kreativagentur perlenmädchen

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Dienstag, 26. April 2022

 Warten lernen
Auf Stress können wir verzichten


Kurz vor dem langen Osterwochenende haben wir es wieder gemerkt. Alles musste noch ganz schnell erledigt werden, war eilig und konnte nicht warten. Wir hatten Stress. Unnötigen.

Schließlich geht das (Arbeits-)Leben auch nach den Feiertagen weiter und wenn wir es vor dem Feierabend nicht mehr schaffen, diese eine Mail abzuschicken, geht die Sonne am nächsten Tag trotzdem wieder auf.

Eigentlich ist es ganz einfach. Wir sollten tief durchatmen und eins nach dem anderen tun. Die Dinge so nehmen, wie sie sind und uns immer wieder der jeweiligen Situation anpassen. Stattdessen streben wir Menschen ständig danach, noch mehr in noch kürzerer Zeit zu schaffen.

Dabei ist sich die Wissenschaft einig: So etwas wie Multitasking gibt es nicht. Unser Gehirn kann sich nachweislich immer nur auf eine einzige Sache konzentrieren. Was unser Hirn aber sehr wohl kann, ist superschnell zwischen verschiedenen Aktivitäten hin und her zu schalten. Während wir uns auf die eine Sache konzentrieren, wird die andere auf „Pause“ gestellt. Diese Methode hat nur ein paar entscheidende Nachteile. Sie erzeugt Stress und dadurch sind wir weniger leistungsfähig und machen viel mehr Fehler.

Unsere grauen Zellen arbeiten am liebsten am Stück. Und auch wir haben gemerkt, dass wir Aufgaben viel schneller und besser erledigen, wenn man ohne ständige Unterbrechungen arbeiten kann.

Erstaunlicherweise benötigt man auch gar nicht wirklich mehr Zeit, wenn man die Dinge in Ruhe erledigt. Bewusst im Hier und Jetzt. Ohne den Anspruch alles gleichzeitig tun zu müssen. Achtet mal darauf! Wenn wir uns Zeit nehmen und den Stress-Modus vermeiden, passieren uns viel weniger Missgeschicke. Der Stift fällt uns nicht mehr ständig aus der Hand, das Papier legen wir aufmerksam und gerade in den Drucker ein, sodass es sich nicht zu einem Papierstau verklemmt und so weiter und so fort.

Wir können uns bewusst dazu entscheiden, dem Stress aus dem Weg zu gehen. Allerdings muss man das wirklich üben! Ohne bewusstes Gegensteuern rutscht man schnell wieder in die gewohnte Hektik ab. Wir nehmen uns jetzt jedenfalls vor, weniger Stress zu haben.

Dazu gehört auch, das Gegenüber um Verständnis zu bitten, wenn Dinge mal nicht JETZT SOFORT erledigt werden können. Wir müssen alle wieder lernen zu warten. Das versuchen wir schließlich schon unseren Kindern beizubringen. Geduld, Höflichkeit, Frustrationstoleranz. Niemand kann immer sofort das haben, was er gerne will. Wir Erwachsenen haben das nur irgendwie wieder verlernt.

Wir freuen uns über euer Feedback und eure Gedanken zu dem Thema :)

Eure perlenmädchen

Dienstag, 26. Januar 2021

 Warum MEHR weniger Glück bedeutet

Im letzten August habe ich einen Antrag auf Elterngeld gestellt. Ich liebe meine Arbeit und wollte neben dem Baby auch weiterhin arbeiten. Ich sollte deshalb angeben, wieviel ich vor der Geburt meines Kindes gearbeitet habe und wieviel ich nach der Geburt des Perlenprinzen arbeiten will. Vor allem wollte man wissen, wie ich es schaffen will, das Defizit auszugleichen.

An dieser Stelle ist mir klar geworden, wie sehr ich die Freiheit und die Selbstbestimmung als Unternehmerin genieße. Ich habe nie mehr als 30h die Woche gearbeitet. Daher gab es für mich kein Defizit. Nichts auszugleichen. Die perlenmädchen haben von Beginn an ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeiten und Leben angestrebt. Arbeit soll Spaß machen und das Leben bereichern, nicht reiner Lebensinhalt sein. 


Der Mensch ist evolutionsbiologisch gar nicht für so viel Arbeit geschaffen. Zu Beginn der Menschheit waren die zu erledigenden Aufgaben noch recht übersichtlich. Die einen sammelten Beeren, die anderen jagten sie 😉 Und dazwischen wurde geschlafen, gegessen, sich am Feuer unterhalten und ausgeruht. Eine ausgeglichene Work-Life-Balance war lebenswichtig. Wer nicht konzentriert zur Bärenjagd erschien, war bald Bärenfutter. Natürlich hat sich seitdem auf unserem Planeten viel verändert. Aber an grundlegenden Naturgesetzen hat sich nichts geändert. Unsere Körper können nicht permanent auf Höchstleistung fahren. Am leistungsfähigsten sind wir dann, wenn wir genügend Zeit zur Regeneration haben.

Ausgeglichene Menschen sind also viel effizienter in dem was sie tun. Sie benötigen auch weniger Zeit für die Erfüllung von Aufgaben. 

Deshalb haben wir mit Spannung die Diskussion um die Reduzierung der Arbeitswoche verfolgt, von bisher 40 Stunden auf 35 oder noch weniger. Natürlich ist so ein Umdenken nicht von jetzt auf gleich umsetzbar und sicherlich müssen auch für viele Dinge Lösungen gefunden werden, aber es würde uns allen guttun.

Warum streben wir eigentlich immer nach mehr mehr mehr? Warum muss immer alles maximiert werden? Es reicht doch, das zu verdienen was wir zum Leben brauchen. Versteht uns nicht falsch. Menschen brauchen einen Antrieb und auch Ziele. Dazu gehört auch das Erreichen eines höheren Lebensstandards. Wichtig ist aber eigentlich nur, dass wir ein schönes Zuhause haben, in dem wir uns wohlfühlen und dass wir keine Existenzängste haben müssen. Der ein oder andere braucht zu seinem Glück vielleicht eine Villa und einen Porsche. Auch ok. Aber irgendwann sollten wir alle einfach mal kurz innehalten und in uns hineinhorchen, ob wir nicht mit dem was wir haben zufrieden sind.

Mehr Geld macht nämlich nicht mehr glücklich. Glücklich macht es, Zeit für uns und unsere Lieben zu haben, unseren Kindern bewusst beim Aufwachsen zuzusehen, gemeinsam Dinge zu erleben zu reisen und auch einfach gute Gespräche zu führen. Diese Dinge verschaffen uns diese flüchtigen Glücksmomente, nach denen wir alle streben.

Wir sind unheimlich dankbar und glücklich als Unternehmerinnen ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Unsere Arbeit als perlenmädchen erfüllt uns nach über 12 Jahren immer noch mit unheimlich viel Freude. Uns ist vollkommen bewusst, dass wir als Angestellte in einer großen Werbeagentur problemlos das dreifache verdienen könnten. Aber zu welchem Preis? Nein, danke!

Wir sind zufrieden mit dem, was wir haben. Und wir sind sehr stolz auf das, was wir erreicht haben. Zugegeben sind wir nach 12 Jahren Selbstständigkeit immer noch nur zu zweit, haben keine Angestellten, arbeiten beide im Homeoffice und sitzen nicht in einem schicken Bürogebäude. (Was nie unser Ziel war, um ehrlich zu sein.) Trotzdem sind wir glücklich. Warum muss ein Unternehmen immer wachsen, um als erfolgreich zu gelten? Ist es nicht auch eine Leistung, dass sich ein Unternehmen in einer sich permanent wandelnden Welt dauerhaft auf dem Markt behaupten kann? 

Diese Mehr-Mehr-Mehr-Einstellung ist aus vielerlei Gründen zerstörerisch. Für unseren Körper, unsere Psyche und auch für den Planeten. Wir müssen zufriedener sein mit dem was wir haben. Der permanente Leistungsdruck in der Gesellschaft verursacht Stress. Und Stress macht krank. Es wäre sinnvoller, sich die Arbeit zu teilen, sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen.

Auch wenn es abgedroschen klingt: Wir haben nur ein Leben. Und wir sollten es jetzt in vollen Zügen genießen. Die Arbeit wird immer da sein. Und die Welt dreht sich weiter. Ob ihr nun die E-Mail heute noch abschickt oder erst morgen. Wir wissen alle nicht, wie lang wir noch auf diesem wunderschönen Planeten verweilen dürfen. Begeht also nicht den Fehler, nur auf den Ruhestand hinzuarbeiten und die Erfüllung eurer Träume in den Lebensabend zu verlegen. 

Ihr würdet sooo viel verpassen!


Eure perlenmädchen


Dienstag, 25. August 2020


Voll verplant? Voll daneben!

Wir kennen sie doch alle, die Kunden, die kurz vor 12 noch anrufen und gaaanz schnell noch irgendwelche Arbeiten brauchen. Vielleicht kann der ein oder andere von euch ja sogar zugeben, dass er manchmal selbst zu diesen Menschen gehört. Dabei hat dieses „verplant sein“ echt richtig miese Nachteile. Wie ihr die Dinge in Zukunft etwas organisierter angeht, verraten wir euch in den kommenden Zeilen.

Nerven schonen

Vorausschauendes Planen schont eure Nerven. Und seien wir mal ehrlich, dass das nächste große Firmenjubiläum ansteht, die Unternehmenswebsite überarbeitet werden muss oder eine große Messe stattfindet, auf der ihr dabei sein wollt, wisst ihr nicht erst 14 Tage vorher. Macht euch also nicht selbst das Leben schwer, indem ihr mit der Planung und Vorbereitung bis zur letzten Minute wartet. Solche Termine schreibt man sich dick in den Kalender und man sollte mindestens 6 Monate vorher mit den Vorbereitungen beginnen.


Gesundes Arbeiten

Wer so vorgeht, hat genügend Zeit, alles geordnet und sinnvoll vorzubereiten. Ohne diesen immensen Zeitdruck könnt ihr auch viel ruhiger schlafen. Das tut Körper und Geist gleichermaßen gut. Ein weiterer Vorteil: Ihr vermeidet unnötige Fehler. Die entstehen in der Regel nämlich nur, wenn ihr kopflos drauflos macht und keine Zeit zum Nachdenken habt. Doch es geht nicht nur um die Vermeidung von Fehlern. Mehr Zeit zum Nachdenken zu haben, bringt oftmals auch richtig gute und kreative Ideen zu Stande! Ade Einheitsbrei.

Faire Partnerschaft

Wer rechtzeitig plant kann auch mit ausreichend Vorlauf Angebot für benötigte Leistungen von Partnern einholen. Mit genügend Zeit in der Hinterhand habt ihr auch viel mehr Auswahl was eure Dienstleister anbelangt. Ihr müsst nämlich nicht denjenigen nehmen, der euren Auftrag noch gerade so dazwischen quetschen kann. Ihr könnt euch für das Unternehmen entscheiden, das für die Umsetzung der Aufgabe am besten geeignet ist. Schließlich haben eure Partner auch laufende Projekte. Seid also fair und gebt euren selbst fabrizierten Stress nicht an eure Dienstleister weiter.


Kein Stress, mehr Kohle

Das zu späte Anfangen wirkt sich auf alles Kommende aus. Besonders auch auf euren Geldbeutel. Denn wer Produkte, Give Aways oder Druckmittel noch rechtzeitig zur Deadline vor Ort haben will, kommt um „Over Night Express Extra Schnell und Extra Teuer Lieferung“ nicht drumherum. Diese Kohle kann man echt sinnvoller investieren, oder? Und was macht ihr eigentlich, wenn in der Hektik irgendwas schief gelaufen ist?

Social Media liebt Zeit

Besonders drastisch wirkt sich Zeitdruck auf Social Media aus. Wenn ihr für euer Vorhaben einen neuen Kanal aufsetzen wollt, solltet ihr damit mindesten 6 Monate vorher anfangen. Und vor dem Aufsetzen braucht man ein Konzept! Auch das nimmt Zeit in Anspruch. Welche Inhalte wollt ihr teilen? Wer ist überhaupt die Zielgruppe? Welche Interessen haben diese Menschen? Wir sprechen wir sie am besten an?
Bis man eine ausreichend große Community aufgebaut hat, um eine effektive Reichweite zu erhalten, braucht ihr realistisch einfach ein paar Monate.

 

Und, seid mal ehrlich. So schwer ist das doch eigentlich gar nicht mit den rechtzeitigen Planen, oder? Und die Vorteile für alle Beteiligten liegen auf der Hand. Hier mal noch ein Beispiel aus dem Perlenland:

Unser perlenmädchen Nadine hat Anfang August einen kleinen Jungen bekommen. Glücklicherweise hat die Natur es so eingerichtet, dass man 40 Wochen Zeit hat, um auch im beruflichen Umfeld für diese aufregende Zeit alles vorzubereiten.
Wir haben Kunden rechtzeitig über Nadines Ausfall informiert, haben Projekte so geplant, dass ihr Fehlen nicht weiter ins Gewicht fällt und fangen mit neuen Projekten erst nach Ende des Mutterschutzes wieder an. Nadine muss sich so keine Sorgen um die Agentur machen und kann sich entspannt auf das Kennenlernen ihres Jungen konzentrieren.

Wir hoffen, wir können euch mit unseren Worten in Zukunft etwas Stress ersparen 😉 Wir freuen uns über eure Geschichten und euer Feedback dazu!

Eure perlenmädchen