Donnerstag, 13. Dezember 2018


Die Zuckerperlenmädchen

Eine Geschichte aus dem Perlen-Märchenbuch - Teil 2

...

Sie hatten unheimliche Angst bei ihrer Flucht. Schließlich haben sie seit sie denken konnten nur Schauergeschichten von diesem Ort gehört. Anfangs war der Wald wirklich dunkel und bedrohlich. Die Mädchen hatten zudem große Mühe in dem unberührten Dickicht voranzukommen. Nach einiger Zeit entdeckten sie aber, dass es nicht nur Schatten gab, sondern auch Licht!

Plötzlich öffnete sich der dunkle Wald und die beiden standen auf einer großen Wiese. Hier wirkte nichts mehr bedrohlich. Schmetterlinge tanzten auf bunten, duftenden Blumen, die sich in den Sonnenstrahlen räkelten. Rehe grasten friedlich am Waldesrand.
Ganz in der Nähe konnten die Mädchen auch einen plätschernden Bach ausmachen. Silberleuchtende Fische schwammen der Strömung entgegen und sprangen vor Freude in die Luft. An diesem Ort wollten sie bleiben. Die Mädchen waren lang genug weggelaufen.

Aus Zweigen, Ästen und Buschwerk errichteten sie sich eine kleine gemütliche Hütte auf der Waldlichtung. „Ich habe Hunger“, sagte Gitte plötzlich. „Wir sollten im Wald nach Beeren suchen.“ Gesagt, getan. Auf gut Glück wählten sie eine Richtung und gingen in den Wald. Sie waren noch nicht weit gekommen, da begegnete ihnen ein alter, freundlicher Fuchs. Nadine fasste sich ein Herz und sagte: „Lieber Herr Fuchs, ihr seid ein weises Tier. Und wir haben Angst vom Weg abzukommen und uns zu verlaufen.“ Da antwortete der Fuchs: „ Wo es keine Wege gibt, kann man nicht vom Weg abkommen. Ich rate euch Mädchen, findet euren eigenen Pfad.“

„Aber Herr Fuchs, was ist, wenn wir in eine falsche Richtung laufen?“, fragte Gitte nervös. Da antwortete der Fuchs mit ruhiger Stimme: „Mein liebes Mädchen, es gibt hier keine falschen Richtungen. Es kommt immer darauf an, was du suchst und was du schließlich findest.“
„Darf ich eine letzte Frage stellen?“, fragte Nadine das gutmütige Tier. „Woher wissen wir, wem wir vertrauen können?“ Da blickte der alte Fuchs dem Mädchen tief in die Augen und flüsterte: „Hört auf die Stimme, die tief in euch spricht. Sie wird euch verraten, wen ihr einen Freund nennen könnt.“ Kaum gesagt, sprang der alte Fuchs ins Dickicht und war verschwunden.

Die Mädchen erkundeten jetzt frohen Mutes die Umgebung. Zuerst hielten sie sich rechts und kamen bald an eine steile Klippe. „Hier gibt es nichts für uns, außer Gefahr“, sagte Nadine zu ihrer Gefährtin. Also machten sie kehrt und gingen in die entgegen gesetzte Richtung. Nach einiger Zeit gelangten sie zu einer Höhle, in der ein großer schwarzer Wolf lebte.
„Kommt nur herein zu mir“, sagte der Wolf listig. „Ich werde euch reich bewirten! Hier ist es warm und gemütlich.“ Den Mädchen war nach dem langen Weg durch den Wald kalt geworden. Sie waren müde und erschöpft. Außerdem litten sie noch immer an Hunger. „Was willst du von uns dafür haben?“, fragte Nadine vorsichtig.
„Nichts! Ich will nur euer Freund sein“, knurrte der Wolf und grinste gespenstisch, sodass man seine scharfen, weißen Zähne sah.
Die Mädchen schlossen fest die Augen und hörten tief in sich hinein. „Wir sollten nicht mit ihm gehen“, sagte Gitte überzeugt. Und so machten sie auf dem Absatz kehrt und gingen nie wieder diesen Pfad entlang.

Jetzt blieb ihnen nur noch eine Richtung, in die sie laufen konnten. Und endlich wurde ihr Mut belohnt. An einer uralten Buche fanden sie große Sträucher voller saftiger Beeren. Die Mädchen stopften sich gierig die süßen Beeren in den Mund und hörten erst auf, als sie satt und zufrieden waren. „Wir sollten uns ein paar Früchte mitnehmen, sodass wir nicht jeden Tag den weiten Weg auf uns nehmen müssen“, überlegte Gitte. Die Mädchen pflückten also was sie tragen konnten und machten sich auf den Weg zurück zur Lichtung.

An ihrer Hütte angekommen, sahen sie wieder den alten Fuchs, der sich in der Sonne streckte. „Hallo lieber Herr Fuchs! Es ist schön Sie zu sehen. Wir haben so viel Angst davor allein zu sein“, riefen die Mädchen ihm entgegen. „Aber ihr seid hier doch nicht allein. Überall um euch herum gibt es Freunde. Sucht sie und lernt von ihnen“, riet ihnen das weise Tier.
„Aber wir haben Angst etwas falsch zu machen!“, entgegnete Nadine. Da richtete sich das Tier auf und lief zu den Mädchen herüber. „Ich habe noch nie jemanden wie euch hier gesehen, der etwas getan hat, wie ihr es tut. Was sollt ihr da falsch machen, wenn noch Niemand vor euch hier war? Ihr könnt nur nach bestem Gewissen handeln und danach überlegen, ob man es besser machen könnte.“ Mit diesem Worten sprang er wieder in den Wald und war verschwunden.

So kam es dann, dass die Mädchen mit offenen Augen durch die Welt gingen und jedem, der es brauchte ihre Hilfe anboten. Sie beobachteten alle Tiere des Waldes genau und lernten, was ihre Fähigkeiten waren. Eines Tages hatte Gitte eine Idee: „Wir könnten unsere Beeren mit den Vögeln teilen. Mit ihren kleinen Schnäbeln picken sie die Kerne ganz sauber. Mit unseren Händen würden wir die Früchte nur zerquetschen. Mit der Saat können wir neue Sträucher auf unserer Lichtung ziehen. So sparen wir uns den weiten und gefährlichen Weg durch den Wald.“

Die Vögel halfen den beiden Mädchen gern bei ihrem Vorhaben. Schließlich hatte sich das gütige Wesen der Beiden bereits im ganzen Wald herumgesprochen. Mit den Jahren gab es viele Herausforderungen und Gefahren zu überwinden. Aber durch Teamarbeit und List, konnten die Mädchen alle Hindernisse überwinden. Sie wuchsen zu starken und klugen jungen Damen heran.
Eines Tages sagte Nadine: „Wir leben hier in einem Paradies, während das Volk vom bösen König Konformius unterdrückt wird. Wir müssen die Menschen von der süßen Freiheit kosten lassen, sodass sie aufwachen und ihr Leben selbst in die Hand nehmen und glücklich werden können!“ Deshalb schmiedeten sie einen Plan, die Tage von König Konformius waren gezählt!

Sie warfen alle Zutaten für ein gutes Leben in einen Topf und kochten daraus einen sirupähnlichen Saft. Nachdem dieser abgekühlt war, formten sie aus der Masse kleine, funkelnde Zuckerperlen. Mit den Taschen voller Leckereien machten sie sich auf den Weg in die Stadt.
Jedem, dem sie begegneten, steckten sie eine Zuckerperle in den Mund. Kaum berührte die Süßigkeit die Zunge, erwachten die Menschen aus ihrer Trance. Sie schmeckten das erste Mal das süße Leben der Freiheit.

Immer mehr Menschen schlossen sich den Zuckerperlenmädchen an und rebellierten gegen König Konformius. Schließlich stürmten unzählige mutige Frauen und Männer das Schloss und stürzten den grausamen Herrscher Konformius und all seine Lakaien. Für ihren Mut und ihre Kreativität wurden die einstigen Waisenmädchen belohnt und bekamen vom Volk funkelnde Zuckerkronen aufgesetzt.

Die Konformität wurde abgeschafft. Jeder dürfte seine eigenen Talente entwickeln und etwas machen, dass ihm Freude bereitet. Das Land wurde bunt, überall gab es Licht und Leben. Die Menschen waren glücklich. Und so war das Perlenland bald über alle Grenzen hinweg als ein wunderbarer Ort bekannt.

„Wie lange ist das schon her?“, fragte die kleine Frieda ihre Oma. „Schon viele hundert Jahre“, sagte die freundliche Großmutter zu ihrer Enkelin. „Aber immer noch gedenken wir den weisen Perlenmädchen. Deshalb kochen wir jedes Jahr an Weihnachten viele bunte Zuckerperlen, um uns daran zu erinnern, wie schön es ist, ein selbstbestimmtes Leben in Freiheit zu führen.“

Ende

Dienstag, 27. November 2018


Die Zuckerperlenmädchen

Eine Geschichte aus dem Perlen-Märchenbuch


Es war einmal vor langer Zeit, da gab es ein fernes Land, das vom bösen König Konformius regiert wurde. Für ihn war jeder Mensch gleich. Individualität wurde verboten und mit dem Tode bestraft. Konformius und seine Lakaien Din Norm und Vor Schrift schürten Angst wo sie es nur konnten.
Jedem Bürger wurde seine Arbeit zugeteilt. Niemand scherte sich um Begabungen, Talente oder Vorlieben. Jeder musste tun, was der böse König sagte. So errichtete er sich ein Volk kopfloser Holzsoldaten. Menschen, die wie seelenlose Schablonen waren.

Es gab keine Farbe in diesem Land, alles war in einem Einheitsgrau gestaltet. Die Luft war niemals vom Lachen der Kinder erfüllt, denn niemand hatte einen Grund zu Lachen. Es gab auch keine Musik. Konformius hatte auch sie verboten, sodass niemand aus der Reihe tanzen konnte. Das einzige, das man ab und an hörte war das Trübsal blasen der Menschen.
Der König war nur damit beschäftigt, alle Menschen zu überwachen, sodass er niemals Zeit für sich hatte. Er hatte keine Frau, keine Kinder, er hatte nur: Nichts. Konformius war in seinem tiefsten Inneren ein trauriger und einsamer Mann, der mit der Zeit immer böser und verbitterter wurde.

Die wichtigste Regel des Königs lautete: „Du darfst den Weg nicht verlassen!“ Aus diesem Grund
postierte Konformius überall Wachen, die darauf achteten, dass niemand diese Regel verletzte. Doch eigentlich war das gar nicht nötig. Denn keiner der Menschen hatte überhaupt Lust dazu, die eingelaufenen Pfade zu verlassen. Sie hatten ehrlich gesagt zu gar nichts Lust. Sie standen jeden Tag auf, erledigten ihre Arbeit und gingen am Abend wieder ins Bett. In niemandem brannte mehr ein Feuer.

In niemandem? Nun, das ist so nicht ganz richtig. Es gab da zwei kleine Waisenmädchen, die nicht so recht in die Welt passen wollten, in der sie lebten. Die zierliche Gitte hatte goldenes Haar und große, runde blaue Augen, die stetig neugierig umherwanderten. Sie war ein aufgewecktes Mädchen, das alles förmlich in sich aufzusaugen schien. Das zweite Mädchen hieß Nadine. Sie hatte dicke, dunkle Locken, braune Kulleraugen und ein ungezähmtes Wesen. Sie war impulsiv und furchtlos.

Die beiden Mädchen lernten sich im Waisenhaus kennen und waren seither die aller besten Freunde. Nadine und Gitte ergänzten sich nicht nur gut, sie waren zudem auch nicht auf den Kopf gefallen. Sie merkten bereits früh, dass mit ihnen etwas falsch war. Oder waren es die anderen, mit denen etwas nicht stimmte? Die Mädchen waren anderes, als der Rest der Kinder. Und im Land von König Konformius war es sehr gefährlich anders zu sein. Deshalb verhielten sie sich still und fügten sich ein. Nach außen waren sie zwei brave angepasste Mädchen, aber in ihrem Inneren wuchs der Wunsch nach Freiheit ins Unermessliche.

Deshalb schmiedeten sie eines Tages einen Plan. Sie wollten ausbrechen, vom Weg abweichen und in den großen, dunklen Wald flüchten. König Konformius ließ seit jeher verbreiten, dass jenseits der Wege tödliche Gefahren lauerten und niemand jemals aus dem Wald zurückgekehrt sein. „Ich habe Angst“, sagte Gitte mit bebender Unterlippe, „aber selbst das ist besser als gar nichts zu fühlen.“ Die beiden Mädchen sahen sich ruhig in die Augen und nickten. Es war beschlossen.

Am nächsten Tag machten sich die Kinder des Waisenheims wie immer auf den Weg in die Schule. Der Pfad führte am Wachen gesäumten Waldesrand vorbei. Und genau auf diesem Wegstück wollten sie entwischen. Die Männer in ihren Rüstungen achteten kaum auf die vorbeilaufenden Kinder. Schließlich hatte noch nie ein Mensch im ganzen Reich versucht zu fliehen.
Das kam den beiden Mädchen zugute. In einem unbeobachteten Moment sprangen sie vom Wegesrand direkt in die dichten Büsche. Dort warteten sie erst einmal ab, ob sie jemand beobachtet hatte. Aber niemand scherte sich um sie. Niemand rief oder zeigte mit dem Finger auf die Stelle, an der sie im Verborgenen kauerten.
Als die anderen Kinder vorübergezogen waren und sich auch sonst niemand mehr auf dem Weg befand, trauten sie sich ihr Versteck zu verlassen. So schnell sie ihre kleinen Kinderbeine tragen konnten, rannten die beiden Mädchen in den tiefen unbekannten Wald.


....

Der zweite Teil folgt am 13. Dezember 2018!

Dienstag, 23. Oktober 2018


I will survive! 

Überleben im Wirtschaftsdschungel


Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und in einer Welt des Überflusses. Kein Angebot ist mehr einzigartig. Der Markt ist voll von Produkten und Dienstleistungen aus aller Welt. Nie war es so schwer, sich als Unternehmer einen Platz am Markt zu erkämpfen.

In der Wirtschaft ist es wie in der Biologie. Die Starken überleben, die Schwachen gehen unter. Als Unternehmer strebt man natürlich danach einen starken Betrieb aufzubauen und langanhaltend erfolgreich zu sein. Am besten sogar aus der Masse herauszustechen! Denn anders geht es nicht.  Als Mittelmaß geht man über kurz oder lang im Einheitsbrei unter. Doch wie schafft man das?

Eine Überlebensstrategie in 6 Perlenweisheiten

1. Selbsterkenntnis
Seid ehrlich zu sich selbst! Schaut ganz tief in euch hinein und erkennt eure eigenen Stärken und Schwächen. Welche Dinge fallen euch leicht, welche schwer? Welche Dinge braucht ihr, um im Arbeits- und Privatleben glücklich zu sein?

Selbsterkenntnis ist mitunter leichter gesagt als getan. Denn niemanden kann man so schlecht einschätzen, wie die eigene Person. Deshalb belasst es nicht bei der Selbstsicht auf eure Persönlichkeit. Holt euch zusätzlich Hilfe von außen. Gute Vertraute, Freunde, lange Bekannte und die Familie können euch oft viel besser einschätzen und sind wertvolle Berater.


2. Stärken stärken
Ihr kennt das Phänomen schon aus der Schule. Es gab Fächer, die fielen euch super leicht, gute Noten waren gar kein Problem. Und es gab Fächer, in die ihr euch richtig reinknien musstet. Ohne permanentes Üben und Wiederholen ging nichts. Und trotzdem ward ihr hier immer nur Durchschnitt. Wenn überhaupt. Wir raten euch: Lasst das mit dem Üben. Verschwendet eure kostbare Zeit und Energie nicht, um in Schwächen zu investieren.


Baut eher eure Talente und Neigungen aus! Wenn euch etwas liegt und ihr Spaß dran habt, könnt ihr in dieser Sache großartig werden. Besser als der Durchschnitt. Und das muss man heutzutage sein, um erfolgreich zu werden: Besser als der Durchschnitt!

Bietet deshalb nur Leistungen an, die ihr mit Brillanz beherrscht und lehnt bewusst Aufträge ab, die nicht euren Kompetenzen entsprechen.
Eure Kunden werden dadurch nicht von euch enttäuscht sein, ganz im Gegenteil! Ihr stellt das Wohl des Kunden in den Vordergrund, indem ihr zugebt, dass ihr nicht der beste Partner für den Job seid. Das schafft Vertrauen und eure Kunden werden euch treu bleiben. 

3. Netzwerk
Nun zu euren Schwächen. Steht zu ihnen. Keine falsche Scham. Niemand kann alles. In Bereichen, die euch schwer fallen, könnt ihr durch Üben zwar besser werden, aber ihr werdet nie Brillanz erreichen. Akzeptiert das und klammert euch nicht an unrealistische Träume. 

Um fehlende Kompetenzen aufzuheben, solltet ihr euch geeignete Partner suchen, die in Qualität, sowie Denk- und Arbeitsweise zu euch passen. Leute, die ihren Job aus Leidenschaft machen, so wie ihr! Gebt Aufgaben ab. So werft ihr euren Ballast ab und holt euch einen kräftigen Aufwind ins Unternehmen. Also los, raus mit euch! Geht offen auf die Menschen zu. Reicht ihnen die Hände und haltet sie nicht mit Ellenbogen auf Abstand. Ohne ein stabiles Netzwerk seid ihr den Gefahren da draußen schutzlos ausgeliefert. Als Alleinkämpfer stehen die Überlebenschancen eher schlecht.



4. Spezialisierung

Kommt unbedingt weg von der Denkweise, alles anbieten zu müssen. Findet eure Nische in der ihr großartig seid. Bleibt in eurem Kompetenzkreis, akzeptiert wer ihr seid und investiert in eure Stärken. Das ist der Weg zum Erfolg. Mit einer Spezialisierung habt ihr ganz automatisch weniger Konkurrenz und könnt euch somit auch besser am Markt behaupten.


Spezialisierung bedeutet allerdings oft, dass ihr euren Kunden-Einzugskreis größer ziehen musst. Wer fit ist, kann das Internet als Sprachrohr zur eigenen Vermarktung nutzen. Die sozialen Medien sind der Zugang zur ganzen Welt, über alle Grenzen hinweg. Statt mit Geld bezahlt ihr hier mit Zeit und euren Daten ;) Oftmals aber eine lohnenswerte Investition.


5. Persönlichkeit
Wisst ihr was euch einzigartig macht? Eure Persönlichkeit! Jeder von uns ist ein Individuum. Also versteckt euch nicht, sondern steckt eure Werte, Normen, Prinzipen, Denkweisen und Ansichten in die Außenkommunikation eures Unternehmens.

Die Zeiten von „Geiz ist geil“ sind vorbei. Der Identitätskonsum tritt immer mehr in den Vordergrund. Kunden wollen Unternehmen unterstützen, die ihre Ansichten teilen. Produkte werden dazu benutzt, die eigene Persönlichkeit zu definieren. Zeigt also wer ihr seid und bezieht dabei klar Stellung. Das macht euch unverwechselbar.


Außerdem macht ihr so Menschen auf euch aufmerksam, die so denken wie ihr. Und Sympathie verkauft! Verabschiedet euch von dem Anspruch, jedem zu gefallen und es allen recht zu machen. Spart euch die Energie, Problemkunden glücklich zu machen und steckt all eure Kraft in die Betreuung der A-Kunden. Glückliche Kunden sind der beste Treibstoff für eure Motivation.



6. Erneuerung


Stillstand ist der Tod. Die Welt dreht sich immer schneller und schneller. Wer zu lange stehen bleibt wird von der Konkurrenz einfach umgerannt. Aufholen ist dann so gut wie nicht mehr möglich. Und eure Kunden erwarten natürlich eine zeitgemäße Leistung. Wenn ihr die nicht erbringen könnt, seid ihr raus.

Umso wichtiger ist es, sich ab und an vom Alltagsstress frei zu machen. Wer immer nur mit dem Kopf nach unten vor sich hin arbeitet, verpasst was da draußen alles so abgeht.  Deshalb: Plant bewusst Auszeiten ein und geht mit offenen Augen durch die Welt. Investiert in Fortschritt! Seid neugierig und mutig, probiert Dinge aus und habt keine Angst vor Niederlagen. Einfach aufstehen und weitergehen. Das Lernen hört eben nie auf ;) Nur anders als in der Schule, dürft ihr selbst entscheiden, was ihr lernen wollt.


Fazit: Ausbrennen oder Gas geben?


Wer sich zur Arbeit zwingt, muss täglich Energie darauf verwenden, sich zu motivieren, weiterzumachen und nicht stehen zu bleiben. Das Ergebnis bleibt dennoch immer nur Durchschnitt. Also nix mit Anerkennung und Bestätigung. Irgendwann seid ihr völlig ausgebrannt.

Wer seinen Job nur des Geldes wegen macht, kann niemals großartige Leistungen vollbringen. Wer hingegen seine Tätigkeit mit Leidenschaft ausübt, wird immer aus der grauen Masse herausstechen. Diese Menschen sind kreativ, hungrig und wissbegierig. Sie handeln aus einem inneren Antrieb heraus. Arbeit ist für sie nichts Belastendes, sondern eine Passion. Und das merken die Menschen da draußen. Von ihren Kunden werden sie dafür mit Wertachtung und Bestätigung belohnt. So entsteht ein selbstlaufender Motor. Die Energie kommt von außen und innen.

Wir freuen uns auf eure Gedanken und eurer Feedback zu diesem Thema.

Eure perlenmädchen


Dienstag, 25. September 2018


Kunden fischen – Werbung braucht einen Haken

Der Köder kann nicht jedem schmecken

Quelle pixabay.comKennt ihr eigentlich eure Zielgruppe, liebe Unternehmer? Wie oft hören wir: „ Ich biete meine Leistungen für alle an und weise niemanden ab!“ Dieser Satz ist fatal. Denn, ob ihr wollt oder nicht, ihr könnt es einfach nicht allen recht machen. Und das solltet ihr auch nicht!
Wer sich nur nach seinen Kunden richtet, hat keinen Fokus. Ihr schwimmt im Kreis herum. Ohne eigene Ziele, Ansprüche und Werte  - also ohne Orientierung - kann kein Fisch im großen Teich der freien Markwirtschaft überleben.

Der Kunde ist nicht euer König. Richtet euch nicht starr nach den Regeln von anderen. Wer sich nur bückt, um anderen die Füße zu küssen, verliert sich selbst. Betrügt sich selbst! Und das ist keine gesunde Haltung. Außerdem macht die Arbeit so auch keinen Spaß. Ihr verliert die Motivation, die Qualität eurer Arbeit sinkt, ihr verliert Aufträge. Und am Schluss schwimmt ihr mit dem Bauch nach oben. Tod.

Quelle pixabay.comSeht euch und eure Kunden eher als gleichberechtigte Partner an. Nicht nur der Kunde entscheidet, ob ihm der Köder schmeckt. Auch euch muss der Fisch munden! Nichts raubt einem mehr Energie als sogenannte „Problemkunden“. Die nur nörgeln, meckern, mit nichts zufrieden sind und euch zu Dingen drängen, die ihr eigentlich gar nicht tun wollt. Unter diesen Energieräubern haben auch eure A-Kunden zu leiden. Schließlich seid ihr mit so viel Ballast am Bein nicht mehr so konzentriert und motiviert wie vorher.

Ihr wollt stattdessen Fische, die euch schmecken! Kunden, die mit euch auf einer Welle schwimmen, die euch motivieren und inspirieren. Die dankbar sind für eure Arbeit und ihren Wert erkennen. Dann schwimmt ihr auf der Welle des Erfolgs!

Nur an Haken bleibt man hängen

Quelle pixabay.com
Wie angelt man also jetzt diese A-Kunden? Wie wir gerade gelernt haben, wollt ihr nicht jeden Fisch an der Angel haben. Manche sind euch zu groß, manche zu klein und manche schmecken euch einfach nicht. Es ist deshalb enorm wichtig, seine Zielgruppe in und auswendig zu kennen.

Wer sind diese Menschen? Welche Probleme haben sie, bei denen ihr helfen könnt? Welche Gemeinsamkeiten verbinden sie, welche Unterschiede gibt es zwischen ihnen? Gibt es Orte an denen sie zusammen kommen? Welche Medien konsumieren sie? Je genauer ihr eure liebsten Fische kennt, desto besser wisst ihr, welche Leckerbissen ihnen schmecken.

Eure Werbung darf nicht zu glatt und nett sein. Wenig Reiz bedeutet wenig Wahrnehmung. Diese Art von Werbung könnt ihr euch sparen. Sie ist rausgeworfenes Geld. Wer nur Einheitsbrei ins Wasser wirft, braucht sich nicht zu wundern, dass keiner anbeißt. Und die, die vielleicht doch mal anbeißen, sind mit Sicherheit nicht eure Lieblingsfische.

Quelle pixabay.comNeben einem schmackhaften Köder ist deshalb auch ein Haken entscheidend. Eure Werbung braucht Ecken und Kanten, an denen die Menschen hängen bleiben. Eure Außenkommunikation muss polarisierend sein, sollte zu Diskussionen anregen und muss nicht allen gefallen. Eben nur eurer Zielgruppe. (Und euch selbst natürlich.)

Ein wichtiger Aufhänger seid ihr selbst. Schließlich seid ihr Individuen, mit eigenen Vorstellungen, Ansichten und Arbeitsweisen. Bleibt euch selbst treu und steckt so viel wie möglich von eurer Persönlichkeit in die Werbung.

Eigene Ansichten, Werte, Regeln, Arbeitsweisen, Qualitätskriterien – das alles sollte gläsern und für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Wisst ihr, was dann passiert? Ihr siebt die Problemkunden von Anfang an aus. Die melden sich dann gar nicht erst bei euch. Weil ihnen nicht schmeckt, was sie da über euch lesen. So einfach. Und die anderen, bekommen schon beim Lesen einen wässrigen Mund.

So wird der Köder richtig lecker

Quelle pexels.com
Nur mit eurer Persönlichkeit als Filter ist euer Haken aber noch etwas stumpf. Gute Werbung braucht eine gute Prise Kreativität, um zum Anbeißen lecker zu sein. Während andere Haken stumpf im Wasser treiben, könnt ihr euren durch gute Ideen so richtig aufpolieren und zum Glänzen bringen.

Seid frech, beweist Humor, setzt auf Emotionen! Ihr dürft auch mal etwas übertreiben oder provozieren. Regt die Menschen zum Diskutieren an. Und traut euch aufzufallen. Der Mensch ist nämlich genetisch darauf programmiert, auf Veränderungen in seinem Lebensumfeld zu reagieren. Da kann sich niemand gegen wehren. Dieses Verhalten stammt noch aus der Steinzeit, als hinter jeder Auffälligkeit noch eine tödliche Gefahr lauern konnte.

Durch kreative Werbung könnt ihr euch zudem einen hohen Werbedruck sparen. Kreativität ist hoch ansteckend! Hat uns eine Werbebotschaft berührt, zum Lachen gebracht oder überrascht, wollen wir diese Gefühle mit anderen teilen. Habt ihr eure Fische einmal infiziert, schwimmen sie zu Freunden, der Familie und Verwandten und geben eure Botschaft an sie weiter.


Quelle pixabay.comIhr dürft eure Köder allerdings nicht überwürzen. Die richtige Menge Salz hebt den Geschmack, wird es zu viel, ist das gesamte Essen verdorben. Verwendet ihr gar kein Salz, bleibt alles ziemlich geschmacklos. Es geht deshalb nicht darum, um jeden Preis aufzufallen, sondern um die richtige Dosierung. Ihr müsst eure Werbebotschaft zu 100% nach außen vertreten können. Wählt daher immer eine Tonalität, die zu eurer Botschaft passt. Tastet euch am besten immer Schritt für Schritt heran und beobachtet, wie eure Lieblingsfische auf den Köder reagieren.

Wir wünschen „Petri heil“ und freuen uns wie immer über eure Fragen und Erfahrungen!

Eure perlenmädchen

Dienstag, 28. August 2018

Freiheit macht schlau


Die selbsterfüllende Prophezeiung


Wer kennt sie nicht? Diese chronisch überarbeiteten Chefs, die ihrem Gegenüber nie wirklich zuhören. Sobald das Telefon klingelt oder der PC eine neue Mail ankündigt, sind sie mit den Gedanken schon wieder woanders. Die Augen immer ruhelos, nie fokussiert. Sie sind die Erfinder des „Burnout“.

Diese Menschen leiden fast immer an einem hausgemachten Problem: Kontrollwahn. Sie trauen ihren Mitarbeitern nichts zu, wollen zu jedem Detail gefragt werden und müssen immer alles selbst entscheiden. Da haben wir sie dann wieder, die selbsterfüllende Prophezeiung. Genauso erzieht man seine Mitarbeiter zu Marionetten. Zu kopflosen Holzsoldaten. Wer seine Mitarbeiter für unfähig hält und sie fürs Mitdenken bestraft, braucht sich nicht zu wundern, wenn das Team nur unselbstständig und unmotiviert arbeitet.

Nicht selten ist es auch die eigene Unsicherheit, die Chefs solch ein Verhaltensmuster zeigen lässt. Wenn man befürchtet, seinen Status oder seine Machtposition zu verlieren, hält man seine Angestellten besser an der kurzen Leine. Ein weiterer Auslöser kann der Perfektionismus sein. Aus Angst, Fehlern zu machen, legt man lieber nichts in fremde Hände, sondern erledigt einfach alles selbst.
Was auch immer der Grund ist: Mit einem solchen Verhalten legt ihr nicht nur euch selbst in Ketten, sondern auch euer Team.

Alles eine Frage der Erziehung


Die oberen Etagen bilden sich oft ein, alles besser zu wissen. Aber niemand kennt die Abläufe, Stolpersteine und die individuellen Gegebenheiten zu einer Aufgabe besser, als der Mitarbeiter, der mit genau dieser betraut ist. In den Arbeitsprozessen der Angestellten stecken die Vorgesetzten einfach nicht tief genug drin. Warum denken Sie dann oft, alles besser zu wissen?

Wer selbstständig denkende und eigenverantwortlich handelnde Mitarbeiter möchte, sollte seinen Leuten einfach mehr freie Hand lassen. Eure Aufgabe ist es zu lenken und zu leiten, das große Ganze im Auge zu behalten. Während ihr oben auf dem Ausguck sitzt und den Kurs für euer Unternehmen plant, halten euch eure Leute den Rücken frei.
Wer noch unsicher ist, startet erstmal einen Testballon. Übertragt eurem Team eine Aufgabe und nehmt euch vor, euch mal nicht einzumischen. Ihr werdet vom Ergebnis ganz sicher überrascht sein!

Also übertragt ihnen Verantwortung, lasst sie selbst Entscheidungen treffen und nach ihren eigenen Methoden arbeiten. Ihr müsst nur die Zielstellung vorgeben. Belohnt es, wenn eure Leute Mitdenken anstatt sie dafür zu maßregeln. Eigene Erfolge und Anerkennung führen nämlich automatisch zu mehr Motivation. Schließlich sind die Zeiten nicht immer rosig. Da ist es gut zu wissen, wenn man zufriedene und treue Angestellte hat, die hinter dem Unternehmen stehen und nicht bei jedem stärkeren Wellengang wie Ratten das sinkende Schiff verlassen.

Ernten was man sät


Wenn der Chef von seinem hohen Ross gestiegen ist und die Mitarbeiter frei und selbstbestimmt arbeiten, ist es Zeit für das Feintuning. Als Führungskraft hat man eine regulierende Funktion. Wenn man an den richtigen Stellschrauben dreht, kann man oftmals noch viel mehr aus seinen Leuten herausholen. Über Arbeitsmoral, Effizienz und Stimmung im Team entscheidet oft schon die Zusammensetzung der Arbeitsgruppen.

Die Mitarbeiter müssen zu einander passen. Kompetenzen sollten sich bestenfalls ergänzen. Aber Vorsicht: Zu viel Kuschelkurs lässt uns träge und eingefahren werden. Setzt statt Kuschelkurs also eher auf ein gewisses Maß an Reibung. Querdenker sorgen für frischen Wind, andere Sichtweisen führen zu neuen Ideen.



Anziehungskraft und Bindung


Das höchste Gut eines Unternehmens sind seine Mitarbeiter. Deshalb solltet ihr sie hegen und pflegen, ihnen zuhören, auf sie eingehen und dafür sorgen, dass es ihnen gut geht. Hier spielt das Thema Freiheit wieder eine entscheidende Rolle. Wenn ihr euren Mitarbeitern mehr Verantwortung übertragt, übertragt ihr ihnen auch Entscheidungsgewalt. Baut überflüssige Strukturen ab. Flache Hierarchien sorgen für kurze Arbeitswege und somit ein agileres Handeln.

Lasst eure Mitarbeiter nach Möglichkeit selbst über die Einteilung ihrer Arbeitszeit entscheiden. Die alte Stechuhr hat in so gut wie allen Branchen ausgedient und ist weit überholt. Statt eure Leute nach reiner Anwesenheit zu bewerten, solltet ihr sie an ihren Erfolgen messen. Wenn interessiert es schon, in welcher Zeit die Ergebnisse erarbeitet worden sind, solange sie bis zur vorgegebenen Deadline vorliegen? Eben.

Vergesst nicht, dass eure Angestellten Menschen sind. Mit eigenen Bedürfnissen, Problemen, Wünschen. Nehmt auf diese Dinge Rücksicht! Bei einer freien Arbeitszeit-Einteilung lassen sich Beruf und Familie zudem viel besser unter einen Hut bringen.

Ergebnis: Eure Attraktivität als Arbeitgeber steigt. Die Mitarbeiter-Zufriedenheit steigt. Die Produktivität euer Mitarbeiter steigt.

In einer Zeit von chronischem Fachkräftemangel werdet ihr so auch gute Leute halten können. Wer sich wohlfühlt, will den Job nicht wechseln. Ein guter Ruf als Arbeitgeber führt zudem zu mehr Bewerbungen.

Um jetzt noch mal auf den Anfang zurück zu kommen: Diese Art der Unternehmensführung hat einen nicht ganz unwichtige Nebeneffekt: Ihr führt ein stressfreieres und glücklicheres Leben. Also, liebe Chefs, was meint ihr dazu?


Wir freuen uns über einen Erfahrungsaustausch mit euch und über euer Feedback!

Eure Perlenmädchen

Freitag, 20. Juli 2018

Geburtstagsfeierei im Perlenland

10 Jahre Perlenmädchen

Was für ein toller Tag im Perlenland!! Unser 10. Perlengeburtstag sollte etwas ganz besonderes werden. Deshalb hatten wir uns für diesen Tag eine große Überraschung überlegt. Die Präsentation unseres neuen Corporate Designs!
 
Nur wenige handverlesene Auserwählten haben eine der begehrten Eintrittskarten ins Perlenland erhalten und konnten am 12. Juli 2018 mit uns den 10. Geburtstag der Perlenmädchen feiern. Danke an alle Gäste und Gratulanten für eure lieben Worte, die einfallsreichen Geschenke, die rosa-lila-dufte Blumen, die Drücker und Knutscher und euer Lachen! Es war uns ein Fest.



Hier gehts zur kompletten Story mit Video und vielen bunten Bildern:

Dienstag, 19. Juni 2018

10 Jahre perlenmädchen - Zeit zu Wundern




In wenigen Tagen feiern wir unseren 10. Agenturgeburtstag im wunderbar verrückten Perlenland. Ein guter Anlass zurückzublicken und die letzten Jahre Revue passieren zu lassen. In unserer Perlenchronik lest ihr die bewegte Geschichte unserer Kreativagentur. Folgt dem Link zur Perlen-Website: