Dienstag, 20. Dezember 2016

DER PERLEN-JAHRESRÜCKBLICK 2016

*Zack – Und schon wieder ist ein Jahr rum. Für uns waren es sehr aufregende, bewegende und erfolgreiche 12 Monate, die wir gern noch einmal mit euch Revue passieren lassen möchten.
Wer Lust auf eine Reise ins Perlenland hat klickt hier:


Dienstag, 25. Oktober 2016

Ein Sack voller Ideen!
Kreative Weihnachtspost für Unternehmen

Ja ist denn heut‘ schon Weihnachten?

Nee, ist es nicht. Aber wer nicht wie jedes Jahr langweilige Standard-Grußkarten an seine Kunden und Partner zum Fest der Liebe verschicken möchte, sollte spätestens jetzt mit der Grübelei anfangen.

Wozu verschickt ihr eure Grüße eigentlich? Nur, weils sich so gehört? Oder erhofft ihr euch dadurch einen tatsächlichen Werbeeffekt? Wenn eine Karte der anderen gleicht, braucht ihr darauf nicht zu hoffen. Die magische Zauberzutat für eure Weihnachtspost heißt: Kreativität! Wer nicht in der alljährlichen Flut untergehen möchte, muss auf gute Ideen setzen, um positiv aufzufallen.

Zwei Jahre ist es bereits her, dass wir euch in unserem Perlenblog ein paar Ideen für außergewöhnliche Weihnachtspost zusammengestellt haben. Es wird also höchste Zeit für frischen Input. Ihr wisst ja: Auf uns könnt ihr euch verlassen! Wir geben eurem Hirn also gern wieder etwas kreative Starthilfe ;)

Komprimierte Kreativität

Auf der Suche nach einer passenden Idee für eine kreative Weihnachtspost muss man natürlich immer die Kosten in den Augen behalten. Sobald euer Brief das Standardmaß verlässt, steigt das Porto in ungeahnte Höhen. Das muss nicht sein. Die von uns mitgebrachten Ideen beinhalten Kreativität in sehr komprimierter Form. Sie passen daher alle wunderbar in einen stinknormalen Umschlag.
Ach, noch was. Wir haben ganz bewusst nicht zu jeder Idee ein Foto von der Umsetzung mitgebracht. Ein alter psychologischer Trick ;) Ihr sollt schließlich eure Fantasie benutzen und eigene Wege finden, die Vorschläge umzusetzen.

Zeit aufzufallen

Der Zeitpunkt, wann ihr eure weihnachtliche Post verschickt kann ganz entscheidend sein. Wer clever ist, geht allzu vielen Nebenbuhlern aus dem Weg und versucht den Konkurrenzdruck so klein wie möglich zu halten. Wann bekommt ihr die meiste Weihnachtspost? In der Regel sind das die letzten 2 Wochen vor den Feiertagen. Bleiben zwei Optionen: Entweder schickt ihr eure Post davor oder danach.

Ideen für Option 1:
Kreative Weihnachtspost
To Do LIste zur Adventszeit

Ein Adventskalender aus Luftpolsterfolie
– 24 mal Druck ablassen!
-        „Die Vorweihnachtszeit ist für uns alle ziemlich stressig. Lassen Sie deshalb jeden Tag etwas Druck ab und leiten Sie so den Countdown bis zur verdienten Auszeit ein.“

To-Do Liste für die Adventszeit
-        „Nichts ist anstrengender als die Vorweihnachtszeit. Unsere praktische To-Do-Liste sorgt für eine stressfreie Adventszeit und hält Ihnen den Kopf frei.“

Bildquelle: smilahome.blogspot.de







Ideen für Option 2:

Eine gute Ausrede – VIP Kunde sorgt für Ausnahmesituation

Unser Kunde Jens Masuch von Masuch Geoinformation aus Kyritz hat es vor Weihnachten einfach nicht mehr geschafft, seine Grüßen an die Kunden zu verschicken. Der Weihnachtsmann geht natürlich vor! Mit einer charmanten und außergewöhnlichen Idee nimmt euch niemand verspätete Grußpost übel. Ganz im Gegenteil: Ihr fallt damit sogar besonders auf!


Bildquelle: http://www.perlen-agentur.de/guerilla-im-laendlichen-raum.html
Kreative Idee für verspätete Weihnachtspost
Gute Ausrede für verspätete Weihnachtspost

Abreißzettel mit guten Wünschen – Nehmt euch, was ihr braucht!

Bei keinem von uns verläuft das Leben gerade. Es geht immer auf und ab. Bei so einer neckischen Abreißliste mit Neujahrswünsche, sollte aber für jeden im Team für das Passende dabei sein
:)

Bildquelle:  meinegruenewiese.blogspot.de



Abreißzettel mit guten Wünschen
Abreißzettel mit guten Wünschen

Spielend einfach im Kopf bleiben

In jedem von uns steckt ein inneres Kind, das nur darauf wartet an die frische Luft zu dürfen. Baut deshalb ruhig interaktive Elemente in eure Weihnachtspost ein. Interaktion sorgt dafür, dass sich der Empfänger sehr viel länger mit eurer Post beschäftigt. So entsteht eine nachhaltige Erinnerung. Eure Post und somit euer Unternehmen bleiben im Kopf.
Oftmals bedeutet das aber auch, dass ihr im Vorfeld etwas Bastel-Einsatz zeigen müsst. So ein Arbeitseinsatz im Team kann aber wirklich Spaß machen, für Weihnachtsstimmung sorgen und den Zusammenhalt der Mitarbeiter stärken. Also ran an die Scheren!

Schnee-Gutschein – Arbeitsflucht mit Bastelspaß
So ein Gutschein ist ein wunderbarer Vorwand, die Arbeit mal ein paar Minütchen zur Seite zu legen und die Kollegen mit einer Ladung Schneegestöber zu überraschen ;)

Bildquelle: suessesundsaures.net
Schnee-Gutschein für kreative Weihnachtspost
Schnee-Gutschein als kreative Weihnachtspost


Würfel dir einen Schneemann – Aufruf zum Bürowettbewerb
Wer als erster einen kompletten Schneemann zusammen hat, hat gewonnen! Ein Spaß für das gesamte Team. Auch eine tolle Idee, um sich die Weihnachtsfeier mit den Kollegen zu versüßen.

Bildquelle: http://www.abcund123.de/schneemann-wuerfelspiel/

Schneemann Würfelspiel für kreative Weihnachtspost
Schneemann Würfelspiel


Schneeflocke im Scherenschnitt – Weihnachtsdeko fürs Büro
Lasst eure Weihnachtspost-Empfänger doch mal selbst Hand anlegen! Legt euren warmen Worten einfach ein Schnittmuster für eine hübsche Schneeflocke mit in den Umschlag. Eine Schere hat schließlich jeder im Büro.

Bildquelle: mamaskram.blogspot.nl


Kreativ gefalzte WeihnachtskartenWeihnachtspost mit Kniff – Erst basteln, dann lesen
Macht es euren Kunden doch nicht immer so leicht! Faltet dazu aus Papier beliebige (weihnachtliche) Figuren. Schreibt dann auf eure fertigen Kunstwerke die Weihnachtsgrüße. Jetzt alles wieder auseinanderfalten und in einen frankierten Umschlag stecken. Wer eure Wünsche zum Fest lesen möchte muss erstmal basteln. *chichi

Bildquelle: mariasscrapbox.blogspot.de


Der rote Faden der Weihnachtspost

An dieser Stelle muss ich einfach nochmal unseren Artikel von 2014 zitieren:

„Wichtig ist, dass eure Idee einen Bezug zum Unternehmen, zum Angebot und zum Kunden aufweist. Stichwort: Konzept! Eure Weihnachtspost ist schließlich auch ein Werbemittel. Also überlegt euch, welche Botschaft ihr euren Kunden in Bezug auf euer Unternehmen/eure Leistung vermitteln wollt. Erst wenn euch das klar ist, könnt ihr eine Idee entwickeln, in die ihr eure Aussage verpackt.“

Kurz gesagt: Ein roter Faden ist wichtig. Wenn ihr also eine der hier vorgestellten Ideen nutzt, stellt immer einen Bezug zu eurem Unternehmen oder zumindest eurer Branche her. Es soll schließlich nicht nur die Idee im Kopf bleiben, sondern euer Unternehmen!

Wir wünschen viel Spaß beim kreativ sein und freuen uns auch sehr über von uns inspirierte Weihnachtspost von euch ;)



Dienstag, 27. September 2016

Privatpool oder Freibad
Tipps, rund um Fotos für eure Werbemittel

Schwimmen oder untergehen

Schwimmen oder unter gehen (Quelle: pixabay)Webseiten, Broschüren, Flyer, Anzeigen – Für alle Werbemittel benötigt man Bilder. Doch woher nimmt man all diese Fotos? Muss man jedes Mal einen Fotografen beauftragen oder kann man einfach Bilder aus dem Netz verwenden? Genau diesen Fragen gehen wir heute nach.

Fotos ziehen das Auge an. Durch Farben und Formen wird dem Betrachter eine Stimmung vermittelt. Die Auswahl des Fotos sollte immer die Botschaft des Werbemittels unterstützen. Genau deshalb ist es auch so schwierig, das passende Bild für die Umsetzung einer Idee zu finden.

Die im Design verwendeten Fotos entscheiden darüber, ob eurer Werbemittel oben schwimmt oder in der Versenkung verschwindet. Das Layout kann noch so professionell sein. Der Text kann die Botschaft perfekt auf den Punkt bringen. Wenn ihr jedoch qualitativ schlechte und unprofessionelle Bilder verwendet, verliert jedes Werbemittel an Wirkung und geht unter.

Modrig und eingewachsen

Ungepflegter Bilder-Pool (Quelle: pixabay)Soll ein neues Werbemittel erstellt werden, benötigt der Designer Fotos vom Kunden. Und da fängt das Problem oft bereits an. Gemäß unserer Erfahrung besitzen die wenigsten kleinen und mittelständischen Unternehmen einen eigenen Fotopool. Diejenigen mit einem Bild-Archiv, haben es oftmals vernachlässigt.


Der Pool ist ungepflegt, modrig und eingewachsen. Bilder wurden nicht richtig archiviert, Nutzungsrechte sind unklar und die Fotos liegen nicht in einer ausreichenden Auflösung vor. Alle Werbemittel, die daraus entstehen, müffeln von Anfang an.

Was tun? Die Deadline drückt. Ein Fotograf kann in so kurzer Zeit und mit dem vorhandenen Budget nicht beauftragt werden. Die Rettung heißt deshalb allzu oft: Stockbilder!

Der Rettungsring

Stockbilder als Rettung (Quelle: pixabay)
Stockbilder sind Fotos aus Online-Bildbörsen. Es gibt sowohl kostenpflichtige als auch kostenfreie Bildarchive im Netz zu finden. Die Motive der Fotos sind oft sehr allgemein. Hier werdet ihr also kaum außergewöhnliche Kompositionen finden. Deshalb ist es durchaus möglich, dass ihr die Stockfotos aus euren Werbemitteln auch in denen anderer Unternehmen wiederfindet.

Damit sind wir auch schon bei den Nachteilen solcher Fotos. Sie sind nicht individuell und genau auf das Konzept eures Werbemittels zugeschnitten. Außerdem sind sie unpersönlich und oft auch steril. Das müssen sie auch sein. Sie sollen schließlich zu allen möglichen Anlässen und Absendern passen. Die Persönlichkeit eures Unternehmens könnt ihr so aber niemals authentisch transportieren.

Geht es um größere Projekte, wie eine neue Website, wirkt sich das noch stärker aus. Für eine Internetseite werden viele Bilder benötigt, die eure Botschaften bebildern. Verwendet ihr nur Stockfotos werdet ihr schnell feststellen, dass der Stil der Bilder sehr unterschiedlich ist. Die zusammengesuchten Fotos passen oft nicht zusammen, folgen keinem rotem Faden. 

Aber natürlich haben solche Bilder auch ihre Vorteile. Stockfotos werden schließlich nicht ohne Grund so häufig genutzt. Die Fotos aus den öffentlichen Pools haben oftmals einen sehr professionellen Look. Außerdem sind sie immer in sehr hoher Auflösung vorhanden, sodass ihr die Bilder auch sehr großformatig drucken könnt. Außerdem sind diese Fotos sehr schnell verfügbar. Sofort. Nur die Suche nach dem passenden Motiv, nimmt gerne viel Zeit in Anspruch. Zudem ist die Beschaffung der Bilder mit vergleichsweise geringen Kosten verbunden oder sogar ganz kostenfrei. Es kann sich also lohnen bei der Bildsuche ab und an in den öffentlichen Pool abzutauchen.
Wir möchten euch beispielhaft jeweils 2 kostenpflichtige und kostenfreie Bildbörsen vorstellen.

Freibäder mit Eintritt

Kostenpflichtige Bildbörsen (Quelle: pixabay)
Die Bilder aus kostenpflichtigen Börsen dürfen frei für kommerzielle Zwecke genutzt werden. Außerdem habt ihr das Recht, die Motive zu verändern, z.B. indem ihr Schrift darüberlegt oder Fotomontagen erstellt. Allerdings dürft ihr diese Fotos nicht in sozialen Medien teilen, da ihr z.B. auf Facebook das Nutzungsrecht an Facebook abtretet. Diese Entscheidung liegt allein beim Urheber. Im Blog oder auf eurer Website dürft ihr die Fotos verwenden. Ihr solltet allerdings die Quelle angeben. Auf den Bildportalen sind die Nutzungsrechte aber immer nochmal genau beschrieben.

fotolia.de (kostenpflichtig)

Bei fotolia findet ihr einen riesigen Pool an professionellen Fotos, Videos und Grafiken. Über ein Suchfeld gebt ihr eurer Motivwunsch ein. Die Suche ist etwas ungenau. Was aber durchaus Absicht ist. Oft weiß der User nicht, was er eigentlich sucht. Fotolia zeigt deshalb auch verwandte Motive zu eurer Suchanfrage an. Eine tolle Inspirationsquelle, die zu einigen frischen Ideen verhelfen kann J
Zudem besitzt fotolia eine Filterfunktion. Ihr könnt Videos und Grafiken aus eurer Suche ausschließen, wenn ihr nur ein Foto finden wollt. Außerdem könnt ihr nach Farben filtern, um z.B. vorwiegend rote oder blaue Bilder angezeigt zu bekommen. Auch nach Themen könnt ihr die Anzeige einschränken.

Bezahlt wird über ein Creditsystem. Ihr kauft euch also Punkte (Credits), die ihr zum Erwerb der Bilder verwenden könnt. Je größer und besser aufgelöst ihr ein Motiv haben wollt, desto mehr Credits werden fällig. Ihr müsst mindestens 10 Credits erwerben. Bilder kosten in der Regel zwischen einem (xs) und 12 Credits (xxl). Alternativ könnt ihr euch für diverse Abo-Varianten entscheiden.

istockphoto.com (kostenpflichtig)

Der Bilderpool auf istockphoto ist ähnlich riesig, wie auf fotolia. Auch hier findet ihr neben Foto, Videos und Grafiken. Zusätzlich könnt ihr auf ein Audio-Archiv zugreifen. Die Suche bei istockphoto ist sehr viel präziser. Hier bekommt ihr genau das angezeigt, was zur Suchanfrage passt. Die Filterfunktion ist ähnlich umfangreich wie bei fotolia.

Auch bei istockphoto läuft die Bezahlung über ein Creditsystem. Ihr könnt euch einzelne Credits kaufen oder ein kostengünstigeres Abo abschließen, durch das ihr regelmäßig Bilder downloaden könnt. Auch hier gilt: Je größer das Bild/die Auflösung, desto höher der Preis.

Freibäder ohne Eintritt


Die Fotos aus den hier vorgestellten Bildbörsen sind gemeinfrei. Ihr könnt sie also neben Print, Website und Blog, problemlos auch in den sozialen Medien verwenden.

pexels.com (kostenfrei)

Eine kleine, feine Bildböse, die durch sehr professionelle und hochwertige Bilder überzeugen kann. Allerdings ist der Pool ziemlich klein. Je spezieller eure Anfrage wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr keine Treffer landen werdet.
Es handelt sich um eine englischsprachige Website. Die Suchanfragen müsst ihr also auf Englisch stellen. Der Download der Bilder gestaltet sich sehr simpel. Ihr benötigt keinen Account. Alle Bilder werden in nur einer Größe angeboten. Ein Klick auf „Free Download“ genügt. In einem neuen Tab öffnet sich das gewünschte Bild und kann von euch mit einem Klick auf die rechte Maustaste durch „Speichern unter..“ abgelegt werden.

pixabay.com (kostenfrei)
Auf Perlensuche im Bilderpool (Quelle: pexels)


In dieser Bildbörse müsst ihr euch im Perlentauchen üben, denn die Qualität schwankt sehr stark. Ihr findet wirklich schlechte Fotos von Möchtegern-Fotografen, aber auch absolut hochwertige Perlen.
Ignoriert hier die oberste Zeile Bilder. Diese Werbeleiste zeigt kostenpflichtige Motive der Börse shutterstock.

Auch bei pixabay benötigt ihr für den Download nicht zwingend einen Account. Nach Auswahl der gewünschten Bildgröße müsst ihr lediglich ein Captcha eintragen. Nur wer die höchste Auflösung besitzen möchte muss sich kostenfrei anmelden. Keine große Sache. Auch das ist schnell und unkompliziert erledigt.

Der eigene Pool

Vorzüge des privaten Bilderpools (Quelle: pexels)
Nicht immer reicht es aus Fotos solcher Online-Bildbörsen zu verwenden. Wir raten euch, auch einen eigenen Bilderpool anzulegen. Dazu solltet ihr auch mal ins kalte Wasser springen und einen professionellen Fotografen beauftragen. Zum Anlass nehmen solltet ihr wichtige Projekte oder Kampagnen, wie zum Beispiel die Erstellung einer neuen Unternehmenswebsite.

Der Fotograf muss gut gebrieft werden. Ihr solltet ihm genau erklären, welche Botschaften und Stimmungen ihr durch die Fotos übertragen wollt. Ohne ein Konzept für das Shooting, erhaltet ihr im schlimmsten Fall ähnlich seelenlose Bilder, wie aus den Online-Börsen.

Ein guter Fotograf hört euch genau zu und kann eure Vorstellungen perfekt umsetzen. Natürlich ist dieses Vorgehen sehr viel zeit- und kostenintensiver. Als Belohnung haltet ihr auch später einzigartige Bilder in den Händen, die eurer Unternehmen, eure Persönlichkeit und eure Botschaften authentisch transportieren. Alle Bilder besitzen zudem den gleichen Stil und wirken wie aus einem Guss. Ihr könnt solche Fotostrecken also sehr gut für umfangreichere Werbemittel verwenden, ohne einen optischen Bruch darin zu haben.

Euren Fotopool müsst ihr regelmäßig pflegen und erweitern. Alle 1 bis 3 Jahre sollte man mindestens in einen Fotografen investieren. Klärt zudem vorab die Nutzungsrechte mit dem Fotografen, damit ihr die teuren Bilder auch für all eure Zwecke verwenden könnt.
Steckt auch etwas Gedanken in die Archivierung eurer Bilder. Legt die Ordner sinnvoll ab, bezeichnet sie aussagekräftig, vermerkt den Urheber und die Nutzungsrechte. Das erleichtert das spätere Arbeiten mit den Fotos allgemein.

Freischwimmer

Freischwimmer (Quelle: pexels)
Das Schwimmen im Freibad hat durchaus seine Vorzüge. Aber ohne einen ganz individuellen Privatpool geht es eben auch nicht. Die Mischung machts. Besonders für kleinere Projekte, wie Anzeigen, für die nur einzelne Motive benötigt werden, könnt ihr problemlos auf Stockfotos zurückgreifen.

Aber spätestens wenn es darum geht euer Unternehmen abzubilden, solltet ihr eigene Fotos verwenden. Stockbilder sind für solche Zwecke viel zu seelenlos und austauschbar. Und welches Unternehmen möchte schon so auf seine Kunden wirken?
Also immer rein ins kühle Nass und fröhliches Schwimmen!


Eure perlenmädchen

Dienstag, 23. August 2016

Erfolg durch Urlaub

Burnout statt Sonnenbrand

Burnout statt Sonnenbrand (Quelle: Pixabay)
Burnout statt Sonnenbrand
Wir sind noch mitten in der Urlaubszeit. Habt ihr euch schon die jährliche Auszeit gegönnt oder könnt ihr euch als Unternehmer sowas wie Urlaub gar nicht erlauben?
Während unserer Arbeit lernen wir immer wieder engagierte Chefs und Chefinnen kennen, die in ihrem kleinen Betrieb Mädchen für alles sind. Ohne die die Mühlen still stehen.
Solche Menschen sind chronisch überarbeitet und kennen Urlaub nur vom Hörensagen. Aber wie lange geht so etwas gut?

Die enorme körperliche Belastung und der Stress sind nicht dauerhaft auszuhalten. Ihr werdet immer häufiger gereizt sein und euch überfordert fühlen. Das führt zu einem angespannten Verhältnis im Team und zu euren Mitarbeitern. Im schlimmsten Fall droht der Burnout. Eines ist klar: So könnt und solltet ihr nicht weitermachen.

Zwischen Hingabe und Abgabe

Loslassen (Quelle: pexels)
Loslassen (Quelle: pexels)
Als Selbstständiger liebt man sein Unternehmen. Man legt viel Wert auf Details und Qualität, bei allem was man tut. Das Unternehmen ist wie das eigene Baby. Kann man so viel Hingabe auch von einem Angestellten erwarten? Viele Gründer beantworten diese Frage mit nein und würden am liebsten jeden Arbeitsschritt selbst erledigen.

Grundsätzlich können wir natürlich verstehen, dass man sich voll und ganz auf das Unternehmen konzentriert, dass man mit viel Liebe und Mühe aufgebaut hat. Aber voran kommt man auf diese Art und Weise nicht.

Es hilft alles nichts. Ihr müsst lernen Verantwortung abzugeben und Aufgaben nach und nach an eure Mitarbeiter zu delegieren. Ab einem gewissen Punkt könnt ihr einfach nicht mehr alles selbst erledigen. Ihr seid der Chef und nicht Mädchen für alles. Ihr habt nämlich die wichtigste Aufgabe von allen: Führen!

Wissen ist Macht

Den Markt im Blick (Quelle: Pixabay)
Den Markt im Blick (Quelle: Pixabay)
Als Geschäftsführer seid ihr der Steuermann. Wenn ihr nicht den Kopf hoch haltet und den Horizont im Auge habt, kann es für die ganze Unternehmung böse enden. Wenn ihr nur damit beschäftigt seid, die alltägliche Arbeit zu erledigen, habt ihr keine Zeit zu denken, zu planen, zu kreieren.

Die Welt steht nicht still. Und ihr solltet es auch nicht tun. Nichts ist geschäftsschädigender als Routine. Wer sich erst einmal festgefahren hat, bleibt schnell hinter der Konkurrenz zurück. Begebt euch ständig auf neue Wege. Hört euren Kunden aufmerksam zu, beobachtet die Konkurrenz und informiert euch über neue Entwicklungen in eurer Branche.  Nur wer weitsichtig ist und sich weiterbildet, bleibt dauerhaft auf Erfolgskurs.

Ihr braucht einen freien Kopf, um euch auf die Entwicklung eures Unternehmens zu konzentrieren. Wo soll es in den nächsten Jahren hingehen? Setzt euch Ziele, auf deren Erreichung ihr hinarbeitet. Ohne das Wissen über Markt und Branche, könnt ihr nur schwerlich sinnvolle geschäftliche Entscheidungen treffen oder euch realistische Unternehmensziele setzen.

Motivation durch Verantwortung

Mittlerweile sollte euch eins klar sein: Ihr braucht Hilfe. Und zwar in Form von zuverlässigen und motivierten Mitarbeitern.

Ich höre es schon förmlich: „Das sagt sich so leicht! Dabei ist es so gut wie unmöglich, geeignetes Personal zu finden.“ Sicherlich ist das nicht einfach. Andererseits haben viele von euch bestimmt schon die richtigen Leute im Team, ohne es bisher bemerkt zu haben.

Motivation (Quelle: pexels)
Motivation (Quelle: pexels)
Haltet euch einmal vor Augen, wie ihr mit euren Mitarbeitern umgeht. Wenn ihr eure Angestellten nur als kopflose Arbeitsbienen benutzt, die Routine-Aufgaben erledigen, könnt ihr von ihnen kaum ein überdurchschnittliches Maß an Einsatz, Motivation und Kreativität erwarten.

Traut euren Mitarbeitern etwas zu! Ermutigt sie dazu mitzudenken und sich einzubringen. Stellt sie vor neue Herausforderungen und übertragt ihnen nach und nach neue Aufgaben und Verantwortung. Diese Art von Wertschätzung fördert die Motivation eurer Leute.
Achtet bei der Übertragung von Aufgaben auf persönliche Vorlieben und Talente eurer Mitarbeiter und fördert diese. So arbeitet das ganze Team effektiver.

Gebt auch Aufgaben und Dinge an Mitarbeiter ab, die euch selbst schwer fallen. Erfolgreiche Unternehmer kennen ihre Stärken und Schwächen. Befreit euch von Ballast. Steckt eure volle Kraft und Leidenschaft in eure Kernkompetenz. Macht die Arbeit, in der ihr großartig seid!

Urlaub in Sicht

Rettung durch Urlaub (Quelle: Pixabay)
Rettung durch Urlaub (Quelle: Pixabay)
Werdet euch eurer Position bewusst und konzentriert euch auf das Führen. Hört damit auf, euch immer nur im Kreis zu drehen. Arbeitet stattdessen an und mit euren Leuten.

Baut ein starkes und zuverlässiges Team auf. So könnt ihr euch auch mal ein paar Wochen aus dem Geschäft zurückziehen, ohne dass alles liegen bleibt oder die Geschäfte still stehen.
Jeder Mensch braucht diese Art von Auszeit. Wir sind nun mal keine Maschinen. Denkt also trotz all der Arbeit auch an eure Gesundheit. Euer Körper wird es euch danken.

Urlaub hat zudem einen sehr positiven Effekt auf eure Kreativität. Nach 2 Wochen Auszeit könnt ihr wieder voller Energie und mit frischem Kopf ins Geschäft einsteigen. Mit etwas Abstand sieht man Probleme plötzlich in einem ganz anderen Licht. Ihr findet Lösungen für Situationen, die vorher aussichtslos erschienen.
Also: Legt ab und an mal eine Pause ein und erhaltet euch den Spaß an der Arbeit!

Eure perlenmädchen

Dienstag, 19. Juli 2016

Meine Erlebnisse als PraktikantenPerle

Zwei Wochen bei den perlenmädchen in Wittstock


Basteln für die Guerillaaktion  

Ich mit dem perlenmädchen Nadine
Zwei Wochen voller Spannung erlebte ich, Soraya, in meinem Praktikum bei der Werbeagentur perlenmädchen aus Wittstock. In diesen zwei Wochen war Nadine immer für mich da. Am vierten Juli war mein erster Arbeitstag und der fing schon echt interessant an.

Wir haben darüber geredet was die Woche so ansteht und gemacht wird. Dazu gehören die Perlenbrillen, die wir für den achten Geburtstag brauchen. Nadine hat mich gebeten, regelmäßig einen Eintrag auf Facebook über meine Erlebnisse zu posten. Wir haben auch über unseren Termin im Rathaus geredet und ich habe mir dazu das Konzept und die Dokumente durchgelesen.

Der erste Tag bestand daraus Brillen für die Guerilla Marketing Aktion zum Perlengeburtstag zu basteln. Dazu musste ich neonpinke Spektralbrillen entlang der Kerben falten und danach mit einem Perlenland-Stempel verschönern. Der Tag war echt ziemlich entspannt und locker. So beginnt man die erste Arbeitswoche doch gerne ;)

Kekse und eingelegte Tiere


Am Dienstag sind wir nach Wusterhausen in das Wegemuseum gefahren. Dort führten wir ein Gespräch mit Frau Zimmermann, um zu erfahren, was wir für sie tun sollten. Sie zeigte uns auch die Ausstellung, die echt faszinierend war - erst recht diese coolen eingelegten Tiere.
Danach sind wir nach Neuruppin zur edv plan GmbH gefahren, wo ich deren Praktikantin kennengelernt habe. 

Der Tag war aber noch nicht vorbei. Wir hatten noch einen Termin mit Frau Gorisch, die Autoschonbezüge herstellt und direkt neben mir wohnt. Frau Gorisch bekam von Nadine eine Schulung zu ihrer neuen Internetseite, die die perlenmädchen für sie gemacht haben. Ich habe mir nebenbei ein paar Kekse gegönnt.

Katze und Kirschen 


Agenturkatze Mina
Am dritten Tag ging alles erst einmal recht locker los. Ich habe Motive für die Briefumschläge designt, die zum Perlengeburtstag an die Kunden geschickt werden. 

Ein bisschen später sind wir dann in das Wittstocker Rathaus gefahren. Die Stadtvertreter aus Wittstock und Pritzwalk waren sehr gut auf unsere Ideen gestimmt. Während Nadines Präsentation aß ich gemütlich Kirschen, die Herr Herm persönlich in seinem Garten gepflückt hat. Es war richtig interessant zu sehen, wie die Leute auf das reagierten was von Nadine vorgeschlagen wurde. Es wurde viel gelächelt und genickt. Die Ideen kamen anscheinend an!

Die zwei darauf folgenden Tage war Büroarbeit angesagt. Wir hatten uns inzwischen auf ein Design für die Briefe geeinigt. Jetzt hieß es, die Zeichnung auf über 80 Umschläge zu übertragen. Mit Musik in den Ohren war das aber nur halb so schlimm. Und Agenturkatze Mina sorgte mit ihren Ablenkungsaktionen dafür, dass ich mir immer mal wieder eine Pause gönnte.

Briefe, Biber und Aftershave 

Pinke Blumenketten für die Guerilla Marketing Aktion
Am Montag der nächsten Woche ging es im Büro weiter. Es trudelten auch die Flyer und Kärtchen zur Perlenland-Aktion im Büro ein. Ich war ganz begeistert von der Umsetzung und möchte auch das tolle Perlmuttpapier, dass die Bilder richtig zum Strahlen brachte. Mit dem Bemalen der Briefumschläge war ich fast fertig. Jetzt musste ich noch die kleinen Kärtchen an die leuchtend pinken Blumenketten anbinden. Die Ketten waren auch ein Teil der Guerillaaktion zum Perlengeburtstag.

Der Biber in Dreetz
Der Dienstag gestaltete sich extrem interessant. Wir sind nach Dreetz zu einem Kunden gefahren, dieser stellt eine eigene Kosmetikreihe her, die wir vermarkten sollen. Es gab Geschenke und Gratisproben! Yay! Ein Aftershave für Frauen. Ist das nicht der Hammer? Ich wusste nicht einmal, dass es so etwas gibt.  Nach den ersten Testversuchen kann ich bestätigen, dass es super funktioniert. Als wir durch das Dorf fuhren mussten wir unbedingt einen Stopp am Dreetzer Wappentier einlegen. Ein riesiger Biber als Holz steht dort mitten auf dem Dorfplatz. Der ist so niedlich! Nadine und ich musste erstmal ein Foto mit ihm machen.

Mittwoch war dann Briefe packen angesagt: Flyer, Brille, Blumenkette und zukleben. Donnerstag früh brachte Nadine alle Briefe zur Post. Ich war schon ganz gespannt, wie die Aktion bei den Kunden ankommen würde.

Konfetti und Blumenketten


Guerilla Aktion zum 8. Perlengeburtstag
Am Freitag war es endlich soweit! Es wurde der 8. Perlengeburtstag gefeiert. Ich durfte Gitte und Nadine bei ihrer Guerillaaktion durch Wittstock und Neuruppin begleiten. Wir haben Flyer verteilt, Fußgängern die pinken Blumenketten um den Hals gehängt (darunter sogar jemand vom Ordnungsamt!!) und den Passanten die Brillen auf die Nase gesetzt. 




Die Kunden der perlenmädchen feiern mit
Außerdem haben wir einige Kunden und Partner der Perlenmädchen besucht. 
Nadine und Gitte sind einfach in die Büros und haben Konfetti geworfen und Blumenketten verteilt. Die Gesichter der Leute waren einmalig! Alle haben sich sehr über unseren Besuch gefreut. Als wir unterwegs waren stellte ich wieder mal fest, wie fantastisch diese Frau (Nadine) Auto fährt. Es war extrem witzig, als sie um die Kurve raste.



Urlaub im Perlenland
Ich habe diese zwei Wochen voll genossen und ich bin froh darüber, das Praktikum hier gemacht zu haben. Ich würde jederzeit wieder hierherkommen.

http://www.perlen-agentur.de/urlaub

Dienstag, 28. Juni 2016

Das ist ja förmlich unförmlich!
Warum ein „Du“ vieles einfacher macht.

Kommen Sie ruhig näher!

Vor ein paar Tagen habe ich mich mit einem befreundeten Unternehmer unterhalten. Er sagte mir, dass die Kommunikation der perlenmädchen viel zu persönlich und buddylike wäre. Zu Kunden und Mitarbeitern müsse ein professioneller Abstand gewahrt werden.
Ich denke, dass genau dieser Abstand hinderlich für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist. Für gemeinsames Arbeiten und Geschäfte machen ist Vertrauen das A und O. Durch den Aufbau einer persönlichen Beziehung wird das Vertrauen ineinander gestärkt. Deshalb versuchen wir von Beginn an, unseren Kunden nahe zu sein.

Die Tonalität eurer Unternehmenskommunikation wirkt sich enorm auf eure Kunden aus. Ihr kennt sicherlich das Sprichwort: „Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es auch wieder hinaus“.
Sprecht ihr eure Zielgruppe offen, persönlich und sympathisch an, werdet ihr eine Response in ähnlicher Tonalität erhalten. Bleibt eure Ansprache kühl und distanziert, werden eure Kunden ebenfalls auf Abstand bleiben. Ihr habt es in der Hand, den Grad der Nähe zu euren Kunden zu bestimmen.

Nicht jeder Unternehmer fühlt sich mit so viel Nähe zu seinen Kunden wohl. Wichtig ist vor allem, dass ihr authentisch bleibt. Verstellt euch nicht. Geht aber dennoch soweit auf eure Kunden zu, wie es sich für euch richtig anfühlt.

Hand in Hand

Eine persönliche Atmosphäre im eigenen Unternehmen wirkt sich immer positiv auf die Zusammenarbeit der Mitarbeiter aus. Ein „Du“ baut Hierarchien ab. Alle Teammitglieder werden ebenbürtig. Der Umgang miteinander wird ehrlicher und lockerer. Niemand ist gezwungen eine Maske zu tragen. Die Mitarbeiter werden ehrlich äußern was sie denken. Sie teilen Ideen und Vorschläge mit dem Team, werden sich aber auch trauen, Ängste und Vorbehalte zu äußern.
Durch den Input der Mitarbeiter können Arbeitsprozessen viel effizienter gestaltet werden. Außerdem können produktivere Teams zusammengestellt werden, wenn klar ist, welche Mitarbeiter am besten harmonieren. Die Kollegen fühlen sich miteinander verbunden, unterstützen sich und stehen für einander ein.
Sympathie und Freundschaft sorgen dafür, dass wir offener für den Standpunkt des anderen sind. Wir denken weniger Ich-bezogen, weil wir die gute Beziehung zum Gegenüber aufrechterhalten möchten.

Auge in Auge

Bei der Kommunikation mit euren Kunden hat ein „Du“ ähnlich positive Nebenwirkungen. Wenn ihr offen und persönlich auf eure Kunden zugeht, werden sie euch ebenfalls aufgeschlossener gegenübertreten. So baut ihr von Beginn an Ängste und Unsicherheiten ab und stellt ein wichtiges Grundvertrauen zu eurem Gegenüber her. Beide Partner werden sich ebenbürtig und können sich auf Augenhöhe verständigen.

Die Offenheit und Ehrlichkeit, die ihr euren Kunden entgegenbringt, werdet ihr im Gegenzug auch von Ihnen erhalten. Das sorgt dafür, dass ihr die Probleme und Wünsche der Kunden schneller erfassen könnt. Schließlich vertrauen sie euch, müssen sich nicht verstellen und werden deshalb eher ihre eigentlichen Vorstellungen und Motive mit euch teilen.
Eine persönliche Beziehung verringert zudem die Gefahr betrogen zu werden. Wenn wir jemanden sympathisch finden, wollen wir die gute Beziehung zu dieser Person aufrechterhalten und ihr nicht schaden.

Das wirkt sich besonders positiv in Verhandlungen aus. Die Gesprächspartner werden nicht auf ihren Positionen verharren und nur die eigenen Vorteile durchdrücken wollen. Viel eher wird man einen Kompromiss anstreben, der für beide Seiten Vorteile bringt. Wir werden empathischer und sind eher bereit, uns in die Position des Gegenübers zu versetzen.
Wir können Situationen besser einschätzen und sinnvollere Lösungen finden, wenn wir offen und ehrlich miteinander kommunizieren; wenn wir die Motive, Vorbehalte oder Ängste des Anderen kennen. Private Probleme können sich zum Beispiel erheblich auf die Kommunikation und die Entscheidungen eines Menschen auswirken. Ohne Vertrauen und Sympathie zum Gegenüber werden wir von solchen Faktoren allerdings nichts erfahren.

Seite an Seite

Natürlich muss man neue Kunden oder Mitarbeiter nicht von Beginn an duzen. Der Zeitpunkt muss sich einfach richtig anfühlen. Bei manchen Menschen spürt man sofort eine Verbindung, bei anderen muss sich diese erst aufbauen. Und natürlich kommt es auch mal vor, dass man niemals einen Draht zueinander findet.

Ihr solltet auch nicht alle um euch herum wie selbstverständlich duzen. Beide Partner müssen sich wohl damit fühlen. Gebt den Menschen Zeit. Durch Wortwahl, Tonalität und Körpersprache, könnt ihr eurer Gegenüber zu einem Du einladen, ohne es direkt zu thematisieren.
Ich denke, dass der Aufbau einer persönlichen Beziehung zum Gegenüber immer erstrebenswert ist. Eine gute Menschenkenntnis macht natürlich vieles einfacher. Mit dieser Gabe wird es euch leicht fallen, Menschen zu finden, mit denen ihr gut zusammenarbeitet - Aber auch die Personen auszumachen, von denen ihr euch besser fernhaltet.

Eine Gefahr dürft ihr jedoch nicht unterschätzen. Bei all der Freundschaft ist es entscheidend, Unternehmer zu bleiben. Unternehmerisch zu handeln und zu denken. Ihr kennt das Sprichwort mit dem kleinen Finger und der ganzen Hand? Lasst euch nicht auf Freundschaftsdienste ein. Gute Leistung muss bezahlt werden. Zu einem angemessenen Preis. Es muss immer ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geben und Nehmen herrschen.

Welchen Vorteil soll dieser „professionelle Abstand“ also bringen, den wir durch das Siezen aufrechterhalten? Beide Partner werden sich immer vorsichtig umkreisen, abschätzend sein und entscheidende Informationen zurückhalten. Die Zusammenarbeit kann niemals so effizient und erfolgreich sein, wie zwischen zwei Menschen, die sich auch auf der Beziehungsebene miteinander verbunden fühlen. Wirkt es sich auf die Qualität meiner Arbeit oder auf meine Professionalität aus, wenn ich mein Gegenüber duze? Ich denke nicht.


Aber was denkt ihr? Wie handhabt ihr die Kommunikation in eurem Unternehmen? Wir freuen uns über euer Feedback!

Dienstag, 24. Mai 2016

Arbeitet euch glücklich!

Richtung Zukunft

Im Juli wird Soraya ein Praktikum bei den perlenmädchen machen. Wir freuen uns schon auf unser neues Teammitglied! Soraya ist in der neunten Klasse und somit gerade dabei, den Weg für ihr zukünftiges Leben zu finden.

Bei diesem Gedanken habe ich realisiert, wie glücklich wir uns schätzen können, das zu tun, was wir lieben. Wir haben Spaß an unserer Arbeit, unsere Leistung wird wertgeschätzt und wir führen ein erfülltes Leben. Dieses Glück sollte jeder erfahren.

Auf der Suche nach Glück

Den Großteil unseres Lebens verbringen wir mit arbeiten. Umso wichtiger ist es also, etwas zu tun, an dem man Spaß hat. Gerade junge Menschen haben oft noch keine Vorstellungen von dem, was sie später einmal machen wollen. Der beste Weg das herauszufinden ist leben! Probiert euch aus.

Schnuppert in verschiedene Branchen hinein und arbeitet euch so Schritt für Schritt zu dem vor, was ihr liebt. Das Ziel muss es sein, einen Beruf zu finden, den ihr mit Leidenschaft ausüben könnt.

Viele Eltern bläuen ihren Kindern ein, erst einmal eine Ausbildung abzuschließen – ob der Job nun das Richtige ist oder nicht. Ich bin da anderer Ansicht. Wenn ihr merkt, dass ihr in diesem Beruf nicht glücklich werden könnt, brecht die Ausbildung ab und sucht weiter. Das Leben ist zu kurz, um unglücklich zu sein. Also liebe Eltern – Setzt eure Kinder nicht unter Druck, sondern unterstützt sie dabei ihre Berufung zu finden.

Kreislauf

Es gibt Menschen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, die sich jeden Montag zur Arbeit schleppen. Die immer nur Negatives von ihrer Woche berichten und über den Chef oder die Kollegen schimpfen. Man sieht ihnen ihre Unzufriedenheit förmlich an. Ich frage mich dann immer, wie man dauerhaft so leben kann. Solche Menschen sind in einem Kreislauf gefangen. Lustlosigkeit führt zu schlechten Arbeitsergebnissen, Misserfolg und somit zu weiterer Demotivation. Diese Situation ist eine Belastung. Für die eigene Psyche, das Umfeld und die Lebensqualität.

Menschen, die ihren Job lieben, sind motiviert und gehen mit Leidenschaft an ihre Aufgaben. Die gute Arbeit, die sie leisten, verschafft ihnen Erfolge. Diese Belohnungen bedeuten Glück und somit ein ausgefülltes Leben.

Solche Menschen sind wertvolle Mitarbeiter für jedes Unternehmen. Sie machen nicht nur Dienst nach Vorschrift, sondern denken mit und setzen sich für den Betrieb ein. Sie sind kreativ und wahre Problemlöser. Außerdem haben sie einen sicheren Arbeitsplatz. Welcher Chef würde schließlich so einen wertvollen Mitarbeiter entlassen?

Alles was wir tun, sollten wir aus Überzeugung und Leidenschaft tun. Die Menschen in eurer Nähe spüren, ob ihr Herzblut in eine Sache gesteckt habt oder nicht. Wenn ihr glücklich seid, übertragt ihr diese positive Energie auf andere Menschen. Ihr werdet mehr Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit erfahren. Mehr Dankbarkeit und Anerkennung.

Umgekehrt gebt ihr allerdings auch negative Energie weiter. Eure Unzufriedenheit im Job zieht sich dann wie ein roter Faden durch euer Leben.

Besser spät als nie

Es ist nie zu spät für Veränderung. Gebt die Suche nach eurem Traumjob niemals auf. Glück ist leider kein Dauerzustand. Man muss sich diese Momente erarbeiten. Geht Risiken ein, überwindet Hürden und stellt euch euren Ängsten. Immer wenn ihr das tut, wartet ein Hochgefühl als Belohnung auf euch. Glück!

Geht mit wachen Augen durch die Welt, seid neugierig und nehmt alle Chancen wahr, die sich euch bieten. Haltet nicht an Dingen fest, die verloren sind, keine Zukunft haben oder euch runterziehen.
Macht euch bewusst, dass Veränderung immer nur bei euch selbst beginnen kann. Wartet nicht darauf, dass sich die Welt in eine andere Richtung dreht. Ihr müsst das Steuer schon selbst in die Hand nehmen. Gesteht euch ein, was in eurem Leben schief läuft. Diese Selbsterkenntnis hilft euch dabei, Wege in die Veränderung zu finden.
Worauf wartet ihr noch? Arbeitet euch glücklich!




Dienstag, 26. April 2016

Ausgesprochen gut verständlich - Kommunikation im Arbeitsleben

Hello pling klingeling

Quelle PixabayUnser Leben ist bestimmt von Kommunikation. Telefonate, E-Mails und persönliche Gespräche machen den Großteil unserer Arbeit aus.
Erfolgreiches Arbeiten setzt immer gegenseitiges Verständnis voraus. Innerhalb des Teams, aber natürlich auch nach außen mit den Kunden.

Umso wichtiger ist es, dass wir die Grundregeln der Kommunikation beherrschen. Das erleichtert nicht nur das Arbeiten, sondern verhindert auch unnötige Missverständnisse.
Kennt ihr das? Ihr habt zu einer Veranstaltung eingeladen, erhaltet aber kaum Rückmeldungen. Oder: Ihr bekommt aus heiterem Himmel einen Anruf von einem verärgerten Kunden. Es gibt noch unzählige weitere Beispiele. Alles Missverständnisse, die auf Fehlern in der Kommunikation beruhen.

Stereo Sound

Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder hinaus. Ein ziemlich alter Spruch, der aber immer noch Bestand hat. Wer etwas will, muss freundlich sein! Und er muss es ernst meinen. Wenn wir mit jemandem kommunizieren, senden wir auf unterschiedlichen Kanälen. 

Quelle PixabayZum einen gibt es die reine sachliche Information. Durch Tonfall, Wortwahl, Mimik, Gestik und der Formulierung eures Anliegens sendet ihr außerdem Informationen auf der Metaebene. Sozusagen zwischen den Zeilen. Euch sollte dieser zweite Kanal bewusst sein, um ihn richtig nutzen zu können.
Die Informationen beider Kanäle müssen zueinander passen und sich ergänzen. Sind sie widersprüchlich, wird das vom Empfänger wahrgenommen. Die Kommunikation wird gestört.

Wenn ihr gerade sehr wütend seid, werdet ihr keinen ehrlich freundlichen Text schreiben oder ein fröhliches Telefonat führen können. Eure Stimmung bzw. euer Gefühlsleben kommuniziert ihr immer mit. Ob ihr wollt oder nicht ;)
Dazu ist es wichtig, dass ihr mit eurem Gegenüber offen und ehrlich umgeht. Klärt frühzeitig Missverständnisse und besprecht direkt, wo euch der Schuh drückt. So wissen beide Gesprächspartner woran sie sind. Wer auf Klartext verzichtet schafft sich nur Probleme.

Wenn ich sage "Spring!"

Quelle Pixabay
Wenn ich möchte, dass mein Gegenüber etwas Bestimmtes tut, ist eine individuelle Kommunikation das A und O. Am besten sucht ihr das persönliche Gespräch oder greift zum Hörer. Falls die Kommunikation doch schriftlich läuft, sprecht euer Gegenüber direkt an. Wer E-Mails oder Anhänge einfach nur kommentarlos weiterleitet, braucht sich nicht wundern, dass eine Reaktion des Empfängers ausbleibt.

Formuliert in kurzen, klaren Sätzen euer Anliegen. Macht keine vorsichtigen Andeutungen, sondern sagt direkt was ihr möchtet. Lasst so wenig Raum für Interpretation wie möglich.
Vermeidet so gut es geht irgendwelche Standardfloskeln. Schließlich soll der Empfänger spüren, dass er mit einem echten Menschen kommuniziert und kein generiertes Schreiben vor sich hat. Kennt ihr euer Gegenüber gut, solltet ihr zudem persönliche Informationen einstreuen und eure Beziehung zueinander deutlich machen.

Der Empfänger sollte außerdem euer Engagement spüren. Warum ist es euch so wichtig, dass er dieses oder jenes tut? Stellt eure Motivation immer klar heraus. Je oberflächlicher die Information vermittelt wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Empfänger das tut, was ihr möchtet.

Versetzt euch in die Lage eures Gesprächspatners. Bezieht dazu die Situation und den Wissensstand des Anderen ein. Welche Informationen benötigt mein Gegenüber? Wie wirkt sich meine Anfrage auf ihn aus? Entsteht für ihn dadurch eine unangenehme Situation? Wie kann ich sie für ihn angenehmer gestalten oder Probleme vorab lösen?

Alle Menschen empfinden unbekannte Situationen als unangenehm. Erklärt eurem Gegenüber also einfach, was ihn erwartet und was genau ihr von ihm möchtet. So kann er sich besser vorbereiten und ihr nehmt ihm unnötige Ängste.
Denkt bei Veranstaltungen zum Beispiel daran, Anfahrtsskizzen oder Wegbeschreibungen mitzuschicken, sodass sich der Gast bei der Anreise schnell zurecht findet. Außerdem muss es für euer Gegenüber so einfach wie möglich sein, auf eure Anfrage zu reagieren. Gebt also immer eure vollständigen Kontaktdaten an.

Selbst wenn ihr euch allergrößte Mühe gebt, an alles zu denken, kann es sein, dass ihr etwas vergesst. Bietet dem Empfänger also immer Hilfe an und macht deutlich, dass Fragen ausdrücklich erwünscht sind.

Scheiben putzen

Bild: © Brian A Jackson – shutterstock.com
Missverständnisse im Laufe von Projekten entstehen oft nur, weil im Vorfeld unzureichend kommuniziert wurde. Vermeidet falsche Erwartungen auf beiden Seiten. Beschreibt glasklar eure Arbeits- bzw. Herangehensweise und erläutert den Ablauf des Projektes anhand von Meilensteinen. Macht eurem Kunden deutlich, was er für sein Geld bekommt und was nicht. Euer Kunde sollte nicht die Katze im Sack kaufen müssen. Auch Preisverhandlungen werden deutlich leichter, wenn der Kunde versteht, welcher Arbeitsaufwand hinter welcher Leistung steckt.

Gerade bei langwierigen Projekten kann es passieren, dass nicht alles so läuft wie geplant. Eine regelmäßige Kommunikation während der Auftragsabwicklung ist deshalb äußerst wichtig. Haltet euren Kunden immer auf dem Laufenden und gebt Bescheid, wenn wichtige Meilensteine erreicht sind. Informiert ihn rechtzeitig, wenn Informationen oder Zuarbeiten fehlen. So bleibt das Projekt im Fluss und ihr vermeidet unnötige Verzögerungen.

Und falls doch mal alles länger dauert als gedacht, seid einfach ehrlich und erklärt eurem Kunden, was zu den Verschiebungen im Zeitplan geführt hat. Oft ist der Kunde nur verärgert, weil er nicht informiert worden ist und sich vernachlässigt fühlt. Der Kunde sollte im besten Fall nie selbst nachfragen müssen.

Der Ton macht die Musik

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Wenn ihr keinen Spaß an eurer Arbeit habt, könnt ihr eurem Kunden auch kein gutes Gefühl vermitteln. Er wird eure Anspannung und Unzufriedenheit immer spüren. Wenn ihr aber liebt was ihr tut, könnt ihr diese Leidenschaft und Freude auch auf eure Kunden übertragen. Gute Laune ist eben ansteckend ;) Wer freundlich ist, serviceorientiert denkt und immer ein offenes Ohr für seine Kunden hat, darf sich auch mal Patzer oder Verzögerungen erlauben. Die Kunden sind nachsichtiger und haben mehr Verständnis für eure Arbeit. Die innere Einstellung zu eurem Job wirkt sich also stark auf eure Kommunikation aus.

So, noch irgendwelche Unklarheiten? Immer her mit euren Fragen! Ansonsten hoffe ich, ich konnte euch ein paar wertvolle Tipps für den Umgang mit euren Kunden geben und ihr habt zukünftig noch mehr Freude an der Kommunikation. Ich freue mich sehr über euer Feedback und Erfahrungsberichte!


Dienstag, 29. März 2016

Erzieht eure Kunden!

Unerzogen

Kundenerziehung? Wie bitte? Ja, ihr habt richtig gehört! Ihr müsst euch eure Kunden erziehen. Im Prinzip läuft das ähnlich wie die Erziehung eines Hundes. Gebt ihr ihm zu viele Freiheiten, tanzt er euch auf der Nase rum. Zeigt ihr Schwäche, nutzt er diese aus.

Quelle Pixabay

Die großen Unternehmen haben uns die Kunden ziemlich verzogen. Man erwartet heutzutage einen kostenlosen Versand, ein Rückgaberecht, das die gesetzlich vorgeschriebene Frist übersteigt, eine kostenfreie Stornierung des Hotelzimmers bis 24h vor der Anreise und viele andere kostenlose Leistungen. Der Kunde ist nicht mehr König, sondern regelrecht ein Gewaltherrscher geworden. Er übt Druck auf uns aus und fordert diese Leistungen ein.
Kleine Unternehmen oder Einzelkämpfer können sich solche Konditionen aber gar nicht erlauben, wenn sie von ihrer Arbeit leben wollen. Unterwerft euch diesen Regeln nicht kampflos!

Rangordung

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Ihr solltet nicht vor euren Kunden auf den Knien rutschen, sondern ihnen ebenbürtig in die Augen schauen. Die wichtigste Grundlage ist gegenseitiger Respekt. Wer euch respektlos gegenüber tritt, sollte von euch nicht wie ein König behandelt werden.

Ihr als Unternehmer kennt eure Situation am besten. Was könnt ihr euren Kunden bieten? Was nicht? Stellt eure eigenen Regeln auf. Legt Konditionen fest, die fair sind. Gegenüber dem Kunden, aber auch euch gegenüber.
Wichtig ist, Verständnis bei euren Kunden zu erreichen. Erklärt ihnen warum ihr diese Konditionen aufgestellt habt. Zeigt ihnen transparent, warum ihr bestimmte Leistungen nicht völlig kostenfrei anbieten könnt. 

Ihr wollt euch durch diese Regeln schließlich nicht bereichern, ihr wollt überleben! Und das müssen eure Kunden wissen. Ehrlichkeit ist auf lange Sicht immer der richtige Weg.

Bei Fuß

Natürlich werdet ihr durch diese Strategie nicht alle Kunden halten können. Aber diejenigen, die bleiben, sind die Menschen, mit denen ihr auch dauerhaft harmonisch zusammenarbeiten könnt. Ihr filtert also eure Kunden. Die Problemkunden verschwinden. Die A-Kunden bleiben.
Habt Vertrauen in eure Kunden. Nicht alle sind nur auf den eigenen Vorteil bedacht – ohne Rücksicht auf Verluste. Die Gesellschaft verändert sich. Werte wie Regionalität, faires Handeln, Nachhaltigkeit werden zunehmend geschätzt. Die Menschen werden verstehen, dass es für ein kleines Unternehmen nicht möglich ist, wie ein Konzern zu agieren.

An die Leine legen

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Die Unerzogenheit der Kunden wird auch bei alltäglichen Dingen sichtbar. Von kleinen Unternehmern oder Einzelkämpfern wird oft erwartet, dass sie am Wochenende arbeiten und rund um die Uhr erreichbar sind. Selbst wenn ihr das so macht, brauchen eure Kunden das nicht zu wissen!
Kommuniziert klare Geschäftszeiten, zu denen ihr erreichbar seid. Klingelt das Telefon außerhalb dieser Zeiten, geht einfach nicht ans Telefon. Punkt.
Schickt auch keine E-Mails außerhalb der Geschäftszeiten. Wenn ihr am Wochenende eure Mails abarbeitet, speichert sie ab und schickt sie Montagmorgen zu Geschäftsbeginn raus.
Auch ihr als Unternehmer habt ein Recht auf Feierabend! Auch ihr habt ein Recht auf Urlaub. Auch ihr braucht Freizeit. Nehmt ihr euch diese Auszeiten nicht, werdet ihr scheitern. Ihr seid keine Maschinen, sondern Menschen. Wenn ihr nicht ab und an euren Akku aufladen lasst, werdet ihr früher oder später nicht mehr in der Lage sein gute Arbeit zu leisten. So verliert ihr nach und nach eure Kunden. Und zwar alle. Die Problemkunden genauso wie die A-Kunden.
Demonstriert den Menschen also, dass auch ihr klare Grenzen habt. Anderenfalls fordert ihr das unerzogene Verhalten eurer Kunden geradezu heraus.

Nein! Aus!

Ich möchte hier noch ein Beispiel aus unserer Branche beschreiben. Wir werden immer wieder damit konfrontiert, dass man von Kreativen erwartet, dass sie mit ihren Ideen hausieren gehen.
In Ausschreibungen wird oft erwartet, dass man sich mit einer fertigen Idee bewirbt. Möge der Bessere gewinnen. Für den Kunden ist das natürlich toll! Auf einen Schlag hat er 5- 10 neue Ideen auf dem Tisch. Einem Anbieter gibt man dann den Zuschlag. Er darf das Projekt realisieren. Und für die kommenden Projekte hat der Kunde jetzt ein großes Portfolio, aus dem er sich bedienen kann.

Quelle Pixabay
Überträgt man diese Forderung mal auf andere Branchen wird jedem sofort klar, dass diese Herangehensweise vollkommen unfair ist. Fragt mal ein paar Architekten ob sie euch kostenlos ein Haus entwerfen. Ihr bezahlt allerdings nur den, mit den besten Ideen. Völlig undenkbar! Oder bittet mal ein paar Bäcker darum eine Hochzeitstorte zu backen. Ihr bezahlt dann aber nur die, die euch am besten schmeckt. Ha!

Die kreative Leitidee ist das Fundament eines jeden Projektes. Sie ist der rote Faden, an den sich alles Weitere knüpft. Die Entwicklung dieser Idee ist die wichtigste Leistung innerhalb des gesamten Auftrags. Taugt die Idee nichts, geht auch das Projekt in die Hose.
Wie also kann es sein, dass man genau diese Leistung, quasi kostenlos vor der Auftragsbestätigung erbringen soll? Der Kreativprozess ist langwierig. Man steckt viel Zeit und Gedankenschmalz in die Entwicklung einer Idee. Wir lassen uns diese Arbeitszeit bezahlen. Viele sogenannte Kollegen tun das allerdings nicht. Sie verziehen die Kunden.

Aber davon lassen wir uns nicht abschrecken. Wir klären unsere Kunden auf. Sie verhalten sich nämlich nicht aus Böswilligkeit so, sondern weil sie es einfach nicht besser wissen. Viele Werbeleute, Grafiker und Kreative demonstrieren ihnen ja quasi, dass Ideen umsonst sind! Sie kennen sich mit unserer Arbeit nicht aus, wissen nicht wieviel Aufwand sich hinter den Prozessen verbirgt. Unsere Aufgabe ist es also sie aufzuklären und transparent zu kommunizieren, warum das bei uns anders läuft. Natürlich verlieren wir dadurch Ausschreibungen. Aber wir bekommen Aufträge von den Unternehmen, die uns verstehen und unsere Arbeit zu schätzen wissen. Und das ist ein viel größerer Erfolg.

Alphatier

Quelle Pixabay
Erziehung ist also für Unternehmer ein wichtiges Thema. Ihr könnt das Verhalten eurer Kunden beeinflussen. Unterwerft euch nicht den Regeln anderer, sondern bleibt euch selbst und euren Prinzipien treu. Vertretet eure eigenen Überzeugungen und stellt euch den Kunden selbstbewusst gegenüber. Handelt fair und ehrlich. Kommuniziert transparent. Nur so könnt ihr dauerhaft Erfolg haben, ohne den Spaß an der Arbeit zu verlieren.
Berichtet uns gern von euren Erfahrungen! Wir freuen uns immer von euch zu hören J


Dienstag, 23. Februar 2016

Darf ich um ihre Aufmerksamkeit bitten?
Eine Anleitung für außergewöhnlich gute Vorträge.

Brennen statt Pennen

Wer brennt, kann auch andere anstecken
Wer brennt, kann auch andere anstecken
Gute Vorträge sind nicht nur informativ, sondern machen Spaß. Sowohl dem Publikum als auch dem Redner. Ihr könnt euer Publikum nämlich nur begeistern, wenn ihr selbst voller Leidenschaft über euer Thema sprecht. Die Menschen, die dort vor euch sitzen funktionieren gewissermaßen wie ein Verstärker. Eure Emotionen und Gefühle übertragen sich auf die Zuhörer. Verbreitet also positive Energie, lasst euren Charme spielen und brennt für euer Thema!
Seid ihr selbst nicht überzeugt von dem, was ihr da erzählt, könnt ihr auch das Publikum nicht für euch gewinnen. Und wer gelangweilt vor sich hin nuschelt, braucht sich nicht über Schnarchgeräusche aus dem Publikum wundern.

Sprechen statt Lesen

Ist euch schon einmal aufgefallen, dass wir ganz anders schreiben als wir sprechen? In der Schriftsprache, besonders bei fachlichen Themen, werden wahnsinnig viele Substantivierungen verwendet. Sätze bestehen aus unzähligen Nebensätzen und Zusammenhänge werden durch Einschübe immer wieder auseinandergerissen. Wir bemühen uns besonders gebildet und kompetent zu klingen. Aber eigentlich machen wir dadurch alles nur viel Unverständlicher.

Sprecht zum Publikum wie zu einem Freund
Sprecht zum Publikum wie zu einem Freund
Vorträge sind keine Lesungen. Verwendet also keine Schreibsprache. So spricht kein normaler Mensch. Die Leute sind nicht da, um ein sprechendes Buch zu erleben. Sprecht zu euren Zuhörern eher wie zu einem Freund. Erklärt ihnen euer Anliegen wie in einem Gespräch.
Voraussetzung für einen guten Vortrag ist also, dass ihr den Inhalt in und auswendig kennt. Er muss gewissermaßen aus euch selbst herauskommen.

Und lest um Himmels Willen nicht einfach eure Folien vor! Ganze Sätze haben darauf nichts zu suchen. Die Folien sind eigentlich auch gar nicht für euch, sondern für das Publikum. Die Stichworte sollten das Gesagte zusammenfassen und als Stütze für eure Zuhörer dienen.
Die Situation in einem Vortrag ist nämlich eine ganz andere, als Zuhause am Schreibtisch zu sitzen und konzentriert ein Fachbuch zu lesen.

Wir sind von unzähligen Ablenkungen umgeben. Kellner bringen Getränke, der Sitznachbar hustet, 3 Reihen weiter tuscheln ein paar Kollegen. Man ist allein situationsbedingt weniger konzentriert. Schriftsprache können wir hier auf keinen Fall gebrauchen. Zuhause liest man einen Satz einfach noch ein drittes Mal, wenn man Verständnisprobleme hat. Bei einem Vortrag hat man nur eine Chance eine Botschaft zu verstehen. Dinge, die wir nur hören und nicht parallel lesen, sind zudem schwieriger zu merken.

Erleben statt Zusehen

In Fachvorträgen ist es oft notwendig, schwierige oder komplizierte Zusammenhänge zu erklären. Wie schafft man es also, diese Dinge verständlich und lang anhaltend zu vermitteln?
Dazu müssen wir uns bewusst machen, wie unser Hirn funktioniert. Situationen, die besonders emotional waren, viele Sinne angesprochen oder starke Reize verursacht haben, hinterlassen immer eine fest verankerte Erinnerung. Der Moment, in dem man das erste Mal auf eine heiße Herdplatte fasst, brennt sich im wahrsten Sinne des Wortes ein ;)

Dieses Prinzip solltet ihr auf eure Vorträge anwenden. Sprecht in bunten Bildern zu euren Zuhörern und lasst Geschichten in ihren Köpfen entstehen. Verwendet Metaphern und anschauliche Beispiele in euren Ausführungen. Erzählt ein paar passende Anekdoten aus eurem Leben. Und macht Witze! Humor ist immer eine tolle Art, Menschen zu erreichen. Euer Vortrag sollte die Menschen unterhalten. In diesen Minuten werdet ihr zum Entertainer.

Verlasst auch gern die konventionellen Pfade und baut interaktive Elemente in euren Vortrag ein. Verwendet Requisiten, arbeiten mit Geräuschen oder Gerüchen. Versucht, so viele Sinne wie möglich anzusprechen. Überrascht euer Publikum und lasst es an der ein oder anderen Stelle aktiv mitmachen.
Bezieht die Zuhörer mit ein, stellt ihnen Fragen, lasst sie mitdenken und sprecht sie direkt an. Beachtet bei eurer Rede aber immer den Wissensstand und Hintergrund der Zuhörer. Ihr solltet sie nicht überfordern, aber auch nicht langweilen.



Üben statt Aufgeben

Übung macht den Meister
Übung macht den Meister
Ja, ja, ich weiß schon. Nicht jeder ist der geborener Entertainer und kann gut vor Publikum reden. Aber wisst ihr was? Übung macht den Meister! Stellt solche Situationen doch mal mit Freunden oder der Familie nach. Bereitet zum Beispiel einen besonderen Vortrag zur Präsentation der letzten Urlaubsfotos vor. Lasst sie auch Zwischenrufe einwerfen und Fragen stellen. So übt ihr gleich, auf Ablenkungen zu reagieren. Spontanität und Schlagfertigkeit können nämlich auch erlernt werden.

Überwindet euch und nehmt jede Chance wahr, vor Menschen zu sprechen. So werdet ihr nach und nach immer lockerer. Und das Wichtigste: Bleibt ihr selbst und sprecht in euren eigenen Worten.

So. Vortrag beendet ;D Jetzt seid ihr dran!
Wir freuen uns sehr, wenn ihr uns von euren Erfolgserlebnissen berichtet!