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Montag, 25. November 2024

Gut beraten

Warum gute Marketing-Dienstleister nicht machen was ihr sagt

 

Wir haben uns letzte Woche mit einem potenziellen neuen Kunden getroffen. Sie haben sich mit der Bitte an uns gewendet, einen neuen Werbespruch, Claim oder Markenslogan für sie zu entwickeln. Das hat uns hellhörig gemacht, da hinter so einer Anfrage oft ein anderes Problem steckt. Ein paar Fragen später hatte sich unsere Vermutung bestätigt. Die Geschäftsführung hat vor kurzem gewechselt und man will ein paar Dinge anders handhaben. Vor allem was die Vermarktung des Unternehmens angeht. Aber so richtig wisse man noch nicht, wie man in Zukunft agieren möchte. Aha! Ohne ein Konzept, ein Ziel, eine Positionierung fällt es natürlich schwer, einen treffenden Werbeslogan zu finden. Man muss sich dazu erst einmal selbst finden.

Das Ergebnis: Wir haben dem Kunden ein Angebot für die Entwicklung einer Vermarktungsstrategie gemacht. Das bringt ihn mittelfristig nämlich viel weiter als nur ein Werbeslogan. Wir werden gemeinsam die Positionierung des Unternehmens erarbeiten und die Ziele der nächsten Jahre definieren. Daraus ergeben sich fast automatisch die Botschaften und somit auch der gewünschte neue Werbeslogan. Vielen ist gar nicht bewusst, wieviel konzeptionelle Vorarbeit in so ein paar Worten steckt. Außerdem geben wir dem Kunden Empfehlungen, welche Maßnahmen, Werbemittel und Kanäle sinnvoll sind, um die definierten Ziele erreichen zu können.

Noch ein Beispiel aus dem Perlenland:

Ein Verein aus unserer Heimatstadt rief neulich bei uns an, weil neue Mitglieder gefunden werden müssen. Außerdem wisse fast niemand, dass es den Verein in Wittstock gebe. Deshalb möchte man sich eine Website entwickeln lassen. Hmm.. Wieder so ein Fall. Eine Website wäre für diesen Verein sehr kostspielig gewesen. Kosten für die Entwicklung und auch später laufende Kosten für die Website, den Support, die Aktualisierungen. Außerdem, wenn niemand den Verein kennt, wer geht dann auf die neue Website? Das Problem wäre damit nicht gelöst. Wir haben dem Verein neue Social Media Konten aufgesetzt, Anzeigen geschaltet und den Mitgliedern in einer Schulung gezeigt, wie sie ihre Kanäle in Zukunft selbstständig pflegen können. Die Followerzahlen steigen und damit auch die Bekanntheit des Vereins. Der Kunde ist glücklich und das macht auch uns glücklich. Mit der Website hätten wir mehr Geld verdient, aber wir zahlen lieber auf unser Karma-Konto ein 😉

Unser Ziel ist es immer, dem Kunden zu helfen und ihn weiterzubringen. Dazu gehört es, beim ersten Gespräch zwischen den Zeilen zu lesen. Meistens kann der Kunde seine Wünsche gar nicht so genau definieren. Deshalb ist es wichtig, genau hinzuhören, mitzudenken und viele Fragen zu stellen. Nicht selten bitten Kunden um „Lösungen“, die aus fachlicher Sicht gar nicht passend sind. Weil sie ihr eigentliches Problem nicht erkannt haben. Ein guter Dienstleister berät, anstatt einfach genau das zu tun, worum der Kunde bittet. Er stellt Fragen, er hinterfragt und er zeigt mögliche Optionen auf, die zum Kunden und seiner aktuellen Situation passen. Wer nur Ja und Amen sagt, hat nicht das Wohl des Kunden im Kopf. Jeder hat seine Kompetenzen. Deshalb ist es völlig normal, dass ein Unternehmen nicht so ein umfassendes Marketingwissen besitzt wie eine Agentur. 

Falls ihr Fragen auf dem Herzen habt, bei denen wir euch helfen können: Wir beraten euch gern!

Eure perlenmädchen

Donnerstag, 18. Juni 2015




Iiih! Ist das ansteckend?!
Viralität im World Wide Web

Ansteckungsgefahr.

Unter Viralität versteht man die schnelle Verbreitung einer Meldung über die Sozialen Medien. Der Content erreicht innerhalb kürzester Zeit eine Vielzahl von Menschen. Wird geklickt, mit "Gefällt mir" markiert und geteilt. Dieser Vorgang ist vergleichbar mit dem Ausbruch einer Viruserkrankung. Viralität wurde erst durch das Web 2.0 möglich. Menschen sind weltweit vernetzt und interagieren miteinander. Ohne Barrieren. Die perfekte Basis, um einen Virus zu verbreiten…

Der Grad der Viralität einer Meldung kann durch diverse Faktoren bestimmt werden. Dazu zählen die Beitragsreichweite, die Anzahl der Klicks, die Menge der „Gefällt mir“ Angaben und die Häufigkeit des Teilens. Je intensiver ein User mit dem Content (Inhalt) interagiert, desto größer ist die Verbreitung des Beitrags. Habt ihr zum Beispiel einen Beitrag gesehen, erhöht ihr damit die Beitragsreichweite. Wenn ihr diesen Inhalt jedoch nicht mit „Gefällt mir“ markiert oder teilt, sorgt ihr nicht für eine weitere Verbreitung. Euch hat vielleicht nicht gefallen, was ihr gesehen habt, konntet nicht berührt oder belustigt werden. Ihr seid anscheinend immun gegen den Virus.

Klickt ihr aber auf „Gefällt mir“, gebt ihr den Virus bereits weiter. Eure Follower bzw. Social Media Freunde sehen dann, dass ihr einen Beitrag positiv bewertet habt. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand auch auf den Beitrag klickt, ist ziemlich hoch. Umso enger ihr befreundet seid, desto höher. Studien haben belegt, dass wir sehr viel häufiger auf Beiträge klicken, die ein guter Freund empfohlen hat, als auf Fremdinhalte.

Noch mehr Wertigkeit hat jedoch ein „Share“. Ein „Gefällt mir“ ist nur flüchtig und wird nur kurzzeitig in der Timeline angezeigt. Teilt ihr einen Beitrag auf eurem Profil oder auf dem eines Freundes erstellt ihr somit einen dauerhaften Eintrag. Es werden also mit der Zeit sehr viel mehr Personen über diesen Beitrag stolpern. Für eine große Verbreitung eines Inhalts sind „Shares“ also sehr wichtig.

Jetzt wissen wir also wie das mit der Verbreitung von Content in den Sozialen Medien funktioniert. Aber was bringt uns dazu mit einem Inhalt zu interagieren?

Emotionen als Nährboden.

Menschen reagieren auf Dinge,  die sie persönlich betreffen und emotional abholen. Emotionen sind also der Schlüssel, wenn man viralen Content erzeugen möchte. Ihr kennt das Phänomen aus eurem Alltag. Wann beteiligt ihr euch zum Beispiel an einer Diskussion? Nicht, wenn euch das Thema kalt lässt, sondern wenn ihr persönlich betroffen seid oder ähnliche Erfahrungen gemacht habt. Ihr redet mit, wenn jemand etwas gegen eure Überzeugungen sagt oder die von euch vertretenen Werte und Prinzipien für nichtig hält. Oder könnt ihr da ruhig bleiben?
Es haben sich schon viele Wissenschaftler und Branchenexperten mit dem Thema Viralität beschäftigt. Aus fast allen Studien geht deutlich hervor, dass positive Emotionen, wie Glück, Liebe, Spaß eher geteilt werden, als negative Emotionen, wie Angst, Trauer und Wut. Generell lässt sich aber sagen, je stärker eine Emotion ist, desto größer ist auch die Resonanz der User.
So lässt sich auch der Erfolg der unzähligen Katzenvideos erklären ;) Allgemeine, eher unbedeutende Inhalte, die viel Leichtigkeit und Spaß vermitteln, teilt man einfach gern.  So etwas macht einfach jeden glücklich!



Virales Marketing.

Das Virale Marketing ist so etwas wie der digitale Zwilling des Guerilla Marketings. Es ist möglich, mit dem Einsatz geringer Mittel eine große Wirkung und somit Verbreitung zu erzielen. Besondern für kleine Unternehmen, mit einem sehr geringen Werbebudget, also eine echte Chance Aufmerksamkeit zu erreichen.

Die erste Voraussetzung ist, dass ihr bereits Social Media Kanäle betreibt. Sie sind der Ausgangspunkt für euren viralen Content. Kanäle, die bereits viele Follower und Aktivität aufweisen, bieten den besten Nährboden.  Umso mehr Leute sich bereits in eurem „Labor“ befinden, desto mehr können sich direkt anstecken und den Virus weitergeben. Einen Boost erhält euer Content, wenn er auf großen Portalen/Fanseiten erscheint oder von wichtigen Multiplikatoren (Personen des öffentlichen Lebens, wie Blogger, Unternehmer oder Promis) mit vielen Followern geteilt wird. Diese Seiten sind wie Knotenpunkte, an denen unzählige Personen vorbeikommen. Das ist die perfekte Petrischale, in der euer Virus wachsen kann!

Den viralen Effekt für das Marketing nutzbar zu machen, ist jedoch nicht so einfach. Schließlich will man die User nicht nur unterhalten, sondern verfolgt Marketing-Ziele.
Diese Ziele müsst ihr natürlich vorher definieren! Was wollt ihr mit der Aktion erreichen? Welche Handlung soll eure Zielgruppe im besten Fall ausüben? Welche Botschaft wollt ihr vermitteln? Geht es um reine Imageziele, wie Bekanntheit und Akzeptanz oder wollt ihr den Verkauf eines Produktes steigern?

Lasst eure Infizierten nicht allein, sondern holt sie ab. Zum Beispiel indem ihr eine Landingpage bereitstellt, auf der die Interessenten weiterführende Informationen finden oder eben direkt euer Produkt erwerben können. Der Einsatz von (hoffentlich) viralem Content sollte immer nur ein Baustein innerhalb eurer Marketing-Strategie sein.

Virale Eigenschaften.

Welche Voraussetzungen muss ein Content nun erfüllen, um die Chance auf virale Verbreitung zu haben? Schaut man sich virale Kampagnen der Vergangenheit hat, fallen einem einige Gemeinsamkeiten auf.

Einfach und verständlich

Viraler
 Content ist simpel und leicht verständlich. Oft sogar über alle Sprachbarrieren hinweg. Die Idee bzw. wird sofort klar und setzt kein speziellen Vorwissen beim Betrachter.
Beispiel: 
Evian: Roller Babies




Emotional


Emotionen sind immer der Schlüssel. Virale Inhalte bringen einen immer zum Lachen, zum Weinen, lassen einen Staunen, Mitfiebern oder einfach nur vor Verzückung aufseufzen.

Beispiele:



Humor

In vielen Inhalten spielt Humor eine große Rolle. Aber der einfache, pure, reine Humor, der Kleinkinder ebenso berühren kann wie die Eltern und Großeltern.

Beispiele: 




Ungewöhnlich/Neu/Kreativ

Menschen bleiben an Content hängen, der neu ist, überraschend und innovativ. Der ungewöhnliche Zusammenhänge herstellt,  eine ungewöhnliche Pointe enthält.

Beispiele: 




Allgemeingültig

Viele virale Inhalte können die Menschen über alle Sprach- und Kulturbarrieren hinweg erreichen und berühren. Einfach weil sie grundlegende menschliche Emotionen ansprechen und somit überall auf der Welt verstanden werden.

Beispiele: 



Sobald ein Inhalt penetrant werbend ist, sinkt die Akzeptanz und das Interesser der Nutzer erheblich. Ihr solltet also nicht auf reine Selbstbebauchpinselung absehen. Eure Inhalte dürfen sich vordergründig nicht nach Werbung anfühlen. Ihr müsst dem Betrachter einen Mehrwert geben. Eine gute Geschichte mit Unterhaltungswert. Einen Virus, der ihn infiziert.

Euer Inhalt sollte zudem optisch ansprechend sein. Fotos und Videos werden viel eher viral als reine Textinhalte oder Storys. Ein Eyecatcher muss zumindest vorhanden sein. Aber auch der dazu gehörige Text will durchdacht sein. Headlines müssen aufmerksamkeitsstark formuliert sein, neugierig machen, etwas andeuten, ohne zu viel zu verraten.

Immunität nicht ausgeschlossen.

Und jetzt die schlechte Nachricht! Selbst wenn ihr alle Faktoren der erfolgreichen viralen Kampagnen der Vergangenheit beherzigt gibt es keine Garantie für den Erfolg. Es gehört immer ein Quäntchen Glück dazu. Der richtige Multiplikator, zur richtigen Zeit am richtigen Ort, der euren Inhalt teilt. Eurer Content muss den Nerv der Zeit treffen. Kommt ihr mit eurer Ideen zu spät sind die Menschen bereits immun. Seid ihr zu früh, reagieren die User vielleicht eher mit Ablehnung und lassen sich nicht anstecken.

Übrigens könnt ihr euren Content problemlos auch zu einem späteren Zeitpunkt nochmal in den Ring schmeißen. Die Karten werden jeden Tag neu gemischt. Die Poetry-Slammerin Julia Engelmann landete mit ihrem Beitrag „One day, baby“ einen viralen Hit, obwohl der ursprüngliche Clip bereits viele Monate alt war und vor dem großen Erfolg kaum wahrgenommen wurde. Am Ende landete die Gute sogar bei Stefan Raab auf der Couch. So kann‘s gehen.


Niemand weiß genau, wodurch ein Trend zum Trend wird oder warum ein genialer Clip viral wird und ein anderer genialer Clip eben nicht. Aber genau das macht es ja so spannend! Jeder hat die gleiche Chance. Ob internationaler Superkonzern oder der Einzelunternehmer aus Unterhachingen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!



Donnerstag, 26. Februar 2015

Ungewöhnlich, frech und nichts für Jeden – Guerilla Marketing

Kriegerisches Marketing.

Das trojanische Pferd - Guerilla Strategie
Der Begriff Guerilla hat einen militärischen Ursprung und bedeutet wörtlich Kleinkrieg. Er beschreibt eine besondere Art der Kriegsführung, bei der eine kleine Anzahl von Soldaten gegen eine Übermacht kämpft. 
Ihr kennt die Geschichte über die Eroberung der Stadt Troja? Die Griechen nutzten eine List, um in die Stadt einzudringen. Sie bauten ein hölzernes Pferd, in das sich eine Hand voll Krieger versteckte. Die Neugier der Trojaner siegte. Sie konnten nicht widerstehen und holten das Pferd hinter die Mauern der Stadt. Statt durch Waffengewalt, gelang es den Griechen durch kluges strategisches Handeln ihr Ziel zu erreichen.
Guerilla bedeutet also, aus den geringen vorhandenen Ressourcen, den größtmöglichen Nutzen zu ziehen. Entscheidend bei der Ausführung sind schnelles Handeln und das Erzeugen von Irritation und Überraschung.

Was aber hat eine militärische Strategie mit Werbung zu tun? Mitte der 80er Jahre steckte die USA in einer Unternehmenskrise. Die großen Konzerne wurden immer größer und größer und erdrückten die kleineren Konkurrenten mit einer immensen Werbepräsenz. Sie hatten schließlich die finanziellen Mittel, um ganzseitige Anzeigen zu schalten, auf riesigen Plakatflächen in den großen Städten präsent zu sein und die besten Marketing Experten zu engagieren. Die Kleinen konnten da auf klassischem Wege natürlich nicht mithalten. Eine neue Strategie musste her. 
Der Marketing Guru Jay C. Levinson übertrug damals die militärische Guerilla Strategie auf die Werbung und gilt als Begründer des „Guerilla Marketing“. Diese Methode ist auf kleine und mittelständische Unternehmen mit begrenzten Ressourcen ausgerichtet. Dabei werden unkonventionelle Werbeaktionen mit vergleichsweise geringen Kosten durchgeführt, um bei einer größtmöglichen Anzahl von Personen einen Überraschungseffekt zu erzielen.

Abseits klassischer Wege.

Eine genaue Definition des Guerilla Marketing ist müßig. Hier gibt es in der Fachwelt unterschiedlichste Ansichten, welche Maßnahmen dazu gehören und welche mit anderen sehr eindrucksvollen englischen Bezeichnungen benannt werden. Uns ist das ziemlich egal ;)
Für uns geht es bei Guerilla um Kreativität und Interaktion!  Denkt also nicht in vorgefertigten Schranken, sondern lasst eurer Fantasie freien Lauf. Mit Guerilla verlassen wir die klassischen Pfade. Es geht also nicht um Plakate, Anzeigen, Flyer oder Radio Spots. Obwohl diese klassischen Werbemittel eine Guerilla Aktion sehr gut begleiten können.

Guerilla Werbung von Sixt
Guerilla wird in der Öffentlichkeit durchgeführt. Und ihr müsst selbst aktiv werden. Ihr könnt Installationen entwickeln, euch in Kostüme kleiden oder Passanten zum Mitmachen auffordern.
Der finanzielle Aufwand hängt von euren Mitteln ab. Natürlich haben auch schon große Unternehmen das Guerilla Marketing für sich entdeckt und investieren viel Geld in aufwändige Installationen. Aber das ist gar nicht notwendig. Guerilla ist vor allem für kleine Unternehmen interessant, denn es sind erstaunliche Ergebnisse mit dem Einsatz nur weniger hundert Euro möglich.

Dafür ist aber persönlicher Einsatz erforderlich! Ihr müsst selbst Hand anlegen, basteln, schrauben, kleben. Und ihr braucht Helfer. Ein Team das euch unterstützt und hinter der Idee steht. Spannt auch gute Freunde und die Familie mit ein! Ohne Teamwork geht nichts J Und gerade das macht es auch aus. Es macht wahnsinnig viel Spaß, mit einer Hand voll motivierter Leute eine verrückte Idee real werden zu lassen! Ihr werdet überrascht sein, wie viel neue Ideen noch während der Umsetzung entstehen. Einfach weil Menschen zusammenarbeiten, die sich verstehen, gemeinsam Spaß haben und an die gleiche Sache glauben. Eins ist sicher: Je mehr ihr in eure Aktion reinsteckt, desto erfolgreicher wird sie auch sein.

Ziel – Strategie – Zugriff!

Bei der Entwicklung einer Guerilla Idee solltet ihr zuallererst an euer Ziel denken. Was wollt ihr mit der Aktion erreichen? Welche Handlung soll eure Zielgruppe ausführen? Welche Botschaft wollt ihr verbreiten? 
Wer Guerilla nur als reine Effekthascherei benutzt, wird keinen wirklichen Werbeeffekt spüren. Macht euch also vorab genau klar, was und wen ihr erreichen wollt. Dadurch wird es sehr viel einfacher, eine gute Idee zu entwickeln. Die Griechen wussten, dass sie möglichst leise und ungesehen hinter die Mauern von Troja gelangen wollten. Klares Ziel. Klare Umsetzung. Klarer Sieg.

Guerilla Aktion  zum 1. Perlengeburtstag
Ihr wisst, was ihr sagen und erreichen wollt? Ihr kennt eure Zielgruppe? Dann braucht ihr jetzt eine zündende Idee, die die Botschaft nett verpackt. Einen Aufmacher. Eine Leitidee. Kombiniert Dinge, die nicht zusammen gehören. Kehrt Aussagen ins Gegenteil um, provoziert, übertreibt. Verkleinert oder vergrößert Objekte. Lasst die Menschen denken. Entwickelt kleine Rätsel oder widersprüchliche Aussagen. Baut Pointen ein und nutzt Humor. Alles Unerwartete fällt auf. Alles was nicht der Norm entspricht fällt auf.
Setzt euch mit eurem Team zusammen und geht gemeinsam auf Ideensuche. Umso häufiger ihr kreativ denkt, umso leichter wird es euch mit der Zeit fallen. Habt ihr eine gute Leitidee gefunden, sollte sich diese auf allen begleitenden Werbemitteln wiederfinden.

Eine Guerilla Aktion muss immer zu euch und eurem Unternehmen/Produkt passen. Die Idee darf also nicht zu aufgestülpt sein. Damit macht ihr euch nur selbst das Leben schwer. Denkt an eure vorhandenen Ressourcen. Was habt ihr und wie könnt ihr es für eure Aktion einsetzen? Nutzt das was ihr habt und spart dadurch Kosten.
Guerilla Aktionen werden fast immer ohne irgendwelche Genehmigungen durchgeführt. Die Ideen sind meistens so ungewöhnlich, dass das Ordnungsamt erst ein neues Formular entwickeln müsste, um eine Aktion zu erlauben. Und wer hat schon so viel Zeit ;P Also nur Mut! Kalkuliert sicherheitshalber ein Bußgeld mit ein, aber seht die ganze Sache nicht zu eng.
Es ist immer günstig, wenn eure Aktion schnell umgesetzt werden kann. Der Aufbau also nicht so lange dauert, dass man euch aufhalten kann, bevor ihr überhaupt angefangen habt. Außerdem solltet ihr mobil sein, schnell zusammenpacken und weiterziehen können.
Falls es doch ein Zusammentreffen mit dem Ordnungsamt gibt, seid freundlich und höflich. Viele Beamte lassen sich von eurer positiven Energie anstecken und drücken bei witzigen und sympathischen Aktionen gern mal ein Auge zu.
Wer ein ganz vorbildlicher und gesetzestreuer Bürger ist, kann natürlich auch vorab eine Genehmigung beantragen. Dann muss man aber gegebenenfalls mit einer Ablehnung rechnen. Wenn ihr die Aktion dann trotzdem durchzieht, verstehen die Beamten weniger Spaß… Eure Entscheidung ;)

Ideen-Verstärker.

Guerilla Marketing ist immer zeitlich und räumlich begrenzt. Ihr könnt mit euren Aktionen nur eine begrenzte Anzahl von Menschen erreichen. Eine gute Idee ist allerdings wie ein Virus. Sie verbreitet sich fast wie von selbst. Wenn ihr Menschen überrascht und begeistert, werden sie auch über eure Aktion sprechen. Sie werden Fotos und Videos machen und ihren Freunden und der Familie von ihrem Erlebnis erzählen.

Social Media Kraft nutzen!
Diesen Effekt müsst ihr jedoch zusätzlich verstärken. Dokumentiert eure Aktion! Macht Fotos und Videos. Sammelt interessante und witzige Anekdoten oder Reaktionen auf eure Guerilla Werbung. Informiert die Presse! Ein Presseartikel ist sehr wertvoll, wird von vielen Menschen gelesen und kostet euch nichts ;) Vor allem auf dem Land kann man der regionalen Presse mit außergewöhnlichen Aktionen eine Freude machen. Soviel passiert ja schließlich nicht…

Nutzt die sozialen Medien als Megaphon, um eure Botschaft in die Welt hinauszutragen. Kündigt eure Guerilla Aktion vielleicht schon mal auf eurem Facebook Profil an. Macht eure Fans neugierig. Teilt hier auch die Fotos und Videos, die ihr bei der Umsetzung gemacht habt. So ermöglicht ihr es Menschen an eurer Idee teilzuhaben, die nicht live bei der Aktion dabei sein konnten. Sorgt dafür, dass sich das Virus verbreitet!

Nichts für Jeden.

Provokative Aktion gegen Hautkrebs
Guerilla erfordert Mut. Guerilla erfordert Überzeugung. Wenn ihr nicht zu 100% hinter eurer Aktion steht, werdet ihr scheitern. Ihr solltet offen für unkonventionelle Denkweisen sein und neue Ideen nicht von Anfang an ablehnen.

Man wird euch sehr oft auf eure Aktion ansprechen. Stellt euch darauf ein. Ihr solltet also stolz und selbstbewusst sein und gern Rede und Antwort stehen. Wer sich windet und die Diskussion als unangenehm empfindet, ist nicht fürs Guerilla Marketing geschaffen und lässt zukünftig lieber die Finger davon.

Diese Art der Werbung gefällt nämlich nicht jedem. Ihr werdet Menschen auf den Schlips treten und ihr werdet negative Kritik bekommen. Mit Guerilla Marketing kann man sehr viel Positives erreichen, aber man kann es nicht Allen Recht machen. Ihr werdet anecken.
Aber ihr werdet mit Guerilla auch genau die Menschen um euch scharen, die so ticken wie ihr. Die euren Humor und eure Sicht auf die Dinge teilen. Die eure Arbeit schätzen und gern bei euch einkaufen oder mit euch zusammenarbeiten. Ein praktischer Filtereffekt ;)

Und jetzt seid ihr dran! Seid ihr die Typen für Guerilla? Habt ihr Lust, euch auf neue Pfade zu begeben? Neue Dinge im Marketing auszuprobieren? Die Entscheidung liegt bei euch…


Donnerstag, 27. November 2014

Existenzgründung – Erfolg lässt sich planen

Bauchladen.

Viele Existenzgründer machen gleich zu Beginn einen entscheidenden Fehler: Sie wollen alles anbieten. Einen gaaanzen Bauchladen voller Angebote! Ich möchte hier niemandem zu nahe treten, aber kein Mensch hat so viele Talente. Wer ohne klare Positionierung in die Selbstständigkeit startet wird sich von Anfang an verzetteln und auf der Stelle treten.
Ihr solltet euch vorab genau mit euren Stärken und Schwächen auseinander setzen. Was könnt ihr besonders gut? Was fällt euch schwer? Findet eure Kernkompetenz! Etwas, für das ihr eine Leidenschaft habt. Etwas, in dem ihr großartig seid! Am Ende dieses Prozesses solltet ihr jedem in 30 Sekunden eure Geschäftsidee vermitteln können. Und zwar überzeugend. Wenn ihr das könnt, seid ihr auf einem guten Weg.

Ballast abwerfen.

Ihr wisst jetzt also, was ihr am besten könnt. Großartig! Aber auf selbstständige Unternehmer kommen unzählige neuen Aufgaben zu. Steuern, Buchhaltung, Versicherungen, Marketing, Akquise und so weiter und so fort. Jetzt ist es wichtig, die Dinge zu definieren, die euch nicht liegen. Was saugt euch Kraft ab? Womit quält ihr euch mehr als alles andere? Diesen Ballast müsst ihr abwerfen. Und zwar von Anfang an. Denn diese abgesaugte Energie und Zeit könnt ihr nicht in eure Hauptaufgabe stecken. Im schlimmsten Fall lässt dann sogar die Qualität eurer Arbeit nach. Und das ist schlecht fürs Geschäft.
Ihr wisst jetzt was ihr loswerden müsst? Dann solltet ihr euch daran machen Lösungen zu finden. Diese Dinge müssen ja trotzdem bewältigt werden, um eine erfolgreiche Unternehmung zu führen. Sucht euch Partner, die eure Kompetenzen ergänzen. Die in ihrem Gebiet großartig sind. Wichtig ist, dass sie so ticken wie ihr. Dass ihr Werte und Qualitätsansprüche mit ihnen teilt. Sicherlich ist es ein Prozess, diese Menschen zu finden. Aber der Aufwand lohnt sich!
Mit so einem Netzwerk an zuverlässigen Partnern hinter euch, habt ihr die Energie, die Kunden und Aufträge zu akquirieren, die ihr haben wollt. Lukrative Aufträge, die euch und euer Unternehmen voranbringen. Von Ballast befreien heißt übrigens auch, sich von unbequemen Kunden zu befreien. Arbeitet mit den Menschen zusammen, mit denen ihr euch versteht, im Einklang seid. Wenn ihr ständig gegen Windmühlen kämpfen müsst, kommt ihr nicht weiter. Ohne Ballast könnt ihr abheben!

Planen ist nicht planen lassen.

Eine Unternehmensgründung sollte gut vorbereitet werden. Ihr kennt sicherlich das Zauberwort: Businessplan! Steckt viel Zeit in die Entwicklung eures Konzeptes. Ihr müsst wissen, was auf euch zukommt. Welche Steine euch in den Weg gelegt werden und wie ihr diese umgehen könnt. Ihr müsst eurem Unternehmen ein scharfes Profil verpassen, genau definieren wer ihr seid, welche Leistungen/Produkte ihr anbieten könnt und in welchen Bereichen ihr Partner brauchen werdet.
Ich weiß, dass es anstrengend ist. Und ich weiß, dass es nervt.
Aber dieser Prozess macht euch stark und klüger! Lasst euren Businessplan nicht von dubiosen Beratern schreiben, die sich dafür nur eure Fördermittel einkrallen. Was wissen die denn schon von euch und euren Vorstellungen?
Das neue Unternehmen ist euer Baby! Ihr wollt, dass es gesund ist, wächst und von allen Gefahren abgeschirmt wird. Natürlich macht es Sinn, sich von unterschiedlichen Experten Hilfe zu holen. Aber ihr solltet am Schreiben des Businessplans in hohem Umfang beteiligt sein. Er ist wichtig für euch! Und erst an zweiter Stelle für die Bank oder das Amt.

Wer fragt, bekommt Antworten.

Setzt euch im Businessplan mit dem Markt auseinander. Analysiert ihn. Besteht Nachfrage nach meinem Produkt/ meiner Leistung? Ist sie den Menschen bekannt oder müsst ihr erst aufklären? Schaut euch auch genau die Konkurrenzunternehmen an. Wie sind sie aufgestellt? Wie werben sie? Wie sprechen sie ihre Zielgruppe an? Daraus könnt ihr ableiten was ihr vielleicht anders oder besser machen wollt, wie ihr euch abheben könnt. Am Ende dieser ganzen Analysen sollte eure Positionierung stehen. Ziel ist es, euren Platz im Markt zu kennen.
Außerdem  solltet ihr eure potenziellen Kunden genau unter die Lupe nehmen. Für wen sind meine Leistungen/Produkte interessant? Wer sind diese Menschen? Wie ticken sie? Was unterscheidet sie? Was haben sie gemeinsam? Welche Argumente/Motivationen kann ich ihnen bieten? Je genauer das Bild von eurer Zielgruppe ist, desto so besser versteht ihr sie. Umso besser könnt ihr sie erreichen.

Wissen ist Macht.

Dieser Gründung-Prozess dauert seine Zeit. Wir haben uns zum Beispiel ein Jahr auf unsere Gründung vorbereitet. Haben Weiterbildungen besucht, mit Rechtsanwälten, Steuerberatern und anderen Experten gesprochen.
Wenn ihr eure Gründung übers Knie brecht, macht ihr Fehler. Ihr werdet nicht alles bedenken. Ihr werdet es sehr viel schwerer haben. Wissen ist Macht. Sammelt also so viel davon wie möglich.
Noch ein Tipp: Seid einzigartig! Eure Leidenschaft zum Beruf, euer Anspruch an euch selbst, eure Werte, eure Ansichten, euer Charakter. Auf dieser Grundlage muss sich euer Unternehmen positionieren und auf dem Markt auftreten. Nur so könnt ihr euch von der Konkurrenz abheben. Mit Produkten und Dienstleistungen allein kann man als regionaler Unternehmer in der Regel keine Individualität erreichen. Wie mache ich mein Unternehmen also einzigartig?  - Wer das wissen möchte, liest unseren Blogartikel.


Dienstag, 19. August 2014

Erfolgsfaktor Karma: Reines Gewissen statt reine Profitgier

Haha! Reingelegt.

Meine Großmutter hatte vor ein paar Tagen einen unabhängigen Versicherungsmakler bei sich zu Hause. Sie war unzufrieden mit ihren laufenden Verträgen und wollte Kosten reduzieren. Er ließ sich die Policen zeigen, und kalkulierte dann nur minimal günstigere Verträge. Der Makler nutzte die Unwissenheit und Leichtgläubigkeit der alten Dame aus und machte so viel Druck, dass sie schließlich alle Verträge unterschrieb. Da meine Oma ein ungutes Gefühl bei der Sache hatte, informierte sie mich schließlich. Alle Verträge waren vollkommen überdimensioniert. Es waren Risiken versichert, die gar nicht zur Lebenssituation meiner Großmutter passten. Der Nutzen des Kunden stand nicht im Mittelpunkt. Von Beratung keine Spur. Der Makler hatte nur ein Ziel: sich selbst zu bereichern.
Leider handeln viele Unternehmer nach diesem Prinzip. Nur die eigene Bereicherung steht im Mittelpunkt und das auch gern auf Kosten von anderen. Keine zukunftsorientierte Strategie und ganz schlecht fürs Karma..

Denn sie wissen nicht, was sie wollen.

Statt des eigenen Vorteils, sollte immer der Nutzen des Kunden im Fokus der Arbeit stehen.
In der Werbebranche ist das leider auch oft nicht der Fall. Hier auf dem Land wird der Unternehmer von den sogenannten „Werbeagenturen“ gezwungen, sich selbst mit dem Thema Marketing auseinanderzusetzen. Die Werber sind eigentlich nie in Entscheidungsprozesse involviert, sondern führen nur noch aus, setzen um. Und zwar genau das, was der Kunde verlangt. Wenn der Unternehmer keine genauen Vorstellungen hat, wird er aufgefordert, welche zu entwickeln.
Wir haben es uns zur Pflicht gemacht, unsere Kunden so zu beraten, dass ihre Ziele erreicht und ihre Erwartungen erfüllt werden. Dazu gehört, dass wir nicht zu allem ja und Amen sagen. Wenn mich ein Unternehmer anruft mit der Aussage: „Ich brauche einen Flyer“, ist meine Reaktion darauf immer: „Das werden wir erst noch sehen, ob Sie einen Flyer benötigen.“ Dafür haben wir schon oft den ein oder anderen skeptischen Blick geerntet. Schließlich sind sie es nicht gewohnt, beraten zu werden. Sie sind es nicht gewohnt, dass jemand kritisch hinterfragt, dass jemand anderes für sie konzeptionell denkt.
Doch was nutzt ein Werbemittel, das keinen Effekt hat? Das an die falsche Zielgruppe gerichtet ist? Das niemanden erreicht? Ganz einfach. Nichts. Der Unternehmer ist kein Marketingprofi. Ohne fachkompetente Beratung kann er oft gar nicht erkennen, welche Maßnahme zielführend ist und welche nicht. Der Unternehmer ist Experte in seiner Branche. Wir sind es in unserer. Nur durch eine intensive Zusammenarbeit kann eine erfolgreiche Marketingstrategie entwickelt werden. Wir recherchieren, analysieren, sammeln Wissen und Fakten, definieren Ziele und Zielgruppen.
Daraus erarbeiten wir gemeinsam eine Strategie, die zur Verwirklichung der Ziele führt. Und dazu gehört auch die Auswahl der Werbemittel und –kanäle. Unser primäres Ziel ist immer der Erfolg und die Zufriedenheit des Kunden. Es macht keinen Sinn, dem Kunden eine überdimensionierte Website zu verkaufen, wenn er diese nicht benötigt. Es macht keinen Sinn, für einen Kunden eine 50-seitige Broschüre zu entwickeln, wenn diese dann jahrelang auf dem Schreibtisch liegt und die Empfänger niemals erreicht. Kurzfristig würden wir mit solchen Aufträgen tatsächlich mehr Umsatz generieren, aber wir würden den Kunden mit hoher Wahrscheinlichkeit verlieren. Wer gibt schon gerne viel Geld für Maßnahmen aus, die dann keine Wirkung erzielen? Wer würde erneut eine Werbeagentur beauftragen, die dem Unternehmen viel Geld gekostet aber keinen Nutzen gebracht hat?

Überzeugen statt verkaufen.

Ihr solltet euren Kunden keine Dinge verkaufen, die sie nicht benötigen. Haut sie nicht übers Ohr, zieht sie nicht über den Tisch, bindet ihnen keinen Bären auf! Auf lange Sicht werden ihr sonst keinen Erfolg haben. Ihr werdet euch nur immer wieder im Kreis drehen, ohne wachsen zu können. Überzeugt eure Kunden durch Kompetenz, statt sie zu einem Auftrag zu überreden. Betreibt Networking, besucht relevante Veranstaltungen, bringt euch ein, sprecht mit! Nutzt soziale Medien, um euer Wissen und eure Erfahrungen zu kommunizieren. Dann wird es nämlich gar nicht mehr notwendig sein, einen hohen Werbedruck auszuüben. Stattdessen werdet ihr nach und nach eine erhöhte Nachfrage bemerken. Macht ihr eure Kunden glücklich und zufrieden, werden sie euch weiterempfehlen. Und sie werden euch treu bleiben!
Erarbeitet euch Qualitätskriterien, Werte und feste Prinzipien nach denen ihr vorgeht. Stellt immer den Kundennutzen in den Mittelpunkt eures unternehmerischen Handelns und geht offen, ehrlich und transparent mit euren Kunden um. Mit dieser Strategie werdet ihr langfristig viel erfolgreicher sein als durch eine kurzfristige Profitsteigerung. Außerdem macht es glücklich, Menschen glücklich zu machen! Denkt an euer Karma ;)

Donnerstag, 31. Juli 2014


Der einfachste Weg, Geld zu verbrennen

Keine Zeit für Konzepte.

Wie oft haben wir das schon gehört: „Wir brauchen schnell eine Umsetzung! Wir haben keine Zeit für irgendwelche Konzepte!“ oder „Wir zäumen das Pferd immer von hinten auf. Das Konzept findet sich schon im Laufe der Zeit!“
Wisst ihr was passiert, wenn ihr so denkt? Ihr verschwendet euer Geld. Ihr verbrennt es. Werft es zum Fenster hinaus. Werbeaktionen, die ohne ein vorheriges Konzept umgesetzt werden, sind im besten Fall wirkungslos. Im schlimmsten Fall entsteht sogar ein Imageschaden. Lässt sich der Kunde partout nicht belehren, lehnen wir solche Aufträge konsequent ab. Wie sollen wir auch eine zielgerichtete Werbemaßnahme entwickeln, ohne das Ziel zu kennen? Oder die Zielgruppe? Oder die derzeitige Situation des Unternehmens? Kopfloses Handeln führt nie zum Erfolg.

Für den Arsch.


Mit jeder Werbemaßnahme kommuniziert ihr mit der Öffentlichkeit. Daher sollte man sich genau überlegen, wie man auf die Menschen wirken möchte und welche Reaktion man erreichen will.
Dieser Brillenhersteller hat sicherlich keinen Wert auf ein Konzept gelegt. Wahrscheinlich bekam die Agentur die Aufgabe, dass die Motive um jeden Preis auffallen müssen. Nun, das haben die Werber ohne Zweifel erreicht. Ganz nebenbei wirken die Motive lächerlich und peinlich. Aber war das das eigentliche Ziel des Herstellers? Sicherlich nicht.
Eine Sonnenbrille ist ein Modeaccessoire. Sie sollte idealer Weise hip und cool sein und von der Zielgruppe als unverzichtbares Lifestyle-Produkt anerkannt werden.
Herunter gebrochen geht es dabei immer um den Absatz. Verkaufen. Geld verdienen.
Doch wer kauft so ein Produkt? Eine Brille, die von einem Arschgesicht getragen wird.. Damit kann man sich doch nicht sehen lassen.
Klarer Fall: Diese Kampagne war für den Arsch. Das Geld ist futsch und das Produkt hat einen enormen Imageschaden erlitten. (Quelle: http://www.gutewerbung-schlechtewerbung.de/kiss-my-glass/)

Die eigene Identität.

Bevor man für ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung wirbt, ist es wichtig, eine genaue Vorstellung vom eigenen Unternehmen zu haben. Wer bin ich eigentlich und was habe ich zu bieten? Welche Werte verfolge ich in meinem Unternehmen? Was macht mich einzigartig? Wie möchte ich auf die Öffentlichkeit wirken? Welche Ziele verfolge ich?
Ein Unternehmensleitbild klärt all diese Fragen und ist ein idealer Kompass, um in der Spur zu bleiben. Das Leitbild ist allerdings kein starres Gebilde. Es muss immer wieder neu angepasst werden. Die Bedingungen auf dem Markt verändern sich, ihr selbst verändert euch und auch eure Kunden.
Im Idealfall schafft ihr aus eurem Leitbild (Corporate Identity) ein Corporate Design, also die grafische Umsetzung  eurer Firmenidentität. Dazu gehören das Logo, Farben, Schriften, grafische Elemente, Proportionen und Verhältnisse. Alle firmeninternen Kommunikationsmittel sollten diesem einheitlichen Design folgen. So könnt ihr ganz gezielt beeinflussen, wie euer Unternehmen wahrgenommen wird und erreicht einen Wiedererkennungswert. Das Leitbild und das Corporate Design sind die Grundlage für jede Kommunikation. Alle veröffentlichten Werbemittel müssen zu eurem Unternehmen und euren Wertevorstellungen passen. Gibt es zu große Unterschiede in Ansprache und Tonalität, wirkt ein Unternehmen schnell unglaubwürdig und unseriös.

Die Strategie zum Erfolg.

Jetzt wisst ihr also genau, wer ihr seid. Trotzdem steht vor jeder neuen Werbeaktion immer ein Konzept. Neben den Zielen müssen auch die Zielgruppen genau definiert werden. Was ist das gewünschte Ergebnis? Welche Botschaft soll kommuniziert werden? Je klarer ihr die Botschaft definiert, desto einfacher wird es später eine kreative Leitidee zu entwickeln. Versucht also nicht, all eure Produkte und Dienstleistungen in einer Aktion zu bewerben. 
Überlegt euch auch genau wen ihr erreichen wollt. Wer ist die Zielgruppe? Wo und wie erreichen wir sie? Welche Erwartungen hat die Zielgruppe an mein Produkt/meine Dienstleistung? Denkt euch in eure Zielgruppe hinein. Umso zielgerichteter die Kommunikation erfolgt, desto erfolgreicher wird eure Aktion. Bleibt die Ansprache zu allgemein und undifferenziert, geht sie an allen Empfängern vorbei.
Erst wenn all diese Fragen geklärt sind beginnt die kreative Arbeit. Jetzt geht es darum, eine Leitidee und konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Es werden Werbemittel und Aktionen festgelegt, mit denen wir unsere Botschaft am besten zu unseren Zielgruppen transportieren können. Investiert viel Zeit in die Entwicklung der kreativen Leitidee. Je kreativer und außergewöhnlich eine Werbeaktion ist, desto eher wird sie sich eigendynamisch verbreiten.
Nach genauer Planung erfolgt dann die Umsetzung. Ermöglicht es so vielen Menschen wie möglich, an eurer Idee teilzuhaben. Wichtig ist daher eine detaillierte Dokumentation. Macht Fotos und Videos, sammelt Kommentare, Reaktionen und Geschichten. Nutzt Verstärker für die Verbreitung eurer Botschaft, wie die Presse, die sozialen Medien oder eure eigne Website. Entwickelt eure Werbung mit Spaß und Leidenschaft! Berührt die Menschen und bringt sie zum Lachen! Es zahlt sich aus :) 

Dienstag, 10. Juni 2014

Was dein Unternehmen einzigartig macht

Weltweite Konkurrenz.

Heutzutage gibt es alles. Und das überall. Das Internet hat dafür gesorgt, dass sich der regionale Händler plötzlich mit dem nationalen und internationalen Wettbewerb messen muss. Was die Preisgestaltung und die Angebotsbreite angeht, kann man als kleines oder mittelständisches Unternehmen mit den Großen einfach nicht mithalten. Wie soll man dagegen ankommen?
Ein Alleinstellungsmerkmal muss her!

Die Antwort bist du.

Mit Produkten und Dienstleistungen allein kann man als regionaler Unternehmer in der Regel keine Individualität erreichen. Wie kann ich mich aber von der riesigen Konkurrenz abheben? Wie schaffe ich es, meine Zielgruppe dazu zu bringen, bei mir zu kaufen? Wie mache ich mein Unternehmen also einzigartig?  Die Antwort ist ganz einfach. Du bist es, der dein Unternehmen einzigartig macht! Deine Leidenschaft zu deinem Beruf, dein Anspruch an dich selbst, deine Werte, deine Ansichten, dein Charakter. Auf dieser Grundlage muss sich dein Unternehmen positionieren und auf dem Markt auftreten. Nur so wirst du von der Öffentlichkeit als glaubwürdig und authentisch wahrgenommen. Unaufrichtigkeit oder Aufgesetztheit wird dir früher oder später auf die Füße fallen.

Alles aus einem Guss.

Wenn du die „inneren Werte“ deines Unternehmens ermittelt hast, ist bereits ein großer Schritt geschafft. Wenn du viele Mitarbeiter beschäftigst ist es sinnvoll, ein Leitbild zu erstellen.  Deine Angestellten können sich daran orientieren und die Werte des Unternehmens in der Öffentlichkeit vertreten. So erreichst du eine einheitliche und glaubwürdige Kommunikation.
Aber auch das Äußere muss zu Firmenidentität passen. Ein Logo, Farben, Formen und Schriften unterstützen zusätzlich den Charakter des Unternehmens.  Erst so entsteht ein runder, in sich stimmiger Auftritt. Das Corporate Design muss dabei nicht total steif sein. Jedes Unternehmen sollte einfach einen eigenen Stil haben, der Wiedererkennungswert besitzt und den Charakter unterstreicht.

Zuhören. Mitreden. Zum Freund werden.

Die Zeit von „Geiz ist Geil“ ist vorbei. Heutzutage entscheiden die Konsumenten nicht mehr nur nach dem Geldbeutel. Die Menschen wollen Ideale unterstützen, dazu gehören, sich selbst über Produkte oder Marken definieren. Sie kaufen nicht mehr nur das eigentliche Produkt oder die Dienstleistung. Der heutigen Verbrauchergeneration geht es um Identitätskonsum.
Die wichtigste Regel lautet daher: Sein du selbst! Spreche nicht von oben herab. Werde zu einem Freund. Kommuniziere auf Augenhöhe mit deinen Kunden. Am besten eignen sich hierfür die sozialen Medien. Finde heraus, welche Plattformen für deine Zielgruppe relevant sind und rede mit! Vertrete offen deine Werte und vermitteln die Motivation hinter deiner Arbeit. Was treibt dich an? Warum tust du was du tust? Auf diese Art erreichst du Menschen, die sich mit dir, deinem Unternehmen und deiner Art der Arbeit identifizieren können.

Keine Angst vor Kritik.

Deshalb: Orientiere dich immer an deinen Kunden. Frage bewusst nach Feedback und beziehe deine Kunden bei Entscheidungsprozessen mit ein. Berichte auch von deinem Arbeitsalltag. Gehe offen damit um, wenn mal etwas schief gelaufen ist oder du einen Fehler gemacht hast. Das macht dich menschlich und sympathisch. Mit der Zeit werden aus deinen Kunden so loyale Fans. Sie werden zu positiven Multiplikatoren, verbreiten deine Botschaft und stehen voll hinter deinem Unternehmen. Pflege deine Fans und investiere viel Zeit in den Austausch mit diesen Menschen. Vor allem: Sei dankbar für Kritik! Habe keine Angst vor direkten Kommentaren und Meinungen. Hör genau zu, was deine Kunden sich von dir wünschen und lasse diese Informationen in deine Arbeit einfließen. So wirst du in Zukunft noch erfolgreicher werden.