kreativagentur perlenmädchen

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Donnerstag, 24. September 2020


 Nebenjob Selbstständigkeit.

*ein kleiner Auszug aus unserem neuen Alltag mit Kind und Job. 

Das Baby ist da. Es ist um uns geschehen. Die Selbstständigkeit rückt in den Hintergrund. Nie hätten wir gedacht, dass wir plötzlich jeder 2 Babies haben. Beide ein Perlenbaby und die Agentur. In einem Haushalt. Was haben wir Nächte durch gegrübelt - geht das? Darf man das? Wird das klappen? Ein großes OhGottOhGott ging mit der Vorfreude einher.

Noch können wir persönlich nicht von einer Langzeitstudie reden, aber soviel vorab - es ist machbar und es fühlt sich gut an. Jedenfalls für uns. Wir haben auch Ängste und sind unsicher, aber ist man das nicht bei jedem neuen Abschnitt im Leben? Jetzt heißt es umstrukturieren und „trial and error“. In der Umgangssprache auch „ausprobieren“ genannt. 
Es wird nun beispielsweise eben nicht mehr gearbeitet, sobald die Uhr zur vollen Stunde läutet, sondern dann, wenn der Säugling schläft. Oder wenn der Papa das Baby nicht hergeben mag. 


Frauen, die selbstständig und Mutter sind, befinden sich in einer besonderen Situation. Sie müssen anders vorsorgen, müssen ihre Zeit und Energie anders einteilen und haben andere Prioritäten. Selbstständige Mamas haben mit Vorurteilen zu kämpfen. Stimmen, die behaupten -wenn auch meist hinter vorgehaltener Hand-, dass wir unsere Kinder vernachlässigen, weil wir „schon“ wieder angefangen haben zu arbeiten (oder „immer noch nicht??“). Oder, dass unser bisheriges Leben mit der Geburt der Kinder ein für alle mal vorbei ist. Natürlich ändert sich unser Leben, aber doch nicht komplett. Hinzu kommen eigene Gedankenspiralen, die ein mulmiges Gefühl verbreiten - halten uns jetzt alle für 'Muttis, die versuchen, zwischen all dem Windel-/ Wasch-/ Fütterchaos professionell wirken zu wollen'? Ein mieses Gefühl, immer Hand in Hand mit der großen Liebe, die wir empfinden  und den rosa Herzchenaugen, die wir haben, wenn wir unser Kind ansehen. Man fühlt sich hin und her gerissen.

Aber warum? Damit ist jetzt Schluss! Wir machen da nicht mit.
Wir konzentrieren uns stattdessen auf das, was wirklich zählt und auf das, was für uns wichtig ist. Wir sind ja auch schließlich nicht allein. Wir sind jetzt eine Familie, keiner muss da alleine durch.

Wir sind flexibler als in einer Angestellenposition

• Wir brauchen für die Kita-Ferien keinen Urlaub einreichen
• Wir brauchen uns nicht krankschreiben lassen, wenn unser Kind mal krank ist 
• Wir können spontan reagieren und Entscheidungen treffen
• Wir können arbeiten, wenn andere Büros schon geschlossen sind


Flexibilität und Spontanität ist das große A und O ab jetzt. Alle Termine/Arbeitsstunden werden vorsichtig mit einem Sternchen (*) versehen - dieses Sternchen steht für *wenn alles klappt/ mal gucken/ eventuelle Terminverschiebung nicht ausgeschlossen. Das kennen alle Eltern, selbstständig oder nicht. Es wird immer noch geplant; ob die Pläne allerdings genau eingehalten werden wird sich zeigen. Wenn man diesen Fakt akzeptiert, dass man sich nicht Tag für Tag auf einen gleichen Ablauf und Rhythmus verlassen kann und dementsprechend entspannt in die Planung reingeht, lebt es sich ein großes Stück ruhiger. In den Tag rein leben, schauen was passiert und was möglich ist. Wenn man eben nicht ab 14 Uhr arbeiten kann ( - gestern ging es doch noch!? - ) dann eben sobald es geht. Wichtig dabei ist aber immer die offene und ehrliche Kommunikation mit euren Partnern. Versprecht nichts, was ihr nicht einhalten könnt. Verlasst auf auf keine Routine, die ihr letzte Woche noch hattet. Ein Baby ist genauso wenig eine Maschine wie ihr sie seid. Verzeiht dem Baby und euch Rhythmusänderungen, schlechte Nächte, grummelige Tage. 

Level Up. Neues Feature freigeschaltet.

Wir sind immer noch dieselben Personen, haben die gleichen Ideen und Leidenschaften. Zur unserer Rolle als Frau, Freundin, Tochter, Kollegin, Ehefrau ist jetzt halt noch eine Weitere dazu gekommen. Die Rolle der Mama. Klingt fürchterlich erwachsen. Aber das versuchen wir sowieso schon seit Jahren zu sein. Oder zumindest so zu wirken.


Selbstständige Eltern sind ein gutes Vorbild

Als Selbstständige seid ihr wunderbare Vorbilder für eure Kinder. Ihr lebt ihnen jeden einzelnen Tag vor, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, sich gut zu organisieren, für sich selbst einzustehen und die eigenen Träume zu verwirklichen.      

Eine Vollzeit-Mama ist für das Baby mit Sicherheit die flexibelste Mama unter allen Mamas, aber nicht jede kann sich das leisten; auch nicht jede möchte eine Vollzeit-Mama sein und das ist auch gut so. Nicht jeder Mensch ist gleich und jede Mama ist einzigartig. Arbeit und Kinder zu vereinbaren ist ein unendliches Thema, zu dem jeder seine eigene Meinung und Herangehensweise hat. 

Selbstständigkeit ist sicher nicht für alle der richtige Weg. Und auch nicht für alle Mütter. Wenn es für euch der richtige Weg ist, geht ihn. Niemandem steht es zu, über euren Routenplan und eure Umwege zu urteilen. Lasst euch nicht verunsichern - auch nicht von den Stimmen in eurem Kopf.

Wir alle haben Träume, die wir uns erfüllen möchten und für die wir täglich hart arbeiten. Wenn ihr Träume habt, erfüllt sie euch. Nicht trotz Kind -  besonders mit Kind und ganz viel Liebe und Leidenschaft. Unterm Strich: Alles halb so wild. Das schaffen wir schon. Haben auch schon andere geschafft. Wir haben jetzt eine große Liebe mehr in unserem Leben. Es hätte wirklich schlimmer kommen können. 💜


Steckt ihr in einer ähnlichen Situation? Wie organisiert ihr euch?
Wir freuen uns über eure Geschichten und euer Feedback dazu!

eure perlenmädchen

Kommentare:

  1. Liebe Perlenmädchen, vielen Dank für diesen bereichernden Post zum Thema Working Mum. Selbstständigkeit mit Baby/Kind ist eine riesen Herausforderung. Ich lebe diese, wie Ihr, seit nunmehr 17 Monaten. Und ja es ist oft nicht leicht. Denn welche Schwangere arbeitet schon bis einen Tag vor der Geburt und macht nur wenige Tag nach der Geburt vom Homeoffice aus weiter. Welche Mama sitzt nach 6 Wochen wieder im Büro und kümmert sich neben Stillen und Windeln wechseln, auch noch um die eigene Kundschaft. Ja man wird schief angeguckt und ja man schafft es nicht sich ständig zum "Schieben" oder zur Krabbelgruppe zu treffen. Aber was soll man machen, wenn man neben seinem Kind eben auch seinen Beruf liebt. Und auch nach fast anderthalb Jahren bleibt es eine Herausforderung, jeden Tag fit und aus dem Ei gepellt, einen Termin nach dem anderen war zu nehmen, nachdem man bereits die dritte Nacht mit einem fiebernden Kind durchgemacht hat. Mein Fazit: Ich würde es immer wieder tun. Denn ja, wir sind unseren Kindern ein absolutes Vorbild. Aber wir dürfen nicht vergessen, auch eine ganztags Kinderbetreuung ist ein kräftezerender Fulltimejob. Das Wichtiste bleibt also, egal ob Selbstständig oder nicht, Austauschen und gegenseitiges Verständnis.
    Liebe Grüße Nicole Libske

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    1. Liebe Nicole,
      vielen vielen Dank für dein großartiges Feedback und Einblick in deine Erfahrungen! Ich stimme dir in allem absolut zu. Jeder hat seinen eigenen, individuellen Weg. Genauso individuell wie man selbst ist und wie auch das neue Baby ist. Ich habe es auch so gut wie nie zu Krabbelgruppen oder ähnlichem geschafft aber meine Tochter ist nun fast 2 Jahre alt und lacht trotzdem den liebenlangen Tag ^^ Wir fühlen uns aber pudelwohl, so wie es ist, würden keinen Tag anders gestalten. Klar, ist es anstrengend und aufregend und man hat 2 Jobs gleichzeitig. Aber es ist so so schön und wir sehen uns eher unter denjenigen, die es als das große Glück sehen, selbstständig mit Kind zu sein. Doppelt viel Liebe - für den Job und für die Familie - KANN ja gar nix negatives sein ^^
      Danke nochmal! Freuen uns immernoch :D

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