Umwelt wahrgenommen werden. Johann Wolfgang von Goethe wusste schon: „Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll.“ Und ich ergänze noch: Nur wer selbst für etwas brennt, kann auch andere anstecken. Na dann – Feuer frei!


Kooperation: Hand in Hand übers Land

Ein Mensch allein kann niemals soviel bewirken wie viele Menschen zusammen. Das gilt überall, aber vor allem im ländlichen Raum. Auf den Punkt gebracht: Ihr braucht Hilfe, um euren kulturellen Ort erfolgreich zu betreiben und zu vermarkten.

Anstatt die Ellenbogen auszufahren, sollten ihr die Kontaktaufnahme mit der ausgestreckten Hand versuchen. Sucht euch Kooperationspartner, die eure Kompetenzen ergänzen und vervollständigen. Hört euch in eurer Hood um, klopft auf den Busch und sprecht mit den Menschen. Macht die Schlüsselpersonen in eurer Region ausfindig und geht auf sie zu. Setzt euch das Ziel, Partner zu finden, die mit euch auf einer Wellenlänge sind.

Eure Partner sind Kraftgeber und Stütze. Man kann sich Aufwände und Kosten teilen. Zum Beispiel bei gemeinsamen Werbeaktionen oder Events. Gemeinsam könnt ihr Ressourcen bündeln und eure Kompetenzen kombinieren. Davon profitiert nicht nur ihr selbst, sondern auch eure Zielgruppe.

Außerdem knüpft man sich mit seinen Partnern ein Sicherheitsnetz und fängt sich gegenseitig auf. Läuft es bei euch gerade nicht gut, bedeutet die Anfrage eines Kooperationspartners bezüglich eines gemeinsamen Projektes oft die herbeigesehnte Erlösung. Es ist einfach ein gutes Gefühl zu wissen, dass man nicht alleine kämpfen muss. Dass es Menschen gibt, die einem wieder auf die Beine helfen, wenn man fällt.
Also los, ihr Brandenburger Betreiber von Dritten Orten! Ellenbogen rein! Hand raus!


Es lebe der Buschfunk: Wissen ist Macht

Um erfolgreich und sinnvoll für euch zu werben, müsst ihr die Strukturen eurer Region kennen. Welche kulturellen Angebote gibt es? Wer geht gern wohin? Wie haben sich die verschiedenen Kultur-Anbieter positioniert? Wie könnt ihr euch davon abheben und eindeutig „euer Ding“ machen?

Ihr solltet also eure „Konkurrenz“ kennen und analysieren, um für euch und euer Angebot Schlussfolgerungen ableiten zu können. Wenn ihr euch, euren kulturellen Ort und euer Angebot klar definiert habt, könnt ihr auch mit klaren Botschaften für euch werben. Und damit macht ihr es auch eurer Zielgruppe leichter, euren Ort zu verstehen.

Auch über eure Zielgruppe – also das von euch angestrebte Publikum solltet ihr im Klaren sein und gezielt Wissen zu dieser Personengruppe sammeln. Durch eure Marketingstrategie und die Art der Kommunikation könnt ihr durchaus steuern, wer sich bei euch versammeln soll. Welche Medien konsumieren sie? Welche Themen bewegen sie? Wie vernetzen sie sich? An welchen Orten müsst ihr mit euren Botschaften zur Stelle sein? Welche Kompetenzen bringt eure Zielgruppe mit – auch in Hinblick auf den Umgang mit den unterschiedlichen Kommunikationsmedien?

Richtet euer Marketing nach diesem Wissen aus. So könnt ihr zielgerichtet und effizient für euren kulturellen Ort werben.


Die Klassiker: Ganz ohne geht’s nicht

Klassische Printmittel, wie Flyer und Plakate haben noch immer ihre Berechtigung. Botschaften auf Papier werden nahezu barrierefrei transportiert, Papier ist langlebig und hat Bestand.

Öffentliche Orte, wie Restaurants, Kinos, Arztpraxen, Innenstadtgeschäfte mit Schaufensterflächen oder Bürgerhäuser sind ideale Orte, um Handzettel auszulegen oder Plakate aufzuhängen. Es versteht sich hoffentlich von selbst, dass ihr vorab um Erlaubnis bitten müsst.

Ihr habt keine Ahnung von Grafik und wisst nicht, wie ihr einen Handzettel für euer nächstes Event gestalten sollt? Kein Problem. Mittlerweile gibt es viele Apps, die euch das leicht machen (z.B. Canvas). Es werden viele kostenfreie oder kostenpflichtige Vorlagen angeboten, die ihr dann nur noch bearbeiten und mit euren Daten füllen müsst. Die richtig guten Sachen muss man oft für ein paar Euro erwerben und auch die Nutzung der Dateien in Druckqualität ist oft mit einem kleinen Aufpreis verbunden. Insgesamt kommt ihr dadurch aber immer sehr viel günstiger, als wenn ihr einen Grafiker beauftragt.

Ich empfehle euch dennoch auf jeden Fall ein individuelles Erscheinungsbild für euren kulturellen Ort entwickeln zu lassen. Ein Design, das eindeutig euch und eurem Ort zuzuordnen ist und immer zweifelsfrei wiedererkennt werden kann. Das ist das Fundament für all eure Werbemaßnahmen. Mit dem so genannten Corporate Design werden Farben, Schriften, Abstände und Symbole definiert, die sich in einem Logo verschmelzen. Die Entwicklung eines solchen Designs solltet ihr zusammen mit einem Profi in Angriff nehmen. Wenn ihr ein „CD“ habt, ist die Gestaltung der weiteren Werbemittel kein Hexenwerk mehr. Der rote Faden steht und von da an bekommt ihr viele Sache auch alleine hin.

Wer sich die Zusammenarbeit mit einem Grafiker regelmäßig leisten kann und möchte, sollte diese Lösung immer bevorzugen. Die Zusammenarbeit mit einem Profi hat natürliche einige Vorteile.

Die Designs einer Werbeagentur sind immer individuell und perfekt auf euch und euer Corporate Design zugeschnitten. Die Grafiker und Texter haben viel Knowhow, wenn es um zielgerichtete Kommunikation geht. Außerdem benötigt grafische Arbeit einiges an Zeit. Wenn ein Grafiker eure Werbemittel entwickelt, könnt ihr eure Zeit für andere wichtige Aufgaben einsetzen. Ihr selbst wisst am besten, welche Herangehensweise für euch am sinnvollsten ist.

Wenn die Gestaltung eurer Werbemittel geschafft ist – ob nun mit einem Grafiker oder in Eigenleistung – geht es um die Wahl der Materialen und den Druck.

Beantwortet euch dabei immer ein paar Fragen: Wird das Werbemittel nur für einen kurzfristigen Anlass benötigt oder soll es für viele Monate oder länger genutzt werden? Im ersten Fall solltet ihr auf dünneres Papier setzen und eher auf Veredlungen, wie Lackierungen verzichten. Zum einen ist das günstiger und zum anderen auch nachhaltiger.

Plant ihr jedoch euer Jahresprogramm in einem Flyer zu öffentlichen oder eine Broschüre zu einem zeitlosen Thema zu machen, solltet ihr auf Materialien setzten, die robuster sind und dafür sorgen, dass eure Werbemittel länger genutzt werden können. Gegen das Abreiben von Farbe kann eine Versieglung mit Dispersionslack helfen. Wenn Werbemittel länger gut aussehen und lange Zeit genutzt werden können, ist auch das eine nachhaltige Lösung.

Einfache Handzettel könnt ihr sehr günstig in einem lokalen Copyshop drucken lassen. Für Werbemittel, die etwas länger im Einsatz sein sollen, empfehle ich euch günstige Online Druckereien, wie Flyeralarm und Co. Hier könnt ihr aus vielen Materialen, Falzarten und Veredlungen wählen. Die meisten Druckereien schicken euch auf Wunsch auch kostenfreie Mustermappen zu, sodass ihr das Papier oder die Art des Flyers vor dem Bestellen selbst in der Hand halten könnt. Wenn ihr mit einem Grafiker zusammenarbeitet, könnt ihr euch auf den Rat des Profis verlassen.

 

Kreativer Guerilla-Krieg

Durch Printwerbung allein schafft ihr es nicht, dauerhaft öffentliches Interesse auf euch zu lenken. Wer mutig genug ist, sollte sein Marketing mit einer Prise Guerilla würzen! Guerilla Aktionen sind in der Regel sehr kostengünstig und sorgen für sehr viel Aufmerksamkeit. Außerdem machen sie eine Menge Spaß.

Plant zu besonderen Anlässen einfach mal witzige Aktionen ein. Lauft kostümiert durch die Straßen, verteilt ein paar Süßigkeiten an wartende Autofahrer an der Ampel oder hinterlasst mit Sprühkreide rätselhafte Botschaften auf den Bürgersteigen. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Die Aktion sollte aber immer Sinn machen und zu eurem Anlass passen.

Wer auf Nummer sicher gehen will, beantragt im Vorfeld eine Genehmigung bei der Stadt. In dem Fall müsst ihr immer mit einer Ablehnung rechnen. Ich rate euch, einfach loszulegen! Natürlich müsst ihr euch an die üblichen Regeln halten. Fremdes Eigentum darf nicht zerstört werden und öffentliche Straßen und Plätze müssen sauber verlassen werden.

Je nachdem wie genau es euer Ordnungsamt nimmt, müsst ihr immer mal mit einer Ermahnung oder Geldbuße rechnen. Wenn die Aktion Spaß macht und die Menschen zum Lachen bringt drücken aber meistens auch die ganz korrekten Beamten beide Augen zu.

Guerilla Werbung erzeugt immer Emotionen, bringt Menschen zum Staunen und nutzt den Überraschungsmoment. Eure Aktionen sollten zudem die Passanten zur Interaktion anregen. Umso mehr Sinne angesprochen werden, desto nachhaltiger sind die Erinnerungen, die Guerilla Werbung erzeugt – eure „Marke“ könnt ihr so langfristig positiv aufladen. Aber Vorsicht – Geht die Aktion schief und wurde eher negativ wahrgenommen, wird das niemand so schnell wieder vergessen.


Presse: Was ist denn hier los?!

In eurem Marketingmix solltet ihr auch die regionale Presse nicht vergessen. Die Nachrichtendichte auf dem Land ist eher gering. Dementsprechend hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr es mit eurer News in die Zeitung schafft.

Die Voraussetzung ist also immer eine Neuigkeit, ein spannendes Thema, ein Anlass. Wer regelmäßig in die Zeitung kommen will, muss sich also etwas einfallen lassen. Und auch euer Publikum wird nicht böse sein, wenn bei euch immer etwas los ist 😉

Auch beim Thema Presse hilft Vitamin B ungemein. Legt es also gezielt darauf an, die regionalen Pressevertreter persönlich kennenzulernen. Direkte Kommunikation führt fast immer zum Erfolg. Eine emotionslose Pressemitteilung interessiert niemanden.


Keine Website? Keine Panik! Google liebt euch

Natürlich müssen euer kultureller Ort und eure Botschaften auch in der digitalen Welt zu finden sein. Schließlich trägt jeder ein Smartphone in der Tasche und erwartet es, jede Information zu jeder Zeit abrufen zu können.

Eine eigene Website wäre natürlich eine super Sache! Wenn ihr das Geld dafür investieren wollt, arbeitet bitte mit einem Profi zusammen, der auch die aktuellen Datenschutzbestimmungen und rechtlichen Pflichtangaben kennt. Auch die Suchmaschinenoptimierung bekommt man als Laie in der Regel nicht wirklich gut alleine hin. Und was nützt eine Website, die nicht gefunden wird?

Wer sich zutraut, mit Hilfe von Templates eine eigene Website zu basteln, sollte die Seite aber zumindest nochmal von einem Webdesigner auf Herz und Nieren überprüfen lassen. Im schlimmsten Fall droht sonst eine Abmahnung mit Geldstrafe.  

Die simpelste und kostengünstigste Lösung ist es, auf eine eigene Website zu verzichten und einfach nur auf ein gepflegtes Google Business Profil zu setzen. Der Googledienst ist kostenlos. Eure Daten sind für Google viel wertvoller als eure Euros.

Google liebt seine eigene Dienste natürlich besonders. Eine hohe Reichweite und Suchmaschinenoptimierung habt ihr hier quasi inklusive. Und eigentlich bietet das Businessprofil auch alles was man braucht. Ihr könnt euer Logo und Fotos hinterlegen, sowie Kontaktdaten und Öffnungszeiten. User können sich mit einem Klick direkt vor eure Haustür navigieren lassen. Ihr könnt Events und Neuigkeiten veröffentlichen und eure User können euch durch Rezensionen Feedback geben.


Social Media: Direkter Draht zum Publikum

Ich weiß, ich weiß. Die sozialen Medien sind nicht jedermanns Sache. Aber auch sie können ein sehr sinnvoller und effektiver Werbe- und Kommunikationskanal für euch sein. Die Voraussetzung ist jedoch, ihr habt Bock drauf und wollt auch selbst Teil es Netzwerks sein. Ist das nicht der Fall: Lasst es. Dann schadet euch die Sache mehr als sie euch nutzt.

Der erste Step ist die Wahl der passenden Plattform/en. Wählt die Dienste, mit denen ihr euch wohlfühlt. Ob Instagram, Facebook, TikTok oder WhatsApp entscheidet also ihr. Am besten zusammen mit eurer Zielgruppe. Da wo die ist, solltet ihr idealerweise auch sein.

Social Media kann ganz viel, was andere Werbekanäle nicht können. Ihr geht hier in den direkten Austausch mit der Zielgruppe. Also keine einseitige Kommunikation, wie mit einem klassischen Flyer. Sondern hier geht’s um Dialog. Bezieht eure Zielgruppe deshalb immer in eure Posts mit ein, bittet um Feedback, schenkt ihnen Gehör und nehmt (angemessene) Kritik dankbar an.  Nutzt die direkte Rückmeldung eurer Follower zum eigenen Vorteil und zeigt ihnen, das ihre Meinung für euch von Wert ist.

Bei Social Media geht es um authentische Kommunikation. Rückt eure Individualität in den Fokus – Was macht euch besonders? Warum muss man unbedingt euren Ort besuchen? Nach und nach werden eure Follower zu echt Fans und werben freiwillig und selbstständig neues Publikum an.

Um die vielen Vorteile des Netzwerkes zu nutzen, müsst ihr auch selbst aktiv Teil des Netzwerks sein. Das bedeutet für euch: teilen, liken, markieren, folgen!

Noch ein praktischer Tipp: Nutzt die Meta Business Suite, um Inhalte auf Facebook und Instagram zu planen und plattformübergreifend zu veröffentlichen. Das spart viel Zeit und Mühe. In der Business Suite könnt ihr auch übersichtlich alle eingegangen Nachrichten und Kommentare sehen und diese direkt beantworten.

Wer neu auf Social Media ist, noch keine großen Followerzahlen hat oder ein besonderes Thema vermarkten will, kann zusätzlich zur organischen auf bezahlte Reichweite setzen, um neues Publikum zu erreichen. Social Media Anzeigen sind, verglichen mit klassischen Zeitungsanzeigen, sogar eher kostengünstig. Für erfolgreiche Anzeigen benötigt man aber auch ein wenig Vorwissen. Ihr habt hier die Möglichkeit sehr genau zu bestimmen, wer eure Anzeige zu Gesicht bekommen soll. Umso besser ihr eure Zielgruppe kennt, desto effektiver könnt ihr eure Anzeigen schalten.

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Allen Kulturakteur*innen in Brandenburg und darüber hinaus wünschen wir viel Erfolg und hoffen, mit unserem Fachbeitrag daran einen Anteil zu haben. Falls ihr Fragen habt, euch mit uns austauschen oder uns kennenlernen wollt, sprecht uns sehr gern an!

Eure perlenmädchen

Montag, 27. November 2023

Meine Erfahrungen als PraktikantenPERLE

Hi, ich bin Emily und ich bin 17 Jahre alt. Meine Hobbys sind Lesen und Zeichnen.

Ich durfte vom 23. Oktober bis zum 27. Oktober 2023 ein einwöchiges Praktikum als PraktikantinPERLE absolvieren. Dieses Praktikum war mein drittes Praktikum und meine letzten beiden Praktika habe ich in der 9. und 10. Klasse durchgeführt. Meinen Praktikumsplatz bei den perlenmädchen verdanke ich einem Mitarbeiter der IJN, der es für mich arrangiert hat. Zurzeit bin ich Schülerin in einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB). Ich habe dieses Praktikum absolviert, weil ich meine Fähigkeiten in den Bereichen Kommunikation und Marketing weiter ausbauen wollte.

Eine Woche vor Praktikumsbeginn wurde ich von Nadine zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. An diesem Termin haben wir darüber gesprochen, was das Berufsfeld ist, was ich dort machen würde und wie der ungefähre Ablauf ist. Außerdem stellte ich mich und meine Interessen vor.

Meine Zeit im PERLENbüro

Der Montag wurde ich zuerst freundlich von Nadine begrüßt. Der Tag startete mit einen Telefongespräch mit ihrer Partnerin die Gitte. Hier erfuhr ich von den aktuellen Projekten der Agentur. Danach haben wir darüber gesprochen, wie die Woche für mich ablaufen wird, welche Aufgaben ich habe und welche Termine anstehen. 

Ich begann mit Social Media. Dazu habe ich eigene Beiträge auf Facebook und Instagram verfasst und zur Veröffentlichung geplant. Thematisch ging es um den neuen Blogartikel der perlenmädchen, der am Dienstag veröffentlicht werden sollte. Neben dem Formulieren des Textes, habe ich nach einem passenden Bild recherchiert und den Link zum Artikel hinterlegt. 

Am Dienstag begann der Tag damit, dass Nadine mir vom aktuellen Weihnachtsprojekt der perlenmädchen erzählte. Die Agentur verschickt an Weihnachten immer Briefe an Kunden und Kooperationspartner. Für die Mailingaktion musste noch Zubehör recherchiert und bestellt werden. Ich suchte nach Gewürzen, kleinen Tütchen, Klebepunkten und zur Karte passenden Briefumschlägen. Dabei sollte ich natürlich auch Preise vergleich und Nadine die besten Ergebnisse per Mail schicken. 
Als langfristige Aufgabe sollte ich einen Blogartikel über meine Erfahrung in der Praktikumswoche bei den perlenmädchen schreiben. Damit startete ich danach (und diesen Artikel lest ihr jetzt gerade!) Zum Abschluss des Arbeitstages plante ich den Social Media Post für den nächsten Tag vor.

Am Mittwoch erzählte mir Nadine, dass wir heute Besuch von zwei Hebammen im Büro bekommen werden. Der Termin war sehr interessant! Ich erfuhr, dass sich drei Hebammen aus Wittstock zusammengeschlossen haben, um gemeinsam eine Praxis zu betreiben. Sie sprachen mit Nadine, weil sie sich die Entwicklung eines neuen Unternehmensnamen wünschten und auch ein passendes Logo sowie weitere Werbemittel. Nadine erklärte den Kunden, das weitere Vorgehen und wie die Zusammenarbeit ablaufen würde. Zum Schluss wurde das Angebot unterschrieben und die perlenmädchen hatten einen neuen Auftrag. 

Nach dieser aufregenden Erfahrung stürzte ich mich wieder in die Social Media Arbeit und bereitete neue Beiträge für Facebook und Instagramm vor.

Zum Ende des Tages bot mich Nadine noch, mich in das aktuelle NEB-Projekt einzulesen. Daran sollte ich am morgigen Donnerstag arbeiten. Die perlenmädchen hatten sich im September auf eine Ausschreibung der Niederbarnimer Eisenbahn beworben. Jetzt wurde Nadine eingeladen, ihr Konzept und das dazugehörige Angebot in Berlin zu präsentieren. Und für diese Präsentation war noch einiges vorzubereiten, bei dem ich unterstützen konnte.

Am Donnerstag wurden bereits die ersten Bestellungen zur Weihnachtsaktion der perlenmädchen geliefert. Aber die Priorität lag beim NEB-Projekt. Hierzu recherchierte ich allerlei verrückte Sachen: schwarze LED Kerzen, Tarotkarten, eine Taucherbrille uvm. Auf jeden Fall wird das keine langweilige Präsentation! Nadine war sehr zufrieden mit meiner Arbeit und bedankte sich für die meine Mail mit den Links zu den vielen Produkten, die benötigt wurden.

Anschließend blieb noch etwas Zeit, um mich weiter mit dem Weihnachtsprojekt zu beschäftigen. Ich habe Gewürze abgefüllt, gestempelt und geklebt. Was genau, darf ich jetzt aber noch nicht verraten. Es soll ja eine Weihnachtsüberraschung werden.

Und plötzlich war es Freitag - mein letzter Tag im PERLENbüro. Ich arbeitete an meinem Artikel, den ich ja heute abschließen musste. Nadine erklärte mir dazu das Blog-Programm. Ich fügte meinen Text ein und ergänzte diesen mit den Fotos, die wir im Laufe der Woche gemacht hatten. 

Danach nahm sich Nadine die Zeit, mit mir die Praktikumsbewertung auszufüllen. Sie erklärte mir, was ihr an der Zusammenarbeit mit mir gut gefallen und und woran ich in Zukunft noch arbeiten muss. Ich fand dieses Gespräch sehr hilfreich und war mit Nadines Bewertung auch einverstanden.

Mein Fazit zum Praktikum

Die Woche im PERLENbüro war eine tolle Zeit und Nadine war sehr nett zu mir.
Die Aufgaben waren an sich für mich gut zu lösen, Nadine hat sich immer viel Zeit genommen, um mir alles zu erklären. Allerdings habe ich Mängel in der Rechtschreibung. Wenn ich zukünftig in dieser Branche arbeiten möchte, muss ich auch meine sprachlichen Fähigkeiten verbessern. Das Formulieren von Texten fällt mir sehr schwer.
Ich habe viel Neues gelernt und durfte sehr selbstständig arbeiten. Zum Beispiel ich habe ich selbst Social Media Beitrage für die perlenmädchen geschrieben und meinen Blogartikel erarbeitet.
Ich persönlich empfand es als eine tolle Erfahrung, ein Praktikum bei den perlenmädchen zu machen.

Eure #PraktikantenPERLE Emily


Dienstag, 24. Oktober 2023

Mensch vs Maschine

Besser KI als Kreativagentur?

Ende September waren wir in Wittstock bei einer Unternehmer-Veranstaltung der Präsenzstelle Prignitz. Es ging um den Einsatz von KI (Künstlicher Intelligenz) für Unternehmen. Ein spannendes Thema! Vor allem für unsere Branche. Man fragt sich ja schon, wie es in Hinblick auf die KI im Werbe- und Kreativumfeld weitergeht. Wie clever und einfallsreich sind Chat GPT und Co? Können die Unternehmen in Zukunft auf Agenturen verzichten und lassen sich ihre Markennamen, Konzepte, Kampagnen und Grafiken durch einen Chatbot oder KI-Generator erstellen?

Zu den Referenten der Veranstaltung gehörte ein Unternehmer aus Wittstock. Er demonstrierte, wie er mit Hilfe von Chat GPT zu seinem neuen Unternehmensnamen kam. Im Anschluss lies er sich dann durch einen Logo-Generator ein neues Firmenlogo entwickeln. Er wirkte zufrieden und stolz auf seine Leistung und war mit dem Ergebnis auch völlig glücklich.

Aus professioneller Sicht war das natürlich ziemlich Murks, was der Chatbot da ausgespuckt hat. Kreativ war keiner der Namensvorschläge. Denn die KI ist (noch) nicht wirklich intelligent, auch wenn sie diese Eigenschaft im Namen hat. Eine KI kann nicht um die Ecke denken, Metaphern oder sprachliche Bilder finden oder an das große Ganze denken. KI macht aktuell genau das, was man ihr sagt. Die Ergebnisse sind nur so gut, wie der Input bzw. die Eingabe des Users. In dem Beispiel des Unternehmers spukte der Chatbot nur wild zusammengewürfelte Kombinationen der vorab eingegebenen Begriffe aus. Ein Chatbot berät übrigens auch nicht. Ein neuer Unternehmensname sollte vor Verwendung immer rechtlich auf Verwendbarkeit geprüft werden. Wer hier also clever sein will und sich viel Zeit und Geld sparen will, erreicht im schlimmsten Fall dann sogar das Gegenteil..

Auch die ausgespuckten Logo-Entwürfe haben uns eher erschreckt. Es wurde alles angeboten, quer durch den Gemüsegarten. Als wenn die Branche gar keine Rolle spielte, sah man hier verspieltes und verschnörkeltes direkt neben sachlich und nüchtern. Es lag also erneut in der Hand des Nutzers, etwas sinnvolles aus dem Ergebnis zu ziehen. Und das geht dann in der Regel nach hinten los. Und selbst, wenn man dann ein Logo sein eigen nennt – Ein Corporate Design hat man deshalb noch lange nicht und somit stößt man im Geschäftsalltag immer wieder an seine Grenzen. Visitenkarten erstellen, das Geschäftspapier entwerfen, Farbwerte, Fonts – wer all das selbst, neben dem eigentlichen Job machen möchte, spart weder Zeit noch Geld.

Idealerweise steht vor einer Namensentwicklung und Corporate Design Erarbeitung ein Konzept. In diesem geht es darum, die Unternehmensidentität zu definieren und die Markenstory zu entwickeln. Das Marketing sollte einen roten Faden besitzen und einem Plan folgen, sodass später alles ineinander greift. Konzeptionell denken kann KI nicht. Kreativ und intelligent ist KI auch nicht. Auch wenn der Begriff im Namen steckt 😉

Man könnte jetzt also zu dem Schluss kommen: KI ist keine Gefahr für die Werbebranche. Stimmt eigentlich auch. Eigentlich. Denn Menschen wie unser vorab beschriebener Unternehmer sind ja durchaus glücklich mit den Ergebnissen der KI. Reicht doch völlig aus! Also schon mal ein Kunde weniger…

Wir vermuten, dass sich durch den Einsatz von KI das Kundenklientel der Agenturen verändern wird. Diejenigen, die die Macht von Marketing unterschätzen oder der Kommunikation an sich keinen hohe Stellenwert einräumen, werden eher auf KI setzen und sich die Agentur „sparen“.

Alle anderen werden sehr schnell erkennen, dass gutes und erfolgreiches Marketing nicht ohne Konzept, nicht ohne Kreativität, nicht ohne menschliche Intelligenz auskommt. Es werden Kunden wegfallen. Sicherlich. Aber die tatsächlich hochwertigen Kunden werden bleiben.

Wir sehen die KI momentan nicht als Bedrohung, sondern eher als Chance. Denn warum dagegen arbeiten, wenn man diese Hilfsmittel auch sinnvoll für die eigene Arbeit nutzen kann? Vielleicht ermöglicht uns die KI gerade im grafischen Bereich schneller zu werden, Zeit und somit Geld zu sparen. Wie gesagt - hängt die Qualität der Ausgabe immer direkt mit der Qualität der Eingabe zusammen. Die KI ist tatsächlich nur das: ein Hilfsmittel. Ein erweitertes Grafikprogramm. Man muss Expertise besitzen, um sie bedienen zu können. Und man braucht ein Konzept als Leitfaden für die grafische Arbeit.

Wir sind gespannt, wie ihr die aktuellen Entwicklungen einschätzt und freuen uns über euren Input!

Eure perlenmädchen

Dienstag, 21. Februar 2023

Es war einmal…

Warum jede Marke eine gute Story braucht

 

Seit jeher erzählen sich die Menschen gerne Geschichte. Unsere Vorfahren saßen dazu gemeinsam am Feuer. Später wurden Geschichten in Büchern erzählt, in Filmen oder Videospielen. Heute gehört es zu unserem Mama-Alltag, dem Kind vor dem Schlafen noch eine Geschichte im Bett vorzulesen. Genauso, wie Mama das auch gemacht hat, als wir klein waren.

Geschichten werden sehr gern weitererzählt, weil man sich ziemlich gut an sie erinnern kann. Das liegt daran, dass Personen, Orte, Gegenstände und Gefühle miteinander verknüpft werden. In einen Kontext gesetzt, können wir uns Dinge viel besser merken.

Und genau dieses Prinzip macht man sich auch im Marketing zunutze. Eine Marke oder ein Unternehmen profitiert immer davon, wenn es eine gute Geschichte transportiert. Über Leistungen oder Produkte allein, können sich Unternehmen heute kaum noch von einander abgrenzen. Die Alleinstellung kann hingegen über die Markenstory erreicht werden.

Eine gute Markenstory setzt eine klare Positionierung des Unternehmens voraus. Es muss wissen, wofür es steht, wen es erreichen will und seine Qualitätsansprüche, Werte und Normen kennen. Diese Faktoren sind ausschlaggebend dafür, ob der Kunde das Unternehmen sympathisch findet oder nicht.

Verbindet man diese Marken-Informationen jetzt zu einer stimmigen Geschichte, können die Kunden sie besser verstehen, erinnern und auch weitergeben.

In fast 15 Jahren Selbstständigkeit konnten wir schon einigen Existenzgründern und Unternehmen bei der Positionierung und Entwicklung ihrer Markenstory unterstützen. Heute öffnen wir für euch unsere Schatzkiste und stellen euch ein paar Markenstorys aus der Feder der perlenmädchen vor:


Die HofDame –  Weggefährtin für Pferdebetriebe

diehofdame.de

„Mein Name ist Julia Steinhäußer. Ich bin Werbekauffrau, Expertin für Tourismus und Pferdemädchen. Als langjährige passionierte Reiterin und Pferdebesitzerin hat mich das majestätische Wesen der Pferde schon immer fasziniert. Und so sind Pferdehöfe für mich auch besondere Orte. Als HofDame möchte ich meine Wertschätzung gegenüber den Betrieben ausdrücken. Ich bin Ihre Weggefährtin und unterstütze Sie bei der Entfaltung Ihres Angebotspotentials, bei der Umsetzung Ihrer Ideen und bei der Positionierung Ihres Betriebes. Perfekt abgestimmt auf Sie als Person, Ihren Hof und Ihre Pferde.“

 

Lebensrauschen GmbH – Pflege erleben
Website im Aufbau

„Das Lebensrauschen ist wie eine Naturgewalt. Wir können es nicht aufhalten, sondern uns nur mittreiben lassen und gespannt sein, wo es uns als nächstes hinführt. Früher oder später werden wir jedoch alle auf Unterstützung angewiesen sein. Durch einen Unfall, eine Erkrankung oder einfach das voranschreitende Alter. Die Lebensrauschen GmbH ermöglicht es pflegebedürftigen Menschen, sich die Leichtigkeit des Lebens zu erhalten.“

Apfel & Eva – Ernährungsberatung
apfelundeva.de

„Ich bin Linda Otto, eure Eva der Küche. Mit meiner Ernährungsberatung möchte ich euch helfen, im Paradies der Lebensmittel ein gesundes Gleichgewicht zu finden. Ich zeige euch, dass eine gute Ernährung nicht kompliziert sein muss.

Bei mir gibt es keinen erhobenen Zeigefinger und keine verbotenen Früchte. Alles ist erlaubt! Die individuelle Beratung ist das A und O in meiner Arbeit. Gemeinsam finden wir die Ernährung, die am besten zu euch und eurer Lebensweise passt! Ich mache euch fit für ein gesundes und glückliches Leben.“


Pflegeagentur Sterntaler – Wir erfüllen Wünsche
sterntaler-neuruppin.com (Neuer Webauftritt by perlenmädchen ab Mitte März 2023)

„Die Pflegeagentur Sterntaler aus Neuruppin macht Wünsche wahr.
Wir gehen auf unsere Klienten in besonderem Maß ein, es werden gemeinsame Entscheidungen getroffen und persönliche Wünsche respektiert. Eine Pflege wie aus dem Märchen!
Wir erfüllen Wünsche. Was ist Ihrer?“

 

Habt ihr Fragen zum Thema Markenstory oder möchtet euch dazu von uns beraten lassen? Wir freuen uns sehr über eure Anfrage!

Eure perlenmädchen

 

 

Dienstag, 14. Dezember 2021


Reime gegen Keime

Eine perlige Weihnachtsgeschichte

Zu Weihnachten lassen sich die perlenmädchen immer etwas besonderes einfallen, um Kunden, Partner und Perlenanhänger zu beglücken. In diesem Jahr gibt es eine kleine, feine Weihnachtsgeschichte. Text, Layout und Illustrationen by perlenmädchen :D

Klickt gleich rein und erfahrt, was Nadine und Gitte auf Ihrer Reise zum Nordpol so alles erlebt haben.

Zum Perlenweihnachtsbuch

Dienstag, 22. Juni 2021

Der Griff ins Sommerloch – Was holt ihr für euch raus?


Das Schweigen der Telefone

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Der Sommer hat gerade erst begonnen und Deutschland schwitzt bereits bei über 30 Grad. Die aktuellen Coronazahlen lassen Urlaubsstimmung aufkommen und viele von euch haben bestimmt bereits eine Auszeit im Sommer geplant. Das Sommerloch lässt also nicht mehr lange auf sich warten!

Damit meinen wir die Zeit, in der gefühlt alle im Urlaub sind und irgendwie nichts voran geht. Das Telefon schweigt still, das Mailfach ist leer. Ein Gefühl von Langeweile kommt auf. Perfekt! Denn ohne Langeweile, keine Kreativität. Langeweile bedeutet Zeit zum Denken, Ausmisten, Neuordnen und Umstrukturieren. 

Ihr seid schon lange unzufrieden damit, dass bestimmte Abläufe bei euch zu kompliziert sind oder zu lange dauern? Dann ändert das, indem ihr neue Wege ausprobiert und testet, welche Methoden besser funktionieren. Euer Büro soll endlich papierfrei werden? Jetzt habt ihr Luft um dieses Projekt endlich in Angriff zu nehmen. Das Sommerloch ist daher die perfekte Zeit, um Pläne zu schmieden.


Phoenix aus der Asche



Die großen Einschränkungen und Entbehrungen durch die Pandemie liegen jetzt hoffentlich hinter uns. Zumindest lässt ja so einiges vermuten, dass wir das schlimmste geschafft haben und der Herbst 2021 erheblich angenehmer verlaufen wird als der in 2020

Deshalb solltet ihr die Chance nutzen, um Schwung zu holen! Die Wirtschaft soll schließlich schleunigst wieder hochfahren. Und auch in eurem Unternehmen ist sicherlich in den letzten Monaten einiges zum Erliegen gekommen. Fangt also jetzt an, Marketingthemen anzugreifen, Konzepte zu erarbeiten und Ideen zu schmieden. Schließlich wollt ihr euren Kunden und denen, die es bald werden sollen, zeigen, was ihr so auf dem Kasten habt.


Gegen Kreativität hilft keine Impfung



Bei euch wird Personal gesucht? Ihr wollt ein besonderes Produkt verkaufen oder eine spezielle Dienstleistung bewerben? Sucht nach kreativen Wegen, eure Botschaften an die Zielgruppe zu bringen. Kreativität braucht nämlich Zeit. Es ist immer von Vorteil, Projekte in Ruhe und Sorgfalt vorzubereiten und dann voll durchstarten zu können. 

Überlegt, wie ihr die Menschen mit euren Botschaft überraschen könnt. Lasst sie denken und ermöglicht ihnen ein erhellendes AHA-Erlebnis. Bringt Gefühle ins Spiel und versucht bei den Menschen Emotionen zu wecken! Das Kreativvirus ist so ansteckend wie eh und je 😉 Und dagegen kann sich niemand impfen lassen.


Kreative Sommergrüße,

eure perlenmädchen

Donnerstag, 17. Dezember 2020

Perlenweihnacht 2020 

Puh.. Was für ein Jahr! Da musste für 2020 schon eine ganz besondere Weihnachtspost her. Für unsere Kunden gab es deshalb einen Silberstreifen am Horizont. Lamentiert wurde in den letzten Monaten schließlich genug. Es ist Zeit zu lamettieren! :D

 Schluss mit dem lamentieren. Jetzt wird lamettiert!

Wir schenken euch einen Silberstreifen am Horizont. Schließlich kann 2021 nur besser werden...




Nichts zwingt uns mehr dazu kreativ zu werden als eine Krise. Also verliert nicht euren Mut, sondern lasst die Funken sprühen und die Synapsen glühen. Und wenn euch mal die Ideen ausgehen, wisst ihr wo ihr uns findet! 

Wir wünschen euch und euren Lieben ein leuchtendes Weihnachtsfest und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr! Für mehr Lametta haben wir schon mal gesorgt. Was soll da noch schief gehen?!


Mit glitzernden Weihnachtsgrüßen,

eure Perlenmädchen





Dienstag, 19. Mai 2020

Vorsicht ansteckend: Das Kreativvirus

Kreativagentur perlenmädchen

Das Coronavirus hält zurzeit die ganze Welt in Atem. Doch es gibt da ein Virus, das ist noch viel ansteckender: Das Kreativvirus. Und dagegen hilft weder Abstand, Mundschutz noch Händewaschen. Auch eine Impfung könnt ihr vergessen. Gegen Kreativität ist niemand immun. Zum Glück: Sie ist überlebenswichtig!

Mit dem Virus geboren


Mutter Natur hat das ziemlich clever eingefädelt. Kreativität war von Anbeginn der Menschheit eine lebenswichtige Fähigkeit. Denn nur so konnte sich der Homo sapiens an sich verändernde Gegebenheiten anpassen und sich stetig weiterentwickeln. Wir werden deshalb alle als kreative Wesen geboren. Das glaubt ihr nicht? Dann unterhaltet euch doch mal mit einem Kleinkind! Ihr werdet überrascht sein, wie viel Fantasie diese kleinen Wesen haben und welche Zusammenhänge sie erkennen, die euch niemals auffallen würden.

Konform statt kreativ


Durch die Strukturen unserer heutigen Gesellschaft verlieren wir leider oft die Fähigkeit, kreativ zu sein und selbstständig Ideen zu entwickeln. Das wird in den meisten Fällen nämlich gar nicht gewünscht. Sobald wir in die Schule kommen, lernen wir, dass wir dafür belohnt werden uns anzupassen. Konform zu sein. Wer aus der Reihe tanzt wird bestraft. Auch später im Job gilt es meistens sich in die Hierarchie einzufügen. Der Chef sagt einem wo es lang geht, selbst Denken wird dann oftmals unnötig.

Der Natur ihren Lauf lassen

Natürlich sieht das nicht in jedem Betrieb so aus! Viele Unternehmer haben erkannt, wie wertvoll selbstständig denkendes Personal ist. Denn niemand kennt sich mit eurem Job besser aus als ihr! Also wer außer euch selbst sollte in der Lage sein, eure Arbeitsprozesse zu optimieren? Mehr Eigenverantwortung fördert zudem ungemein die Motivation. Es ist doch ein großartiges Gefühl, wenn man Erfolg mit seiner Arbeit hat und vom Chef und den Kollegen gelobt wird, oder? Der Mensch funktioniert immer besser, wenn er kreativ sein darf. Das liegt uns quasi in den Genen. Kreativität beschränkt sich auch nicht auf bestimmte Themen oder Bereiche. Analysieren, erfinden, ableiten, anpassen – ist in allen Lebenslagen und in allen Berufen möglich.

Genetische Aufmerksamkeit


Mutter Natur hat uns noch etwas mitgegeben, das zu Urzeiten das Überleben der Menschheit gesichert hat: Aufmerksamkeit und Neugierde. Zu der Zeit, als wir alle mit Keule durch die Höhle gelaufen sind, war es überlebenswichtig auf Veränderungen in unserem Alltag zu reagieren. Ein abgebrochener Ast, ein umgeworfener Stein – das konnte schnell eine tödliche Gefahr in Form von Säbelzahntigern oder Mammuts bedeuten!

Eingebrannte Botschaften




Heutzutage kann man sich diese genetische Programmierung wunderbar für das eigene Marketing zu Nutze machen. Kreativität macht die Menschen nämlich aufmerksam. Es ist so ein bisschen wie bei einem Unfall. Auch wenn man sich dagegen wehrt, man kann einfach nicht wegsehen! 

Wer einfallsreich und außergewöhnlich wirbt, macht sich die Viralität der Kreativität zu nutzen. Statt auf hohen Werbedruck und ständige Wiederholung zu setzen, nutzt man die hohe Ansteckungsrate einer kreativen Botschaft. Werbung, die uns berührt, Emotionen weckt, uns überrascht oder erschreckt hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck. Eine Erinnerung. Der Reiz bei dieser Werbeform ist sehr viel höher als bei klassischer Werbung. Ein Beispiel aus der Kindheit: Wann habt ihr euch gemerkt, dass man nicht auf eine heiße Herdplatte fassen soll? Bei Mamas 50ster Wiederholung? Nein! Erst als ihr selbst einmal draufgefasst habt. Diese Erfahrung hat sich im wahrsten Sinne des Wortes eingebrannt.

Reizvolles Marketing




Aber wann empfinden wir eigentlich etwas als kreativ? Oftmals, wenn Zusammenhänge geknüpft werden, die uns nicht bekannt sind. Wenn etwas unnatürlich ist oder vollkommen überraschend. Versucht also mal vom gewohnten Muster abzuweichen, baut Humor und Emotionen in euer Marketing ein und überrascht die Menschen. Diese Art der Werbung kann euch viel Geld sparen, da ihr nicht einen ständigen Werbedruck aufrecht halten müsst. 

Die richtigen Reize an den richtigen Stellen sorgen dafür, dass sich eure Botschaft eigendynamisch verbreitet. Dem Kreativvirus sei Dank! Denn wer zum Lachen gebracht worden ist, sich erschreckt hat oder zu Tränen gerührt wurde, möchte diese Emotionen mit den Menschen aus dem eigenen Umfeld teilen. Und das völlig freiwillig! Ab dann heißt es für euch nur noch zurücklehnen und dabei zusehen, wie sich nach und nach immer mehr Menschen mit eurer Botschaft anstecken. Danke, Mutter Natur. 

Gegen das Kreativvirus sieht Corona – und jedes andere Virus - sowas von alt aus! Hier ist anstecken nämlich erlaubt. 

Bleibt gesund und kreativ, 

eure perlenmädchen

 


Dienstag, 24. September 2019


Unerhört! So spricht das ganze Netz über euch

Guerilla in Social Media
Ihr bezahlt in Daten und mit eurer Zeit

Wer nicht viel Kohle hat, aber möglichst viele Menschen mit seinen Werbebotschaften erreichen will, sollte mal über eine Guerilla Kampagne in den Sozialen Netzwerken nachdenken. Die Verwendung der Netzwerke ist „kostenlos“. Ihr bezahlt nicht mit Euro – das stimmt -, aber mit euren Daten. Also mit den Informationen die die Netzwerke über euch sammeln. Achtet also darauf, welche Daten ihr veröffentlicht. Außerdem erfordert eine erfolgreiche Social Media Arbeit ein nicht unerhebliches Kontingent an Zeit. Das sollte euch vorab bewusst sein.

Wenn ihr euch für eine Social Media Kampagne entschieden habt, gibt es ebenfalls einiges zu beachten. Wir haben euch hier mal ein paar entscheidende Informationen zusammengestellt.

Content
Besser scharf als geschmacklos

Eine Guerilla Kampagne in den Sozialen Medien ist immer zeitbegrenzt und verfolgt ein konkretes Ziel. Sie eignet sich immer dann, wenn man ein spezielles Thema oder Angebot hat, dass man aktuell stark verbreiten möchte und kann auch in Kombination mit anderen Werbemitteln und – kanälen verwendet werden.

Startet mit der Erstellung eines Konzeptes, in dem ihr die Botschaften, Ziele und Zielgruppen der Kampagne definiert. Mit dieser Grundlage könnt ihr dann an die Ideenentwicklung gehen.
Eure Beiträge sollten einen hohen Reiz aufweisen und gern auch etwas kontrovers daherkommen. Brecht mit Erwartungen und erfüllt zum Beispiel bewusst nicht die gängigen Rollenbilder. Euer Anspruch muss es sein, dass eure Botschaften in der Vielzahl der Meldungen auffallen und zu Diskussionen anregen. Ihr wisst sicherlich, dass die wichtigste Größe in den Sozialen Medien die Interaktionsrate ist. Deshalb sollten eure Beiträge frech, humorvoll, unerwartet und überraschend sein. Denn so lassen die Menschen viel eher mal ein Like oder einen Kommentar da.
Achtet aber darauf, die Regeln der Netzwerke einzuhalten und keine Persönlichkeitsrechte zu verletzen oder Menschen zu diskriminieren.

Bilder spielen bei euren Beiträgen eine wichtige Rolle. Sie sollten immer eine gute Qualität haben und das Motiv muss klar erkennbar sein. Wir können euch nicht empfehlen reine Textbotschaften zu posten. Bei diesen Beiträgen geht die Reichweite stark nach unten. Das wird in Statistiken immer wieder deutlich. Eure Texte dürft ihr dennoch nicht vernachlässigen. Sie müssen verständlich und klar definiert sein, damit eure Botschaft auch ins Schwarze trifft.

Reichweite
Vitamin B macht den Unterschied

Um die Reichweite eurer Beiträge zusätzlich nach oben zu treiben solltet ihr euch nach möglichen Multiplikatoren umschauen. Wer könnte Interesse an euren Botschaften haben und hat selbst eine breite Fanbase? Nehmt Kontakt mit solchen Personen oder Seiten auf, werdet Teil ihrer Community und bringt euch ein. Wer vom Netzwerk profitieren will, muss Teil des Netzwerks sein. In der Social 
Media Welt muss man mitspielen. Nur die Rosinen rauszupicken funktioniert hier nicht.

Wenn ihr solche Multiplikatoren gefunden habt und für euch gewinnen konntet, solltet ihr diese bei relevanten Posts verlinken bzw. taggen. Dann werden sie über euren Beitrag informiert und reagieren im besten Fall mit einem Kommentar oder teilen euren Beitrag auf ihrer Seite. Das vergrößert die Reichweite eurer Beiträge enorm.

Interaktion
Live ist Live, na na na na na

Die Interaktion vor Ort ist genauso entscheidend wie die im Netz.  Wenn ihr eure Inhalte schnell, also noch vor Ort oder Live bei Entstehung der Bilder postet, entstehen oft auch Interaktionen mit Usern im Hier und Jetzt. Auch das kann den Erfolg eurer Kampagne positiv beeinflussen und die Reichweite eurer Posts schnell steigern. Versucht zudem zeitnah, am besten sofort auf Userreaktionen zu reagieren, um diese Effekte weiter zu steigern.

Wir wünschen euch jetzt viel Spaß in den unendlichen Weiten der Sozialen Netzwerke und hoffen, dass euch unsere Tipps etwas weiterhelfen konnten 😊

Teilt gern eure Erfahrungen mit uns!

Eure perlenmädchen

Montag, 28. Januar 2019

Das geheime Rezept für gute Werbung

Zutaten:

1 gut durchdachtes Konzept
2 Liter Herzblut
2 - 3 auf den Punkt gebrachte Botschaften
1 richtig gute Idee
1 ganze Portion Ehrlichkeit







Zubereitung:


1. Konzept

Wenn eure Werbeaktion erfolgreich sein soll, müsst ihr vorab schon etwas Gedankenschmalz hineinstecken. Verfallt also nicht vorschnell in Aktionismus, sondern nehmt euch Zeit zum Denken. Ansonsten verzettelt ihr euch. Haltet in einem Konzept fest, welche Ziele ihr mit der Aktion verfolgt und welche Botschaften ihr vermitteln wollt.

Überlegt euch gut wen ihr eigentlich erreichen wollt. Versetzt euch in diese Menschen hinein. So könnt ihr auch viel besser entscheiden, durch welche Werbemittel und über welche Kanäle ihr eure Zielgruppen am sinnvollsten erreichen könnt.

2. Herzblut

Nur wer selbst für etwas brennt, kann andere anstecken! Es geht es nicht ohne euer Herzblut und absolute Überzeugung. Erinnert ihr euch noch an den Physikunterricht? So etwas wie ein Perpetuum Mobile gibt es leider auch nicht in der Werbung.  Wer keine Energie investiert, kann auch keine Reaktion erwarten. Zeigt also Einsatz!
















3. Botschaften

Wenn Werbung zu glatt und rundgelutscht ist, fühlt sich niemand davon angesprochen. Die Kampagne rutscht einfach träge an jedem vorbei. Gebt den Leuten also etwas zum Diskutieren! Wenn ihr uns fragt, braucht gute Werbung Ecken und Kanten, Haken an denen die Menschen hängen bleiben. Gute Werbung braucht Meinung! Kommuniziert deshalb unbedingt eure Werte, Normen, Denkweisen. Zeigt Haltung. Bezieht Stellung. Und versucht bloß nicht es allen recht zu machen! So sprecht ihr nämlich genau die Kunden an, die mit euch auf einer Wellenlänge sind. Die anderen bleiben automatisch fern.
Aber auch präzise Textarbeit ist wichtig. Bringt eure Werbe-Botschaften deshalb immer kurz und knackig auf den Punkt.

4. Idee

Ohne eine richtig gute Idee geht ganz nichts. Holt also euer Kreativbiest aus dem Tiefschlaf und spinnt einfach mal drauf los. Der Mensch ist genetisch darauf programmiert auf Veränderungen in seinem Alltag zu reagieren. Das kommt noch aus der Steinzeit, als hinter jedem umgeworfenen Stein eine tödliche Gefahr lauern konnte. Nutzt das für eure Aktionen! Je ungewöhnlicher und unerwarteter eure Werbung daher kommt, desto besser.
Versucht auch die menschlichen Sinne anzuregen. Umso besser wird eure Botschaft abgespeichert und nachher erinnert. Das tolle an Kreativität ist, dass sie im höchsten Maße ansteckend ist. Ihr braucht bei kreativer Werbung also keinen hohen Werbedruck aufzubauen. Wenn ihr Menschen berührt, teilen sie ihr Erlebnis mit ihren Mitmenschen. Die von euch erreichten Personen fungieren dann also freiwillig als Werbeträger ;)

Gute Werbung macht Spaß und ist eine angenehme Ablenkung vom Alltag. Werbt also immer eher positiv und verzichtet auf nervige und aufdringliche Kampagnen.
Noch ein Tipp: Lasst die Menschen selbst denken! Oder mögt ihr die Typen, die bei einem Witz immer schon am Anfang die Pointe verraten? Es macht viel mehr Spaß, eine eigene Erkenntnis zu haben. Und wenn‘s erstmal *klick* gemacht hat, wird die Botschaft so schnell auch nicht mehr vergessen.

5. Ehrlichkeit

Die geheime Zutat für eine gelungene Werbeaktion ist Ehrlichkeit! Wer hätte das gedacht? Werbung und Ehrlichkeit passt doch eigentlich nicht zusammen, oder?
Wir sehen das anders. Niemand fühlt sich gern verarscht oder wird an der Nase herumgeführt. Weckt also bitte mit euren Kampagnen keine falschen Erwartungen und präsentiert den Menschen auch keine geschönten Tatsachen. Warum? Weil euch das ganz schnell auf die Füße fällt.

Eine gute Werbeaktion funktioniert nämlich nicht nur für einen Moment, sondern wirkt dauerhaft. In unserer heutigen vernetzten Welt sind wir nur einen Knopfdruck von unserem Mitmenschen entfernt. Und worüber sprechen die Menschen besonders gern? Genau. Über negative Erfahrungen. Und dann seid ihr ganz schnell unten durch.
Deshalb braucht man heutzutage auch gar nicht mehr versuchen, ein schlechtes Produkt oder eine unprofessionelle Dienstleistung zu verkaufen. Sowas spricht sich durch die sozialen Netzwerke rasend schnell herum.
Also hört auf Mutti und auf die perlenmädchen: Ehrlich währt am längsten.

Und jetzt alle Zutaten gründlich miteinander verrühren und eine leckere Werbeaktion daraus backen! Am besten noch lauwarm von eurer Zielgruppe verspeisen lassen.

Guten Appetit!

Eure perlenmädchen