kreativagentur perlenmädchen

Donnerstag, 16. April 2015


Suchmaschinenoptimierung - Vom Suchen und Finden im World Wide Web

Wissenschaft.

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist eine Wissenschaft für sich. Es gibt große Agenturen, die sich den ganzen Tag mit nichts anderem beschäftigen.

Es wirken sich bis zu 200 Faktoren auf das Suchmaschinen-Ranking aus. Jeder Dienst setzt hier andere Schwerpunkte. Der bekannteste und am meisten genutzte Suchdienst ist nach wie vor Google.  Die Experten aus den SEO (Search Engine Optimization) Agenturen kennen jeden Trick und jede Stellschraube. Aber auch bei der Suchmaschinenoptimierung gibt es keine 100% gültigen Gesetze. Alles ist im Fluss. Google passt seine Ranking Kriterien ständig an aktuelle Entwicklungen und Gegebenheiten an. Jede Agentur verfolgt deshalb etwas unterschiedliche Ansätze und Strategien. Solche Strategen kosten natürlich eine ganze Stange Geld.

Für Einzelunternehmer und kleine Firmen mit einer Hand voll Angestellten ist es vollkommen utopisch solche Agenturen zu beauftragen. Wer ein paar grundlegende Dinge beachtet, kann aber auch mit den gegebenen Möglichkeiten einiges für die eigene Website herausholen. Gerade wer eine CMS (Content Management System) Website betreibt, wie zum Beispiel Typo 3 oder Wordpress, kann vieles selbst erledigen.

Kontext statt Keyword.

Google möchte seine User glücklich machen und setzt daher auf Qualität. Ein Google User ist genau dann glücklich, wenn ihm die Suchmaschine explizit die Inhalte bieten kann, nach denen er gerade gesucht hat. Je klarer und präzisier ihr also eure Leistungen/Produkte auf eurer Website beschreibt, desto besser werdet ihr gefunden.

Google hat hier aus vergangenen Fehlern gelernt. Vor einigen Jahren war das große Schlagwort bei der Suchmaschinenoptimierung „Keywords“. Der Dienst hatte Websites auf die Häufigkeit vorkommender Schlagworte abgesucht. Je häufiger ein Wort vorkam und je weiter oben es auf einer Website stand, desto höher war die Gewichtung. Diese sehr einfache Art der Auswertung hat eine ganze Menge Missbrauch und Betrug nach sich gezogen. Plötzlich tauchten überall Keyword Wolken auf, eine Aneinanderreihung von Schlagworten, die in keinem Kontext zueinander standen. Einige Websitebetreiber nutzten sogar häufig gesuchte Keywords wie „Britney Spears“, um das Ranking ihrer Seite zu verbessern, obwohl sie lediglich Küchenbedarf verkauften. 

Der User wurde bei diesem Vorgehen total vergessen. Es ging nur darum, einen Spitzenplatz im Google Ranking zu ergattern und nicht die Suchanfrage des Users ideal zu beantworten. Ein klarer Qualitätsverlust von Google. Keyword Listen haben ihre Wertigkeit komplett eingebüßt. Google setzt jetzt auf Content, also den tatsächlichen Inhalt einer Website. Seid daher immer ehrlich und lockt keine User unter falschem Vorwand auf eure Seite.

User-optimierte Inhalte.

Macht euch als erstes bewusst, dass ihr eure Website nicht für Google optimiert, sondern für die User, also eure potenziellen Kunden. SEO bedeutet, eure Website und die Inhalte dieser auf die Suchanfragen der User abzustimmen.

Vor der Suchmaschinenoptimierung stehen also konzeptionelle Überlegungen. Wer ist eure Zielgruppe? Welche Bedürfnisse und Fragen hat sie in Bezug auf euer Angebot? Welchen Wissenstand haben diese Menschen? Wie und mit welchen Begriffen würden sie nach eurer Leistung suchen? Schreibt eure Webtexte immer in der Sprache eurer Kunden! Wer keine Spezialisten erreichen will, sollte auf Fachsprache verzichten. Vermeidet auch eher unternehmensinterne und unübliche Ausdrücke. Schreibt allgemeingültig und nutzt gebräuchliche Formulierungen.

Außerdem solltet ihr eine klare Positionierung haben, wissen wer ihr seid, wie ihr wahrgenommen werden und wie ihr mit euren Kunden kommunizieren wollt. Die Tonalität, die Stimmung und die Ansprache auf eurer Seite beeinflussen, wer zu euch gelangt und ggf. hängen bleibt.
Ein weiterer wichtiger Schritt ist, eure Leistung zu priorisieren. Was ist euer Kerngeschäft? Worin seid ihr richtig gut? Womit verdient ihr am meisten Geld oder wollt es zukünftig tun? Welche Leistungen sind weniger relevant oder nur ergänzend? Baut nach dieser Priorisierung eure Inhalte auf. Das Wichtigste sollte in der Hierarchie der Website am weitesten oben stehen und inhaltlich ausführlicher dargestellt werden.

Enthält eure Domain (www.beispiel-keyword.de) bereits ein relevantes Keyword, wird das von Google besonders hoch gewertet. Danach nimmt die Wertigkeit Stück für Stück entsprechend der Hierarchie ab. Schlüsselwörter in der Headline der Startseite sind relevanter als die in den Fließtexten. Umso weiter unten auf der Seite und in den Seitenebenen ein Keyword auftaucht, umso geringer ist seine Wichtung.

Schreibt prägnante, zielgerichtete Texte, die eure wichtigsten Schlüsselworte beinhalten. Achtet auf ein sinnvolles und ausgewogenes Verhältnis. Die Texte sollen sich für den User gut lesen, nicht für Google! Verzichtet aber auf lange Fließtexte. Denkt dabei einfach an euer eigenes Verhalten im Netz. Wenn ihr etwas sucht, scannt ihr die Seite nach Schlüsselworten ab und wollt sehr schnell zur den relevanten Informationen vordringen. Bereitet eure Inhalte also eher optisch auf. Nutzt dazu Icons, Animationen und Aufzählungen.

Metadaten.

Backend CMS WebsiteSind eure Inhalte auf der Seite soweit vorbereitet, geht es jetzt darum die Metadaten in das Backend eurer Website einzutragen. Für alle, die jetzt null verstehen: Keine Panik! Alles gar nicht so verwirrend wie es klingt. 

Metadaten sind beschreibende Daten zu eurer Website, die durch eine Suchmaschine besonders gut ausgelesen werden können. Dazu zählen zum Beispiel Seitentitel und Seitenbeschreibungen. Der interne Bereich eurer Website wird als Backend bezeichnet.

Loggt euch also in euer CMS (eure Website) ein. Da wir uns auf Typo3 spezialisiert haben, gehe ich an dieser Stelle auf dieses CMS ein. 

Das Typo 3 Backend besitzt einen SEO Bereich, der von euch bereits alle wichtigen Metadaten abfragt und nur sinnvoll ausgefüllt werden muss. Hier solltet ihr den Seitentitel und die Inhaltsbeschreibung zu jeder Unterseite eintragen.







Durch den Seitentitel gebt ihr der Unterseite also einen richtigen Namen, der statt eines Hieroglyphen-Links im Browser erscheint. Dieser Seitentitel kann zum einen von der Suchmaschine besser ausgewertet werden und zum anderen können die User besser erkennen, wo sie sich auf eurer Seite gerade befinden und sich den Link ggf. auch direkt merken. 

titel-TAG SEO CMS













Zusätzlich kann man auch noch einen URL Alias vergeben, um die Seite mit einem weiteren relevanten Keyword zu bezeichnen. Auch diesen trägt man im Typo3 einfach in das entsprechende Feld innerhalb der Maske ein.

CMS Website SEO URL-AliasSEO CMS Typo3 Seitentitel


Bei der Inhaltsbeschreibung solltet ihr in 1-2 prägnanten Sätzen den Inhalt der Seite angeben. Diese 2 Zeilen erscheinen dann in der Google Ergebnisliste, direkt unterhalb des Seitentitels. Tragt ihr diese Informationen hier nicht ein, sucht sich Google selbst eine kurze Textpassage, die aber nicht unbedingt passend zum Inhalt eurer Seite ist oder aussagekräftige Schlüsselworte enthält. Es ist also sehr sinnvoll, die Inhaltsbeschreibung auszufüllen. Die User können aus diesen 2 Zeilen bereits sehr gut ableiten, ob eure Website die benötigten Informationen enthält oder nicht. Und somit ob sie eure Seite besuchen wollen oder eben nicht.

Meta Daten CSM Website SEO SEO Seitenbeschreibung Suchmaschine


Feinschliff.

Ein wichtiges Kriterium ist die Aktualität einer Website. Arbeitet regelmäßig an euren Inhalten, berichtet von Neuigkeiten in eurem Unternehmen und bereinigt eure Seite von veralteten Informationen. Ebenfalls relevant für das Ranking sind Backlinks. Das heißt Links von anderen Websites, die auf eure Seite verweisen. Die Links werden umso wertvoller, wenn sie von Seiten stammen, die einen hohen Traffic aufweisen. Sprecht also mit euren Lieferanten, Partnern und Kunden. Fragt sie ob ihr sie auf eurer Website verlinken dürft und bittet im Gegenzug um einen Backlink.

Denkt auch daran, eure Bilder, Grafiken und Animationen im Backend richtig zu betiteln und kurz zu beschreiben (Bild Meta Daten). Google kann nicht sehen, sondern nur Zeichen auswerten. Wenn ein Bild nicht benannt ist, kann der Dienst es in seine Suche also nicht mit einbeziehen. Für die Suchmaschine ist es dann nur ein schwarzer Fleck auf eurer Website.










Zum Schluss möchte ich nur noch 2 Punkte nennen, die sich auf euer Google Ranking auswirken. Zum einen ist das die Performance. Das heißt die Geschwindigkeit, mit der die Inhalte eurer Website geladen werden können. Achtet darauf, nur Bilder in Webauflösung zu verwenden und packt eure Slideshows nicht mit unnötig vielen Fotos voll. Generell solltet ihr versuchen, die zu ladende Datenmenge eurer Seite gering zu halten.

Zum anderen ist das der Punkt responsive Design. Response kommt aus dem Englischen und bedeutet Antwort. Eine Website mit einem responsive Design erkennt, mit welchem Gerät der User auf sie zugreift und passt die Darstellung der Inhalte auf die Auflösung und Displaygröße an. Viele Privatpersonen besitzen bereits keinen Desktop PC mehr, sondern  nutzen nur noch Smartphone oder Tablet, um im Internet zu surfen. Responsive Websites erhöhen also den Komfort und die Bedienbarkeit einer Website, wenn man diese mit einem mobilen Endgerät besucht. Google legt zunehmend Wert auf diese Funktionalität.

Ich hoffe, ich konnte etwas Licht in das weite Feld der Suchmaschinenoptimierung bringen. Wenn ihr diese grundlegenden Dinge beherzigt und umsetzt, werdet ihr das Ranking eurer Website spürbar verbessern können. Viel Erfolg!


Donnerstag, 19. März 2015

Mit Content fängt man Kunden

Inhalt. Inhalt. Inhalt.

Content Marketing. Ein Begriff, der in den letzten Jahren immer häufiger durch das Netz geistert. Content kommt aus dem Englischen und bedeutet Inhalt. Bei dieser Marketingform geht es also darum, Inhalte zu erzeugen, Wissen zu teilen und Kompetenzen zu zeigen. Und das hauptsächlich in der digitalen Welt. Ihr könnt zum Beispiel Blogartikel schreiben oder regelmäßige Newsletter veröffentlichen. Aber auch Beiträge, Info-Grafiken und Fotos in Social Media Kanälen wie Facebook, Google+ oder Xing zählen zum Content Marketing. Durch eure Inhalte vermittelt ihr die Ansichten und Arbeitsweisen eures Unternehmens und stellt euch selbst als Experte dar.
Content Marketing kann man nicht direkt als Werbung  bezeichnen und wird auch nicht als solche wahrgenommen. Anders als bei klassischen Werbemitteln, verzichtet man auf aufmerksamkeitsheischende Gestaltungen. Es geht um den Inhalt. Um Fakten. Die Botschaften sind nicht so oberflächlich und plakativ, sondern besitzen sehr viel mehr Substanz.

Angel auswerfen.

Mit Content Marketing Kunden fangen
Klassische Werbemittel, wie Plakate und Anzeigen nutzen die sogenannte Push-Strategie. Das heißt, die Werbe-Botschaften werden dem Empfänger aufgedrängt (push= drücken, stoßen). Ob er nun Interesse an dieser Botschaft hat oder nicht. 
Im Internet herrschen andere Regeln. Hier sind die User direkt auf der Suche nach Wissen und fragen gezielt nach Inhalten. Durch geschicktes Content Marketing seid ihr genau dann zur Stelle! Ihr gebt den Menschen das, was sie gerade in diesem Moment haben wollen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein User mit euch Kontakt aufnimmt und es dann zu einer Zusammenarbeit kommt, ist also sehr viel größer, als über den Weg der klassischen Werbemittel. Statt Botschaften Aufzudrängen, werft ihr durch Content Marketing eher eine Angel aus und wartet darauf, dass jemand anbeißt. Das bezeichnet man als Pull-Strategie, also das Heranziehen von potenziellen Kunden.
Voraussetzung ist, dass ihr eure Zielgruppe genau kennt. Ihr müsst wissen, wie diese Menschen ticken. Wie und mit welchen Begriffen (Keywords) sie nach euch und eurer Leistung fragen werden. Außerdem müsst ihr euch selbst gut kennen. Eure Stärken und eure Schwächen. Jede Art von Kommunikation mit eurer Zielgruppe wirkt sich auf euer Image, also die öffentliche Wahrnehmung eures Unternehmens aus. Macht euch also vorher Gedanken, wie ihr eure Zielgruppe ansprechen und wie ihr wirken wollt.
Verzichtet auf falsche Versprechungen. Die werden sehr schnell enttarnt und fallen euch dann auf die Füße. Konzentriert euch auf eure Stärken. Worin seid ihr wirklich gut? Wobei kann euch niemand etwas vormachen? Zu diesen Themen solltet ihr Inhalte erstellen.

Vorteile. Nachteile.

Ihr habt jetzt schon einiges über Content Marketing erfahren. Um euch eine Entscheidungshilfe zu geben, werde ich im Folgenden auf die Vor- und Nachteile dieser Marketing-Strategie eingehen.

Vorteile:
  • Content Marketing ist ein wichtiger Teil eurer Unternehmenskommunikation. Mit euren Artikeln und Inhalten sorgt ihr dafür, dass die Menschen euch besser kennenlernen. Als Resultat daraus melden sich nur Kunden, die mit eurer Denk- und Arbeitsweise etwas anfangen können, denen ihr sympathisch seid. Und das ist eine gute Voraussetzung für eine angenehme Zusammenarbeit!
  • Content Marketing und Google sind die allerbesten Freunde. Viel Content bedeutet gleichzeitig viele Keywords. Viele verschiedene Quellen im Netz verweisen auf eure Inhalte und euer Unternehmen. Euer  Googleranking verbessert sich und damit erhöht sich auch der Traffic auf eurer Website. Das heißt, eure Seite wird häufiger besucht.
  •  Mit Content Marketing erzeugt ihr einen Mehrwert für eure Fans und Follower. Ihr gebt ihnen einen Grund, regelmäßig eure Website/euren Blog zu besuchen und eure Social Media Kanäle zu abonnieren. Eure Inhalte regen zur Interaktion und Diskussion an. Es entsteht ein aktiver Austausch mit euren Usern. Ihr erhaltet so direktes Feedback zu euch und euren Leistungen.
  • Content Marketing ist ein super Mittel zur Steigerung der Selbstdisziplin ;p Ihr seid gezwungen, euch mit eurer Branche, der Konkurrenz und den aktuellen Entwicklungen am Markt zu beschäftigen. Von den Informationen profitieren nicht nur eure Follower, sondern ihr selbst. Der Blick über den Tellerrand hält euch fit und kreativ. So vermeidet ihr, zu lange an alten Mustern festzuhalten und betretet eher mal neue Wege.
  • Content Marketing ist kostenlos. Wer gutes Content Marketing betreibt, kann sich teure adwords Kampagnen sparen.

Nachteile:
  • Content Marketing ist ziemlich zeit- und personalintensiv. Themen müssen recherchiert werden. Texte müssen geschrieben werden. Social Media Kanäle müssen gepflegt werden. So schnell mal nebenbei erledigen ist da nicht. Ihr solltet im besten Fall regelmäßig Content veröffentlichen. Ein Blog will mit ein bis zwei Artikeln im Monat gefüttert werden. Facebook, Google+, Xing und Co. verlangen nach mindestens zwei bis drei Beiträgen in der Woche.


Mehr Nachteile fallen mir nicht ein. Sorry.

Kopierfehler.

Ein Kunde fragte mich neulich, ob wir durch Content Marketing nicht zu viel Wissen preisgeben. Zu viele Zutaten unseres Erfolgsrezeptes verraten. Das denke ich nicht. Jeder kann selbst entscheiden, wieviel Wissen er veröffentlicht. Wie viel Know-how er zu Verfügung stellt. Wir machen kein Geheimnis um unsere Arbeitsweise, sondern kommunizieren diese ganz klar und offen.
Jedes Projekt ist einzigartig, jeder Kunde ist individuell. Selbst wenn wir noch so viele Beispiele nennen, muss für jeden Auftrag ein neues Konzept erstellt, neue Details bedacht werden. Nichts kann einfach eins zu eins kopiert werden.

Denkt auch daran, dass ihr die Experten auf eurem Gebiet seid. Eure Kunden fragen schließlich bewusst nach eurer Leistung und euren Produkten, weil sie nicht in der Lage sind, diese selbst zu erstellen oder zu beschaffen. Zum Beispiel, weil Personal, Technik oder Wissen fehlen.
Jedes Unternehmen besitzt eine einzigartige Persönlichkeit, die von der Konkurrenz nicht einfach kopiert werden kann. Wer nicht ist, wie er zu sein vorgibt, wirkt künstlich und aufgesetzt. Das merken die Menschen sehr schnell. Versucht also nicht, wie Jemand anders zu sein. Seid ihr selbst.
Zum Thema Content Marketing können wir nur abschließend sagen: Der Aufwand lohnt sich. Ihr könnt dabei nur gewinnen.


Donnerstag, 26. Februar 2015

Ungewöhnlich, frech und nichts für Jeden – Guerilla Marketing

Kriegerisches Marketing.

Das trojanische Pferd - Guerilla Strategie
Der Begriff Guerilla hat einen militärischen Ursprung und bedeutet wörtlich Kleinkrieg. Er beschreibt eine besondere Art der Kriegsführung, bei der eine kleine Anzahl von Soldaten gegen eine Übermacht kämpft. 
Ihr kennt die Geschichte über die Eroberung der Stadt Troja? Die Griechen nutzten eine List, um in die Stadt einzudringen. Sie bauten ein hölzernes Pferd, in das sich eine Hand voll Krieger versteckte. Die Neugier der Trojaner siegte. Sie konnten nicht widerstehen und holten das Pferd hinter die Mauern der Stadt. Statt durch Waffengewalt, gelang es den Griechen durch kluges strategisches Handeln ihr Ziel zu erreichen.
Guerilla bedeutet also, aus den geringen vorhandenen Ressourcen, den größtmöglichen Nutzen zu ziehen. Entscheidend bei der Ausführung sind schnelles Handeln und das Erzeugen von Irritation und Überraschung.

Was aber hat eine militärische Strategie mit Werbung zu tun? Mitte der 80er Jahre steckte die USA in einer Unternehmenskrise. Die großen Konzerne wurden immer größer und größer und erdrückten die kleineren Konkurrenten mit einer immensen Werbepräsenz. Sie hatten schließlich die finanziellen Mittel, um ganzseitige Anzeigen zu schalten, auf riesigen Plakatflächen in den großen Städten präsent zu sein und die besten Marketing Experten zu engagieren. Die Kleinen konnten da auf klassischem Wege natürlich nicht mithalten. Eine neue Strategie musste her. 
Der Marketing Guru Jay C. Levinson übertrug damals die militärische Guerilla Strategie auf die Werbung und gilt als Begründer des „Guerilla Marketing“. Diese Methode ist auf kleine und mittelständische Unternehmen mit begrenzten Ressourcen ausgerichtet. Dabei werden unkonventionelle Werbeaktionen mit vergleichsweise geringen Kosten durchgeführt, um bei einer größtmöglichen Anzahl von Personen einen Überraschungseffekt zu erzielen.

Abseits klassischer Wege.

Eine genaue Definition des Guerilla Marketing ist müßig. Hier gibt es in der Fachwelt unterschiedlichste Ansichten, welche Maßnahmen dazu gehören und welche mit anderen sehr eindrucksvollen englischen Bezeichnungen benannt werden. Uns ist das ziemlich egal ;)
Für uns geht es bei Guerilla um Kreativität und Interaktion!  Denkt also nicht in vorgefertigten Schranken, sondern lasst eurer Fantasie freien Lauf. Mit Guerilla verlassen wir die klassischen Pfade. Es geht also nicht um Plakate, Anzeigen, Flyer oder Radio Spots. Obwohl diese klassischen Werbemittel eine Guerilla Aktion sehr gut begleiten können.

Guerilla Werbung von Sixt
Guerilla wird in der Öffentlichkeit durchgeführt. Und ihr müsst selbst aktiv werden. Ihr könnt Installationen entwickeln, euch in Kostüme kleiden oder Passanten zum Mitmachen auffordern.
Der finanzielle Aufwand hängt von euren Mitteln ab. Natürlich haben auch schon große Unternehmen das Guerilla Marketing für sich entdeckt und investieren viel Geld in aufwändige Installationen. Aber das ist gar nicht notwendig. Guerilla ist vor allem für kleine Unternehmen interessant, denn es sind erstaunliche Ergebnisse mit dem Einsatz nur weniger hundert Euro möglich.

Dafür ist aber persönlicher Einsatz erforderlich! Ihr müsst selbst Hand anlegen, basteln, schrauben, kleben. Und ihr braucht Helfer. Ein Team das euch unterstützt und hinter der Idee steht. Spannt auch gute Freunde und die Familie mit ein! Ohne Teamwork geht nichts J Und gerade das macht es auch aus. Es macht wahnsinnig viel Spaß, mit einer Hand voll motivierter Leute eine verrückte Idee real werden zu lassen! Ihr werdet überrascht sein, wie viel neue Ideen noch während der Umsetzung entstehen. Einfach weil Menschen zusammenarbeiten, die sich verstehen, gemeinsam Spaß haben und an die gleiche Sache glauben. Eins ist sicher: Je mehr ihr in eure Aktion reinsteckt, desto erfolgreicher wird sie auch sein.

Ziel – Strategie – Zugriff!

Bei der Entwicklung einer Guerilla Idee solltet ihr zuallererst an euer Ziel denken. Was wollt ihr mit der Aktion erreichen? Welche Handlung soll eure Zielgruppe ausführen? Welche Botschaft wollt ihr verbreiten? 
Wer Guerilla nur als reine Effekthascherei benutzt, wird keinen wirklichen Werbeeffekt spüren. Macht euch also vorab genau klar, was und wen ihr erreichen wollt. Dadurch wird es sehr viel einfacher, eine gute Idee zu entwickeln. Die Griechen wussten, dass sie möglichst leise und ungesehen hinter die Mauern von Troja gelangen wollten. Klares Ziel. Klare Umsetzung. Klarer Sieg.

Guerilla Aktion  zum 1. Perlengeburtstag
Ihr wisst, was ihr sagen und erreichen wollt? Ihr kennt eure Zielgruppe? Dann braucht ihr jetzt eine zündende Idee, die die Botschaft nett verpackt. Einen Aufmacher. Eine Leitidee. Kombiniert Dinge, die nicht zusammen gehören. Kehrt Aussagen ins Gegenteil um, provoziert, übertreibt. Verkleinert oder vergrößert Objekte. Lasst die Menschen denken. Entwickelt kleine Rätsel oder widersprüchliche Aussagen. Baut Pointen ein und nutzt Humor. Alles Unerwartete fällt auf. Alles was nicht der Norm entspricht fällt auf.
Setzt euch mit eurem Team zusammen und geht gemeinsam auf Ideensuche. Umso häufiger ihr kreativ denkt, umso leichter wird es euch mit der Zeit fallen. Habt ihr eine gute Leitidee gefunden, sollte sich diese auf allen begleitenden Werbemitteln wiederfinden.

Eine Guerilla Aktion muss immer zu euch und eurem Unternehmen/Produkt passen. Die Idee darf also nicht zu aufgestülpt sein. Damit macht ihr euch nur selbst das Leben schwer. Denkt an eure vorhandenen Ressourcen. Was habt ihr und wie könnt ihr es für eure Aktion einsetzen? Nutzt das was ihr habt und spart dadurch Kosten.
Guerilla Aktionen werden fast immer ohne irgendwelche Genehmigungen durchgeführt. Die Ideen sind meistens so ungewöhnlich, dass das Ordnungsamt erst ein neues Formular entwickeln müsste, um eine Aktion zu erlauben. Und wer hat schon so viel Zeit ;P Also nur Mut! Kalkuliert sicherheitshalber ein Bußgeld mit ein, aber seht die ganze Sache nicht zu eng.
Es ist immer günstig, wenn eure Aktion schnell umgesetzt werden kann. Der Aufbau also nicht so lange dauert, dass man euch aufhalten kann, bevor ihr überhaupt angefangen habt. Außerdem solltet ihr mobil sein, schnell zusammenpacken und weiterziehen können.
Falls es doch ein Zusammentreffen mit dem Ordnungsamt gibt, seid freundlich und höflich. Viele Beamte lassen sich von eurer positiven Energie anstecken und drücken bei witzigen und sympathischen Aktionen gern mal ein Auge zu.
Wer ein ganz vorbildlicher und gesetzestreuer Bürger ist, kann natürlich auch vorab eine Genehmigung beantragen. Dann muss man aber gegebenenfalls mit einer Ablehnung rechnen. Wenn ihr die Aktion dann trotzdem durchzieht, verstehen die Beamten weniger Spaß… Eure Entscheidung ;)

Ideen-Verstärker.

Guerilla Marketing ist immer zeitlich und räumlich begrenzt. Ihr könnt mit euren Aktionen nur eine begrenzte Anzahl von Menschen erreichen. Eine gute Idee ist allerdings wie ein Virus. Sie verbreitet sich fast wie von selbst. Wenn ihr Menschen überrascht und begeistert, werden sie auch über eure Aktion sprechen. Sie werden Fotos und Videos machen und ihren Freunden und der Familie von ihrem Erlebnis erzählen.

Social Media Kraft nutzen!
Diesen Effekt müsst ihr jedoch zusätzlich verstärken. Dokumentiert eure Aktion! Macht Fotos und Videos. Sammelt interessante und witzige Anekdoten oder Reaktionen auf eure Guerilla Werbung. Informiert die Presse! Ein Presseartikel ist sehr wertvoll, wird von vielen Menschen gelesen und kostet euch nichts ;) Vor allem auf dem Land kann man der regionalen Presse mit außergewöhnlichen Aktionen eine Freude machen. Soviel passiert ja schließlich nicht…

Nutzt die sozialen Medien als Megaphon, um eure Botschaft in die Welt hinauszutragen. Kündigt eure Guerilla Aktion vielleicht schon mal auf eurem Facebook Profil an. Macht eure Fans neugierig. Teilt hier auch die Fotos und Videos, die ihr bei der Umsetzung gemacht habt. So ermöglicht ihr es Menschen an eurer Idee teilzuhaben, die nicht live bei der Aktion dabei sein konnten. Sorgt dafür, dass sich das Virus verbreitet!

Nichts für Jeden.

Provokative Aktion gegen Hautkrebs
Guerilla erfordert Mut. Guerilla erfordert Überzeugung. Wenn ihr nicht zu 100% hinter eurer Aktion steht, werdet ihr scheitern. Ihr solltet offen für unkonventionelle Denkweisen sein und neue Ideen nicht von Anfang an ablehnen.

Man wird euch sehr oft auf eure Aktion ansprechen. Stellt euch darauf ein. Ihr solltet also stolz und selbstbewusst sein und gern Rede und Antwort stehen. Wer sich windet und die Diskussion als unangenehm empfindet, ist nicht fürs Guerilla Marketing geschaffen und lässt zukünftig lieber die Finger davon.

Diese Art der Werbung gefällt nämlich nicht jedem. Ihr werdet Menschen auf den Schlips treten und ihr werdet negative Kritik bekommen. Mit Guerilla Marketing kann man sehr viel Positives erreichen, aber man kann es nicht Allen Recht machen. Ihr werdet anecken.
Aber ihr werdet mit Guerilla auch genau die Menschen um euch scharen, die so ticken wie ihr. Die euren Humor und eure Sicht auf die Dinge teilen. Die eure Arbeit schätzen und gern bei euch einkaufen oder mit euch zusammenarbeiten. Ein praktischer Filtereffekt ;)

Und jetzt seid ihr dran! Seid ihr die Typen für Guerilla? Habt ihr Lust, euch auf neue Pfade zu begeben? Neue Dinge im Marketing auszuprobieren? Die Entscheidung liegt bei euch…


Dienstag, 3. Februar 2015

Social Media – Ja, nein, vielleicht... Eine Entscheidungshilfe

Hokus, Pokus, Pustekuchen.

Social Media – Ein Ausdruck der bei Unternehmern oft nur genervtes Augenrollen und hilfloses Schulterzucken auslöst. Was genau soll mir das denn bringen?
Wer sich jetzt erhofft „sofortige Umsatzsteigerung“, „30% mehr Kunden in 2 Wochen“ oder ähnliche Schlagworte zu hören, muss leider enttäuscht werden. Social Media ist kein Zaubermittel ;)
Stattdessen ermöglichen Facebook und Co. etwas, was man als Unternehmer sonst nur schwerlich erreicht: Einen direkten Austausch mit den Kunden. Und das ehrlicher als das jemals in einem persönlichen Gespräch geschehen wird. Oder sagt ihr tatsächlich eure Meinung, wenn zum Beispiel der Kellner fragt, ob es geschmeckt hat?

Social Media ist vor allem ein Instrument zur Kundenbindung und zum Imageaufbau. Ihr gebt euren Kunden einen Ort, an dem sie sich über euch und euer Unternehmen austauschen und informieren können.  Hier erhaltet ihr direktes Feedback zu euren Leistungen und Produkten. Lob und Kritik sind wertvolle Informationen für jeden Unternehmer. Ihr erfahrt, was sich eure Kunden von euch wünschen oder in welchen Bereichen ihr euch verbessern könnt und müsst.

Im besten Fall könnt ihr aus euren Kunden loyale Fans machen. Diese Menschen stehen hinter euch und empfehlen euer Unternehmen gerne weiter. Echte Fans sind besser als jede Werbung. Auf lange Sicht sind Kundengewinn und Umsatzsteigerung also tatsächlich erreichbare Ziele.

Eene, meene,… was denn nun?

Zu allererst solltet ihr euch für ein Netzwerk entscheiden. Aber für welches denn nur?
Für das Netzwerk, in dem eure Kunden aktiv sind! Facebook und Google+ sind vor allem für Unternehmen interessant, deren Kunden Endverbraucher sind. In diesen Netzwerken geht es um private Themen, Unterhaltung und das Pflegen von Freundschaften. Das muss euch bewusst sein, wenn ihr mit eurer Unternehmensseite erfolgreich sein wollt. Reine Werbeinhalte treffen hier nur auf Ablehnung.

Für Unternehmen, die im B2B Bereich unterwegs sind, sind eher Business-Netzwerke wie Xing und LinkedIn interessant. Es geht hauptsächlich um berufliche Themen, Fachsimpelei unter Experten und das Knüpfen von beruflichen Kontakten. Hier könnt ihr mit Fachwissen punkten, neue Kunden von euch überzeugen oder interessante Kooperationspartner finden. Auch Blogs sind eine super Möglichkeit Kompetenz zu demonstrieren und sich als Experte zu etablieren.
Das Kurznachrichten Netzwerk Twitter ist ein kleiner Sonderling. Hier fühlen sich Privatpersonen genauso wohl wie Unternehmen und Karrieremenschen. Der Dienst wird vor allem zum schnellen Austausch von Informationen in Form von Links genutzt. Bei einer Begrenzung von 140 Zeichen muss man sich schließlich kurz fassen.

Generell gilt: übernehmt euch nicht. Konzentriert euch lieber auf 1 oder 2 Netzwerke, in denen ihr regelmäßig aktiv seid. Wer überall gleichzeitig sein will, verzettelt sich schnell und kann keins der Profile intensiv pflegen. Entscheidet euch für die Netzwerke, die euch am meisten liegen und durch die ihr eure Zielgruppe am besten erreichen könnt.

Erst Denken, dann machen.

Die Entscheidung für ein Netzwerk ist also gefallen. Dann legen wir mal los. Aber nur mit einem Konzept! Euer genervtes Aufstöhnen nützt nichts ;) Mit dem Anlegen eines Profils ist es nämlich längst nicht getan. Ihr solltet euch vorher Gedanken machen, wie ihr euch im Netzwerk präsentieren wollt, welche Inhalte ihr teilen und wen ihr eigentlich ansprechen möchtet.

Wenn mehrere Mitarbeiter für ein Firmenprofil zuständig sind, ist es außerdem wichtig, einen Verhaltenskodex zu definieren. Was wird kommuniziert, was nicht? Wie sprechen wir unsere Kunden an? Wie reagieren wir auf Kritik und Lob? Schließlich sollte euer Unternehmen mit „einer Stimme“ sprechen und nicht ständig Meinungen und Ansichten ändern. Dennoch sollte jeder Mitarbeiter er selbst bleiben dürfen.
Es ist wichtig euer Profil regelmäßig mit Inhalten zu füllen. Und zwar relevanten Inhalten! Wählt eine gute Mischung aus eigenen und Fremdinhalten. Überlegt euch z.B. auch feste Rubriken einzuführen. Das erleichtert euch die Suche nach Themen und „zwingt“ euch regelmäßiger zu posten.

Social Media funktioniert nicht nach den Regeln der klassischen Werbekanäle. Reine Image- und Werbeinhalte bringen euch nicht weiter. In den Netzwerken geht es um eine 2-Wege Kommunikation. Sprecht eure Zielgruppe also direkt an und setzt ihnen nicht nur irgendwelche Headlines oder Slogans vor die Nase. Sprecht mit euren Fans locker und authentisch, wie in einem echten Gespräch von Angesicht zu Angesicht. Teilt euer Wissen mit euren Followern und macht eure Kompetenzen deutlich. Bietet ihnen einen echten Mehrwert. So werdet ihr mit der Zeit auch ein größeres Publikum aufbauen können.

Mittendrin statt nur dabei.

Bei Social Media geht es um Interaktion! Wer in einem Netzwerk wahrgenommen werden will, muss ein aktives Mitglied sein. Familien, Freunde und Bekannte bilden nur einen Grundstock für euer Unternehmensprofil. Wenn ihr eure Reichweite erhöhen wollt, braucht ihr mehr Follower. Beteiligt euch also aktiv an themenrelevanten Diskussionen, teil euer Wissen und sprecht mit. Auch hier geht es um Geben und Nehmen. Teilt interessante Inhalte von anderen Nutzern an eurer Seite und bedankt euch bei euren Followern für Kommentare oder Likes.
Umso mehr Spuren ihr hinterlasst, desto eher werden andere Nutzer auf euch aufmerksam. So könnt ihr nach und nach eure Community vergrößern.

Social Media ist außerdem ein schnelles Medium. Ihr solltet immer zeitnah auf Kommentare oder Anfragen reagieren. Wenn ihr euren Fans keinen echten Austauscht ermöglicht, können sie schnell das Interesse verlieren und ihre Aufmerksamkeit anderen Themen widmen.

Fazit

Im Enddefekt ist es euch selbst überlassen, ob ihr euch in die sozialen Medien stürzen wollt. Wie alles im Leben gibt es auch hierbei Vor- und Nachteile, die ihr für euch abwägen müsst.
Die Welt wird immer transparenter. Umso mehr Dienste ihr im Internet nutzt, umso mehr Daten werden über euch gesammelt und ausgewertet. Zum Anlegen eines Firmenprofils bei Facebook müsst ihr zum Beispiel auch einen privaten Account besitzen. Dennoch entscheidet ihr selbst, welche Daten ihr mit dem Netzwerk teilt und welche nicht. Geht verantwortungsvoll mit eurer Privatsphäre um.

Niemand sollte euch überreden müssen, Teil eines Netzwerks zu werden. Entweder ihr entscheidet euch dafür und habt Spaß daran oder ihr entscheidet euch bewusst dagegen. Macht euch aber eine Tatsache bewusst. Unternehmer sind Personen des öffentlichen Lebens. Ob ihr es wollt oder nicht, man spricht in den Netzwerken über euch und euer Unternehmen. Entweder seid ihr ein aktives Mitglied, könnt auf Kommentare reagieren, auf euer Image Einfluss nehmen und Sachverhalte richtig stellen.  Oder ihr seid nur stiller Beobachter.

Die Teilnahme an den sozialen Medien kostet kein Geld, dafür aber Zeit und Kraft. Wollt ihr diese Zeit investieren? Halbherzige Versuche können schnell nach hinten losgehen und sich im schlimmsten Fall negativ auf euer Image auswirken.
Wir sagen allerdings: Der Einsatz lohnt sich! Es ist ein tolles Gefühl, sich mit seinen Fans auszutauschen, Erfolge zu teilen und Zuspruch im Fall von Niederlagen zu erhalten. Unsere Perlenanhänger geben uns Kraft und motivieren uns jeden Tag, das Beste aus uns herauszuholen.

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Kreative Weihnachtspost 


Alle Jahre wieder.

Jedes Jahr im Dezember stehen Unternehmen vor der gleichen Frage: Was verschicken wir dieses Jahr zu Weihnachten an unsere Kunden? Um sich von der Flut der Standard-Karten abzuheben, sind gute Ideen gefragt. Denn wer wenig Aufwand betreibt macht auch nur wenig Eindruck. Nehmt euch also etwas Zeit, um kreativ zu werden und beginnt nicht erst auf den letzten Drücker mit den Überlegungen zu eurer Weihnachtspost.

Post mit Konzept.

Wichtig ist, dass eure Idee einen Bezug zum Unternehmen, zum Angebot und zum Kunden aufweist. Stichwort: Konzept! Eure Weihnachtspost ist schließlich auch ein Werbemittel. Also überlegt euch, welche Botschaft ihr euren Kunden in Bezug auf euer Unternehmen/eure Leistung vermitteln wollt. Erst wenn euch das klar ist, könnt ihr eine Idee entwickeln, in die ihr eure Aussage verpackt.

Weihnachtspost mal anders.

Wir stellen euch einige auffällige und kreative Weihnachts-Ideen vor und nehmen diese auch aus konzeptioneller Sicht auseinander.


Beispiel 1 „NSA Skandal in Wittstock“ – Agentur perlenmädchen


Im Jahr 2013 bekamen unsere Kunden keine normale Weihnachtspost, sondern einen kleinen Schreck! In einem Umschlag ohne Absender steckte ein anonymes Anschreiben und ein ultrageheimes NSA Abhörprotokoll. Aus diesem ging hervor, dass sich der Weihnachtsmann schon viele Jahre von den perlenmädchen die Ideen für das kommende Weihnachtsfest abholt. Außerdem ist in der regionalen Presse eine redaktionelle Anzeige erschienen: „NSA hört Wittstocker Unternehmen ab“


Bei dieser Aktion ist die Botschaft klar: Die perlenmädchen sind eine kreative Werbeagentur mit außergewöhnlichen Marketing und Guerilla-Ideen.
Der anonyme und handgeschriebene Brief an unsere Kunden und Partner hat tatsächlich für einige Verwirrung und Aufregung in den Büros gesorgt. Genau deshalb erinnern sich die Mitarbeiter noch immer an diese Aktion. Der Presseartikel verursachte eine Menge Aufmerksamkeit in unserer Region. Die Zugriffszahlen unserer Website stiegen erheblich an. Wir bekamen Anrufe von unseren amüsierten Kunden, die sich für die tolle Post bedankten. Die Menschen hatten einfach großen Spaß an der Aktion, fragten bei Telefonaten ob es wieder in der Leitung knackt oder schlugen Treffpunkte für Termine vor, an denen man nicht abgehört werden konnte.  


Beispiel 2 „Brötchen-Puzzel“ und „Backmischung“ - Sport- und Bildungszentrum Lindow


Das Sport- und Bildungszentrum Lindow verschickte 2013 eine Weihnachtskarte, die eine besondere Zugabe enthielt. Ein Brötchenpuzzel! Eine wirklich außergewöhnliche Idee, die bei den Empfängern garantiert für ein Schmunzeln sorgte. Toll ist hier der interaktive Aspekt. „Senden Sie uns Ihr Ergebnis zu oder bringen Sie es bei Ihrem nächsten Besuch einfach mit.“ Der Kunden wird durch einen netten Aufmacher dazu aufgefordert wiederzukommen. Dennoch fehlt bei der Idee der konkrete Bezug zum Angebot des Zentrums. Das Konzept wurde hier nicht ganz zu Ende gedacht. Die Weihnachtspost wird dennoch in bleibender Erinnerung bleiben. Tolle Idee!

Auch in diesem Jahr wurde das Sportzentrum in Lindow wieder kreativ. Zu Weihnachten verschenkt das Unternehmen an seine Gäste kleine Gläschen mit einer Backmischung für Zimtkekse. Für den Postversand wurde die Backmischung einfach in flache Vakuumbeutel verpackt. Super ist wieder die Interaktivität! Der Empfänger verknüpft die Weihnachtspost also mit der Aktion des Plätzchenbackens. Alle 5 Sinne werden dabei angesprochen. Dadurch entsteht eine nachhaltige Erinnerung. Aber auch hier fehlt der eindeutige Rückschluss auf das Leistungsangebot des Sportzentrums. Dabei liegt die Lösung so nah: „Nehmen Sie in der Weihnachtszeit ruhig ein paar Kilo zu. Wir freuen uns auf Ihren Besuch im nächsten Jahr, um diese wieder abzutrainieren!“




Beispiel 3 „Teebeutel“ - dkd Internet Service GmbH


Die Internetagentur aus Frankfurt am Main (www.dkd.de) verschickte an ihre Kunden Anschreiben mit Teebeuteln. Die Gesichter der 3 Geschäftsführer auf den Teebeuteln werden von den Kunden sofort wiedererkannt und mit der Agentur bzw. mit Erlebnisse der gemeinsamen Arbeit verknüpft. Der selbstironische Humor macht außerdem sympathisch. Super ist wieder die Interaktivität. Jeder freut sich im Winter über eine heiße Tasse Tee. Bei der Zubereitung hat man den Teebeutel mehrfach in den Händen und dieser hängt auch sichtbar für mehrere Minuten an der Tasse. Also genügend Zeit und ausreichend Reize für das Gehirn, um die Information langfristig abzuspeichern. Inwiefern der Bezug zum Unternehmen noch schlüssiger hergestellt wurde können wir nicht beurteilen, da wir das zugehörige Schreiben nicht kennen. Dennoch eine gelungene Umsetzung!


Beispiel 4 „Lückentext“ - Agentur perlenmädchen


In diesem Jahr erhielten unsere Kunden ein Anschreiben in Form eines Lückentextes. Die fehlenden Wörter lagen in einem extra Beutelchen bei und mussten selbst zugeordnet werden. Die Empfänger müssen sich also mehrere Minuten mit dem Schreiben befassen, um den kompletten Text lesen zu können. Der Spieltrieb ist bei jedem Menschen angeboren und diese kleine Aufgabe sorgt für eine gelungene Abwechslung von Arbeitsalltag. Durch diese Weihnachtsaktion wollten wir unsere Kreativität und unser Know How im Bereich Marketing und Guerilla hervorheben. Aus diesem Grund lag dem Schreiben unsere „Erfahrungsschatzkiste“ bei. Dieser kleine Block enthält 30 Marketing-Tipps, verständlich und auf den Punkt formuliert. Wir hoffen, unseren Kunden so zu ein paar glänzenden Einfällen zu verhelfen J


Einfach auffallen.


Doch es müssen nicht immer Beigaben sein, die eure Weihnachtspost außergewöhnlich machen. Wie wäre es zum Beispiel mit Holzpost (www.holzpost.de) oder außergewöhnlichen Formen und Stanzungen? Auch besondere Veredelungen wie Duftlacke, Folienkaschierungen oder Perlmuttlacke werden von vielen Druckereien angeboten.  Wichtig ist nur, dass die Gestaltung eurer Weihnachtspost eure Botschaft unterstützt.
Eine nette Idee ist ein Jahresrückblick. Bezieht Mitarbeiter, Kooperationspartner und eure Kunden gleichermaßen in eure Rückschau mit ein. Stellt in wenigen Worten die Meilensteine und gemeinsamen Erfolge dar. Schließlich ist euer Erfolg das Ergebnis aus der gelungenen Zusammenarbeit vieler Menschen. Eine Nabelschau ist hier fehl am Platz. Ein ganz besonderes Dankeschön, das das Jahr Revue passieren lässt und gleichzeitig viele Erinnerungen auslöst.

In diesem Sinne, vielen Dank an all unsere perlenanhänger! Wir freuen uns auf ein neues Jahr mit euch und wünschen kreative Weihnachten!
Eure perlenmädchen


Donnerstag, 27. November 2014

Existenzgründung – Erfolg lässt sich planen

Bauchladen.

Viele Existenzgründer machen gleich zu Beginn einen entscheidenden Fehler: Sie wollen alles anbieten. Einen gaaanzen Bauchladen voller Angebote! Ich möchte hier niemandem zu nahe treten, aber kein Mensch hat so viele Talente. Wer ohne klare Positionierung in die Selbstständigkeit startet wird sich von Anfang an verzetteln und auf der Stelle treten.
Ihr solltet euch vorab genau mit euren Stärken und Schwächen auseinander setzen. Was könnt ihr besonders gut? Was fällt euch schwer? Findet eure Kernkompetenz! Etwas, für das ihr eine Leidenschaft habt. Etwas, in dem ihr großartig seid! Am Ende dieses Prozesses solltet ihr jedem in 30 Sekunden eure Geschäftsidee vermitteln können. Und zwar überzeugend. Wenn ihr das könnt, seid ihr auf einem guten Weg.

Ballast abwerfen.

Ihr wisst jetzt also, was ihr am besten könnt. Großartig! Aber auf selbstständige Unternehmer kommen unzählige neuen Aufgaben zu. Steuern, Buchhaltung, Versicherungen, Marketing, Akquise und so weiter und so fort. Jetzt ist es wichtig, die Dinge zu definieren, die euch nicht liegen. Was saugt euch Kraft ab? Womit quält ihr euch mehr als alles andere? Diesen Ballast müsst ihr abwerfen. Und zwar von Anfang an. Denn diese abgesaugte Energie und Zeit könnt ihr nicht in eure Hauptaufgabe stecken. Im schlimmsten Fall lässt dann sogar die Qualität eurer Arbeit nach. Und das ist schlecht fürs Geschäft.
Ihr wisst jetzt was ihr loswerden müsst? Dann solltet ihr euch daran machen Lösungen zu finden. Diese Dinge müssen ja trotzdem bewältigt werden, um eine erfolgreiche Unternehmung zu führen. Sucht euch Partner, die eure Kompetenzen ergänzen. Die in ihrem Gebiet großartig sind. Wichtig ist, dass sie so ticken wie ihr. Dass ihr Werte und Qualitätsansprüche mit ihnen teilt. Sicherlich ist es ein Prozess, diese Menschen zu finden. Aber der Aufwand lohnt sich!
Mit so einem Netzwerk an zuverlässigen Partnern hinter euch, habt ihr die Energie, die Kunden und Aufträge zu akquirieren, die ihr haben wollt. Lukrative Aufträge, die euch und euer Unternehmen voranbringen. Von Ballast befreien heißt übrigens auch, sich von unbequemen Kunden zu befreien. Arbeitet mit den Menschen zusammen, mit denen ihr euch versteht, im Einklang seid. Wenn ihr ständig gegen Windmühlen kämpfen müsst, kommt ihr nicht weiter. Ohne Ballast könnt ihr abheben!

Planen ist nicht planen lassen.

Eine Unternehmensgründung sollte gut vorbereitet werden. Ihr kennt sicherlich das Zauberwort: Businessplan! Steckt viel Zeit in die Entwicklung eures Konzeptes. Ihr müsst wissen, was auf euch zukommt. Welche Steine euch in den Weg gelegt werden und wie ihr diese umgehen könnt. Ihr müsst eurem Unternehmen ein scharfes Profil verpassen, genau definieren wer ihr seid, welche Leistungen/Produkte ihr anbieten könnt und in welchen Bereichen ihr Partner brauchen werdet.
Ich weiß, dass es anstrengend ist. Und ich weiß, dass es nervt.
Aber dieser Prozess macht euch stark und klüger! Lasst euren Businessplan nicht von dubiosen Beratern schreiben, die sich dafür nur eure Fördermittel einkrallen. Was wissen die denn schon von euch und euren Vorstellungen?
Das neue Unternehmen ist euer Baby! Ihr wollt, dass es gesund ist, wächst und von allen Gefahren abgeschirmt wird. Natürlich macht es Sinn, sich von unterschiedlichen Experten Hilfe zu holen. Aber ihr solltet am Schreiben des Businessplans in hohem Umfang beteiligt sein. Er ist wichtig für euch! Und erst an zweiter Stelle für die Bank oder das Amt.

Wer fragt, bekommt Antworten.

Setzt euch im Businessplan mit dem Markt auseinander. Analysiert ihn. Besteht Nachfrage nach meinem Produkt/ meiner Leistung? Ist sie den Menschen bekannt oder müsst ihr erst aufklären? Schaut euch auch genau die Konkurrenzunternehmen an. Wie sind sie aufgestellt? Wie werben sie? Wie sprechen sie ihre Zielgruppe an? Daraus könnt ihr ableiten was ihr vielleicht anders oder besser machen wollt, wie ihr euch abheben könnt. Am Ende dieser ganzen Analysen sollte eure Positionierung stehen. Ziel ist es, euren Platz im Markt zu kennen.
Außerdem  solltet ihr eure potenziellen Kunden genau unter die Lupe nehmen. Für wen sind meine Leistungen/Produkte interessant? Wer sind diese Menschen? Wie ticken sie? Was unterscheidet sie? Was haben sie gemeinsam? Welche Argumente/Motivationen kann ich ihnen bieten? Je genauer das Bild von eurer Zielgruppe ist, desto so besser versteht ihr sie. Umso besser könnt ihr sie erreichen.

Wissen ist Macht.

Dieser Gründung-Prozess dauert seine Zeit. Wir haben uns zum Beispiel ein Jahr auf unsere Gründung vorbereitet. Haben Weiterbildungen besucht, mit Rechtsanwälten, Steuerberatern und anderen Experten gesprochen.
Wenn ihr eure Gründung übers Knie brecht, macht ihr Fehler. Ihr werdet nicht alles bedenken. Ihr werdet es sehr viel schwerer haben. Wissen ist Macht. Sammelt also so viel davon wie möglich.
Noch ein Tipp: Seid einzigartig! Eure Leidenschaft zum Beruf, euer Anspruch an euch selbst, eure Werte, eure Ansichten, euer Charakter. Auf dieser Grundlage muss sich euer Unternehmen positionieren und auf dem Markt auftreten. Nur so könnt ihr euch von der Konkurrenz abheben. Mit Produkten und Dienstleistungen allein kann man als regionaler Unternehmer in der Regel keine Individualität erreichen. Wie mache ich mein Unternehmen also einzigartig?  - Wer das wissen möchte, liest unseren Blogartikel.


Donnerstag, 6. November 2014

Mut zur Lücke - Denken hilft erinnern

Das Phänomen.

Vor einiger Zeit habe ich von einer interessanten Studie aus den USA erfahren.
Eine Gruppe von Menschen wurde in einen Raum gesetzt, in dem sich ein Paar angeregt unterhielt. Eine zweite Gruppe saß in einem anderen Raum. Hier führte jemandem ein Telefonat. Die Menschen aus der zweiten Gruppe haben sich bei der späteren Befragung an weitaus mehr Gesprächsdetails erinnern können, als die Teilnehmer aus der ersten Gruppe. Warum ist das so?
Die Probanden aus der zweiten Gruppe mussten denken! Sie mussten einen Gesprächspartner ergänzen, überlegen was der andere wohl geantwortet oder wie er reagiert hat. Sie musste die Lücken in dem Gespräch mit ihren eigenen Überlegungen füllen.

Das gleiche Phänomen kennen wir alle aus der Schule. Zum Beispiel bei der Lösung einer mathematische Aufgabe. Eine präsentierte und heruntergebetete Lösung des Lehrers kann nicht so einfach abgespeichert werden. Das Denken funktioniert viel besser, wenn uns die Lösung vorenthalten wird und wir das Rätsel selbst knacken müssen. Erst das Erarbeiten eines eigenen Lösungsweges, sorgt dafür, dass wir uns dauerhaft erinnern. Eigene Erkenntnisse bleiben einfach besonders gut im Kopf.

Denken lassen.

Dieses Prinzip kann man sehr gut auf die Werbung anwenden. Schließlich wollen wir ja, dass unsere Botschaften, Produkte oder Markennamen im Kopf bleiben!
Die klassische Werbung funktioniert, wie der Lehrer im Matheunterricht. Sie gibt uns alles auf dem Silbertablett vor. Geht es um einen Friseur, so sehen wir haarige Anzeigen. Geht es um Sportbekleidung, so sehen wir Menschen, die Sport treiben. Und so weiter und so fort. Kein Mitdenken erforderlich.
Bei kreativer Werbung geht es oft darum, Dinge einfach wegzulassen. Und zwar genau die Dinge, die man eigentlich bewerben will. Beispiel gefällig?

Eine sehr gelungene Anzeigenreihe von McDonalds. Was fällt auf? Wir sehen keinen Burger. Nichts Essbares. Aber genau das ist es, was Mc Donalds verkaufen möchte. Was wir allerdings sehen ist eine Geste. Wir können uns denken was die junge Dame gerade im Kopf hat. Ein leckeres Frühstück bei Mc Donalds (sofern so etwas möglich ist ;).

Wir hatten vor einigen Jahren den Auftrag, eine Postkarte zur Vermarktung eines Wohngebiets zu entwickeln. Anstatt ein Foto der Anlage zu zeigen, haben wir auf eine Metapher zurückgegriffen. Der Vergleich des Wohngebiets mit einer Sahnetorte weckt bestimmte Erwartungen beim Betrachter. Außerdem steigert es die Neugier. Wie es dort wohl aussieht? Was macht dieses Wohngebiet denn so besonders? Die Wahrscheinlichkeit, dass der Betrachter seine Neugier befriedigen will und auf die Website klickt ist sehr hoch. Und die Website wurde geklickt. (An alle Interessenten: Leider nichts mehr zu holen.)



Zu guter Letzt noch eine clevere Aktion eines jüdischen Restaurants aus München. Das Lokal mit israelisch-arabischer Küche startete die "IS-freien Wochen" - und strich deshalb konsequent diese beiden Buchstaben aus allen Speisen und Getränken. Und das sowohl in den Speisekarten als auch in den Anzeigen und Plakaten dieser Aktion. Eine witzige Idee, die ein aktuelles politisches Thema aufgreift - die IS Terrormiliz. Der Betrachter muss zum einen eine Denkleistung beim „Entziffern“ der Motive vollbringen und wird dabei zum anderen permanent auf die politische Botschaft aufmerksam gemacht. Hier ist Mitdenken Pflicht! Eine brillante, simple und ausgesprochen aufmerksamkeitsstarke Kampagne, für die die Kreativen der Agentur XXXXX aus München verantwortlich sind. Chapeau!



(Mehr Infos und Bilder hier: http://goo.gl/RzQuKD)


Hürden bauen.

Wir haben gelernt: Werbung ist besonders effektiv, wenn Sie etwas verbirgt. Hürden enthält. Rätsel. Stolpersteine. Eine Botschaft sollte immer in eine kreative Idee verpackt werden. So muss der Empfänger eine Denkleistung vollbringen, um sie zu verstehen. 
Denken ist eine angeborene Fähigkeit des Menschen und darf diesen durchaus zugetraut werden – auch in der Werbung. Werbung muss also nicht langweilig und nervtötend sein, sondern kann Neugierde erzeugen, Interesse wecken und Witz enthalten! Die Menschen haben nämlich Spaß daran, Rätsel zu lösen, Pointen zu verstehen und Doppeldeutigkeit zu entziffern. Und ganz nebenbei speichern Sie diese Erkenntnisse im Gehirn ab. Erinnern sich an Botschaften, Marken und Namen. 

Dann wisst ihr jetzt alle was ihr zu tun habt! Viel Spaß beim Hürden aufstellen, Stolpersteine aufbauen, Fallen auslegen, Rätsel entwickeln…