kreativagentur perlenmädchen

Dienstag, 27. Juni 2017

Mein Praktikum bei den perlenmädchen

Hallo, ich bin Anna-Lena und ich war von dem 08.02.2017 bis zum 12.07.2017 jeden Mittwoch als Praktikantenperle bei den perlenmädchen. Ich werde euch jetzt berichten, was ich in dieser Zeit alles Aufregendes erlebt habe.

 
Erster Tag – Dagmar Ziegler

Direkt an meinem ersten Tag sind Nadine und ich nach Bad Wilsnack gefahren und haben uns mit der Bundestagsabgeordneten Dagmar Ziegler und ihrer Mitarbeiterin Frau Schläppi getroffen. Dagmar Ziegler kam mit dem Zug. Wir setzten uns in ein kleines gemütliches Cafe, tranken Kaffee und heiße Schokolade. Wir sprachen über Ideen zur Wahlkampfkampagne von Frau Ziegler. Ich führte Protokoll.
Das Treffen mit Frau Ziegler war sehr spannend. Sie ist eine sehr nette und sympathische Frau.
Mein erster Tag hat mir sehr viel Spaß gemacht. Wer hat schon mal die Möglichkeit eine Abgeordnete aus dem Bundestag zu treffen? 😉😊

                                      Nadine, Frau Ziegler und ich


KreativKick, Bildungsperle, Schlauperle und Montags-Motivation

Die Tage darauf habe ich öfter Recherchen zum KreativKick und zur Bildungsperle gemacht. Das sind zwei regelmäßig erscheinende Social Media Rubriken der perlenmädchen. Viele Informationen, die ich gefunden habe waren sehr interessant und lustig. Die Texte und Informationen dazu durfte ich selbstständig raussuchen und schreiben. Da diese auch genutzt wurden, sah ich, dass meine Arbeit gut ankam und war stolz auf mich.

Nadine und ich haben außerdem überlegt, welche neue Social Media-Kategorie wir ins Leben rufen können. Unsere Ideen haben wir gemeinsam zusammengetragen. Am Ende sind die beiden Kategorien „Schlauperle“ und „Montags-Motivation“ dabei herausgekommen. Diese zwei Rubriken helfen den Arbeitsalltag zu vereinfachen und zu meistern. Beide Ideen kommen super an, das ist wie ein kleiner Erfolg. Zum 9. Perlengeburtstag hatte ich ebenfalls ein paar kleine Ideen. Nadine und Gitte fanden meinen Vorschläge super und haben diese weiterentwickelt. Nun werden sie auch umgesetzt. Dazu kann ich leider nicht mehr verraten, da es ja sonst keine Überraschung mehr wäre. Aber ihr könnt euch darauf freuen, seid gespannt. Am 14. Juli 2017 startet die Guerilla Aktion. 😘😇😉


Weitere Besuche bei Kunden

Nadine hat mich so oft es ging zu Terminen mitgenommen. Es hat immer sehr viel Spaß gemacht. Es ist erstaunlich, was für interessante Leute man kennenlernt und was für außergewöhnliche Aufträge die perlenmädchen bekommen. Es war toll mit zu verfolgen, wie sich eine Idee immer weiter entwickelt und wie sie dann umgesetzt und fertig aussieht.
Es ist interessant zu sehen, wie viele und aufwändige Schritte hinter nur einem Projekt stecken.


Wir waren:

                                          Bei den Boat-City Jungs in Rheinsberg





 
Bei Frau Sigune Schmidt-Ulbricht, der Tourismusmanagerin der Stadt Rheinsberg.  

  • Im Maritim Hafenhotel in Rheinsberg und sprachen mit der Marketingchefin Frau Borowski. (nur zu empfehlen, ist einen Besuch wert !) 😍 

  • Und bei vielen mehr…. leider haben wir nicht bei allen Fotos gemacht.


Katze Mina

Die Agentur-Katze Mina ist zwar noch sehr verspielt, aber man kann auch mal mit ihr kuscheln. Sie ist unendlich süß, mit ihr zu spielen hat immer sehr viel Spaß gemacht. Wenn wir von einem Termin zurück kamen, hat sie uns immer liebevoll begrüßt.😙
Wenn Nadine und ich am PC saßen, unterstützte uns Minchen tatkräftig bei der Arbeit. 😊🐈


 















Mein Fazit

Es ist schön zu sehen, was ich hier bewegt habe. In vielen Umsetzungen stecken meine Ideen. Ich bin sehr froh, dass Nadine und Gitte meine Vorschläge toll fanden und sie dann sogar umgesetzt haben. So steckt ein Stück von mir und meinem Herzblut mit drin. Das zeigt, dass meine Arbeit nicht umsonst war, sondern ich wirklich helfen konnte. Die perlenmädchen haben mir die Chance gegeben, meine Ideen zu verwirklichen. Ich habe in meiner Zeit als Praktikantenperle sehr viel gelernt, hatte viel Spaß und bin um einige Erfahrungen reicher geworden.
Meine Entscheidung zu den perlenmädchen zu gehen, um dort mein Praktikum zu absolvieren, bereue ich nicht!



Eure Anna-Lena 😘😇

Dienstag, 23. Mai 2017

Psst! Wir verraten die Psychotricks der Werbung! (II/II)

Ausgetrickst: Lest hier den zweiten Teil zu unserem Blogartikel vom 25. April 2017

Knappheit

Wir alle kennen den Grundsatz. Wenn etwas knapp ist, dann ist es auch wertvoll. Knappheit fördert das „will haben“ Verhalten. Die Werbeprofis wissen das ganz genau: „Nur noch geringe Stückzahlen verfügbar!“, „Rabatt nur für kurze Zeit“.
Bildquelle Pexels

Der Jagdtrieb und die Emotionen übernehmen plötzlich unser Handeln. Das rationale Denken rückt in den Hintergrund. So passiert es schon mal, dass wir uns in einer Art Rauschzustand befinden. Es geht mehr um die Jagd als um den eigentlichen Besitz.
Ist der Rausch vorbei kommt oft das kalte Erwachen. Wir alle haben doch solche Leichen im Schrank, die wir damals uuuuunbedingt kaufen musste, aber eigentlich nie wirklich gebraucht oder benutzt haben.

Autorität

Bildquelle pexels
Schon seit Urzeiten sind wir daran gewöhnt, Anführern zu folgen. Gesetze und Regeln geben uns Sicherheit. Wir werden nicht mit allen Entscheidungen allein gelassen, sondern können uns an einer gesetzlichen Richtschnur orientieren. Unsere gesellschaftliche Ordnung funktioniert nur, weil wir uns leiten und führen lassen. So haben die Menschen mit der Zeit ein blindes Vertrauen in Autoritätspersonen entwickelt. In der heutigen Zeit setzen wir Autorität oft mit bestimmten Berufen gleich. Wer eine Uniform oder einen Titel trägt, muss einfach das Sagen haben.

Diese äußeren Symbole können jedoch leicht imitiert werden, um Autorität zu simulieren. Wir alle kennen Betrugsfälle mit falschen Polizisten, Anwälten oder Ärzten.
Auch die Werbung imitiert gern Autoritätspersonen, um die guten Eigenschaften der Produkte zu „beweisen“. Falsche Ärzte bezeugen in Werbespots, die Wirksamkeit von kosmetischen Produkten. Gern auch mit total sinnlosen Diagrammen und Grafiken im Hintergrund.

Schauspieler, die in bekannten Serien oder Filmen, Autoritätspersonen spielen, werden in der Werbung ebenfalls gern als Testimonial genutzt. Ihre Rolle überträgt sich in den Köpfen der Menschen auf ihre Person. Selbst wenn wir wissen, dass die Person auf dem Bildschirm nur einen Anwalt spielt, schreiben wir ihr fachliche Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit zu.

Konsistenz und Überzeugung

Für wechselhafte Menschen haben wir alle nicht viel übrig. Wer ständig seine Meinung ändert wird von seinen Mitmenschen als ist nicht vertrauenswürdig, wechselhaft oder sogar falsch empfunden. Wenn jemand konsequent zu seinem Wort steht, haben wir das Gefühl, uns auf diese Person verlassen zu können. Konsequenz und Konsistenz geben uns Sicherheit und Orientierung.
Wenn wir etwas tun, das unseren Überzeugungen widerspricht, spüren wir ein inneres Ungleichgewicht. Manchmal entstehen daraus sogar ein schlechtes Gewissen, Schuld- oder Schamgefühle. Keine angenehmen Empfindungen.

Bildquelle pixabay
Wir streben daher alle danach, nach unseren Überzeugungen zu leben und zu unserer Meinung zu stehen. Und das gilt sogar dann, wenn wir aus diversen Gründen anfangen, an unserer Einstellung zu zweifeln. Vor allem dann, wenn wir uns öffentlich zu etwas bekannt haben, werden wir tunlichst vermeiden, nach außen hin inkonsequent zu wirken. Wir bleiben in der Spur.

Genau deshalb raten euch z.B. Lifestyle-Zeitschriften dazu, eurer Vorhaben Abzunehmen mit möglichst vielen Menschen im Vorfeld zu teilen. Man will vor seinen Freunden später ja nicht als Versager dastehen. Der soziale Druck kann enorm motivierend wirken.

Das machen sich die cleveren Werbestrategen Zunutze. Nach dem Motto „Wer A sagt muss auch B sagen“ versucht die Werbung, uns im Verkaufsgespräch oder auch nur innerhalb eines inneren Dialogs Bekenntnisse und Bestätigungen zu entlocken. Im Anschluss werden wir zu Handlungen aufgefordert, die die geäußerten Überzeugungen bestätigen.
„Sie wollen doch auch nicht, dass die Umwelt verschmutzt wird. Also kaufen Sie unser recycelbares Produkt!“ „Sie wollen doch verhindern, dass die Kinder in Afrika hungern. Bitte spenden Sie auf folgendes Konto.“

Durch die Produkte, die wir kaufen, definieren wir auch unsere Persönlichkeit. Wir tragen unsere Überzeugungen durch unseren Konsum nach außen. Ob ihr euer Fleisch zum Beispiel vom Hofladen oder im Discounter kauft, sagt schon viel über euch aus.

Das Fazit

Bildquelle pixabayDie im Artikel beschriebenen Verhaltens-Auslöser sind oft wichtige Entscheidungshilfen. Sie können sehr hilfreich in Situationen sein, denen wir uns nicht gewachsen fühlen. Wir müssen uns nur bewusst machen, dass sie auch gegen uns verwendet oder imitiert werden können.

Achtet mal darauf, wie oft solche „Psychotricks“ in der Werbung auftauchen. Trefft eure Kaufentscheidungen also nicht kopflos, sondern seid wachsam. Hinterfragt, ob ihr eine Entscheidung wirklich treffen möchtet, die Handlung wirklich ausüben wollt, das Produkt/die Dienstleistung wirklich braucht.

Von Betrug kann man tatsächlich sprechen, wenn der Verkäufer nur den eigenen Vorteil vor Augen hat, nicht eure Zufriedenheit. Bewusste Manipulation durch psychologische Tricks und falsche Beratung zum Zweck der eigenen Bereicherung geht einfach gar nicht.


Wir sind alle nicht auf den Kopf gefallen. Früher oder später wird einem bewusst,  dass man jemandem auf den Leim gegangen ist. Im Nachhinein fühlt man sich immer betrogen und benutzt. Kein angenehmes Gefühl, das sich auch negativ auf das Produkt und das dahinter stehende Unternehmen auswirkt. Wir raten deshalb allen Unternehmern und Marketingstrategen, besser auf solche Täuschungen zu verzichten bzw. diese nur sehr dosiert einzusetzen. Gute Produkte und Dienstleistungen haben so etwas auch gar nicht nötig ;)

Dienstag, 25. April 2017

Psst! Wir verraten die Psychotricks der Werbung! (I/II)

Die Entscheidungshilfen

Sich zu entscheiden ist ganz schön schwer. Und wir müssen es jeden Tag unendlich oft tun. Unser Hirn funktioniert dabei wie ein Computer. Es werden Daten ausgewertet. Wir wägen ab und denken mögliche Konsequenzen durch.

Aber nicht für jede Entscheidung können wir uns so viel Zeit lassen. Ständiges Fakten sammeln, pro und kontra Listen – wir würden aus dem Grübeln gar nicht mehr herauskommen. Geschweige denn etwas zustande bringen.

Manchmal müssen wir Entscheidungen einfach aus dem Bauch fällen. Zum einen, weil uns die Zeit fehlt, die Situation genauer zu analysieren. Zum anderen, weil wir nicht über das notwendiges Wissen oder die Kompetenz verfügen, eine fundierte Wahl zu treffen.
Schnelle Entscheidungen treffen wir auf Grund von nur ein oder zwei Informationen. Diese Schlüsselinformationen dienen uns als Indikatoren, um die Situation blitzschnell zu bewerten. Wenn alle um uns herum plötzlich schreiend wegrennen, bleiben wir nicht stehen, und überlegen warum. Wir rennen ebenfalls weg!

Bestimmte Reize lösen bei uns eine vorprogrammierte Handlung aus. Vergleichbar mit dem Balzverhalten oder den Bemutterungsinstinkten, die wir aus dem Tierreich kennen.
Diese Schlüsselreize sind für uns wichtige Hilfsmittel, um den Alltag zu bewältigen und unser Hirn nicht zu überbelasten. Sie sind entweder genetisch in uns verankert oder wurden mit der Zeit gelernt. Stichwort Pawlow.  Es gibt bestimmte gesellschaftliche Regeln, an die wir uns halten müssen, um ein respektiertes Mitglied der Gemeinschaft zu sein. Und wer ist schon gern ein Ausgestoßener?

Die Psychotricks
Aber Moment mal! Man muss die Menschen nur bestimmten Reizen aussetzen und sie verhalten sich plötzlich wie aufgezogen? Das ist ja super! Vor allem, wenn man euch dazu bekommen will, euer Bestes zu geben. Euer Geld.

Werbung hat das Ziel, euch zu einem bestimmten Verhalten zu motivieren. Kaufen. Bestellen. Klicken. Ja sagen. Mitmachen.
Clevere Werbestrategen haben das Potenzial dieser Schlüsselreize erkannt und nutzen sie für ihre Kampagnen. Das muss nicht grundlegend schlecht sein. Aber allzu oft werden diese Psychotricks auch benutzt, um uns zu betrügen.
Habt ihr schon mal etwas gekauft und euch im Nachhinein darüber geärgert? Dann seid ihr garantiert bereits Opfer dieser Tricks geworden.

Wir wollen euch helfen, die Auslöser für solch ein programmiertes Verhalten zu erkennen. Wenn ihr euch darüber im Klaren seid, dass jemand einen Psychotrick bei euch anwendet, könnt ihr die Wirkung aufheben. Ihr werdet euch nicht wie aufgezogen verhalten, sondern könnt mit kühlem Kopf eine Kaufentscheidung treffen.

Die Auslöser

Soziale Bewährtheit
Wenn wir eine Situation nicht selbst erfassen können, orientieren wir uns gern am Verhalten der Menschen um uns herum. Nach dem Motto: wenn viele andere es tun, kann es nicht falsch sein. Die soziale Bewährtheit hat einen noch größeren Effekt, wenn es sich um bekannte und geschätzte Personen handelt.  Der Empfehlung einer guten Freundin/eines gutes Freundes folgen wir doch alle gern, oder?

Dass Familie und Freunde so eine größere Wirkung auf die Entscheidung von Personen haben, machen sich deshalb viele Unternehmen zu Nutze. Versicherungsmaklern wird geraten, ihre erste Kunden innerhalb des eigenen Familien- und Bekanntenkreises zu suchen. Oder kennt ihr die Tupper-Parties?  In vertrauter Atmosphäre und mit vielen guten Freundinnen, stellt die Tuppervertreterin ihre Produkte vor. Es gibt Snacks und Getränke. Man muss schon über eine enorme Willensstärke verfügen, um an diesem Abend kein Produkt zu kaufen. Viele würden es sogar als unhöflich empfinden. Schließlich sollte man sich für den schönen Abend doch irgendwie erkenntlich zeigen.
Die soziale Bewährtheit wirkt ebenfalls besonders stark auf uns, wenn es sich um Menschen handelt, die uns selbst ähneln. Es gibt Studien, die belegen, dass die Selbstmordrate in einer bestimmten Personengruppe erheblich ansteigt, wenn zuvor in der Presse detailliert über ein Suizidopfer berichtet worden ist.

Personen, die in vergleichbaren Situationen stecken wie wir, dienen uns oft als Vorbilder und Orientierungshilfe. Auch das macht sich die Werbung zu Nutze. In Werbespots werden uns Produkte von Personen präsentiert, die genau der Zielgruppe entsprechen z.B. Hausfrauen, die beim Putzen auf ganz bestimmte Produkte schwören. In dem Fall wird die Ähnlichkeit zwar nur simuliert, der Wirksamkeit tut das allerdings keinen Abbruch.
Personen des öffentlichen Lebens, die aus Funk, Fernsehen und den sozialen Medien bekannt sind, haben ebenso eine Vorbildfunktion und werden deshalb gern zur Vermarktung von Produkten und Leistungen eingesetzt.

Reziprozität

Die Reziprozitätsregel ist so alt, wie die Menschheit selbst. Man könnte sogar behaupten, sie ist der Grundpfeiler des Zusammenhalts in unserer Gesellschaft. Erweist dir jemand einen Gefallen, solltest du diesen Gefallen zurückgeben. So entsteht Zusammenhalt, Freundschaft und Kooperation.
Wir alle haben nur ungern offene Rechnungen. Wenn wir etwas von jemandem geschenkt bekommen, fühlen wir uns verpflichtet, ihm ebenfalls eine Gefälligkeit zu erweisen. Und genau dieser tief in uns verwurzelte Grundsatz kann perfekt für Marketingzwecke genutzt werden.
Ihr erhaltet Gratisproben, kleine Werbegeschenke, Freiexemplare. Die Werbestrategen zielen jedoch darauf ab, dass ihr euch als Reaktion auf das Geschenk mit einer Spende oder dem Kauf eines wertvolleren Artikels erkenntlich zeigt.

Besonders wirkungsvoll ist die Reziprozitätsregel, wenn man sie mit der richtigen Kontrastwirkung kombiniert. Ihr kennt doch bestimmt alle die Rabattangaben, bei denen der alte, sehr viel höhere Preis genannt wird. Der neue Preis kommt uns so noch verlockender vor. Den meisten von uns ist durchaus bewusst, dass die alte Preisangabe nur selten korrekt ist. Der Trick verfehlt seine Wirkung oftmals trotzdem nicht.

Verkäufern wird beigebracht, im Beratungsgespräch immer erst die sehr hochpreisigen Produkte zu präsentieren. Wenn dann im Anschluss ein günstigeres Produkt vorgestellt wird, wirkt der geringe Preis noch kleiner. Was fast immer zu einer Kaufhandlung führt.
Auch Spendenorganisationen setzen auf dieses Vorgehen. Auf vorgedruckten Spendenkarten finden sich oft sehr hohe und sehr niedrige Beträge. Außerdem ein Freifeld, in das man eine individuelle Zahl eintragen kann. Aufgrund der hohen Kontrastwirkung, wählen die Spender so gut wie immer einen gesunden Mittelwert aus den vorgegebenen Beträgen.

Wenn wir eine sehr große Bitte an eine Person richten, wird diese in fast 100% der Fälle abgelehnt. Äußern wir danach jedoch eine moderate Bitte, wird dieser sehr viel eher nachgegeben. Kinder kennen diesen Trick nur allzu gut und nutzen ihn schon seit Jahrzehnten, um ihre Eltern zu manipulieren: „Ach Mama, wenn ich schon kein Pony bekomme, kannst du mir dann wenigstens das Puppenhaus kaufen?!“

Sympathie und Attraktivität
Sympathie fördert die Glaubwürdigkeit. Einem Menschen, den wir mögen, bringen wir weniger Skepsis und Zweifel entgegen. Wir hinterfragen und prüfen nicht ständig, was uns diese Person sagt, wir glauben ihr. Wir alle kaufen lieber von Menschen, die wir mögen. Ganz einfach.

Noch viel besser klappt das mit dem blinden Vertrauen, wenn unser Gegenüber nicht nur sympathisch, sondern auch noch attraktiv ist. Gutes Aussehen und Gepflegtheit sind ein Türöffner in jedem Verkaufsgespräch. Verkäufer sind deshalb immer gut beraten, auf ihre Kleidung, die Frisur und ihre Ausdruckweise zu achten. Gegenüber gepflegten, gut aussehenden Personen sind wir automatisch offener, freundlicher und höflicher. Wir sehen solche Menschen sehr gerne an und wir wollen ihnen zudem ebenso gefallen. In der Werbung wird deshalb fast ausschließlich auf attraktive und sympathische Menschen gesetzt.  Gut aussehende, prominente und beliebte Personen, wie Supermodel Heidi Klum oder Moderator Thomas Gottschalk, machen Werbung für alle möglichen Dinge. Die Attraktivität und das positive Image des Testimonials übertragen sich auf das angepriesene Produkt. Die Menschen kaufen, um ebenfalls attraktiv, beliebt und begehrt zu sein.

Im nächsten Teil stellen wir euch 3 weitere Auslöser vor und ziehen noch ein abschließendes Fazit. Klickt am 23. Mai also unbedingt wieder vorbei :)

Eure Perlenmädchen

Dienstag, 28. März 2017

Macht euren Newsletter zur mächtigen Waffe!

Erwecke die Macht

Wir alle kennen ihn: den Newsletter. Oft schaffen es nur wenige von ihnen in euer Postfach. Doch was unterscheidet einen guten von einem schlechten Newsletter?

Wir alle haben keine Lust auf überflüssige Informationen. Gute Newsletter bieten uns einen Mehrwert. Eure elektronische Post sollte die Abonnenten nicht nur informieren, sondern auch unterhalten. Eine Prise Humor, eine ansprechende Gestaltung und gut geschriebene Texte sind also ebenso wichtig, wie relevante Informationen.

Ob ihr nun Händler oder Dienstleister seid, ein regelmäßig erscheinender Newsletter kann ein mächtiges Marketingtool sein. Er ist ein zusätzliches Kommunikationsinstrument, um eure Kunden zu erreichen und sie langfristig an euch zu binden.  Ein Newsletter hilft euch, in Erinnerung zu bleiben und eure Kunden zu binden.

Ihr betreibt Content-Marketing? Nicht alle Kunden sind in den Sozialen Medien unterwegs oder lesen regelmäßig euren Blog. Der Newsletter ist ein ideales Tool, um eure Inhalte in die Postfächer eurer Kunden zu bringen und somit die Reichweite eurer Botschaften erheblich zu steigern.

Ordnung muss sein

Wir leben in einer Welt von Informationsüberfluss. Wenn euer Newsletter langfristig Abonnenten aufbauen und binden soll, müsst ihr euch also ziemlich ins Zeug legen. Bevor ihr loslegt, solltet ihr ein Konzept haben.

Wen wollt ihr erreichen? Welche Botschaften wollt ihr vermitteln? Welche Ziele wollt ihr erreichen? Zu welchen Handlungen wollt ihr eure Abonnenten animieren (z.B. Bestellen, Anrufen etc.)?

Wenn ihr eure Zielgruppe genau kennt, könnt ihr auch abschätzen, welche Inhalte für sie interessant und relevant sind.  Euer Newsletter muss euren Abonnenten einen Mehrwert bringen. Schickt eure E-Mail also erst auf den Weg, wenn ihr wirklich etwas zu sagen habt.

Strukturiert eure Inhalte sinnvoll und erarbeitet euch z.B. feste Rubriken oder Kategorien. Mit solchen inhaltlichen Eckpfeilern wird es euch leichter fallen, immer wieder neue Inhalte zu verfassen.

Das Auge liest mit

Euer Newsletter muss unterhaltsam sein. Es sollte Spaß machen, ihn zu lesen und zu entdecken. Achtet also darauf, dass eure Mail optisch ansprechend ist. Gebt eurem Newsletter ein schickes Design. Achtet dabei auf die Wiedererkennung zu eurem Unternehmen. Für alle, die jetzt denken: „Und genau jetzt hört‘s bei mir schon auf!“ Keine Panik ;) Für eine einfache und dennoch ansprechende Gestaltung eures Newsletters könnt ihr kostenlose Tools nutzen. Wir stellen euch 2 davon im Folgenden noch vor.

Euer Newsletter muss übersichtlich sein. Schreibt kurze, knackige Texte. Vermittelt nur wesentliche Informationen. Zur Darstellung längerer Texte, wie Fachartikel, solltet ihr auf euren Blog etc. verlinken.
Baut außerdem ansprechende und passende Bilder zu euren Meldungen ein. Achtet bei den Fotos auf die Nutzungsrechte! Es gibt viele schöne kostenfreie Bildbörsen, in denen ihr garantiert fündig werdet. Wer mehr Infos dazu benötigt, findet hier den passenden Artikel von uns.

Schreibt eure Texte in der Sprache eurer Zielgruppe! Eure Zeilen müssen für eure Leser verständlich sein. Überlegt also genau, ob es sinnvoll ist, mit Fachtermini um euch zu werfen. Eure Abonnenten sollten auf einen Blick alle relevanten Informationen erfassen können. Schreibt kurze Sätze. Verzichtet auf Substantivierungen. Arbeiten mit Absätzen und Zwischenüberschriften.

Demonstriert Kompetenz indem ihr eigene Artikel verfasst. Vertretet dabei einen klaren Standpunkt und bringt eure persönlichen Überzeugungen und Werte mit ein. Seid ihr selbst! Und ihr werdet Kunden um euch scharen, die so denken wie ihr. Wie ihr gute Texte schreibt, könnt ihr hier nachlesen.

Weist eure Kunden auch auf wichtige Neuerungen hin. Gebt Hilfestellungen und seid gute Berater. Das festigt das Bild eurer Kunden von euch und schafft Vertrauen in eure Leistung.
Gewährt euren Abonnenten ab und an einen Blick hinter die Kulissen. Berichtet von euren aktuellen Projekten und Erfolgen. Oder stellt euren Kunden die Menschen vor, die hinter eurem Unternehmen stecken und für die gute Arbeit verantwortlich sind. Das schafft Nähe und baut Sympathie sowie Vertrauen auf.

Mit Recht und Ordnung

Euer Newsletter sollte innerhalb eines festen Intervalls erscheinen. Zum Beispiel immer am ersten Dienstag im Monat. Für eure Abonnenten ist es natürlich schön zu wissen, wann sie mit eurer nächsten Mail rechnen können. Eigentlich ist so ein fester Termin aber viel wichtiger für euch selbst. Der „Termindruck“ hilft bei der Selbstdisziplin.

Überlegt euch vorher genau, wie oft euer Newsletter erscheinen soll. Er sollte nicht zu oft und nicht zu selten herauskommen. Denkt dabei zum einen an die Interessen und Bedürfnisse eurer Abonnenten. Denkt zum anderen aber auch an eure Arbeitszeit. Die Erstellung eines guten Newsletters kostet Kraft und Zeit.  Unser Rat: Nicht öfter als einmal die Woche, nicht seltener als einmal im Quartal.

Es gibt außerdem ein paar rechtliche Vorgaben, die ihr beim Thema Newsletter beachten müsst. Die Anmeldung zu eurem Newsletter sollte durch ein Double-Opt-In Verfahren erfolgen, um vor Spam-Missbrauch zu schützen. Der Interessent gibt dabei seine Mail-Adresse in einem Anmeldeformular ein. Kurz darauf erhält er eine Mail mit einem Aktivierungslink. Erst nach Klick auf diesen Link hat der User euren Newsletter abonniert.  Außerdem muss der Abonnent jederzeit die Möglichkeit haben, sich von eurem Newsletter wieder abzumelden. Ein Abmeldelink muss gut sichtbar in jedem eurer Newsletter enthalten sein. Die Entscheidung eurer Abonnenten müsst ihr unbedingt respektieren. Anderenfalls müsst ihr mit einer Abmahnung rechnen.

Auch hier gilt: Keine Panik. Die schon angesprochenen Newsletter-Tools haben alle passenden Formulare parat.

Don’t be a Fool, use a Tool

Nicht jeder Unternehmer ist super fit im Umgang mit Informationstechnik und Social Media. Da greift der ein oder andere schon mal auf das gute alte Word oder PDF Dokument zurück, um seinen Newsletter zu versenden. Verzichtet unbedingt auf solche Anhänge! User vermeiden es, Anhänge zu öffnen, da sich in ihnen oft Viren u. ä. verstecken. Vermeiden solltet ihr außerdem, einen Newsletter als reinen Text im Nachrichtenfeld zu verschicken.

Oft sind diese sehr simplen, selbstgestrickten Newsletter weder rechtssicher noch nutzbringend.
Für einen professionellen, optisch ansprechenden und rechtssicheren Newsletter nutzt ihr am besten eines der vielzähligen Newslettertools, wie z.b. Mailchimp oder Newsletter2Go.

Amerikanischer Dienst
Deutscher Dienst
Englisch Kenntnisse für Newslettereinrichtung erforderlich
Newslettereinrichtung komplett in Deutsch
Kostenlose Version mit Mailchimp-Banner im Newsletterfuß
Kostenlose Version ohne Werbebanner
2.000 Adressen und bis zu 12.000 Mails im Monat in der kostenlosen Version
1.000 Mails im Monat in der kostenlosen Version

Diese Tools können bis zu bestimmten Kenngrößen (Anzahl der gesendeten Mails im Monat, Anzahl der Mailadressen etc.) kostenlos benutzt werden. Diese Anwendungen halten zudem rechtssichere Formulare bereit, die einfach in die eigene Website eingebunden werden können. Auch das Sammeln von Adresse ist sehr komfortabel. Ihr könnt eure Adresslisten direkt im Tool verwalten und selektieren.

Die Gestaltung einer Mail ist sehr intuitiv. Zuerst wählt ihr ein sogenanntes Template aus, eine Layoutvorlage für euren Newsletter. Danach könnt ihr Farben anpassen und Grafiken, wie euer Logo, in die Vorlage laden. Auch eure Social Media Kanäle können durch ein paar Klicks einfach in euer Mailing integriert werden.

Ein intuitives Baukastensystem hilft euch bei der inhaltlichen Gestaltung. Per Drag and Drop fügt ihr Inhaltselemente (z. B. Text mit Rahmen, Text mit Bild, Bildreihe, etc.) in eure Vorlage ein. So baut ihr euch Stück für Stück einen ganz individuellen Newsletter zusammen. Fügt am Schluss noch Headlines, Texte und Bilder zu euren News ein.

Für den nächsten Newsletter ist der Aufwand dann sehr viel geringer. Ihr müsst euer letztes Mailing nur kopieren und anschließend die Inhalte austauschen.

Zu jedem gesendeten Newsletter erhaltet ihr zudem statistische Daten, um den Erfolg eurer Kampagne auszuwerten (z.B. Anzahl der geöffneten Mails, Anzahl der Klicks etc.) . So könnt ihr eure Newsletter nach und nach optimieren.

Die perlenmädchen wünschen euch viel Erfolg bei der Entwicklung eures eigenen Newsletters. Möge die Macht mit euch sein!


Dienstag, 21. Februar 2017

Erfolgsfaktor Karma 2.0
Reines Gewissen statt reiner Profitgier

Haha! Reingelegt. 

Bildquelle PixabayMeine Großmutter hatte vor ein paar Tagen einen unabhängigen Versicherungsmakler bei sich zu Hause. Sie war unzufrieden mit ihren laufenden Verträgen und wollte Kosten reduzieren. Er ließ sich die Policen zeigen und kalkulierte dann nur minimal günstigere Verträge. Der Makler nutzte die Unwissenheit und Leichtgläubigkeit der alten Dame aus und machte so viel Druck, dass sie schließlich alle Verträge unterschrieb. Da meine Oma ein ungutes Gefühl bei der Sache hatte, informierte sie mich schließlich. Alle Verträge waren vollkommen überdimensioniert. Es waren Risiken versichert, die gar nicht zur Lebenssituation meiner Großmutter passten. Hier ging es nicht um die bestmögliche Lösung für den Kunden. Von Beratung keine Spur. Der Makler hatte nur ein Ziel: sich selbst zu bereichern.
Leider handeln viele Unternehmer nach diesem Prinzip. Nur die eigene Bereicherung steht im Mittelpunkt und das auch gern auf Kosten anderer. Keine zukunftsorientierte Strategie und ganz schlecht fürs Karma..

Denn sie wissen nicht, was sie wollen.

Die Beratung eurer Kunden ist das A und O. Oft weiß der Interessent nämlich gar nicht so genau was er möchte. Beziehungsweise ist die Leistung, die er bei euch anfragt, häufig gar nicht die bestmögliche Lösung für sein Problem.
Sinkt also nicht auf die Knie und führt alles genauso aus, wie der Kunde es verlangt. Schaltet euren Kopf ein. Der Interessent ist vielleicht ein Experte in seiner Branche, aber ihr seid es in eurer. Der Kunde hätte sich nicht an euch gewandt, wenn er die Leistung selbst erbringen könnte. Hier kommt eure Fachkompetenz ins Spiel.
Hört aufmerksam zu, wenn der Kunde sein Anliegen vorbringt. Erkennt das Problem, findet die Ursachen und erarbeitet dazu passende Lösungen. Diese solltet ihr dem Kunden so unterbreiten, dass er alle Konsequenzen seiner Entscheidung überblicken kann. Es kann durchaus sinnvoll sein, eine Empfehlung auszusprechen. Mit eurer Hilfe kann der Kunde so die für ihn beste Wahl treffen.

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Gebt es zu!

Das Wichtigste bei der Kundenberatung ist Ehrlichkeit. Behaltet den Vorteil des Kunden im Auge, nicht euren eigenen Profit. Auch wenn das bedeutet, dass ihr nicht der richtige Partner für ihn seid. In dem Fall solltet ihr besser einen kompetenten Kollegen empfehlen.

Gebt in einem Beratungsgespräch auch ehrlich zu, wenn ihr etwas nicht mit Gewissheit sagen könnt, statt Kompetenz vorzuheucheln. Bietet eurem Kunden in dem Fall an, euch noch einmal schlau zu machen und ihm die Antworten später zu geben. Das wird euch niemand übel nehmen. Ganz im Gegenteil. Der Kunde merkt viel eher, dass ihr sein Anliegen ernst nehmt.

Vertrauen schweißt zusammen.

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Eure Kunden werden es spüren, wenn ihr ehrlich zu ihnen seid. So schafft ihr Vertrauen und das schweißt zusammen. Wenn ihr von Anfang an immer nur das Beste für eure Kunden wollt, legt ihr den Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit.  Das Zauberwort heißt Kundenbindung. Fühlt sich der Interessent von euch richtig beraten, wird er bei passender Gelegenheit gern wieder auf euch zurückkommen.

Langfristig zahlt sich diese Strategie für euch besser aus als ein schneller finanzieller Erfolg. Eure Kunden sind schließlich nicht dumm. Früher oder später merken sie, dass ihr sie über den Tisch gezogen und falsch beraten habt. Wer wird schon gern verarscht? Versetzt euch in die Lage des Kunden. Würdet ihr mit so einem Menschen nochmals Geschäfte machen wollen?

In unserer heutigen vernetzten Welt kann euch die üble Nachrede einen erheblichen Imageschaden verpassen, der sogar existenzbedrohend sein kann. Räumliche Distanzen spielen keine Rolle mehr. In den sozialen Medien tauschen die unterschiedlichsten Menschen Erfahrungen aus und geben Bewertungen ab. Ein Unternehmer, der es mit der Wahrheit nicht allzu ernst meint, wird so sehr schnell entlarvt und zukünftig gemieden.

Glücklich machen macht glücklich.

Ihr solltet euren Kunden keine Dinge verkaufen, die sie nicht brauchen. Haut sie nicht übers Ohr, zieht sie nicht über den Tisch, bindet ihnen keinen Bären auf! Auf lange Sicht werdet ihr sonst keinen Erfolg haben.

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Überzeugt eure Kunden durch Kompetenz, statt sie zu einem Auftrag zu überreden. Betreibt Networking, besucht relevante Veranstaltungen, bringt euch ein, sprecht mit! Nutzt soziale Medien, um euer Wissen und eure Erfahrungen zu kommunizieren. Dann wird es nämlich gar nicht mehr notwendig sein, einen hohen Werbedruck auszuüben. Stattdessen werdet ihr nach und nach eine erhöhte Nachfrage bemerken. Macht ihr eure Kunden glücklich und zufrieden, werden sie euch weiterempfehlen. Und sie werden euch treu bleiben! 

Erarbeitet euch Qualitätskriterien, Werte und feste Prinzipien nach denen ihr vorgeht. Stellt immer den Kundennutzen in den Mittelpunkt eures unternehmerischen Handelns und geht offen, ehrlich und transparent mit euren Kunden um. Mit dieser Strategie werdet ihr langfristig viel erfolgreicher sein als durch eine kurzfristige Profitsteigerung. Außerdem macht es glücklich, Menschen glücklich zu machen! Denkt an euer Karma ;)


Dienstag, 24. Januar 2017

Nur wer scheitert hat Erfolg


Tradition vs. Innovation

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Seit ein paar Monaten arbeiten wir mit einem größeren Kunden zusammen. Für unsere Region handelt es sich schon um ein recht bedeutendes Unternehmen. Traditionsreich, alt eingesessen und mit regionaler Bewandtnis. Und wahrscheinlich ist genau dort der Haken zu suchen.

Wir sind diesem Kunden aufgefallen, weil wir in unseren Breitengraden eher ein Exot in Sachen Marketing sind. Kreativ, innovativ, unkonventionell und gerne auch mal etwas frecher. Das Unternehmen fühlte sich durchaus angesprochen von unserer Arbeit.

In der Zusammenarbeit zeigt sich jetzt, dass der Kunde selbst so aber bitte nicht werben möchte. Schließlich sei man ein seriöses und traditionsreiches Unternehmen.
Hmm.. Sind Tradition und Innovation zwei gegensätzliche Lager? Muss man sich als Unternehmer etwa zwischen diesen beiden Werten entscheiden?

Alles bleibt nie wie es ist

Es gibt viele Unternehmen, die sich auf Tradition berufen. Dieser Begriff steht für Zuverlässigkeit, Stärke, Konsequenz. Das klingt doch erstmal super! Menschen fühlen sich nämlich sicher durch Routine. Gewohnte Umgebungen, eingefahrene Abläufe, bekannte Gesichter – da weiß man wenigstens was einen erwartet. Keine bösen Überraschungen.

Neue Wege zu gehen, ist immer mit Ungewissheit verbunden und stellt ein Risiko dar. Und wer möchte schon auf die Nase fallen? Nein, nein! Dann lieber weiter wie bisher. Was man hat, hat man. „Ich könnte schlechter dastehen als vorher! Ich könnte etwas verlieren!“ Diese Angst hemmt.
An diese Stelle möchte ich gern Herbert Grönemeyer zitieren: „Stillstand ist der Tod“.
 
Während es Unternehmen gibt, die sorgfältig darauf achten, alles beim Alten zu belassen, dreht sich die Welt weiter. Sie verändert sich. Wer auf der Stelle steht wird irgendwann so weit zurückbleiben, dass er die Konkurrenz nicht mehr einholen kann. Irgendwann hat man den Zug verpasst. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass solch eine Denkweise existenzbedrohend sein kann. Selbst für die größten Unternehmen.

Quelle PexelsDas Leben hält übrigens auch nicht viel von Routine. Alles verläuft zyklisch. Privat als auch beruflich erleben wir in regelmäßigen Abständen Erfolge und Niederlagen. In der Wirtschaft wollen viele Unternehmer diesen Zyklus überlisten. Sie tun alles dafür, einen Zustand des Stillstands aufrechtzuhalten. Meiner Meinung nach verschwendete Energie. Wir können uns noch so sehr bemühen, im Vorfeld alles genau zu kalkulieren und abzuwägen. Am Ende werden wir immer den Kürzeren ziehen. Das Leben hat seine eigenen Pläne mit uns.

Tödliches Scheitern

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Zu Beginn der Menschheitsgeschichte war eine Veränderung der äußeren Lebensumstände sehr oft mit einer tödlichen Bedrohung verbunden. Es liegt in unseren Genen auf Unregelmäßigkeiten besonders wachsam zu reagieren. Schließlich könnte sich ein Säbelzahntiger anschleichen! Oder, wie in unserem konkreten Fall, eine Werbeagentur, die unsere Kunden verschrecken möchte. Die Angst vor Neuem ist also nichts Verwerfliches, sondern fest in uns Menschen verankert. Aber wir müssen uns ihr stellen und dürfen uns nicht durch sie leiten lassen.

In unserer heutigen Zeit haben wir jedoch nicht mehr vorrangig Angst vor dem Tod. Wir haben Angst vor dem Scheitern. Versagen wird in unserer Gesellschaft nicht geduldet. Wer möchte schon als Verlierer abgestempelt werden?
Aber was diese Menschen dabei vergessen ist die andere Möglichkeit! Durch ein Wagnis könnte ich meine Situation auch verbessern! Erfolgreicher sein. Der Konkurrenz einen Schritt voraus. Selbst der Volksmund weiß: „Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.“

Wer ein Wagnis eingeht, beweist Mut und Unternehmergeist. Ich denke, Scheitern ist kein Misserfolg, sondern ein Ergebnis, aus dem man lernt und der Lösung wieder ein Stück näherkommt. Genau wie in der Forschung. Scheitern ist nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zum Erfolg. Wir schließen eine Möglichkeit aus. Dem Ziel sind wir so wieder einen Schritt nähergekommen.

Mut zur Veränderung

Ich sage nicht, dass ihr kopflos jedes Wagnis eingehen solltet. Das Stichwort lautet hier „kalkuliertes Risiko“. Wägt vorher ab, was im schlimmsten Fall passieren kann und ob ihr mit diesem Zustand leben könntet. Und dann rein ins kalte Wasser!

Ohne Niederlagen können wir Erfolge gar nicht richtig wahrnehmen. Glück und Erfolg sind immer etwas Flüchtiges. Wir müssen ständig daran arbeiten. Stillstand lässt uns hingegen abstumpfen. Damit schirmt ihr euch zwar vermeidlich vor Niederlagen ab, gleichzeitig nehmt ihr euch aber die Möglichkeit Glück und Erfolg zu erleben.

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Lasst euch nicht von eurer Angst leiten. Sie ist immer ein schlechter Ratgeber. Ihr werdet sonst niemals über euch hinauswachsen und erfahren, was in euch steckt. Traut euch und eurem Unternehmen ruhig mal etwas zu. Nehmt neue Herausforderungen an und seht das Glas besser als halb voll statt halb leer. Seid neugierig! Wollt ihr etwa wirklich nicht wissen, was sich auf der anderen Seite des Zauns befindet? Wollt ihr ewig im eigenen Saft schmoren? Ihr wisst gar nicht was ihr verpasst!

Reist. Entdeckt die Welt. Geht offen auf andere Menschen zu. Führt Gespräche, haltet die Augen und Ohren offen und hört der Welt zu. Nehmt euch Zeit zu spinnen, zu fantasieren, zu träumen. Seid kreativ und entwickelt Ideen. Strebt nach Höherem und habt keine Angst davor, mal auf die Nase zu fallen. Nehmt euch ein Beispiel an kleinen Kindern. Sie gehen offen und ohne Vorurteile durch die Welt. Und sie fallen hin. Oft. Aber dann stehen sie wieder auf und laufen weiter. Die Welt ist viel zu schön, um immer nur auf einer Stelle zu stehen.

Auf neuen Wegen

Quelle PexelsTradition und Innovation müssen meiner Meinung nach Hand in Hand gehen, um ein erfolgreiches und vor allem zukunftsfähiges Unternehmen zu führen. Routine bietet ein verführerisches Gefühl von Sicherheit. Aber sie lässt uns auch faul und blind werden. Hinterfragt deshalb regelmäßig eure Art zu arbeiten. Seid kritisch und wachsam. Und vor allem: Seid mutig!

Lauft nicht auf ausgelatschten und sicher ausgebauten Wegen der Konkurrenz hinterher. Wagt euch hinaus in die Wildnis. Entdeckt Neuland und hinterlasst eigene Spuren.
Die Welt steht nicht still. Sie dreht sich. Und das zunehmend schneller. Veränderung ist überlebensnotwendig. Ihr müsst euch an neue Gegebenheiten anpassen, um Schritt zu halten. 

Wir hoffen, auch unseren Kunden noch von dieser Denkweise zu überzeugen. Für den Anfang erwarten wir ja gar nicht, dass man sich in unbekannte Weiten hinauswagt. Wenn man sich traut, zumindest zwei oder drei Schritte vom gewohnten Weg abzuweichen, wäre das schon ein Erfolg. Und wenn man erstmal Fährte aufgenommen und das Unbekannte geschnuppert hat, will man ganz schnell mehr. Davon sind wir überzeugt!