Wie Freiheit im Team die innere Motivation wachsen lässt
Habt ihr in dieser oft so hektischen, stressigen Zeit auch manchmal das Gefühl, dass im Business alles immer schneller, strenger und durchgetakteter sein muss? Höher, schneller, weiter – das scheint das ungeschriebene Gesetz der modernen Arbeitswelt zu sein. Doch wir haben neulich im engen Austausch mit unseren Kunden wieder einmal eine ganz andere Erfahrung gemacht, die wir als Impuls für alle Unternehmerinnen und Unternehmer da draußen teilen möchten.Es geht um Vertrauen, das Loslassen von starren Strukturen
und die Frage: Kann man ein erfolgreiches Unternehmen eigentlich auch ganz
leise, frei und voller Herzlichkeit führen? Spoiler: Man kann. Und wie!
Ein Augenöffner im Kundengespräch: Wenn Freiheit
selbstverständlich ist
Die Inspiration für diesen Artikel verdanken wir einer
unserer langjährigen, treuen Kundinnen, die wir über die Jahre ins Herz
geschlossen haben. Wir haben von ihr den Auftrag erhalten, neue Visitenkarten
für ihr Team zu gestalten.
Das Unternehmen hat natürlich ein klares Corporate Design –
ein gestalterisches Fundament, an das sich alle halten müssen. Das Besondere:
Unsere Kundin gibt jedem einzelnen Mitarbeiter die Freiheit, sich inhaltlich
einzubringen. Jede und jeder durfte einen ganz individuellen Zusatz auf die
Karte drucken lassen, um sich selbst auszudrücken.
Als wir unserer Kundin im Telefonat sagten, wie großartig
wir diese Wertschätzung finden, war sie völlig überrascht. Ihr war gar nicht
klar, dass das in anderen Unternehmen nicht normal ist und dort oft viel
strengere, rigidere Regeln herrschen! Für sie ist dieser freie Stil ganz
selbstverständlich. Doch im täglichen Kontakt mit den unterschiedlichsten
Unternehmen und Branchen wissen wir: So etwas ist sehr selten und absolut nicht
die Regel.
Zwei Generationen, zwei Welten: Druck vs. Vertrauen
Dieses Gespräch erinnerte unsere Kundin an eine Diskussion
mit ihrem eigenen Vater, der ebenfalls jahrelang ein Unternehmen geführt hatte.
Seine Philosophie war eine ganz andere: „Der Chef muss über den Mitarbeitern
stehen. Wenn der Chef den Raum betritt, müssen alle strammstehen und eine
gewisse Grundanspannung spüren – das fördert die Leistung.“
Vielleicht kennt ihr diesen Gedanken auch noch. Aber bei
unserer Kundin ist das komplette Gegenteil der Fall: Wenn sie den Raum betritt,
entsteht eine warme, einladende Atmosphäre. Es wird gelacht, es gibt Platz für
kurze, private Gespräche und ein tiefes, herzliches Vertrauen.
Und wisst ihr was? Wir halten das für den weitaus besseren
Führungsstil. Warum? Weil das Gefühl von Anspannung niemals permanent
aufrechterhalten werden kann. Wenn Mitarbeiter angespannt sind, sobald der Chef
den Raum betritt, weicht diese Spannung in genau dem Moment, in dem er den Raum
wieder verlässt. Niemand kann diese Energie der Anspannung dauerhaft aufrecht
erhalten. Uns würde das zumindest ausbrennen. In unseren Augen ergibt sich aus
diesem Führungsstil keine gesunde Dynamik und führt langfristig eher nicht zu
echter Motivation.
Der magische Kreislauf: Warum Motivation von innen
wachsen muss
Das Besondere an dem Führungsstil unserer Kundin ist ein
faszinierender Kreislauf, der auch psychologisch nachvollziehbar ist:
Wenn Mitarbeiter sich wirklich gesehen, gewertschätzt und
gehört fühlen – wenn sie sich wie bei den Visitenkarten individuell
ausdrücken dürfen –, dann erbringen sie ganz von sich aus eine herausragende
Leistung. Sie tun es nicht, weil sie Angst vor der Führungskraft haben, sondern
weil sie hinter ihrer Arbeit stehen.
Diese exzellente Leistung spiegelt sich sofort in den
Ergebnissen wider: Das Team bekommt fantastisches, ehrliches Feedback von
Kollegen, Kunden oder Patienten. Und genau dieses Feedback ist der Funke, der
das Feuer im Inneren am Brennen hält! Der Impuls muss nicht mehr mühsam von
außen durch Druck oder Kontrolle hineingepresst werden. Die Motivation kommt
von innen heraus.
Das Schöne daran? Dieser Führungsstil schützt vor dem
Ausbrennen. Wer intrinsisch motiviert ist und für den eigenen Ehrgeiz sowie
die echte Wertschätzung arbeitet, brennt für eine Sache, statt darin zu
verbrennen.
Von der kleinen Firma zum großen Erfolg – Die Kraft der leisen Führung
Da wir unsere Kundin nun schon seit vielen, vielen Jahren
partnerschaftlich begleiten dürfen, haben wir ihr Wachstum direkt miterlebt.
Wir haben gesehen, wie aus einem anfangs kleinen Unternehmen ein immer größeres
geworden ist. Ein Team, das kontinuierlich wächst, weil immer mehr Mitarbeiter
dazukommen.
Das Faszinierende daran: Unsere Kundin ist eine sehr
sensible, bewusste und leise Unternehmerin. Sie lässt die Dinge auch mal auf
sich zukommen, verfällt nicht in Hektik, lässt sich vom Stress von außen nicht
verrückt machen und bleibt einfach ganz konsequent bei sich und ihrer Art. Wir
bewundern sie dafür!
Ihr Erfolg gibt ihr recht: In ihrem Unternehmen gibt es so
gut wie keine Fluktuation. Menschen, die sich einmal entscheiden, mit ihr und
bei ihr zu arbeiten, bleiben in der Regel auch dort. Ihr Team wird immer
größer, stabiler und stärker. Sie liefert den lebenden Beweis dafür, dass man
nicht laut, aggressiv oder gestresst sein muss, um ein erfolgreiches
Unternehmen aufzubauen.
Ein kleiner Impuls für euren Unternehmer-Alltag
Seht diesen Text als Einladung, in einer stressigen Woche
kurz innezuhalten und zu reflektieren. Wo haltet ihr vielleicht noch an alten
Hierarchien oder Kontrollen fest? Wo könnt ihr – genau wie bei den
Visitenkarten – einen klaren Rahmen vorgeben, aber euren Mitarbeitern darin die
Freiheit schenken, mit einem Lächeln ganz sie selbst zu sein?
Manchmal reicht schon das bewusste Loslassen und das
Vertrauen in die Mitarbeiter, um zu sehen, wie das eigene Team plötzlich über
sich hinauswächst. Traut euren Angestellten ruhig etwas zu. Vielleicht
überraschen sie euch ja!
Wir sind neugierig: Wie handhabt ihr das? Wieviel Freiheit
gebt ihr euren Mitarbeitern, innerhalb des notwendigen Rahmens? Wo gebt ihr
eurem Team bereits Freiheit – und wo fällt euch das Loslassen vielleicht noch
schwer? Schreibt es uns in die Kommentare oder schickt uns eine Nachricht!
Wir freuen uns über eure Gedanken dazu!
Mit herzlichen Grüßen,
eure perlenmädchen


